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Die verschwundene Braut

Shownotes

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Zur aktuellen Folge:

Eine junge Doktorandin verschwindet spurlos aus einem Forschungslabor - und das nur fünf Tage vor ihrer Hochzeit. Die Ermittler glauben zunächst, dass die Braut in spe schlichtweg kalte Füße bekommen hatte. Doch dann enthüllen die Videoaufnahmen der Elite-Uni, dass sie das Gebäude nie verlassen hat…

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Transkript anzeigen

00:00:09: Schauerstoff.

00:00:11: Der Grusel-Podcast für schlaflose Nächte Die verschwundene Braut.

00:00:25: Fünf Tage noch, Annie.

00:00:27: Pörte Jonathan sich selbst ins Telefon säuseln.

00:00:31: Fünft Tage noch und dann sind wir Mann und Frau.

00:00:36: Oh Gott!

00:00:37: Warum wurde er schon wieder so emotional?

00:00:40: Eigentlich hätte seine Verlobte doch diejenige sein müssen bei der der bloße Gedanke an den Traualter alle Schleusen öffnete.

00:00:48: Doch so sehr er sich auch dagegen sträubte, die Aussicht seine Traumfrau und beste Freundin in wenigen Tagen zu heiraten überwältigte ihn geradezu mit Euphorie und Dankbarkeit.

00:01:02: Er konnte sich kaum vorstellen dass es aktuell einen glücklichen Menschen als ihn selbst auf der Welt gab.

00:01:09: Hoffentlich würde Annie ihm diese Gefühlsduseligkeit nachsehen Doch aus dem Hörer drang derweil ein warmes Lachen an sein Ohr.

00:01:22: Er kannte und liebte dieses Lachen, dass sich nie Schaden froh über andere erhob, sondern stattdessen stets aus purer Freude und mit einem offenen Herzen ertönte.

00:01:34: Das weiß ich doch, mein Schatz!

00:01:36: Ich zähle schon die Tage Und sehe uns schon am Strand von Griechenland Cocktails trinken und die Flitterwochen genießen.

00:01:44: Aber jetzt muss ich erst mal auflegen.

00:01:46: Das Labor ruft und ich will unbedingt mein Projekt noch abschließen, bevor ich mich in den Fliegersätze.

00:01:54: Auch diese Seite kannte und liebte Jonathan an seiner Verlobten.

00:01:59: Dieser unerschütterliche Ehrgeiz und ihre Fähigkeit sich voll-und ganz auf eine Sache einzulassen – und sie zu verfolgen bis sie vollständig abgeschlossen war.

00:02:10: In gewisser Weise war er genauso!

00:02:12: Und das war wahrscheinlich auch der Grund gewesen, warum man sowohl Annie als auch ihn an einer Elite Uni zugelassen und mit riesigen Stipendien gefördert hatte.

00:02:23: Die beiden hatten sich vor zwei Jahren am College von Rochester kennen- und lieben gelernt, waren dann aber an verschiedene Unis gewechselt.

00:02:32: Er an die Columbia University in New York und Annie war nach Yale in New Haven, Connecticut gegangen.

00:02:40: Seitdem trennten sie zwar einhundertzwanzig Kilometer voneinander doch die beiden sahen sich dennoch so oft wie möglich Während sie parallel jeweils an ihrer Promotion arbeiteten.

00:02:52: Schon bald nach ihrer geplanten Hochzeit am threizehnten September, zwei Tausendneun würden Sie jeweils ihren Abschluss machen zusammenziehen und in hoch angesehenen Jobs in der Pharmabranche arbeiten.

00:03:05: Ihre Zukunft schien so strahlend weiß das es fast wehtat den Blick dorthin zu richten doch Annie und Jonathan würden nicht heiraten.

00:03:16: stattdessen würde an dem Tag Ihrer Hochzeit von ihren verheißungsvollen Plänen nur noch Schmerz und Dunkelheit übrig bleiben.

00:03:29: Nachdem Annie Lay, die vierundzwanzigjährige Tochter einer amerikanisch-wiednamesischen Familie an jenem Morgen des achten Septembers, zwei tausendneun sich von ihrem Verlobten am Telefon verabschiedet hatte musste sie sich sputen wenn Sie in Ihrem Projekt zu einem möglichen medikamentösen Diabetestherapie vorankommen wollte.

00:03:52: Sie nahm den Universitäts eigenen Shuttlebus und fuhr zunächst zur Stirling Hall of Medicine, wo man ihr ein eigenes kleines Büro für ihre Doktorarbeit zugeteilt hatte.

00:04:04: Doch die meiste Zeit verbrachte Annie im Labor – wo sie mit Nagetieren experimentierte, Mikrozelluläre analysen machtte und ihre Ergebnisse sorgsam protokollierte.

00:04:16: In ihrem Büro sammelte sie daher nur ein paar Papiere zusammen bevor sie zu Fuß weiterzog und um zehn Uhr neun in den großen Laborkomplex an der Amistad Street ging.

00:04:29: Wann genau Annie das Campusgelände betrat, und welche Einrichtungen sie im einzelnen aufsuchte ist deshalb so gut protokolliert?

00:04:37: Weil Yale bekanntermaßen zu den größten, wichtigsten und reichsten Universitäten der USA auch der ganzen Welt zählt!

00:04:47: Wer es hier hineingeschafft hatte, würde sich nach seinem Abschluss vor Anrufen von Headhuntern und Angeboten zu top bezahlten Spitzenpositionen kaum retten können.

00:04:58: Annie Lay wiederum zählte zu den besonders brillanten Köpfen unter ihren bereits herausragenden Kommilitonen.

00:05:06: Kein Wunder, dass die Universität bestrebt war ihre versammelte wissenschaftliche Exzellenz zu bewahren und zu schützen!

00:05:15: Der Campus sollte ein sicherer Ort für die Studierenden sein also hatte man das gesamte Areal flächendeckend mit Videoüberwachung ausgestattet.

00:05:24: Es gab Kameras auf allen Plätzen und Wegen zwischen den Forschungseinrichtungen, an den Eingängen zu den Gebäuden und selbst in den jeweiligen Forschungsräumen.

00:05:34: Fast jeder Quadratzentimeter wurde akribisch überwacht – und dernoch geschah es, dass die vierundzwanzigjährige Studentin am achten September zwei Tausendneuen völlig unerklärlich und spurlos verschwand Denn während die Kameras Ennis ankommen auf dem Campus und ihr Eintreten in das Laborgebäude zweifels ohne dokumentiert hatten, gab es keine einzige Aufzeichnung davon wie sie das Gelände wieder verlassen hatte.

00:06:08: Aus dem Vormittag wurde Lunchzeit, der Nachmittag folgte, der Abend brach an – alle Mitarbeitenden, die im Verlaufe des Tages das Laborgebäude betreten hatten, verließen es auch wieder!

00:06:21: Bis auf Anilay.

00:06:25: Als die Doktorrandin gegen einundzwanzig Uhr immer noch nicht nach Hause zurückgekehrt war, rief ihre Mitbewohnerinnen – die dieses Verhalten vollkommen untypisch fand – bereits die Polizei.

00:06:37: Denn die Mitbewohnerin wusste, dass Annie stets besonders vorsichtig unterwegs waren und sich immer meldete und Bescheid gab wenn sie sich verspätete oder ihre Pläne sich geändert hatten.

00:06:49: Sie war nie allein in der Dunkelheit unterwegs und hatte sogar vor einigen Monaten einen eigenen Artikel im Studentenmagazin von Yale veröffentlicht, der sich mit Kriminalität und Sicherheitsmaßnahmen in New Haven auseinandersetzte.

00:07:04: Man konnte also zweifelsohne sagen, dass Annie eine sehr risikobobuste Person war – aber wie konnte sie dann einfach so verschwinden?

00:07:13: Und die hinzugezogene Polizei fragte sich noch etwas anderes!

00:07:17: War Annie vielleicht freiwillig abgetaucht?

00:07:24: Da die lokalen Ermittler bei der Suche nach den vierundzwanzigjährigen Als bald auf der Stelle traten, zog man zeitnah das FBI hinzu.

00:07:33: Das neu gebildete Team ging zunächst der Hypothese nach dass Annie Lay freiwillig verschwunden war.

00:07:39: Möglicherweise war ihr der persönliche Druck zu groß geworden und sie hatte mit Blick auf die bald stattfindende Hochzeit kalte Füße bekommen?

00:07:48: Zu dieser These passt da auch, dass jemand an dem Tag ihres Verschwindens in dem Laborkomplex der Universität zur Mittagszeit den Feueralarm auslöste was alle Mitarbeitenden und Studierenden zwangen, das Gebäude kurzzeitig zu räumen.

00:08:04: Auf dem dazugehörigen Überwachungsmaterial der Kameras war Annie ebenfalls nicht zusehen – doch zumindest sagte ein Mitarbeiter des Laboraus aus, er habe die junge Frau bei diesem falschen Alarm das Gebärde verlassen sehen.

00:08:20: Zunächst glaubten die Ermittler noch an diese heiße Spur.

00:08:24: Doch die Vernehmungen im persönlichen Umfeld der jungen Doktorandin deuteten alle in die entgegengesetzte Richtung.

00:08:31: In den Wochen und Monaten vor ihrem Hochzeitstag war Annie regelrecht beflügelt durch ihren Alltag gegangen, und hatte jede freie Minute damit verbracht alles bis ins kleinste Detail zu planen.

00:08:42: Es sollte ihre unvergessliche Traumhochzeit werden!

00:08:46: Nie im Leben hätte sie diesem Plan kurz vorher den Rücken zugewandt.

00:08:52: Hinzu kam, dass Annie sicherlich nicht ohne ihre wichtigsten persönlichen Gegenstände abgetaucht wäre.

00:09:01: fand man ihr Handy, ihren Ausweis und ihre Geldbörse.

00:09:05: Alles hatte sie zurückgelassen – und nur ihre ID-Karte für den Zutritt zum Laborkomplex an der Armistad Street mitgenommen.

00:09:15: Daher musste das FBI nun einer nicht zu ignorierenden Tatsache ins Auge sehen.

00:09:20: Die zahlreichen Überwachungskameras lieferten keinen Beweis, dass Annie des Laborinstituts jemals verlassen hatte.

00:09:28: Sie musste sich also noch immer im Gebäude befinden!

00:09:35: Als die Universitätsverwaltung und auch ihre Kommilitonen erfuhren, dass die beliebte Doktorandin verschwunden war, war die Bestürzung naturgemäß groß.

00:09:44: Die Medstudierenden sorgten sich massiv um die vierundzwanzigjährige – während die Uni natürlich auch um ihre eigene Reputationen bankte.

00:09:53: Eine erfolgreiche Studentin- und aufstrebende Forscherin war einer der renommiertesten Bildungseinrichtungen in der Welt vermutlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen.

00:10:03: Das würde unter Garantie einen öffentlichen Aufschrei auslösen.

00:10:08: Die Yale-Universität versuchte daher, die Suche nach Annie so schnell es ging voranzutreiben und stellte eine Belohnung von Zehntausend Dollar für sachdienliche Hinweise in Aussicht.

00:10:21: Die Recherche der Ermittler setzte sich derweil in dem Laborgebäude fort.

00:10:26: Man stellte anhand der elektronischen ID-Historie an den Türen fest das Annie am Tag ihres Verschwindens Um zehn Uhr fünfzehn ein Labor im Keller des Hauses mit der Bezeichnung G-III aufgesucht hatte, und zwar unmittelbar nachdem sie das Institut betreten hatte.

00:10:44: Allerdings gab es keine Aufzeichnungen darüber ob sie den Raum irgendwann wieder verlassen hatte.

00:10:50: Die Videokameras in Keller des Gebäudes hatten ebenfalls keine Aufnahme von Annie erheischend können Obwohl in den späteren Vernehmungen mehrere Mitarbeitende aussagten Sie hätten Annie an jenem Vormittag dort gesehen.

00:11:04: Da die junge Frau, auch in den folgenden achtundvierzig Stunden nach ihrem Verschwinden keinerlei Lebenszeichen absetzte wurde es für das FBI leider immer wahrscheinlicher dass sie nicht mehr am Leben war.

00:11:17: Gleichzeitig hatte das Ermittlerteam das gesamte Universitätsgebäude auf dem Kopf gestellt und nirgendwo Hinweise gefunden – auch nicht im Labor G-III.

00:11:27: da kam einem der Special Agents des FBIs eine Idee.

00:11:31: Annie war nur ein Meter fünfzig groß Und seine eigene Tochter war zufällig sehr ähnlich gebaut.

00:11:39: Also wagte er einen Versuch und sagte, das Mädchen solle sich einmal leblos auf den Boden legen.

00:11:46: Der Agent hob seine Tochter daraufhin mit Leichtigkeit auf und trug sie ein paar Meter über der Schulter – und ihm wurde klar, wenn er das so einfach konnte, war ein durchschnittlich gebauter männlicher Täter dazu ebenfalls in der Lage!

00:12:01: Und er hatte Annie höchstwahrscheinlich an einem Ort im Gebäude tragen können wo er sie mit Leichtigkeit verschwinden lassen konnte.

00:12:12: Am zwölften September, zwei Tausendneun wurde das Laborgebäude und vor allem der Labor Keller von Amistat nochmals akribisch durchforstet.

00:12:21: Indem bereits verdächtigen Raum G-III fand man bei zweiter Inspektion einen Blutstropfen auf einem der oberen Regale was die Aufmerksamkeit in Richtung der Decke lenkte.

00:12:33: Diese war mit Styroporplatten abgehängt Und als die Ermittler eine dieser Platten entfernten Entdeckten sie in der Zwischenbecke darüber, einen herrenlosen Laborhandschuh und eine von Annie's Socken.

00:12:45: Blutbefleckt!

00:12:48: Außerdem fand man bei der zweiten Durchsuchung des benachbarten Lagerraums G-XII nun eine braune Perle von einer Halskette – die Annie gehört hatte.

00:12:58: Der Einsatz von Luminoel und Schwarzlicht enthüllte außerdem große Mengen von Blutresten auf dem Boden.

00:13:05: Hier hatte offenbar jemand versucht etwas Schreckliches zu vertuschen.

00:13:10: Mittlerweile gab es keinen Zweifel mehr, dass jemand der vierundzwanzigjährigen Doktor Andin etwas angetan haben musste.

00:13:17: Die Frage war nur – wohin hatte der Täter ihren Leichnam verschwinden lassen?

00:13:23: Doch schon bald würde ein unverkennbarer Geruch im Keller des Laborkomplexes sie zu trauriger Gewissheit führen.

00:13:33: Am dreizehnten September brachte man die Leichenspürhunde ins Amistad-Laborinstitut.

00:13:40: Sie schlugen bei der Damentolette an die sich in unmittelbarer Nähe zu den Räumen G-III und G-II befand.

00:13:48: In einer der beiden Kabinen gab es einen gemauerten Schacht mit einer kleinen Tür zum Ablesen der Wasserzähler an den dahinterliegenden Rohren, dort hatte Ennis Mörder ihren Leichnam hineingezwenkt und versteckt.

00:14:01: Als man das Opfer anschließend untersuchte, fand man eindeutige Hinweise auf ein Sexualverbrechen.

00:14:08: Enni war von ihrem Täter anschliessend erwirkt worden bevor er ihren leblosen Körper stümperhaft in dem Schacht versteckt hatte.

00:14:16: Der dreizehnte September sollte der Tag werden, an dem Annie ihrem Verlobten das Jahrwort geben wollte.

00:14:23: Stattdessen wurde er zu dem Tag als für Jonathan die Welt zusammenbrach.

00:14:29: Als die vierundzwanzigjährige ein paar Tage später beigesetzt wurde, trug er dennoch seinen Ehring – Die Hand zur Faust geballt, voller Ohnmacht, Wut und Schmerz über das!

00:14:41: was man ihm genommen hatte.

00:14:47: Immerhin brachte der Fund von Ennis Leichnam den Ermittlern nun die entscheidende Gewissheit, wenn sie in dem Universitätsgebäude getötet worden war konnte der oder die Täter nur jemand von ihren Kommilitonen oder den Mitarbeitern der Uni gewesen sein schlichtweg aufgrund der strikten Zugangsbeschränkungen durch die erforderlichen ID-Karten.

00:15:09: Nur wer kam dafür überhaupt infrage?

00:15:11: Enni war nicht nur schön klug und erfolgreich gewesen Sie war auch überall beliebt gewesen und jedermann schätzte sie für ihre Ambitionen und ihre Hingabe, mit der sie sich der potenziellen Behandlung schwerer Krankheiten widmete.

00:15:25: Doch schon bald hatte das FBI eine ganz bestimmte Person auf dem Radar – jemand, der bei seiner Vernehmung durch die Polizei ganz offensichtlich gelogen hatte.

00:15:39: Sein Name war Raymond Clark

00:15:41: III.,

00:15:42: er war ein langjähriger Labormitarbeiter am Amistad-Institut von Yale gewesen Und er hatte Annie zumindest flüchtig gekannt.

00:15:52: Als sie in den Tagen vor dem leichten Fund noch behauptet hatte, er hätte Annie am Tag ihres Verschwindens gesehen – wie sie während des Feueralarms das Gebäude verließ – entsprach dies ganz offensichtlich nicht der Wahrheit.

00:16:04: Dass er zudem bei seiner ersten Vernehmung Kratzspuren im Gesicht und an den Armen hatte, ließ weitere Fragen aufkeimen auch wenn der Laborassistent behauptete seine Katze habe ihm diese zugefügt.

00:16:19: Die Protokolle der Zugänge zu G-III offenbarten außerdem, dass sich am achten September nur drei Personen Zutritt zu diesem Laborraum verschafft hatten.

00:16:29: Eine davon war Annie – eine weitere war in externer Dienstleiste, die ein wasserdichtes Alibi und auch keinerlei Motiv hatte.

00:16:37: Die dritte Person war Raymond Clark.

00:16:41: Er hatte G-XIII an dem Tag von Ennis verschwinden insgesamt fünfundfünfzig Mal getreten und war zudem der einzige gewesen der sich auch im Lagerraum G-XVII aufgehalten hatte, wo man später weitere Hinweise auf Ennis Ermordung fand.

00:16:57: Die Schlinge zog sich immer weiter zu.

00:17:02: Zudem berichteten Studierende bei ihren Vernehmungen Raymond Clark habe sich an jenem Tag seltsam verhalten.

00:17:09: Er habe bei dem falschen Feueralarm draußen apathisch auf einer Treppe gehockt und später habe ein anderer Doktorant ihn dabei gesehen wie er akribisch einen Laborwaschbecken schrubte obwohl es überhaupt nicht schmutzig aussah.

00:17:23: Das alles waren bereits gute Indizien, doch ein entscheidender Beweis fehlte den Ermittlern noch – zumal der neunundzwanzigjährige bei seinen Vernehmungen alles andere als geständig war und bis dato eine saubere und vorstrafenfreie Personalakte hatte.

00:17:39: Dennoch versuchte das FBI in sukzessive in die Enge zu treiben.

00:17:44: Beispielsweise konfrontierten sie ihn damit Das Raymond für gewöhnlich seine Schichtprotokolle mit einem grünen Stift ausfüllte.

00:17:52: Am Tag von Ennis verschwinden war das Protokoll zunächst ebenfalls in grüner Schrift verfasst worden, dann hatte der Laborassistent jedoch die Farbe gewechselt – vielleicht ja weil ihm der besagte grüne Stift just in den Leitungs- schacht gefallen war als er gerade dabei gewesen war sein Mordopfer dort zu verstecken.

00:18:15: Doch der Labor Assistent blieb stoisch bei seiner Haltung Er habe Enni nichts angetan.

00:18:21: Also mussten die Ermittler ihn wieder laufen lassen, allerdings nicht ohne sich vorher noch eine Speichelprobe von ihm zu holen.

00:18:28: Diese Probe war es auch, die den Täter schlussendlich überführte.

00:18:33: Man fand Raymond Clarks DNA-Spuren an Ennis Leiche, an dem grünen Stift in dem Leitungsschacht sowie an den Aserwarten, die man im Lagerraum G-XII und der Zwischendecke gesichert hatte.

00:18:47: Außerdem untersuchte man seine offenbar frisch geputztene Arbeitsstiefel und entdeckte dort ebenso Blutreste, die zu Annie Lays Profil gehörten.

00:18:56: Der Fall war somit eindeutig.

00:19:02: Angesichts der erdrückenden Beweislast gestand Raymond Clark III.

00:19:06: nun endlich die Tat.

00:19:08: Im Rahmen eines Pleadales wurde er am siebzehnten März-Zwurtausend elf zu vierundvierzig Jahren Haft verurteilt.

00:19:17: Warum er die junge, erfolgreiche Frau mit den ambitionierten Zukunftsplänen allerdings so grausam umgebracht hatte?

00:19:24: Darauf hatte er selbst auch keine richtige Antwort.

00:19:28: Er zeigte sich im Laufe des Prozesses zwar reuevoll – doch er blieb der Staatsanwaltschaft, Ennis verlogtem und ihrer Familie stets eine Erklärung schuldig!

00:19:39: Denn der Täter hatte Enni nicht mal besonders gut gekannt und es hatte offenbar nur vier Monate einer gemeinsamen Zusammenarbeit bedurft, bis Sie zu töten.

00:19:50: Böse Zungen hatten zunächst noch gemunkelt, dass Täter und Opfer zuvor eine heimliche Affäre gehabt hatten – doch dafür gab es keinerlei Belege!

00:19:59: Stattdessen war Raymond Clark bei seiner Tat wahrscheinlich von einem Mix aus begierde, neid-und eifersucht angetrieben gewesen —eine hochexplosive Mischung.

00:20:11: Er fand Annie attraktiv und wünschte sich vermutlich körperliche Nähe.

00:20:15: Gleichzeitig war sie bereits jemand anderem versprochen und vermutlich nicht besonders an ihm interessiert.

00:20:22: Auf der anderen Seite hasste er sie für ihren Erfolg, denn die junge Frau hatte es als Doktorandin mit einer verheißungsvollen Zukunft deutlich weitergebracht als er.

00:20:33: Er fühlte sich machtlos und klein ihr Gegenüber – und um diesem Gefühl zu entkommen gab es für ihn offenbar nur diesen einen grausamen Weg!

00:20:45: Auch Raymond Clarks Angehörige versuchten im Rahmen der Gerichtsverhandlung dessen Tat irgendwie zu begreifen.

00:20:53: Das ist nicht der Ray, den wir gekannt haben – verlas der Vater in einer Erklärung an die Presse nachdem das Urteil gefallen war.

00:21:01: Offenbar war nicht mal die eigene Familie im Stande gewesen, Raymond Clarks dunkle entmenschliche Seite wahrzunehmen.

00:21:11: Man kann jedem Täter eben nur bis vor die Stirn gucken was wiederum für die Opfer von Gewalt und insbesondere für Frauen bedeutet dass sie stets auf der Hut sein müssen Sei es an einer elite Universität mit flächendeckender Videoüberwachung oder in den eigenen vier Wänden.

00:21:31: Wirkliche Sicherheit gibt es leider nirgendwo!

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