Das Geheimnis der Tiefe
Shownotes
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Zur aktuellen Folge:
Ein Hobbytaucher liebte die Stille tiefer Gewässer und brachte sich selbst gerne an seine Grenzen. Eigentlich hätte er die gefährliche Unterwasserhöhle, die schon viele Taucher das Leben gekostet hatte, niemals betreten dürfen. Doch als jede Suche nach ihm vergeblich blieb, fragte man sich schließlich, ob es nicht noch dunklere Abgründe für sein Verschwinden gab…
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Transkript anzeigen
00:00:09: Schauerstoff.
00:00:11: Der Grusel-Podcast für schlaflose Nächte Vielen Dank.
00:00:55: Die Stille um ihn herum war gerade zu Ohren betäubend, die endlose Dunkelheit wie eine große schwarze Decke, die ihn wohlig einhüllte.
00:01:04: Hier war er ganz allein mit sich, seinem Herzschlag und dem vertrauten, dumpfen Zwischen des Lungenautomaten – jedes Mal wenn er einen Atemzug nahm.
00:01:15: Hier konnte er in Ruhe über seine Sorgen- und Probleme nachdenken ohne jedes mal von den schrecklichen Erlebnissen aus seiner Vergangenheit übermannt zu werden.
00:01:24: Hier fühlte sich alles so wunderbar leicht und weit weg an.
00:01:30: Für gewöhnliche Menschen war Ben McDaniels Lieblingsplatz auf dieser Erde allerdings ein Ort, bei dem allein der Gedanke daran einem die Brust zuschnürte und die Klaustrophobie sich in jeder Faser des Körpers barnbrach – doch Ben war nicht wie gewöhnlichem Menschen!
00:01:48: sich mit einem Neoprenanzug bekleidet und einem Druckluftank auf dem Rücken dutzende Meter unter der Wasseroberfläche durch enge Felsspalten zu quetschen.
00:01:58: Und dabei stockfinstere Höhlen zu erkunden, ist ganz offensichtlich etwas bei dem nur wenige Menschen Freude empfinden.
00:02:07: Aber Menschen wie Bern McDaniel lieben wiederum die Einsamkeit auf den Grund des Gewässers – das Einssein mit der Natur!
00:02:14: und nicht zuletzt den Kick, den das Erforschen unberührte Unterwasserhöhlen mit sich bringt.
00:02:20: Ein gefährliches Hobby bei dem der Tod hinter jeder falschen Abzweigung lauern kann.
00:02:28: Als Ben McDaniel am achtzehnten August zehn zu einem Tauchgang in einer schwindelerregend tiefen Süßwasserkwelle im südwesten Floridas aufbrach sollte es weiß Gott nicht seine erste Erkundungstour durch dieses Gewässer werden.
00:02:42: Ben war sehr erfahren und wusste offenbar genau was er vorhatte Und dennoch ist er leider niemals von diesem waghalsigen Abenteuer zurückgekehrt.
00:02:53: Doch wer einzig und allein ein tragisches Ertrinken des jungen Mannes in den unendlichen Tiefen der Unterwasserhöhle als Erklärung für sein Verschwinden in Betracht zieht, liegt möglicherweise falsch.
00:03:06: Denn der passionierte Taucher hatte genügend Gründe gehabt seinem von Krisengezeichneten Leben ein für allemal den Rücken zu kehren.
00:03:19: Während der dreißigjährige Ben aus Memphis, Tennessee seine Freizeit am liebsten in den untiefen geheimnisvoller Gewässer verbrachte war er im Jahr zwei tausend zehn leider auch in allen anderen Lebensbereichen wortwörtlich an einem absoluten Tiefpunkt.
00:03:36: Erst zwei Jahre zuvor hatte er seinen jüngeren Bruder Paul verloren wie mit gerade mal zwanzig Jahren an einem Schlaganfall verstorben war.
00:03:46: Ben war damals derjenige gewesen der seinen leblosen Bruder im gemeinsamen Elternhaus aufgefunden hatte und den er trotz Reanimationsversuche nicht mehr hatte retten können.
00:03:58: Das traumatische Erlebnis quälte Ben zutiefst, auch wenn sich später herausstellen sollte das bei Paul eine ganz andere Todesursache zum Tragen gekommen war.
00:04:08: Der Zweiundzwanzigjährige war an einer Medikamentenüberdosis gestorben Seltsamerweise jedoch an einer Wirkstoffkombination aus verschiedenen Beruhigungsmitteln, die ihm nie verschrieben worden war.
00:04:22: Diese Erkenntnis nahm zwar ein Stück weit die Verantwortung von seinen Schultern, doch es änderte nichts in der niederschmetternden Situation.
00:04:31: Sein kleiner Bruder – einer der wichtigsten Menschen im Bandsumfeld war tot.
00:04:37: Doch als sollte dieser verheerende Schicksalsschlag nicht bereits genug sein lief es auch in weiteren Privatleben und obendrein wirtschaftlich für ihn alles andere als rund.
00:04:48: Seine Ehe war gescheitert, er war frisch geschieden – obwohl er bereits eine neue Partnerin hatte, wurde er das Gefühl nicht los, im wichtigen Lebensbereich versagt zu haben.
00:05:01: Noch dazu stand er vor großen beruflichen und finanziellen Schwierigkeiten.
00:05:06: Seiner eigens gegründete Baufirma war beim Crot gegangen Und es hatten sich zusätzlich fünfzigtausend Dollar Steuerschulden bei ihm aufgetürmt.
00:05:15: Immerhin hatte Ben McDaniel in diesen ungewissen Zeiten einen festen Anker in seinem Leben, auf den er sich stets verlassen konnte – seine Eltern!
00:05:25: Seine Mutter und sein Vater gaben ihm in diesem schwierigen Lebensabschnitt nicht nur emotionale Unterstützung sondern hielten ihm auch finanziell den Rücken frei.
00:05:35: Seine Schulden sollte er zwar selbst begleichen Doch sie boten ihm an, er möge sich ein Jahr frei nehmen und so lange in ihrem Ferienhaus in Santa Rosa Beach einem kleinen Küstenort im Westen Floridas kostenfrei logieren.
00:05:49: Ben will ich dir sofort ein- und nahm seinen treuen Labrador mit an seine neuen Wohnort.
00:05:56: Seine neue Freundin Emily blieb allerdings aus beruflichen Gründen in Tennessee und das Paar sah sich fortan nur noch gelegentlich an den Wochenenden.
00:06:06: Ben hatte auch deswegen dem Vorschlag der Eltern zugestimmt, weil er nahezu Santa Rosa Beach uneingeschränkt seinem liebsten Hobby nachgehen konnte.
00:06:14: Schon seit seiner Jugend hatte Ben das Schnurrcheln und Tauchen geliebt – und sich vor allem in den letzten Jahren auf Süßwassertauchen spezialisiert.
00:06:23: Folglich zog es ihn ins Santa Rosa beach nicht an den Golf von Mexico, den er dort im Grunde vor der Haustür hatte.
00:06:30: Stattdessen fuhr er circa siebzig Kilometer ins Landesinnere und besuchte umso häufiger den sogenannten Fortech Spring, eine große Süßwasserquelle in der Nähe der nördlichen Grenze zum Nachbarstaat Alabama.
00:06:46: Fortech spring wirkt auf den ersten Blick wie ein unscheinbarer Badesee.
00:06:51: das im Schnitt gerade mal sechzig Meter breite Gewässer sieht von oben bei Google Maps wie ein völlig gewöhnlicher Tümpel aus.
00:06:59: Doch seine eigentliche imposante Größe wird erst ersichtlich, wenn man unter die Wasseroberfläche taucht.
00:07:07: Hier offenbart sich mitten im Zentrum der Wasserquelle ab einer Tiefe von circa achtzehn Metern der Eingang zu einer gigantischen Unterwasserhöhle.
00:07:17: In diesem Bereich, der sich übrigens Kaverne nennt kommen Hobbytaucher zumeist mit den Gegebenheiten vor Ort noch gut zurecht.
00:07:26: Das Licht von der Oberfläche erreicht noch mühelos den Grund des Gewässers und der Höhleneingang ist an dieser Stelle noch so breit, dass man problemlos wieder hinausfindet.
00:07:37: Anders sieht die Sache jedoch aus wenn man weiter ins Innere der Höle schwimmt Nach einer zurückgelegten Entfernung von knapp einhundert Metern und bei fünfunddreißig Metern Tiefe wird der Eingang so eng und dunkel dass hier nur noch sehr erfahrene und geschulte Profis weiter tauchen dürfen.
00:07:58: Seitdem in den Neunzehnhundert neunziger Jahren insgesamt dreizehn Taucher in der Höhle ertrunken waren, und der Bundesstaat Florida danach gedroht hatte die Attraktion ein für allemal zu schließen, hatte man sich auf einen Kompromiss geeinigt.
00:08:15: An dem genannten kritischen Punkt in der Höhle von Fortex Spring wurde ein Schmiedeeisernes Tor angebracht, das fortan nur mit einem Schlüssel aufgeschlossen und passiert werden konnte.
00:08:27: Welchen man sich zuvor von den Betreiber gegen Vorlage eines besonderen Zertifikats aushändigen lassen musste.
00:08:36: Eine Sicherheitsmaßnahme für die es längst höchste Zeit gewesen war.
00:08:41: Die riesige Unterwasserhöhle ist an vielen Stellen extrem verwinkelt und so schmal, dass Taucher die betroffenen Engstellen nur passieren können indem sie ihre Tanks auf dem Rücken abnehmen um durch die zuweilen nur twenty-fünf Zentimeter breiten Nischen zu passen.
00:09:00: Dazu kommt das die Höhle bisher nur teilweise kartografiert worden ist.
00:09:04: Einundneunzig Meter in der Tiefe und gut fünfhundert Meter in den Breiten.
00:09:10: Alles, was darüber hinausgeht ist bis heute noch nicht erkundet worden.
00:09:16: Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum Ben McDaniel so fasziniert von Vortex Spring war und immer wieder neue Tauchgänge dort unternahm.
00:09:25: Nachdem er im April in das Ferienhaus seiner Eltern ins Santa Rosa Beach gezogen war, fuhr er so oft zu dem Gewässer dass die Angestellten des Betreibers der Tauchattraktion den dreißigjährigen mittlerweile per Handschlag begrüßte.
00:09:41: Man kannte und schätzte den jungen ambitionierten Taucher, gleichzeitig war McDaniel nicht gerade für seine Bescheidenheit bekannt.
00:09:49: Er prallte oft mit persönlichen Rekorden die er angeblich aufgestellt hatte und überschätzte sich regelmäßig selbst.
00:09:57: Deswegen hat es auch nicht lange gedauert, bis einer der Mitarbeiter ein ebenfalls tauchbegeisterter Mann namens Eduardo Taran realisierte.
00:10:05: Dass Daniel sich trotz seines fehlenden Zertifikats weit aus tiefer in die Höhle hinein bewegte als das ihm erlaubt war.
00:10:14: Taran vermutete dass Ben sich heimlich an dem ohnehin schon rostigen und wackeligen Gitter am Eingang der HöhLE zu schaffen machte.
00:10:27: Zumindest hatten andere Tauchgäste ihm berichtet, wie McDaniel die Verankerung des Gitters akribisch abgetastet und offenbar nach einer losen Stelle gesucht hatte.
00:10:37: Außerdem hatten sie beobachtet, wie Ben eine ganz eigene Karte von dem für ihn verbotenen Teil der Höhle angefertigt und einzelnen Bereichen sogar spezielle Namen gegeben hatte – kein Zweifel!
00:10:50: Ben McDaniel war bei seinen Tauch gängen schon mehrfach deutlich weitergegangen als es ihm erlaubt gewesen war.
00:11:01: Am Abend des achtzehnten Augusts, zwei Tausendzehn fährste Terran daher einen möglicherweise fatalen Entschluss.
00:11:09: Er und sein Kollege kehrten gerade selbst von einem Tauchgang zurück nachdem sie den Laden am Ufer bereits dichtgemacht hatten.
00:11:17: Während Sie auftauchten kam McDaniel ihnen in voller Ausrüstung entgegen offenbar auf dem Weg zur Höhle.
00:11:25: Eduardo Taran entschied in dem Moment, wenn Ben sich gewaltsam Zutritt zu dem gesperrten Teil der Höhle verschaffen wollte, konnte er ihm ebenso gut aufschließen.
00:11:35: Er kannte Ben nun lange genug um dessen Gefahren Bewusstsein und Vernunft korrekt einzuschätzen – so dachte er zumindest.
00:11:43: Normalerweise blieben Eduardo Tarán und sein Kollege an solchen Abenden, wen Ben McDaniel als letzter Gast noch zu später Stunde den Vortex-Spring erkundete am Ufer sitzen und warteten bis irgendwann Luftblasen aus der Quelle sprudelten.
00:12:00: Dies zeigte ihnen an, dass Ben mit der Dekompression begonnen hatte und im Begriff war wieder aufzutauchen.
00:12:08: An diesem Abend entschieden sie jedoch nicht auf ihn zu warten und fuhren stattdessen auf ein Bier zur Terran nach Hause.
00:12:16: Entsprechend bekamen sie auch nicht mit, dass Span McDaniel nach dem spätabendlichen Taurausflug nie mehr zurück an die Oberfläche kehren sollte.
00:12:30: Dass ihr treuer Stammgast fortanspurlos verschwunden war, sollte auch am folgenden Tag.
00:12:36: Dem neunzehnten August zehn, zunächst niemand mitbekommen.
00:12:41: Benz Wagen stand zwar noch immer auf dem Besucherparkplatz doch an jenem Donnerstag waren besonders viele Gäste zum Vortex Spring gekommen und Eduardo Taran und seine Kollegen hatten sehr viel zu tun.
00:12:55: Als der Wagen am zwanzigsten August allerdings immer noch herrenlos an Ort und Stelle stand, und von McDaniel jede Spur fehlte, informierten sie schließlich den Sheriff des County.
00:13:07: Dieser ließ sofort das gesamte Areal um Fortex Spring mit Polizeiband absperren und behandelte die Freizeitanlage wie einen Tatort.
00:13:17: Man durchsuchte McDaniels Wagen und Fantarin sein Mobiltelefon – sein Portemonnaie mit gut ein-tausend Dollar Bargeld sowie Karten und Notizen zur Höhle.
00:13:27: Und sein Tauch-Lockbuch!
00:13:31: Da seine gesamte Ausrüstung fehlte, der Wagen keine Kampfspuren oder ähnliches offenbarte, ging man schnell davon aus, dass Span McDaniel in der Höhlle ertrunken sein musste.
00:13:43: Hierzu passte auch die Aussage von Mitarbeiter Eduardo Taran und die Tatsache des Leichenspürhunde an der Wasseroberfläche der Quelle anschlugen.
00:13:53: Alles deutete also darauf hin, dass der dreißigjährige Hobbytaucher bei seinem letzten wahrgemutigen Ausflug leider den Tod gefunden hatte.
00:14:02: Man informierte Ben's Eltern und seine Freundin Emily die von Memphis mit dem Auto anreisten.
00:14:09: Die Polizei rückte mit eigenen Tauchern in Vortex Spring an Und es meldeten sich über dies noch viele Freiwillige, die bei der Bergungsaktion helfen wollten.
00:14:19: Doch nach einer ersten Bestandsaufnahme wurde deutlich dass nur eine Handvoll der Helfer überhaupt geeignet war, um in der Quelle nach Berns Leichnam zu suchen.
00:14:30: Die Höhle waren vielen Stellen derart verwinkelt und eng, das nur die erfahrensten Taucher die Erlaubnis bekamen sich an der Bergung zu beteiligen.
00:14:41: Ein ganzes Wochenende lang tauchten verschiedene freiwillige und professionelle Helfer immer wieder ins Ungewisse hinab.
00:14:48: Die Suche nach dem Vermissten gärt von Anfang an Rätsel auf An dem Eingang zur Höhle entdeckte man drei Drucklufttanks, die mutmaßlich Ben gehört hatten.
00:15:00: Zwar war es üblich, dass Taucher entlang ihrer Ausstiegsrouten Ersatztanks platzierten – allerdings hätte der Vermisste diese deutlich tiefer in der Höhlle deponieren müssen und nicht erst am Ende seiner Erkundungstour kurz vor dem Auftauchen!
00:15:17: Hinzu kam, dass diese Tanks nur mit gewöhnlicher Atemluft und nicht mit einem Spezialgemisch für besonders tiefe Tauchgänge befüllt waren.
00:15:27: Eine Notwendigkeit von der auch Ben mit seiner jahrelangen Erfahrung gewusst haben musste.
00:15:34: Nachdem die ersten Tauchgenge gescheitert waren, bestellte man einen besonders erfahrenen Profi ein, der für die Bergungsaktion sogar von den Bahamas eingeflogen wurde – Ed Sorensen Ein langjähriger Höhlen-Taucher und Bergungsspezialist mit fast zweitausendfünfhundert protokollierten Tauchgängen sollte sich nun der Sache annehmen.
00:15:57: Vor Ort warnten ihn die anderen Taucher, sie hätten bereits jeden möglichen Winkel erkundet und alle weiteren Versuche wären viel zu gefährlich.
00:16:07: Doch Sorensen ließ sich davon nicht abhalten.
00:16:11: Er absolvierte drei eigenständige Tauchgänge und suchte dabei die Höhle in fünfhundertzwanzig Metern Reichweite ab.
00:16:19: Sechzig Meter weiter, als der Vermisste bei seinen vorherigen Tauch gängen überhaupt kategoriert hatte.
00:16:26: Sorensen fand nichts.
00:16:28: Weder Schleifspuren an den Wänden- und aufgewirbelten Schlamm noch fleisch fressende Wasser-Lebewesen, die das vorhandensein einer Leiche angezeigt hätten.
00:16:38: Ben McDaniel blieb verschwunden Nachdem die Polizei und private Unterstützer alle Maßnahmen bei der Bergungsaktion ausgeschöpft hatten, strengte Bands Familie eigene Bemühungen an.
00:16:53: Seine Eltern beauftragten einen Mann namens Steve Keen, der schon im Jahr three eine umfangreiche Karte von der Höhle angefertigt hatte.
00:17:02: Er startete ähnlich ambitioniert wie zuvor.
00:17:04: sein Kollege Sorenson musste nach insgesamt sieben gefährlichen Tauchgängen allerdings mit leeren Händen an Land zurückkehren.
00:17:12: Er entschuldigte sich bei den McDaniels für die fehlgeschlagene Suche, fand allerdings auch klare Worte und sagte ihnen – er ist nicht da drin.
00:17:23: Noch viele weitere Taucher sollten bei der riskanten Suchaktion zu einem ähnlichen Fazit gelangen.
00:17:30: Insgesamt verbrachten sechzehntauscher sechsunddreißig Tage damit in der Höhle nach McDaniel's Leiche zu suchen ohne Ergebnis.
00:17:40: Auch ein Unterwasserfahrzeug der Polizei wurde für die Suche eingesetzt.
00:17:45: Allerdings konnte dieses nicht mal weiter als die menschlichen Taucher vordringen.
00:17:51: Freiwillige Suchaktionen wurden anschließend bis November an der Quelle fortgesetzt, oft in Anwesenheit von Ben McDaniels Eltern und seiner Freundin Emily Greer.
00:18:02: Da all diese Anstrengungen erfolglos blieben dachte man nun über alternative Szenarien nach wie Ben verschwunden sein könnte.
00:18:13: Eine Theorie war beispielsweise, dass der Dreißigjährige durchaus in der Höhle gestorben war.
00:18:18: Der Betreiber die Leiche aus Angst vor einer Entdeckung jedoch vorzeitig entfernt hatte.
00:18:24: Schließlich hatte der Mitarbeiter Eduardo Taran dem Hobbytaucher in jener verhängnisvollen Nacht das Tor aufgeschlossen und dies immer wieder in Vernehmungen zugegeben.
00:18:35: Doch der Einsatz von Lügendetektortests brachte keinerlei Resultate.
00:18:46: Die Betreiber der Tauchattraktion brachten wiederum die Möglichkeit ins Spiel, dass Ben sein Verschwinden bewusst inszeniert haben konnte.
00:18:55: Sie hatten ihn in den vergangenen Monaten näher kennengelernt und wussten um seinen Trauma wegen seines verstorbenen Bruders und das er finanziell in Schwierigkeiten gesteckt hatte.
00:19:06: Vielleicht hatte der Dreißigjährige wirklich dem Plan gehabt sich den Belastungen seiner Vergangenheit zu entziehen und neu anzufangen Doch Bern-McDaniels Eltern und seine Freundin dementierten das Wehement.
00:19:19: Zumal er ihnen wenige Wochen vor seinem Verschwinden noch einen Brief hatte zukommen lassen, indem er ihnen seine Dankbarkeit ausgesprochen und seinen nun wieder positiven Blick auf die Zukunft unterstrichen hatte.
00:19:33: Außerdem hätte er niemals seinen geliebten Hund alleine in dem Strandhaus zurückgelassen.
00:19:41: Eine ebenfalls realistische Möglichkeit war noch – dass Ben's Leichnamen von dem Wasser zum Quellenabfluss in den umliegenden Flüssen und Sümpfen gespült worden war.
00:19:52: Dort entnahm man im Abstand von mehreren Monaten Wasserproben, um etwa durch den Anstieg bestimmter Bakterienstämme Rückschlüsse auf die Anwesenheit einer verwesenden Leiche ziehen zu können.
00:20:06: Doch auch dieses Unterfangen blieb ohne Ergebnis.
00:20:11: Nachdem die behördlich angeordneten Tauchgänge allesamt gescheitert und alle sonstigen Untersuchungen ausgeschöpft waren, nahmen die McDaniels die Suche auf eigene Kosten in die Hand.
00:20:25: Sie schrieben einen Finderlohn aus der über die Zeit immer weiter bis auf dreißigtausend Dollar erhöht wurde.
00:20:32: Hierbei erfohren sie bereits heftigen Gegenwind aus der Taucher-Community da sie in ihrer Ausschreibung jene aufgefordert hatten mutig genug sein, um Ben zu finden.
00:20:45: Dies empörte Profis wie Ed Sorensen oder Steve Keane die bei der Suche ihr eigenes Leben riskiert hatten und fürchteten dass der hohe Finderlohn weniger erfahrene Taucher in den Tod locken könnte.
00:20:58: Genau eine solche Tragödie ereignete sich schließlich im März zwölf als ein weiterer Taucher namens Larry Higginbottom mutmaßlich auf der Suche nach Bands Leiche ertrank.
00:21:14: Die McDaniels zogen darauf hin, auch durch den wachsenden Druck durch die Öffentlichkeit ihr Belohnungsangebot wieder zurück.
00:21:25: Angetrieben von dem Frust und der Enttäuschung über alle fehlgeschlägenden Ansätze, zogen Bands Eltern schließlich sogar noch möglichen Mordtheorien in Betracht und ließen eine privatdetektiven Monate lang im Umfeld von Vortex Spring und mit besonderem Fokus auf die Betreiber der Tauchattraktion ermitteln.
00:21:46: Sie fand ein paar lauwarme Spuren, die jedoch ebenfalls alle erkalteten.
00:21:54: Im Jahr zeigte der Bundesstaat Florida den Angehörigen schließlich eine Sterbeurkunde für Bernmack Daniel aus.
00:22:05: Ein Dokument das vielleicht eine gewisse Form des Abschließens- und Abschiednehmens bringt Allerdings niemals den Schmerz über die Ungewissheit stillen oder das Loch schließen kann, was Bens verschwinden in der Mitte seiner Familie hinterlassen hat.
00:22:21: Ein zarter Trost bleibt vielleicht, dass die Erinnerung an ihn für immer mit etwas verknüpft sein wird, was ihm große Freude bereitet hatte und das sofern er wirklich ertrunken ist niemand sonst daran Schuld war, dass er dem Weg zurück an die Oberfläche nicht mehr wiedergefunden hatte.
00:22:40: Womöglich ist Ben nun für alle Zeiten auf dem Grund der Tiefe, an jenem Ort, der ihm schon zu Lebzeiten immer ein Gefühl von Ruhe, Frieden und Geborgenheit gegeben hatte.
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