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Die falsche Frau

Shownotes

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Zur aktuellen Folge:

Eine erfolglose Schriftstellerin hadert mit ihrer finanziellen Situation und einer großen Schreibblockade. Dann kommt ihr eine zündende Idee für ein neues Buch, die sie bereits vor Jahren aufgeschrieben hatte. Frisch inspiriert tippt sie sich die Finger wund, als plötzlich das Telefon klingelt: "Etwas stimmt nicht mit ihrem Ehemann"…

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Transkript anzeigen

00:00:10: Christoph sah von seinem Monitor auf.

00:00:13: Das Büro lag im Dunkeln, wie so oft war er der Letzte!

00:00:18: Seine Kolleginnen und Kollegen waren längst nach Hause gegangen – aber er war mit seinem Projekt kurz vor dem Durchbruch.

00:00:26: Aufgeben kam nicht in Frage.

00:00:29: So war er nun mal.

00:00:31: Er geizig, zielstrebig, ein Perfektionist.

00:00:37: doch dann spürte er, wie ausgetrocknet seine Kiele war.

00:00:41: Es war dringend an der Zeit für eine Erfrischung.

00:00:45: Und Christoph wusste genau, wo er sie finden würde.

00:00:51: Steif erhob er sich und ging zur Teeküche.

00:00:54: Allein der Gedanke an sein Lieblingsgetränk gab ihm neuen Auftrieb – vielleicht ein fruchtiger Eistee?

00:01:01: Wie damals in seiner Kindheit nur ohne Zucker.

00:01:06: oder doch die Sorte Hydration!

00:01:08: Er hatte schließlich seit Stunden nichts getrunken.

00:01:11: oder einer dieser cremigen Milchshakes von denen er problemlos einen Liter hätte trinken können.

00:01:19: Aber eigentlich war das egal!

00:01:21: Die verschiedenen Sorten von Holy waren alle extrem lecker, doch der Abend würde noch lang werden – also entschied er sich pflichtbewusst für ein Energy-Drink ganz ohne Taurin selbstverständlich.

00:01:35: Ach was war er doch vernünftig?

00:01:39: Leisesummend zog ihr die Schublade mit den Holy-Sachets auf Doch sie war leer.

00:01:46: Christoph erstarrte.

00:01:48: Kein einziges Päckchen war übrig.

00:01:51: Nur ein kleines Post-It lag auf dem Boden des Schubfachs, mit zittrigen Fingern hob er es auf.

00:01:59: «Schauer!« stand darauf geschrieben.

00:02:03: »Könns genau!

00:02:04: Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken.

00:02:07: Wer zur Hölle war das?

00:02:09: Wut entbrannt wollte er den Zettel zerknüllen – als ihn einen Gedanke traf.

00:02:15: Natürlich!

00:02:16: Das mußte es sein.

00:02:19: Er eilte zurück an seinen Platz Öffnete die Holy Webseite und packte hektisch all seine Lieblingsorten in den Wagenkorb.

00:02:27: Mit klopfendem Herzen gab er das Wort ein, was auf dem Zettel gestanden hatte.

00:02:32: Schauer!

00:02:34: Der Rabatt wurde abgezogen.

00:02:37: Zehn Prozent Christoph atmete auf.

00:02:42: Mit seinen Kolleginnen und Kollegen hatte er trotzdem noch einen Hühnchen zu rupfen – so viel stand fest.

00:02:49: Den Code würde er jedoch von nun an wie ein Geheimnis hüten.

00:02:54: Sorgfältig legte er den Zettel in seine oberste Schreibtischschublade und wandte sich wieder seinem Monitor zu.

00:03:01: Nicht ahnen, das ein paar Tische weiter noch jemand im Dunkeln saß – und alles beobachtet hatte!

00:03:32: Die falsche Frau.

00:03:38: Mit einem Ruck resnenn sie die Haustür auf, schmiss ihre Handtasche in die Ecke und stürmte die Stufen nach oben in ihr Schlafzimmer.

00:03:46: Sie durfte jetzt nicht den Faden verlieren.

00:03:49: Nach vielen quälenden Wochen, in denen ihre Schreibblockade ihr das Leben zur Hölle gemacht hatte, war er endlich wieder eine gute Eingebung für eine neue Story gekommen.

00:04:00: Die kleine Spazierfahrt die sie sich heute früh gegönnt hat, hatte sich definitiv gelohnt!

00:04:07: Das würde ein fantastisches Buch werden.

00:04:09: Nein es würde wahrscheinlich das beste Buch werden dass sie je geschrieben.

00:04:15: Atemlos betrat sie ihr kleines Schlafzimmer im Dachgeschoss des Hauses.

00:04:20: Hier passten im Grunde nur Dance und ihr Ehebett hinein, doch in eine Ecke unter der Dachschräge hatten Sie irgendwie ihren kleinen Kiefern-Schreibtisch hineingequetscht.

00:04:30: Darauf stand Ihr Laptop!

00:04:32: Nennt sie Riss ihn geradezu auf und wartete ungeduldig bis der Monitor aufleuchtete.

00:04:38: Schnell öffnete sie ein neues Dokument und tippte ohne zu zögern los.

00:04:43: Für die folgenden zwei Stunden tat Nancy nichts als Schreiben.

00:04:52: Nancy und ihr Ehemann Dan Brophy hatten bis dato ein bescheidenes, friedliches Leben in einem Vorort von Portland, Oregon geführt.

00:05:01: Das Paar war seit den Frühen neunzigern zusammen hatte nie gemeinsame Kinder in die Welt gesetzt und konnte mittlerweile auf fast fünfundzwanzig gemeinsame Ehejahre zurückblicken.

00:05:12: Die Beziehung war harmonisch und stabil doch dafür trieben schon seit Jahren große Geldsorgen das Ehepaar Brophy um.

00:05:20: Die Hypothek für ihr kleines Haus war noch längst nicht abbezahlt, und während Nancy mit ihren altundsechzig Jahren noch stundenweise als Versicherungskaufrau arbeitete schufte der fünf Jahre jüngere Dan sogar in zwei Jobs gleichzeitig damit sie irgendwie über die Runden kamen.

00:05:38: Tagsüber war dann Seminarleiter am Kulinarischen Institut von Oregon wo er seinen Schülern das kochen lehrte.

00:05:46: doch da sein Gehalt nicht reichte Halb er abends oft bei der städtischen Suppenküche und kochte für Portland's wachsende Zahl an Obdachlosen und Drogenabhängigen.

00:05:57: Nennt sie bewunderte ihren Mann, stets für seine berufliche Hingabe und seine Motivation Menschen in Not helfen zu wollen.

00:06:05: Gleichzeitig sorgte sie sich häufig um ihrem Partner, wenn er bei seiner Arbeit indirekten Kontakt mit Menschen kam, die durch das gesellschaftliche Raster gefallen waren.

00:06:15: Da waren mit Sicherheit auch ein paar schwarze Schafe dabei – der sein Herz auf der Zunge trug und manches Mal im Gespräch mit anderen aneckte, hatte sich in diesem Milieu garantiert nicht nur Freunde gemacht.

00:06:29: So dachte Nancy zumindest.

00:06:34: Da sie selbst also nicht mehr viel zum Haushaltseinkommen beitragen konnte, hatte Nancy sich ein besonderes Hobby zugelegt – das ich hoffentlich irgendwie als einigermaßen lukrativ entpuppen würde.

00:06:45: Sobald ihr nur der Durchbruch gelänge!

00:06:49: In den frühen Zehnerjahren hatte sie ein Seminar besucht und sich neben dem Beruf als Roman-Schriftstellerin ausbilden lassen.

00:06:57: Und seitdem hatte sie sich besonders auf ein bestimmtes Genre eingeschossen.

00:07:02: Romantic Fiction, also kurz gesagt romantische Geschichten von Liebe, Verrat und Untreue – oft gepaart mit Spannungs oder Erotik-Elementen.

00:07:13: Ein Genre das hierzulande eher unter dem abfälligen Namen Nackenbeißer bekannt ist!

00:07:20: Doch zugleich bieten seichte Liebesromane einen riesigen Absatzmarkt und damit, wenn man es richtig anstellt ein rentabeles Geschäftsmodell.

00:07:30: Fünf Bücher ihrer Wrong Never Felt So Right Reihe zu Deutsch.

00:07:35: das Verbotene hat sich nie richtiger angefühlt.

00:07:38: hatte Nancy bereits zwischen twenty-fünfzehn und zweitausend siebzehn veröffentlicht.

00:07:44: von dem falschen Helden über den falschen Ehemann bis hin zum falschen Liebhaber war alles an möglichen Liebesverwirrungen dabei.

00:07:54: Doch seit dem Erscheinen ihres letzten Buches, The Wrong Seal waren Nancy irgendwie die Ideen ausgegangen und noch viel schlimmer war für sie all ihre bisherigen Veröffentlichung waren gnadenlos gefloppt.

00:08:09: von daher musste es mit dem neuen Luch, an dem Sie sich nun die Fingerwunden tippte einfach klappen!

00:08:19: Nancy war so im Schreibtunnel dass sie beinahe ihr Handy nicht hörte das unten im Eingangsbereich in ihrer Handtasche klingelte.

00:08:27: Jetzt nicht, grunzte sie gereizt und versuchte den schrägen Klingelton zu ignorieren, während sie weiter in die Tasten hemmerte.

00:08:36: Doch der Anrufer war hartnäckig und versuche es nach zwei Minuten Pause gleich wieder bei ihr.

00:08:42: Und wieder!

00:08:43: Offenbar war es doch etwas Wichtiges?

00:08:46: Entnervt stand die altundsechzigjährige auf und stapfte die Stufen hinunter.

00:08:51: Wahrscheinlich war's mal wieder Dan, der nur fragen wollte... ob er zum Mittagessen nach Hause kommen solle, sodass sie gemeinsam essen könnten.

00:09:00: Ein Blick auf das Display vergeht ihr, dass der Anruf tatsächlich vom kulinarischen Institut kam.

00:09:06: Nennt Sie sammelte sich kurz um sich Ihren Groll nicht anmerken zu lassen?

00:09:11: Das hatte Dan schließlich nicht verdient.

00:09:14: Trotzdem klang sie unweigerlich kurz angebunden als ich schließlich auf den grünen Hörer tippte und... Was gibt's denn ins Telefonsprach?

00:09:24: Zu ihrer eigenen Überraschung war allerdings nicht Dan am anderen Ende der Leitung.

00:09:28: – Nancy?

00:09:31: Gott sei Dank, endlich erreiche ich dich!

00:09:33: Hier ist Paul, Dans' Kollege aus der Übungsküche.

00:09:37: Wir haben uns schon ein paar Mal bei der Weihnachtsfeier gesehen….

00:09:40: – Na nun,

00:09:42: Paul?!

00:09:43: Warum rufst du mich denn an?

00:09:44: – fiel Nancy ihm beunruhigt ins Wort.

00:09:49: Weißt Du hier ist überall Polizei.

00:09:51: Es sind wohl Schüsse gefallen am Institut.

00:09:55: Mehr weiß ich auch.

00:09:56: Sie lassen uns aus irgendeinem Grund nicht in die Übungsküche.

00:09:59: Aber deswegen rufe ich an, weißt du ob Dan okay ist?

00:10:04: Ist er bei dir zu Hause?

00:10:05: –

00:10:07: Was?!

00:10:08: Nein!

00:10:08: Dan ist heute früh ganz normal zur Arbeit gefahren.

00:10:11: Er müsste doch bei euch

00:10:12: sein.".

00:10:14: Ihre eigene Stimme klang plötzlich ganz weit weg.

00:10:18: Sie rang sich durch, nicht in Panik zu verfallen und sagte schließlich, »Danke, dass Du Anrufst Paul.

00:10:24: Ich werde mal nach ihm suchen«.

00:10:29: Nennt.

00:10:29: sie beendete den Anruf und wählte sofort Dance Number.

00:10:33: Sie ließ es eine gefühlte Ewigkeit klingeln, doch niemand nahm ab.

00:10:37: Wieder stieg die Panik in ihr auf!

00:10:40: Irgendetwas war passiert.

00:10:42: Sie konnte hier nicht länger untätig herum sitzen – sie musste wissen was los war.

00:10:48: Ein weiteres Mal wählten sie Dance Number, doch während sie noch vergeben ist auf einer Rückmeldung wartete schnappte sie sich bereits ihre Autoschlüssel und ging schnellen Schrittes nach draußen zu ihrem Minivan.

00:11:03: Die Fahrt zum kulinarischen Institut hatte zuletzt ca.

00:11:06: dreißig Minuten gedauert, doch heute hatte Nancy ein paar Geschwindigkeitsbegrenzungen willentlich übersehen und den Weg in gerade mal zwanzig Minuten geschafft.

00:11:17: Dance-Kollege hatte recht behalten – das Kulinarische Institut von Portland war gradezu umzingelt von Streifenwagen und Blaulichtern.

00:11:26: Nancy hielt mit quetschenden Reifen auf dem Seitenstreifen und stieg aus.

00:11:30: Überall wimmelte es von Polizisten und Rettungskräften Und offenbar war der Eingang des kulinarischen Instituts schon mit Absperrband vor der Zivilbevölkerung abgeschirmt worden.

00:11:41: Oh Gott, dachte Nancy!

00:11:43: War das hier etwa ein Tatort?

00:11:47: Nancy stand einen Augenblick lang unschlüssig herum – sie wusste nicht, wen sie in dieser Situation überhaupt ansprechen durfte und sollte.

00:11:56: Dann entdeckte sie eine kleine Menschentraube etwas abseits vom Eingangen, in der sie einige Gesichter aus der Ferne wieder erkannte.

00:12:04: Das waren Dens-Kollegen und Studierende.

00:12:07: Sie sahen erschüttert aus, Nancy steuerte auf sie zu in der Hoffnung endlich Antworten zu erhalten.

00:12:15: Doch sobald die Mitarbeiter des kulinarischen Instituts sie erkannten wandten sie allesamt ihre Blicke ab und taten so als würden sie Nancy nicht wahrnehmen.

00:12:25: Die altundsechzigjährige war massiv verunsichert.

00:12:29: Dann fasste sie sich ein Herz und sprach einen vorbeieilenden Officer an.

00:12:34: Mittlerweile war ihr klar das mit denen irgendetwas passiert sein musste.

00:12:40: Der Beamte blieb nur wiederwillig stehen, doch als Nancy ihren Namen genannt hatte verharrte er mitten in der Bewegung und seine zuvor schon ernste Miener verfinsterte sich noch weiter.

00:12:52: »Warten Sie hier, ma'am!« sagte er tonlos und ging dann schnellen Schrittes zu zwei Männern in schwarzen Trenchcoats – das mussten anscheinend die Ermittler sein.

00:13:04: Nancy spürte wie der Boden unter ihren Füßen förmlich zu wachs wurde als sie auf Sie zukamen.

00:13:11: Mrs.

00:13:12: Brophy, Sie nickte stumm!

00:13:15: Wir sind von der Mordkommission.

00:13:17: Bitte kommen Sie mit uns

00:13:18: mit!".

00:13:23: Als seine Schüler ihn an jene Morgen in der Übungsküche fanden war Dan Brophy schon seit mindestens einer Stunde tot – überall war Blut und man hatte ihm mit zwei Schüssen an Ort und Stelle hingerichtet.

00:13:36: Dan hatte gerade an der Spühle gestanden und die Ausrüstung für den heutigen Kochtag vorbereitet.

00:13:42: Der erste Schuss hatte ihn hinter Rücks neben der Wirbelsäule getroffen.

00:13:47: Die zweite Kugel war von vorne durch seinen Brustkorb getreten.

00:13:52: Dan hatte also noch gesehen, wer ihm das Leben so grausam entrissen hatte.

00:13:57: Nur leider konnte er es niemandem mehr sagen!

00:14:01: In den nächsten Tagen fand sich Nancy in einer Art trans Zustand wieder – zu ungeheuerlich, zu schockierend war das was die Ermittler ihr erzählt hatten.

00:14:12: Noch dazu klingelte ständig ihr Telefon und alle möglichen Leute Ob nahe Verwandte oder flüchtige Bekanntschaften wollten wissen, was mit Dan passiert war.

00:14:22: In ihrer Not schrieb Nancy am dritten Juni-Zwur-Tausendachzehn einen Facebook-Post «Liebe Familie und Freunde!

00:14:32: Ich habe eine traurige Nachricht für Euch.

00:14:34: Mein Ehemann und zugleich bester Freund, den Brophy wurde gestern früh getötet.

00:14:41: An all jene die mir nahestehen und denken, dass ich sie anrufen sollte.

00:14:46: Ihr habt Recht.».

00:14:47: Doch im Moment ist mir einfach alles zu viel.

00:14:50: Kommt gern zur morgigen Mahnwache am Kulinarischen Institut und zündet eine Kerze für Dan an!

00:14:57: Ich danke euch für eure Anteilnahme, aber gebt mir bitte ein paar Tage Zeit bis ich einen Umgang mit dieser Situation gefunden habe.

00:15:08: Denn die Wahrheit war auch – Vielmehr gab es bis dato über Dens Tod abgesehen davon das er grausam erschossen worden war nicht zu berichten.

00:15:18: Die Polizei trat mehr oder weniger auf der Stelle, da sie weder einen Tatverdächtigen noch weitere Hinweise an der Hand hatte.

00:15:26: Das kulinarische Institut zählte zu den wenigen Bildungseinrichtungen der Stadt, die bis dato auf Videoüberwachung trotz der steigenden Kriminalitätsstatistik von Portland verzichtet hatten – das rechte sich jetzt!

00:15:40: Es gab weder Aufnahmen vom Eingangsbereich der Schule noch von der Übungsküche, wo denen sich aufgehalten Weitere Zeugen, abgesehen von den Studierenden, die ihren blutüberströmten Lehrer an jene Morgen völlig arglos aufgefunden hatten, gab es auch nicht.

00:15:58: Wo also ansetzen?

00:16:02: Nancy selbst hatte zu dem Mord an ihre Mann ebenfalls nicht viel an Informationen beitragen können.

00:16:08: Sie hatte sich wie gesagt stets um ihn gesorgt, weil seine Schroffe direkte Art andere verärgern konnte.

00:16:16: Von möglichen Feinden wusste sie allerdings auch nichts!

00:16:19: Und Dan war trotz seiner Eigenheiten ein sehr geschätztes Mitglied seiner Gemeinschaft.

00:16:24: Vielleicht war es ja ein obdachloser Drogenabhängiger gewesen, dem irgendeine Sicherung durchgebrannt war.

00:16:31: Das war das Einzige, was der altundsechzigjährigen bei ihren zahlreichen Befragungen durch die Polizei einfiel.

00:16:40: Noch dazu schien mit Dan's Tod plötzlich alles andere in ihrem Leben ebenfalls bergab zu gehen.

00:16:46: An das Schreiben und veröffentlichen weiterer Bücher war Finanzi nun nicht mehr zu denken!

00:16:52: Der Verlust ihres Ehemanns hatte sie derart traumatisiert, dass sie nicht mal mehr der stundenweisen Arbeit als Versicherungskaufrau nachgehen konnte.

00:17:01: So brach nicht nur Dance sondern auch ihr eigenes Einkommen weg!

00:17:05: In ihrer Not verkaufte sie erst einzelne Möbelstücke und bestes schließlich das ganze Haus auf den Markt zu werfen.

00:17:12: Sie hatten sich eh verkleinern und die teure Hypothek loswerden wollen also war spätestens jetzt der beste Zeitpunkt dafür.

00:17:21: Dann musste sie allerdings feststellen, dass das Haus ihr rein rechtlich nicht mal gehörte.

00:17:27: Dan hatte all die Jahre allein die Hypothek bedient und war als alleiniger Käufer eingetragen gewesen.

00:17:34: Das mußte bedeuten, daß die Bank ihr das Haus früher oder später wegnehmen würde.

00:17:40: Und nun?

00:17:43: Doch nennt sie verdrängte und ignorierte auch Wochen- und Monate nach dem tragischen Tod von Dan All diese Probleme die meiste Zeit Bis eines Tages ein Polizeiauto in ihrer Einfahrt zum Stehen kam, und sie die Wahrheit nicht länger ignorieren konnte.

00:18:02: Zunächst war die altundsechzigjährige überhaupt nicht überrascht, als sie die beiden Ermittler wieder in ihren schwarzen Mänteln auf ihr Haus zu steuern sah.

00:18:10: In den letzten Monaten hatte sie mit den Beiden immer widersprochen – auch wenn diese Vernehmungen kaum Früchte getragen hatten!

00:18:18: Seit einiger Zeit hatte sie von der Polizei allerdings nichts mehr gehört.

00:18:21: Was nur bedeuten konnte?

00:18:23: dass es mittlerweile vielleicht Neuigkeiten in Dan's Mordfall gab.

00:18:29: Nancy bat die beiden Ermittler herein und bot ihnen einen Kaffee an, was beide dankend ablehnten.

00:18:36: Die Beamten ließen sich auf ihrem geblümten Sofa nieder und musterten das ansonsten weitgehend leergefägte Wohnzimmer.

00:18:43: Nancy, der die urteilenden Blicke der zwei Polizisten unangenehm waren, nahm schließlich von selbst den Faden auf.

00:18:53: Und?

00:18:53: Haben sie Neuigkeit zu Dan's Ermordung?

00:18:56: fragte sie zackhaft!

00:18:59: Der ältere Ermittler reusperte sich.

00:19:00: – Allerdings, Mrs.

00:19:03: Boffi!

00:19:04: Ich denke wir haben da eine sehr gut verwertbare Spur aufgetan.

00:19:09: Er schwieg wieder und musterte sie nachdenklich.

00:19:12: Offenbar wartete er ab wie sie darauf reagieren würde.

00:19:16: Vielleicht stellte er ihr eine Falle?

00:19:19: Sie musste sich jetzt sehr genau überlegen, wie sie reagierte.

00:19:24: Okay, gab nennt sie ihn möglichst neutral im Tonfall zurück… Was für eine Spur

00:19:29: denn?!

00:19:31: Nun sprach der Jüngere Ermittler.

00:19:34: Wir haben im Internet einen Blog-Post gefunden, einen Eintrag aus dem Jahr two-thausend elf.

00:19:40: Der Beitrag hatte den Titel How to Kill Your Husband und beschrieb sehr eindeutig wie man seinen Lebenspartner töten könne ohne dafür jemals Zerrechenschaft gezogen zu werden Was sie nicht sagen gab Nancy übertrieben erstaunt zurück.

00:19:58: die Haut in ihrem Gesicht begann merkwürdig zu prickeln doch und zwar unter dem Pseudonym C.Jane Publish, ein Pseidonym das damals mit ihrer E-Mail Adresse angelegt wurde.

00:20:13: Der Blockeintrag stammt somit von ihnen nennt sie Brophy Und Sie sind hiermit wegen dringendem Tatverdacht festgenommen.

00:20:25: Als Roman und Kriminalautoren denke ich oft über Mord nach und logischerweise auch über polizeiliche Ermittlungen Denn natürlich soll der Mord mich befreien.

00:20:36: Ich will schließlich nicht ins Gefängnis wandern, zumal ich Overrolls überhaupt nicht mag und die Farbe Orange mir absolut nichts steht.

00:20:46: Ich persönlich finde es natürlich auch leichter, mir eine Person einfach tot zu wünschen anstatt mir Sorgen darüber machen zu müssen wie ich Blut- und Gewebereste von meiner Tapete abwaschen soll.

00:20:58: Außerdem bin ich überhaupt nicht gut darin mich bei Befragungen an meine eigenen Blüten zu erinnern.

00:21:04: doch diese eine Sache weiß ich mit Sicherheit Jemanden zu töten, ist in uns allen angelegt.

00:21:11: Sofern der Leidensdruck nur groß genug

00:21:13: wird.".

00:21:18: Zugegeben – diese alarmierenden Zeilen aus Nancy Brophy's Block waren kein Beweis, dass sie selbst ihren Mann getötet hatte!

00:21:27: Der Blockeintrag stammte von zehntausend elf und war im Rahmen einer Seminarübung entstanden ganze sieben Jahre bevor Nancy tatsächlich auf den Gedanken gekommen war ihre mörderischen Fantasien in die Tat umzusetzen.

00:21:41: Und dennoch hatte die Entdeckung dieses Eintrags dafür gesorgt, dass die Ermittler die trauende Witwe etwas genauer unter die Lupe nahmen und weitere Auffälligkeiten entdeckten.

00:21:54: So war bei den Ermittlungen herausgekommen das Nancy Brovie in den Wochen vor Lenz Ermordungen eine neun Millimeter Glockpistole gekauft – und mit eBay-Ersatzteilen so umgebaut hatte, daß man später die abgefeuerte Munition nicht mehr der Tatwaffe zuordnen konnte.

00:22:11: Die Verdächtige gab an Sie habe die Waffe rein zur Selbstverteidigung gekauft und diese Anschaffung sogar mit ihrem Mann besprochen.

00:22:22: Noch belastender waren allerdings die folgenden Erkenntnisse.

00:22:26: Während das kulinarische Institut, wie bereits erwähnt keine hauseigene Videoüberwachung hatte gab es im direkten Umfeld des Gebäudes einen belebten Geschäftsviertel von Portland jedoch zahlreiche Kameras.

00:22:39: Diese belegten aus verschiedenen Winkeln dass Nancy Brophy sich am Morgen des zweiten Juni in unmittelbarer Nähe von Dens Arbeitsplatz aufgehalten hatte.

00:22:50: Obwohl sie ihn ihrem Alivi angegeben hatte, sie sei zum Zeitpunkt seiner Ermordung mit den Hunden spazieren gewesen und habe geduscht.

00:23:01: Ob wohl die zum Prozess beginnen?

00:23:02: im April-Zweißen-Zweiundzwanzig mittlerweile einonsehntzigjährige –die Tat weiterhin bestritt und behauptete– Sie könne sich an dem Morgen von Dänstgewalt vollem Tod nicht richtig erinnern, wurde ihre Schuldhaftigkeit auch im Laufe der Verhandlung immer deutlicher Denn Nancy hatte ebenso ein starkes Motiv.

00:23:22: Getrieben von ihren Geldsorgen, aber auch dem Wunsch nach einem luxuriösen Lifestyle, hatte sie denn beseitigen wollen, da diese eine Lebensversicherung von über eine Million Dollar abgeschlossen hatte – Geld das ihr im Falle seines vorzeitigen Versterbens zugesprochen werden sollte!

00:23:42: Doch anstelle dieser stattlichen Summe und einem sorgenfreien Leben bekam Nancy Brophy für ihre Tat genau das was sie verdient Lebenslänglich im Gefängnis, wo sie täglich einen orangefarbenen Overall tragen darf.

00:23:56: Der ihr so ganz und gar nichts steht!

00:23:59: Doch immerhin Zeit zum Schreiben hat sie dort nun wohl mehr als genug.

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