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Wer war Madman Mike?

Shownotes

Mitte der 1990er Jahre wagt ein junger Mann das Unmögliche: Er unternimmt den gefährlichen Versuch, eine Zeitmaschine zu bauen. Während die ersten Experimente ihn zunächst in die Armut und schließlich ins Gefängnis treiben, gelingt ihm zwei Jahre später scheinbar das Unmögliche: Er verschwindet spurlos, doch nicht für immer…

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Transkript anzeigen

00:00:09: Schauerstoff, der Gruselpodcast für schlaflose Nächte.

00:00:17: Wer war Madman Mike?

00:00:25: Er sah auf die Uhr – es war mal wieder fast drei Uhr morgens.

00:00:30: Anscheinend hatte er wieder einmal die Zeit beim Tüfteln vergessen.

00:00:34: Egal!

00:00:35: Jetzt konnte und wollte er auf keinen Fall aufhören.

00:00:39: Den ganzen Nachmittag hatte er da gehockt und mit Engels Geduld unzählige Meter Kupferdraht auf zwei große Magnete gewickelt.

00:00:48: Der brauchte Power.

00:00:50: Viel mehr Power!

00:00:54: Mike Markham, ein junger Mann aus Stanbury, Missouri war von einem unstellbaren Erfinder und Tüftlergeist getrieben.

00:01:03: Der Garten hinter seinem Haus sah für die Nachbarn wie ein vermüllter Schrottplatz aus – doch für den einundzwanzigjährigen lagerte dort sein größter Schatz.

00:01:13: Alte CD-Player, kaputte Fernseher und Monitore lagen dort verstreut und in ihre Einzelteile zerlegt.

00:01:21: Alles Dinge, die Mike bei seinen Amateur-Experimenten gut gebrauchen konnte.

00:01:27: Der junge Mann hatte keinerlei professionelle Expertise in den Bereichen Physik oder Elektrik – doch vieles hatte er sich im Laufe der Jahre selbst angeeignet!

00:01:37: Dabei war der kreative Autodidakt stets auf Bücher und eigene Versuchsaufbaus angewiesen gewesen, denn Mitte der Ninzehundertneunzigerjahre als sich seine geradezu unglaubliche Geschichte zutrug Gab es noch kein flächendeckendes Internet, wo Mike hätte recherchieren können.

00:01:56: Doch wie so oft liegen Genie und Wahnsinn nah beieinander – weshalb Mike's Besessenheit von technischen Geräten ihm schnell den Spitznamen Madman bei seinen Freunden eingehandelt hatte!

00:02:10: Wie weit ihr Kumpel allerdings mit seinen Experimenten und Erfindungen bereit zu gehen war und welches Mysterium Mike um seine Persona schaffen würde?

00:02:19: Das hatten selbst sie damals nicht kommen sehen.

00:02:26: Er hatte irgendwo bei Vierhundert aufgehört mitzuzählen, wie oft er die Kupfer spulen nun um den Magneten gewickelt hatte.

00:02:33: Er brauchte einfach mehrere Tausend Volt und aus der Steckdose bei ihm zu Hause kam gerade mal ein Hundertzwanzig.

00:02:41: Also hat er an eigenen Transformatoren getüftelt, um mehr Spannung bereitzustellen.

00:02:46: Als er damit fertig war, konnte endlich der eigentliche Versuchsaufbau starten.

00:02:51: Mike wollte eine sogenannte Jakobsleiter nachbauen.

00:02:55: Man schloss zwei Metallbügel an zwei Hochspannungsquellen an und positionierte sie so zueinander, dass Sie sich an Ihrem untersten Punkt nahezu berührten und in vertikaler Richtung v-förmig immer weiter auseinanderstrebten.

00:03:11: Wenn er alles richtig gemacht hatte würde sich ein elektrischer Blitz entzünden der aufgrund des Wärmeauftriebs zwischen den beiden Bügeln nach oben wanderte und verpuffte bevor sich unten an der Spannungsquelle ein neuer Funken bildete.

00:03:27: Die Idee zu der Jakobsleiter war dabei durchaus nicht neu.

00:03:31: Man nutzte dieses beeindruckende Schauspiel bereits häufig in Forschung und Lehre, um Hochspannungsstrom gut sichtbar demonstrieren zu können.

00:03:40: Doch Mike wollte nicht einfach nur ein bereits gut erprobtes physikalisches Phänomen reproduzieren – er hatte eine viel gefährlichere Idee!

00:03:52: Das Problem mit der Jakopsleiter hat zunächst das weitere Parameter für das Gelingen des Experiments eine Rolle spielten Wenn etwa die Luft im Versuchsraum zu kalt, zu feucht oder auch zu staubig war, funktionierte es nicht, weil der Luftwiderstand zu groß wurde.

00:04:08: Genau das passierte bei Mike's Versuchen.

00:04:11: Er hatte zwar mehr als genug Spannung durch die Transformatoren aufgebaut – doch zwischen den Metallbügeln erschien dennoch kein elektrischer Blitz!

00:04:19: Also versuchte er, den Luftwiederstand mittels Wärme herabzusenken und arrangierte dafür eine Reihe von kleinen Lasern um die Jakobsleiter herum die er zuvor aus alten CD-Playern ausgebaut hatte.

00:04:32: Doch wieder musste er feststellen, dass sich zwischen den beiden Metallbügeln überhaupt nichts tat.

00:04:38: Frustriert wollte er seinen Versuchsaufbau gerade vom Stromnetz trennen – als er plötzlich etwas bemerkte.

00:04:45: Zwischen den beiden Drahtbüglen, die v-förmig auseinander liefen, hatte sich zwar kein Blitz gebildet dafür jedoch etwas anderes.

00:04:54: Es sah aus wie ein kleines warberndes Hitzefeld So wie man sich die glühende Hitze in der Wüste vorstellt, wenn man den Blick über den Horizont schweifen lässt.

00:05:06: Mike widerstand dem Drang, den fremdartigen Vortex mit den Händen zu berühren und griff stattdessen nach einer Schraube, die neben ihm auf der Werkbank plagt.

00:05:16: Erwarf die Schrauben in das seltsame Energiefeld, indem sie augenblicklich zu verschwinden schien.

00:05:22: Mike fragte sich gerade ob die pure Hitze zwischen den Stäben das Metallstück einfach vaporisiert hatte Als die Schraube einige Sekunden später wieder herausgeschleudert wurde und auf dem Fußboden landete, Maik griff instinktiv danach.

00:05:38: Eis kalt!

00:05:40: Erneut warf er die Schnaube in der Jakobsleiter nur um wieder einige Sekunde später zu sehen wie sie wieder auftauchte und aus dem Luftstrudel heraus geschleuderte.

00:05:50: Er wiederholte das Experiment noch einige Male bis die verbaut Technik schließlich überhitzte und das Gerät sich mit einem lauten Knall verabschiedete.

00:06:01: Für heute hatte Mike definitiv genug getüftelt, und dennoch lag er den Rest der Nacht wach während seine Gedanken rasten – wenn die Schraube stets zunächst verschwand und nach einigen Sekunden wieder auftauchte, konnte es eigentlich nur zwei Erklärungen dafür geben.

00:06:19: Entweder hat er es mit seiner abgewandelten Jakobsleiter geschafft, die Schnaube zu teleportieren oder….

00:06:27: Und dieser Gedanke verursachte in seiner Magengegend ein seltsames Gefühl aus Euphorie und Überwältigung.

00:06:34: Er hatte mittels des Energiefeldes die Schraube für einige Sekunden in die Zukunft geschickt, sodass sie stets zeitversetzt wieder auftauchte – kurz gesagt er hatte vielleicht eine Zeitmaschine erschaffen!

00:06:52: In den folgenden Tagen und Wochen lief Mike's Erfinder-Geist zur Höstform auf denn er wollte das beobachtete Phänomen keineswegs nur reproduzieren.

00:07:02: Nein, er wollte es stabiler, länger und vor allem größer machen.

00:07:07: Sein erster Versuchsaufbau war gerade mal forty-fünfzig Zentimeter groß gewesen.

00:07:13: Nun wollte er auf eine Höhe von mindestens zwei Metern kommen.

00:07:17: Dafür brauchte er schweres Gerät.

00:07:20: Die selbstgebauten Transformatoren würden da nicht mehr ausreichen.

00:07:24: Er würde für einen gelingenden Versuchsaufbau mindestens fünfzigtausend Volt brauchen.

00:07:30: Doch Madman Mike hatte schon eine Idee wo er Trafos finden würde, die groß genug für sein tollkühnes Projekt sein würden.

00:07:40: Zunächst beschaffte er jedoch das weitere Equipment für seine selbst gebaute Maschine.

00:07:45: Große Metallstäbe als elektrische Leiter waren einfache Baumarktware und auch ein paar ausrangierte Laser fand ihr günstig bei einem Eventveranstalter.

00:07:55: Das größte Problem waren die Transformatoren schon allein wegen ihres horrenden Preises.

00:08:00: Er musste für einen Trafo mindestens fünfzehntausend Dollar rechnen und die hatte der einundzwanzigjährige definitiv nicht.

00:08:10: Er hatte aber schon vor einer Weile bemerkt, dass beim lokalen Energiefersorger einige dieser Dinger völlig unbenutzt auf dem Firmengelände herumlagen – lesige Transformatoren, die einfach nur vor sich hinrosteten und die sicherlich niemand vermissen würde.

00:08:25: Allein würde er die Trafos sicherlich nicht entwenden können doch zum Glück hatte Maik gute Kumpels die ihn bei seiner abenteuerlichen Idee unterstützten.

00:08:34: Mitten am helllichten Tag fuhren die Freunde mit Pick-up Trucks zu dem Firmengelände und beluden diese wie selbstverständlich mit den Transformatoren.

00:08:45: Es verging weitere Wochen intensiven Tüfteln bis für Mike schließlich der Moment der Wahrheit gekommen war.

00:08:52: Seine neue, riesige Jakobsleiter war bereit an den Strom angeschlossen zu werden Doch sobald er das selbst gebaute Ungetüm an sein lokales Stromnetz angedockt hatte Passierte nichts, abgesehen von einem lauten Knall.

00:09:08: Die Sicherungen in seinem Haus waren allesamt rausgesprungen und Mike stand im Dunkeln – und nicht nur er!

00:09:16: Ein Blick aus dem Fenster offenbarte, dass er sogar die Stromversorgung in seinem ganzen Wohnviertelarm gelegt hatte.

00:09:23: Doch Madman Mike ließ sich davon nicht entmutigen.

00:09:26: Große Ideen brauchten manchmal einfach mehrere Anläufe Und tatsächlich gelang es dem jungen Mann nach weiteren Testen und Feinjustieren doch noch, die Maschine ohne Stromausfall zum Laufen zu bringen.

00:09:42: Anstelle des zuvor nur wenige Zentimeter großen Luftwirbels den sein Prototyp noch erzeugt hatte sah er vor sich nun ein ein Meter breites und zwei Meter hohes Energiefeld.

00:09:54: Maik hatte die Metallstäbe nicht länger vförmig sondern nahezu parallel angeordnet was mehr Raum für Experimente mit größeren Gegenständen bot.

00:10:04: Wieder warf er testweise ein paar Objekte in den elektromagnetischen Strohle.

00:10:09: Doch etwas Entscheidendes hatte sich nun verändert, die hineingeworfenen Gegenstände kamen nicht mehr zurück.

00:10:18: und schlüssig was er mit seiner faszinierenden wenn gleich beängstigenden Erfindung anfangen sollte bestellte Mike sich an einem der folgenden Nachmittage seine Freunde ein.

00:10:30: Die Jungs in seinem Wohnzimmer das zugleich Mikes persönliches Labor nahmen ihren Kumpel trotz aller Sympathien natürlich nicht ernst.

00:10:39: Sie zogen ihn auf und drohten im Scherz, seine Couch durch das mysteriöse Portal zu schicken.

00:10:45: Doch als sie das Möbelstück in das Energiefeld hineingeschoben hatten wurde aus Spaß ganz schnell ernst.

00:10:52: Die Couch war weg.

00:10:54: Dann klingelte es an der Haustür.

00:11:00: Noch völlig verdutzt von dem eben bezeugten Experiment öffnete Mike die Tür.

00:11:05: Draußen stand die Polizei und hielt ihm einen Durchsuchungsbeschluss unter die Nase.

00:11:10: Wie sich herausstellte, hatten sie den einundzwanzigjährigen schon länger auf dem Radar nachdem die Nachbarn von merkwürdigen Aktivitäten in seinem Haus und ständigen Stromausfällen berichtet hatten.

00:11:21: Ebenfalls hatte der lokale Energieversorger die gestohlenen Transformaturen zur Anzeige gebracht – und es dauerte nicht lange bis diese Spur ebenfalls zu Mike Markham führte.

00:11:34: Mike bekam für den Travodiebstahl und die Stromausfalle, die er provoziert hatte Sechzig Tage im Gefängnis und fünf Jahre auf Bewährung.

00:11:43: Zurück in der Realität hatte ihm sein Vermieter allerdings wegen unrechtmäßiger Nutzung des Stromanschlusses seinen Vertrag gekündigt, und das Haus vollständig räumen lassen.

00:11:54: Die Zeitmaschine an der Madman Mike nun monatelang getüftelt hatte war damit ebenso verloren.

00:12:01: Mike musste erst mal bei Freunden unterkommen und sich eine neue Bleibe suchen – an weitere Experimente vorerst nicht zu denken!

00:12:12: Doch dass die Polizei ihm auf die Schläche gekommen war und ihn verhaftet hatte, hat er sich für den einundzwanzigjährigen als Glück im Unglück herausgestellt.

00:12:22: Denn so hatte die bizarre Geschichte von dem jungen Mann der mittelsgeklauter Transformatoren eine Zeitmaschine hatte bauen wollen über regionale Aufmerksamkeit erlangt.

00:12:32: Ein TV-Sender hatte Mike's Story in einem kurzen Bericht gefiehtschert – und zufällig hatte der sich von Berufswegen sehr für paranormale Phänomene interessierte, diesen Beitrag gesehen.

00:12:45: Der Mann hieß Art Bell und war ein berühmter Radiomoderator der Sendung Coast to Coast AM die landesweit überall in den Vereinigten Staaten übertragen wurde.

00:12:56: In dieser Sendung befasste sich Bell explizit mit dem unerklärlichen und mysteriösen Und lud sich zu diesem Zwecke gerne Talkgäste per Telefon ein.

00:13:07: So bekam auch Mike Markham die Gelegenheit seine Geschichte bei Coast to Coast zu erzählen.

00:13:13: Ganze anderthalb Stunden unterhielten er und Art Bell sich über seine Experimente, das unheimliche Portal was er erschaffen hatte und was er glaubte welchen physikalischen Gesetzmäßigkeiten das Energiefeld folgte.

00:13:28: Mike war froh in Art Bell endlich einen Gesprächspartner auf Augenhöhe gefunden zu haben der ihm nicht nur glaubte sondern mit ihm gemeinsam Fach simpelte wie man den Versuchsaufbau noch effizienter und wirkungsvoller gestalten könnte.

00:13:44: Der neunzigminütige Austausch der beiden Männer sollte dem ganzen Vorhaben neuen Aufwind bescheren.

00:13:51: Millionen Menschen hatten den Interview bei Coast to Coast gelauscht, und seitdem stand Max Telefon nicht mehr still.

00:13:58: Fasziniert von seinem Vorhabem boten Menschen ihm plötzlich kostenlos große Transformatoren an oder wollten ihn ihr Grundstück zur Verfügung stellen um weiter experimentieren zu können.

00:14:10: Er erreichte mit seiner Geschichte ebenso ein paar renommierte Physiker, die an den Projekten mitwirken und die Idee zu der Zeitmaschine weiterentwickeln wollten.

00:14:20: Schlussendlich bekam Mike durch die Einflussnahme von Art Bell in Overland Park in Kansas eine große Lagerhalle als Versuchsraum das benötigte Material für den Bau und ein ganzes Team an kompetenten Naturwissenschaftlern, die ihn unterstützen wollten.

00:14:37: Gemeinsam investierten sie mehrere Monate bis die Zeitmaschine gebaut war und tatsächlich funktionierte.

00:14:49: Zumindest berichtete Mike Markham es so, als er und Art Bell im Jahr nineteenhundertsechsundneinzig nach mittlerweile sechzehn Monaten wieder on air telefonierten.

00:15:00: Der Radiomoderator hatte ehrlicherweise nicht mehr geglaubt noch einmal mit Mike sprechen zu können.

00:15:06: In der langjährigen Erfahrung des Hosts war der junge Mann Weisskott nicht der einzige gewesen der an Zeitmaschinen herum experimentiert hatte.

00:15:15: Viele von jenen ambitionierten Bastlern, das Wustardbell zu berichten, hatten ihren Ehrgeiz teuer bezahlt und waren bei gefährlichen Selbstversuchen ums Leben gekommen – doch Madman Mike Markham offenbar nicht!

00:15:29: Was also war in den vergangenen anderthalb Jahren genau geschehen?

00:15:35: Mike berichtete, dass er dank des zusätzlichen Equipments und der personellen Unterstützung seine Idee noch einmal gründlich hatte aufstocken können.

00:15:45: Während er mit seinem Prototyp gerade mal zwanzigtausend Wolts und mit dem größeren Modell, mit den gestohlenen Trafos etwa siebzigtausende Wolts hatte erzeugen können verfügte die neue Mega-Maschine in Overland Park übersagen hafte drei Millionen Volt.

00:16:04: Wieder hatte er die Möglichkeiten seines Apparats zunächst im Kleinen getestet.

00:16:08: Er hatte kleine Gegenstände in das Energiefeld geworfen Die ähnlich wie zuvor noch die Couch bei seinem selbstgebauten Heimversuch Zunächst spurlos verschwanden.

00:16:19: Doch dann tauchten diese Objekte wieder auf, allerdings um zwei Minuten Zeit versetzt und stets – fünfzig bis einhundertfünfzig Meter in westlicher oder östliche Richtung niemals nördlich- oder südlich von der Lagerhalle.

00:16:34: Maik experimentierte weiter mit kleinen Lebewesen wie Hamstern oder Ratten.

00:16:39: auch sie schickte er durch sein selbst gebautes Portal.

00:16:42: Diese wurden nach kurzer Zeit von seinen Teammitgliedern an den vermuteten Stellen in der Umgebung wieder aufgegriffen.

00:16:49: Mittlerweile hatte Mike ca.

00:16:51: zweihundert Tests mit seiner Zeitmaschine durchlaufen und erprobt, wie er durch die leichte Veränderungen einzelner Parameter einen gewissen Einfluss darauf nehmen konnte – wann und wo die versendeten Objekte oder Tiere wieder auftauchten?

00:17:06: Die Methode schien ihm soweit sicher zu sein!

00:17:11: In seinem zweiten Telefonat mit Alt Bell kündigte der wagemutige Erfinder nun an Er werde in ca.

00:17:17: dreißig Tagen eigenmächtig durch das Portal gehen, um zu sehen was geschehen würde.

00:17:23: Er selbst würde dafür allerdings eine eigens gebaute Metallkapsel nutzen – um sich und sein Mobiltelefon, das er mitnehmen wollte vor den extremen Strahlungen zu schützen.

00:17:34: Dies war das vorerst letzte Mal, dass die breite Öffentlichkeit von Mike Markham hörte, bevor er Anfang nineteenhundertsehneunzig spurlos verschwand.

00:17:48: Das heißt nicht ganz spurlos!

00:17:51: Bald darauf meldete sich ein anderer Hörer bei Coast-to-Coast AM.

00:17:55: Art Bell und sein Team hatten seit einer Weile versucht, mit Mike in Kontakt zu treten – doch er war wie vom Erdboden verschluckt!

00:18:03: Der Anrufer behauptete nun, er habe in einem Zeitungsarchiv eine beunruhigende Entdeckung gemacht, die mit Mike Markums verschwinden, im Zusammenhang stehen könnte.

00:18:12: Er sei auf einen Artikel aus dem Jahr neunzehnhundert dreißig gestoßen.

00:18:17: Diesen Zufolge hatte man damals an einem Strand in Kalifornien einen jungen Mann tot aufgefunden, der in einer zerquetschten Metallkapsel angespült worden war.

00:18:27: Der Mann habe seltsame futuristische Kleidung getragen und obendrein ein quadratisches elektronisches Gerät bei sich gehabt – das der Beschreibung nach ein Mobiltelefon zu sein schien.

00:18:41: Die Schilderungen des Hörers befeuerten unter den Anhängern von alternativer Wissenschaft und paranormalen Phänomen natürlich den Mythos, dass Madman Mike tatsächlich in seine Zeitmaschine gestiegen Allerdings nicht, wie kalkuliert die Zukunft bereist, sondern sich stattdessen in der Vergangenheit verirrt hatte.

00:18:58: Mit tödlichem Ausgang.

00:19:03: Achtzehn Jahre lang hielt sich dieser Mythos hartnäckig – bis im Jahr zweitausendfünfzehn wieder Art Bells zu Hörertelophon klingelte.

00:19:13: Der inzwischen hochbetagte Radiohost hatte mittlerweile eine neue Sendung mit dem Titel Midnight In The Desert aufgebaut, die inhaltlich allerdings sehr an das alte Format erinnerte.

00:19:25: Am anderen Ende der Leitung war Mike Markham, quick lebendig und offenbar immer noch Teil unserer Gegenwart – was viele Hörerinnen und Hörere enttäuschte.

00:19:36: Der inzwischen vierzigjährige Mike die Bankte auch gleich mal den Mythos er wäre versehentlich in die neunzehnhundertreißiger Jahre gereist und dort gestorben.

00:19:45: Doch dafür erzählte er nun eine andere nicht minder unglaubliche Geschichte.

00:19:53: Mike Markam berichtete dass er sein Versprechen eingelöst Und Anfang nineteenhundertsehnundneunzig tatsächlich eigenmächtig sein selbstgeschaffenes Portal durchschritten hatte.

00:20:04: Dann war alles um ihn herum schwarz geworden.

00:20:07: Als er wieder zu sich kam, lag Mike jedoch nicht etwa auf dem Boden der Lagerhalle und auch nicht ein Hundertfünfzig Meter entfernt davon.

00:20:15: Er fand sich mitten in einem Getreidefeld wider und hatte bohrende Kopfschmerzen.

00:20:21: Im ersten Moment hatte er überhaupt keine Ahnung wie er dort hingekommen war – schlimmer noch!

00:20:27: Zunächst war seine Amnesie so heftig, dass er nicht mal mehr seinen eigenen Namen wusste.

00:20:33: Instinktiv lief er eine lange Landstraße entlang, die ihm glücklicherweise in eine Stadt führte.

00:20:39: Dort angekommen, war nach einigen Stunden Fußmarsch ein Teil seiner Erinnerungen wieder an die Oberfläche gespült worden.

00:20:47: Er wusste nun wider, woher er kam und welche Mission ihn die vergangenen Monate umgetrieben hatte.

00:20:54: Doch als er die unbekannte Stadt erreichte und das Orts-Eingangsschild Lars traute er zunächst seinen Augenkaum.

00:21:01: Er war in Fairfield, Ohio gelandet – einem Vorort von Cincinnati.

00:21:07: Dieser lag knapp ein tausend Kilometer in ästlicher Richtung vor dem Standort der Lagerhalle im Overland Park in Kansas entfernt.

00:21:16: Und noch etwas anderes wurde ihm mit Schrecken bewusst als er an einem Kiosk mit der aktuellen Tageszeitung in der Auslage vorbei kam.

00:21:24: Es war des Jahr.

00:21:27: Mittlerweile waren zwei Jahre vergangen seit dem Moment, als er in sein selbst erschaffenes Portal getreten und verschwunden war.

00:21:38: Maid begriff schnell dass er in Fairfield Ohio vorläufig fest saß.

00:21:43: Er hatte keine Papiere, keine Kreditkarte und nicht ein Cent in der Tasche.

00:21:48: Auch sein Telefon war weg.

00:21:50: Niemand würde ihm glauben Man würde ihn für einen Geist des kranken Freak halten bestenfalls noch für einen verwirrten Obdachlosen.

00:21:58: Also ging er zunächst zur lokalen Bahnhofsmission und besorgte sich eine Mahlzeit.

00:22:03: Dort vermittelte man ihm auch einen kleinen Gelegenheitsjob, mit dem er sich zumindest das Bus-Ticket für die Reise zurück nach Kansas finanzieren konnte.

00:22:14: Doch als er einige Tage später endlich wieder vor der Lagerhalle in Overland Park stand, folgte der nächste Schock – Das Gebäude war leer!

00:22:23: Die Maschine, all seine Unterlagen und Notizen, seine Unterstützer… Alles war weg.

00:22:29: Wer dafür verantwortlich war, ob der Eigentümer der Lagerhalle diese hatte räumen lassen oder ob vielleicht jemand anderes eine deutlich mächtigere Instanz hinter der Savotage seines Projektes steckte – das er vor Maik nicht.

00:22:44: Auch sein Langzeitgedächtnis hatte unter dem riskanten Selbstversuch gelitten, sodass er sich nicht mehr namentlich an seine Unterstützer und Geldgeber erinnern konnte.

00:22:57: In den folgenden Jahren war Mike Markham also überwiegend damit beschäftigt gewesen die wenigen Puzzleteile seines alten Lebens irgendwie wieder zusammenzusetzen.

00:23:07: Die Amnesie machte ihm weiterhin schwer zu schaffen, und er hatte sämtliche materiellen Besitztümer- und Zeugnisse seiner Identität verloren.

00:23:16: Als er in den letzten Jahren mit Art Bell telefonierte, berichtete er außerdem vom Leben in verschiedenen Obdachlosenheimen – wie er seinen Lebensunterhalt mit einfachen Gelegenheitsjobs bestritt!

00:23:28: An einen Erneutenbau einer Zeitmaschine war und ist für ihn vorerst nicht mehr zu denken.

00:23:37: Zugegeben, es gibt verschiedene Theorien- und Interpretationsansätze die die Geschichte von Madman Mike Markham erheblich in Zweifel ziehen.

00:23:47: Für viele Menschen mit einem nüchternen Blick auf die Sache bleibt er ein Spinner der unbedingt eine Zeitmaschine hatte entwickeln wollen um seinen durchaus realen Problem in der Gegenwart zu entfliehen.

00:23:59: Mike hat massive finanzielle Schwierigkeiten gehabt und so wundert das nicht dass ein ursprünglicher Plan gewesen war, mit der Zeitmaschine in die Zukunft zu reisen um sich so einen großen Lottobewind zu sichern.

00:24:14: Gleichzeitig gelten seine Theorien mittels D-Rer er die Grenzen von Raum und Zeit überwinden wollte nicht als völlig abwegig.

00:24:22: wenn Quantencomputer uns mittlerweile die Existenz eines Multiversums mit unzähligen parallelen Realitäten nahelegen Warum sollte man sich auf den daraus entstehenden zahllosen Zeitstrahlen nicht auch bewegen können.

00:24:40: Mike Markham war es offenbar nicht beschert, diesen Weg bis zum Ende zu gehen und eines der größten Rätsel der Menschheit zu lösen.

00:24:48: Und dennoch gebührt ihm Anerkennung für seinen Mut und Ehrgeiz – und dafür, dass er bereit war sein Leben im Dienste der Forschung zu riskieren.

00:24:58: Bis heute bekommt der einstige Madman Anfragen bei Facebook auf die er allerdings verhalten antwortet.

00:25:05: Es scheint als Führer der mittlerweile einundfünfzigjährige, ein aufgeräumtes und zufriedenes Leben.

00:25:13: Ein glücklicher Zustand, der ihm schlussendlich auch ganz ohne Zeitmaschine zuteil wurde!

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