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Schauerstoff Compilation: Das verfluchte Haus

Shownotes

Die eigenen 4 Wände sind das große Ziel vieler Menschen und wer schließlich den Schlüssel zu seinem Traumhaus in den Händen hält, wähnt sich im Paradies. Was aber, wenn das neue Sinnbild für Ankommen und Sicherheit zu einem absoluten Albtraum verkommt? Was, wenn das eigene Haus von dunklen, dämonischen Mächten besetzt ist, die ein Leben darin unerträglich machen? Davon erzählen unsere beiden Haunted-House-Stories DAS ALBTRAUMHAUS und DER FLUCH DER SCHATTEN.

Viel Spaß beim Hören!

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Zur aktuellen Folge: Der dokumentierte Spukhaus-Fall der Familie Shea aus Lamar (Arkansas, USA) und eine Begegnung mit Skinwalkern in einem typischen amerikanischen Trailerpark.

  • Der dokumentierte Spukhaus-Fall der Familie Shea aus Lamar, Johnson County (Arkansas, USA) – ein Traumhaus, das ab 2003 zum Albtraum wurde.
  • Ein dokumentierter Skinwalker-Fall aus einem amerikanischen Trailerpark (2007) – Schattenwesen, die einer Familie keine Ruhe ließen.

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Transkript anzeigen

00:00:10: Ein neues Zuhause ist ein Versprechen, ein frischer Anfang.

00:00:15: Ein Ort an dem alles besser werden soll.

00:00:19: Doch was wenn die Wände in die man einzieht bereits von etwas bewohnt sind?

00:00:26: Etwas das im Dunkeln lauert und keine Miete zahlt!

00:00:32: In dieser Sammelfolge hört ihr zwei Fälle, indem genau das geschieht.

00:00:38: Zuerst das Albtraumhaus Der Fluch der Schatten.

00:00:44: Zwei Familien, die voller Hoffnung eine neue Tür aufschließen und schon bald von Klopfgeräuschen, Stimmen und dunklen Schattengestalten heimgesucht werden, die ihnen das Leben zur Hölle machen.

00:00:58: Beide fragten sich irgendwann dasselbe – fliehen oder bleiben?

00:01:03: Und dem was hier wohnt ins Gesicht sehen?

00:01:25: Das Albtraumhaus.

00:01:31: Jamie legte ein paar aussortierte Kinder-T-Shirts in eine Wühlbox und polierte ein letztes Mal das alte Tafelsilber ihrer Großmutter, vor sie ein Paar Schritte zurücktrattt und zufrieden ihr Werk betrachtete.

00:01:44: Ihr kleiner Privatfloh mag direkt vor ihrem neuen Eigenheim würde wohl kaum ihre hohen Umzugs- und Renovierungskosten amortisieren Aber immerhin würden sie und ihre Familie sich endlich von etwas Ballast trennen.

00:01:58: Und der Elös würde ein paar Dollar in ihrer immer noch knappe Haushaltskasse spülen.

00:02:04: Vor etwa einem Monat, im September zwei tausend drei, waren Sie hierhergezogen nach Lamar – einem kleinen Städtchen in Johnson County im US-Bundestadt Arkansas.

00:02:16: Für Jamie bedeutet er es sogar die Rückkehr in ihren Heimatort dem sie viele Jahre zuvor aus beruflichen Gründen den Rücken gekehrt hatte.

00:02:25: Doch ihr neuer Job als Verwaltungsangestellte lag nur wenige Meilen entfernt und auch für ihren Mann Ben, der nachts als Krankenpfleger arbeitete und tagsüber ein Theaterstudium absolvierte, hatte sich der Standort des Hauses als logistisch günstig entpuppt.

00:02:42: Dabei waren weder die Lage noch der Wunsch nach mehr Platz für den Kauf alleine ausschlaggebend gewesen.

00:02:55: Jamie erinnerte sich noch immer kristall klar an jenen Moment vor einigen Monaten, als sie das Haus zum ersten Mal besichtigten.

00:03:04: Schon vom ersten Augenblick übte es eine magische Anziehung auf die Eheläute Cher und ihre drei Kinder aus.

00:03:11: Genau genommen waren sie nicht einmal über die Schwelle getreten, als Jamie im Geiste bereits beschlossen hatte, es zu kaufen.

00:03:21: Die geschichtsträchtige Fassade aus der Kolonialzeit, die große gemütliche Veranda und nicht zuletzt auch die alten knorrigen Eichen, die das Gebäude wie ein paar stumme Wächter einfassten, hatten es ihr angetan.

00:03:36: Dass die Immobilie bereits seit geraumer Zeit leer stand und der Preis für die Gegend überraschend günstig war, hatten Jamie und Ben zunächst nicht als Warnsignal interpretiert.

00:03:46: Daran änderte sich auch nichts, als sie im Obergeschoss eines der Schlafzimmerinspezierten welches sagen wir mal dringend eine Renovierung nötig hatte.

00:03:57: Jemand hatte den Kamin mit alten Brettern vernagelt und ein riesiges Pentagramm auf dem Holzfußboden gemalt an einer Wandstand außerdem einen rätselhafter Name der wie Sie später noch erfahren sollten zu einem Kind gehörte das kurze Zeit nach der Errichtung des Hauses aus dem Fenster gefallen und tödlich verunglückt war.

00:04:19: Aber angesichts ihrer bis dato erfolglosen Suche, und ihres knappen Budgets für ein Eigenheim konnte die Familie Schär auf solche schlechten Ohmen wohl kaum Rücksicht nehmen.

00:04:30: Und es wäre doch dumm gewesen, ein derart gutes Angebot auszuschlagen nur weil ein Parteenager in dem leer stehenden Anwesen mit okkultem Praktiken herum experimentiert hatten.

00:04:43: Für den Moment hatte Jamie den Kauf jedenfalls keine Minute bereut.

00:04:47: Sie musterte noch einmal zufrieden ihre säuberlich aufgereiten Schätze, als sie aus dem Augenwinkel eine ältere Dame wahrnahm.

00:04:56: Die sich über den Rasen auf sie zubewegte.

00:04:59: Prima und schon kommt Kundschaft, dachte Jamie erfreut und grüßte die Besucherin betont freundlich.

00:05:06: Doch die alte Frau schien sich kaum für die ausrangierten Winterjacken oder Bandsammlung von herrenlosen Adaptern zu interessieren.

00:05:15: Stattdessen legte sie eine Hand auf die alte rostige Rehling der Veranda und musterte das Haus schweigend.

00:05:23: Nach einigen Sekunden sah sie schließlich Jamie direkt an – und sprach nachdenklich, dieses Haus beherbergt viele alte Seelen!

00:05:35: Das spüre ich.

00:05:38: Jamie lächelte nur verlegen und wandte schnell den Blick ab.

00:05:42: Was sollte sie auch groß entgegnen?

00:05:44: Sie war von Natur aus stets ein rationaler Typ gewesen und ließ sich von Mythen und Volklore kaum aus der Ruhe bringen.

00:05:52: Deshalb hatte sie es zum Beispiel auch nicht gestört, dass das Haus unmittelbar neben einem Jahrhunderte alten Friedhof errichtet worden war.

00:06:00: Wenn sie morgens aufstand und aus dem Schlafzimmerfenster sah, legte sie direkt auf die alten verwitterten Grabsteine – was ihr bisher nie etwas ausgemacht hatte!

00:06:12: Jamie vermutete, dass der Kommentar der alten Dame sicherlich mit der schaurigen Atmosphäre die der Friedhof verströmte Zusammenhänge und sie gab entsprechend nicht viel darauf.

00:06:23: Und dennoch blieb er in ihren Gedankenhaften – und nagte fortan unterschwellig an ihr.

00:06:32: Etwa zur gleichen Zeit hatte ihr Mann Ben ein umso beunruhigenderes Erlebnis für das er jedoch keine logische Erklärung fand.

00:06:41: Die Vormittage verbrachte der dreifache Familienvater zumeist im Bett, nachdem er von seiner Nachtschicht im Krankenhaus zurückgekehrt war und bevor er sich zu seinen Theaterkursen am Nachmittag aufmachte.

00:06:54: Damit Ben sich ausruhen und Jamie derweil arbeiten gehen konnte hatte die Familie für ihren jüngsten Sohn Jackson extra eine Babysitterin engagiert, die sich in jenen Stunden um das acht Monate alte Baby kümmerte.

00:07:10: schreckte Ben an einem Mittwochvormittag plötzlich aus dem Tiefschlaf hoch, als das Baby vorn neben ihm plötzlich Alarm schlug.

00:07:19: Durch den kleinen Lautsprecher auf seinem Nachttisch konnte er zweifellos seinen Sohn weinen und schreien hören.

00:07:26: Zunächst versuchte Ben noch des Weinen zu ignorieren da er fest damit rechnete dass die Babysitterin jeden Moment das Kinderzimmer betreten und Jackson beruhigen würde.

00:07:37: doch als das baby immer weiter schrie Er hob er sich schließlich besorgt und zugleich genervt aus dem Bett.

00:07:44: Er war totmüde, und brauchte dringend seinen Schlaf.

00:07:48: Wo bitte schön war die Nenny?

00:07:50: Schlaftrunken taumelte er den Flur im Obergeschoss in Richtung Kinderzimmer entlang.

00:07:56: Er konnte das Schreien-und Weinen auch ohne Babyfohlen durch die Wände hören.

00:08:01: Doch als er schließlich die Tür zu Jacksons Zimmer öffnete folgte der Schock.

00:08:07: Die Krippe war leer Und der Raum toten still Und dann erinnerte er sich wieder.

00:08:13: Die Babysitterin hatte den Jungen zu einem ausgedehnten Spaziergang mitgenommen, damit er in Ruhe schlafen konnte.

00:08:21: Ähnlich wie Jamie, der das Gespräch mit der alten Dame immer noch nachhing, versuchte auch Ben keine große Sache aus dem Erlebnis zu machen und behielt es vorerst für sich –.

00:08:32: dass mittlerweile fast die gesamte Familie sich mit unerklärlichen Phänomenen herumschlagen musste wurde allerdings in den nächsten Wochen immer deutlicher.

00:08:43: Es begann damit, dass Bridger – das mittlere Kind der Familie Cher auf einmal nicht mehr allein in seinem Zimmer schlafen wollte.

00:08:51: Als der fünfjährige erklärte er würde nachts ein unheimliches Stimmengewürr in seinem Kinderzimmer hören und sich deshalb fürchten, taten die Ehleute seine Erzählung noch als harmloses Fantasiegespinst ab.

00:09:05: Dann jedoch wurden Ben und Jamie die Nächte in ihrem Elterschlafzimmer ebenfalls verleitet.

00:09:12: Immer wieder schreckten sie hoch, weil sie Klopfgeräusche an der Stirnseite ihres Bettes vernahmen.

00:09:19: Sie überzeugten sich mehrere Male, dass weder ein Tier im Mauerwerk noch einen windgepeitschter Ass die Ursache für den Lärm sein konnten.

00:09:28: Zumal es viel mehr danach klang als würde jemand mit der geschlossenen Faust gegen ihre Fassade hemmern.

00:09:35: Noch immer versuchte Jamie, sich mit rationalen Erklärungen zu den mysteriösen Vorkommnissen zu behelfen.

00:09:42: Einerseits um ihre zusehensverunsicherten Kinder zu beruhigen andererseits um selbst nicht in Panik zu verfallen.

00:09:51: doch schon bald machte eine zufällige Begegnung die Sache für die dreifache Mutter nicht besser.

00:09:59: an halloween also am einundreißigsten oktober fuhr Jamie vormittags noch schnell zum nächstgelegenen Walmart, um für das ordentliche Groselfest noch ein paar Deko-Elemente und Süßigkeiten zu besorgen.

00:10:14: Im Supermarkt warf sie gerade eine Tüte Gummi-Spinnen in ihren Einkaufswagen als eine junge Frau sie plötzlich von der Seite

00:10:21: ansprach.

00:10:23: Die Mitarbeiterin des Marktes war etwa Anfang zwanzig und lächelte Jamie freundlich an.

00:10:30: Sie sind auch die Familie, die vor Kurzem in das alte Haus am Friedhof eingezogen ist oder?

00:10:35: Ja?

00:10:37: entgegnete Jamie verdattert.

00:10:39: Offenbar unterschied sich ihre Heimatstadt Lamar in dieser Hinsicht kaum von anderen Kleinstädten, ihr wusste jeder einfach alles.

00:10:48: Ich bin dort aufgewachsen, sagte die Mitarbeiterin nun fröhlich und Jamie spürte wie sie ihr eigenes Gesicht erleichtert auffällte.

00:10:57: Doch die junge Frau fügte sofort hinzu ich habe mich dort immer gegruselt weil es verflucht ist.

00:11:04: Sie sagte das so beiläufig als wolle sie Jamie auf einen Sonderrabatt für Cheetos-Chips aufmerksam machen.

00:11:13: Ich habe immer von dem Jungen geträumt, der dort aus den Fenster gefallen sein soll – davon haben Sie doch sicher gehört!

00:11:20: Jamie nickte Stummen und spürte wie sich ihr Hals zuschnürte.

00:11:24: Die Mitarbeiterin schien daraus abzulesen dass Ihr gegenüber wenig Interesse an diesem Gespräch hatte und verabschiedete sich schnell.

00:11:32: Oh, Entschuldigung ich wollte sie damit nicht belästigen.

00:11:36: Happy Halloween.

00:11:38: Jamie sah ihrem wippendem Pferdeschwanz nach und versuchte, sich aus ihrer eigenen Schockstache zu lösen.

00:11:45: Tausend Fragen brannten in ihrer Brust.

00:11:49: Zur Erleichterung und Überraschung aller Familienmitglieder kehrte trotz vieler schlechter Ohmen vorerst etwas Ruhe in dem alten Haus ein.

00:11:58: Viele Monate vergingen im Winter und Frühjahr, hat Jamie Ben und die Kinder die unheimlichen Vorkommnisse fast schon wieder vergessen bis sie mit voller Wucht zurückkehren sollten.

00:12:12: Zuerst betraf es nur die Ehleute, die wieder einmal mit unerklärlichen Phänomenen konfrontiert waren.

00:12:19: Während die Kinder abends schliefen und die Eltern ihren üblichen Routinen nachgingen, hörten sie regelmäßig seltsame Geräusche auf der Treppe ins Obergeschoss.

00:12:28: Mal klang es wie stampfende Schritte dann wieder wie ein Gummiball, der langsam die Stufen hinunter hüpfte.

00:12:36: Außerdem schien der Strom im Haus verrückt zu spielen, vor allem im Eingangsbereich.

00:12:41: Immer wieder flackerten Lichter und Glühbirnen brannten nach wenigen Minuten mit einem Knall aus ohne dass Fachleute eine Ursache dafür finden konnten.

00:12:52: Für Jamie und Ben waren all diese rätselhaften Störungen des Hausfriedens zwar frustrierend und nervenzehrend doch sie teilten ihre Erlebnisse nur wenig mit ihren Kindern um sie nicht unnötig zu beunruhigen.

00:13:07: Dabei hatten der inzwischen sechsjährige Bridger und die elfjährige Tori längst ihre ganz eigenen, unheimlichen Erfahrungen gemacht.

00:13:17: Für Bridger waren die Nächte in seinem Zimmer besonders schlimm.

00:13:21: Er begann wieder das Gewirr aus unverständlichen Stimmen in der Dunkelheit zu hören Dieses Mal noch lauter als zuvor.

00:13:29: Außerdem schien sich sein Spielzeug während der Nacht zu verselbstständigen.

00:13:34: Ständig bewegten sich seine Aufziehfiguren und ferngesteuerten Autos oder erschreckte von ihren Melodien und Geräuschen hoch.

00:13:43: Dass Bridger sich diese Dinge nicht einbildete, konnte auch seine ältere Schwester Tori bezeugen.

00:13:50: Auch sie hörte die Spielzeuge in der Nacht allerdings begleitet von kindlichem Gechicher weshalb sie annahm Bridger sei für den Lärm verantwortlich.

00:14:00: Wenn sie jedoch in sein Zimmer ging und nach sah, lag er mit weit aufgerissenen Augen im Bett.

00:14:08: Dennoch bemühte die Familie sich weiterhin stoisch nicht allzu viel auf die unerklärlichen Phänomene in ihrem Zuhause zu geben und nicht in Panik verfallen.

00:14:19: Sie hatten einfach zuviel in das Haus investiert und nahezu alles hing davon ab dass sie sich mit dessen unangenehmen Begleiterscheinungen irgendwie arrangierten.

00:14:30: Eine Weile gelang es ihnen daher, sich mit rationalen Erklärungen wie Fundamentsbewegungen oder morschgewordenen Balken zur Reson zu bringen.

00:14:40: Doch dann kam eine schauderhafte Situation die sie ganz und gar nicht mehr erklären konnten.

00:14:48: Es war ein gewöhnlicher Sonntagabend als Jamie zusammen mit Tori vor dem Familien-PC saß Und die beiden an einem Schulprojekt tüftelten das die Elfjährige am nächsten Tag abgeben sollte.

00:15:01: Die beiden starten angestrengt auf den Monitor, als sie in der Reflexion des Bildschirms plötzlich die dunklen Umrüsse einer Gestalt wahrnahmen.

00:15:11: Die Person war überdurchschnittlich groß und durchquerte mit ein paar Schritten das Zimmer bevor sie wieder verschwand.

00:15:19: Wenige Sekunden später war der Spuk auch schon wieder vorbei doch Jamie und Tori hatten keinen Zweifel daran was Sie gesehen hatten.

00:15:29: Ihnen blieb kaum Zeit, um das soeben Gesehene irgendwie zu verdauen.

00:15:34: Denn im nächsten Moment richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf den jüngeren Sohn Bridger.

00:15:39: Der sechsjährige kam wie in Trance die Treppe heruntergewankt und war überhaupt nicht mehr ansprechbar.

00:15:46: Jamie schüttelte ihn mehrmals und rief seinen Namen Doch sie erhielt keinerlei Reaktion.

00:15:52: Dann plötzlich formte sich auf seinen Lippen ein unheimliches Grinsen und er brach in ein diabolisches Lachen aus, mit einer dämonischen Stimme die definitiv nicht ihm gehörte.

00:16:04: Es dauerte mehrere Minuten bis Jamie den Jungen beruhigen konnte und das wiederwertige Lachen endlich verstummte.

00:16:13: Spätestens jetzt konnten Jamie und Ben sich nicht länger in die Tasche lügen.

00:16:17: was auch immer da mit ihnen unter einem Dach wohnte oder viel mehr wütete rückte immer näher und formte sich zu einer handfesten Bedrohung für ihre Kinder.

00:16:29: Also suchten die Eltern Kontakt zu möglichen Experten, und fanden bald darauf Orkinsau's Gesellschaft für paranormale Forschung.

00:16:38: Jamie hatte bereits einen Termin für eine Hausbegehung durch die Spezialisten vereinbart als das Leben der fünfköpfigen Familie einmal mehr aus den Fugen geriet was allerdings ausnahmsweise nicht zu Lasten der unheimlichen Phänomene in ihrem Haus ging.

00:16:55: Es war ein gewöhnlicher Mittwoch-Nachmittag, als Jamie mit ihrem Wagen losfuhr und ihre drei Kids die Reihe nach von der Kita, der Grundschule und der Mittelschule abholte.

00:17:07: Auf der Rückfahrt einem Baustellenabschnitt nur wenige Meilen von ihrem Haus entfernt passierte es dann.

00:17:13: Jamie verrisste das Lenkrad wegen einer Baggerschauffel, die zu weit auf die Fahrbahn ragte.

00:17:19: Der Wagen schernte nach rechts aus, raste die Böschung hinunter und überschluck sich mehrere Male.

00:17:26: Während Jamie und die beiden jüngeren Kinder auf dem Rücksitz mit ein paar Kratzern davon gekommen waren war die elfjährige Tori aus dem Auto geschleudert worden und hatte sich lebensgefährlich verletzt.

00:17:40: Zum Glück waren sehr schnell Ersthelfer Zerstelle und Tori konnte in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden wo sie umgehend operiert und versorgt wurde.

00:17:50: Nach zehn Tagen konnte das Mädchen schon wieder entlassen werden und sich zu Hause weiter erholen.

00:17:57: Die Familie war mit dem Schrecken davon gekommen, doch an ihr verfluchtes Haus verschwendeten sie vorerst keinen Gedanken mehr – weshalb sie den Termin mit den Experten für Paranormales wider absagten.

00:18:11: Sie wollten zunächst sicherstellen dass Tori wieder zu Kräften kam.

00:18:14: Das hatte oberste Priorität!

00:18:18: Allerdings gönnten die unheimlichen Mächte im Haus der Familie auch unter jenen dramatischen Umständen keine Atempause.

00:18:26: Zu den seltsamen Geräuschen geselten sich nun zusätzlich noch unerklärliche Rauchschwaden oder dunkle Schattenfiguren, die über die Flure huschten.

00:18:37: Ehemann Ben war sogar der feste Überzeugung er hätte einmal die Schleppe eines viktorianischen Kleides gesehen das wie von Geisterhand über die Treppenstufen glitt.

00:18:49: Als Tori dann wieder vollkommen genesen war, verlor die Familie also keine Zeit und vereinbarte ein erneutes Treffen mit der Gesellschaft für paranormale Forschung.

00:19:00: Die vier Experten betraten das Haus des shares und bemerkten sofort einen Energieshift als hätte jemand die Luft elektrisch aufgeladen.

00:19:10: In Bridgers Kinderzimmer war es besonders schlimm.

00:19:14: eine junge Frau aus dem Team ein sogenanntes Medium Betrat allein das Zimmer und erzählte anschließend, der Raum sei voll mit bösen Geistern und unglücklichen Seelen.

00:19:26: Es habe sich ihr ein regelrechtes Meer an dunklen Kreaturen entgegengestellt die sie schnellstmöglich wieder vertreiben wollten.

00:19:34: Das Team an Forschenden hatte außerdem ein Ouija-Bord mitgebracht um in dem Haus kommunizieren zu können.

00:19:43: Der Zeiger auf dem Board schlug sofort aus und brachte sie in Kontakt mit einem Wesen

00:19:48: namens

00:19:49: Seth.

00:19:51: Dieser behauptete, niemals der Geist einer verstorbenen Person gewesen zu sein – und dass er schon immer zu dem Haus gehört habe!

00:19:59: Auf die Frage ob er sich für die Familie und die Experten sichtbar machen könne positionierte sich der Zeiger des Ouija Boards wie von Geisterhand in Richtung Des Camcorders den die Forschenden zu Dokumentationszwecken mitgebracht hatten.

00:20:16: Auf dem kleinen Monitor an dem Gerät konnten sie nun eindeutig sehen, wie sich langsam ein dunkler Schatten in Form einer menschlichen Gestalt bildete.

00:20:26: Das Schauspiel dauerte mehrere Minuten und alle Beteiligten im Raum sahen dasselbe wenn Sie auf das Display schauten.

00:20:35: Doch angesichts dieser nicht zu leugnenden Ergebnisse fragten Jamie und Ben sich nun ins Geheim Ob es überhaupt eine gute Idee gewesen war, die Gesellschaft für Paranormales zu rate zu ziehen?

00:20:47: Denn nun hatten sie offenbar umso mehr das Böse in ihrem Haus entfesselt.

00:20:54: Da war es auch wenig tröstlich zu wissen dass Sie es nicht mit einem vielleicht ja freundlichen Hausgeist zu tun hatten sondern das unzählige Seelen in Ihrem Zuhause lauerten, die mal harmlose Mal abgrundtiefböse absichten hatten.

00:21:11: Die Spezialisten für Paranormales gaben nach ihrer Untersuchung schließlich zu, selbst noch nie mit einer solchen Masse an Kreaturen aus dem Jenseits konfrontiert gewesen zu sein.

00:21:22: Entsprechend bemühten sie sich darum der Familie zu helfen indem Sie Salbei verbrannten und das Haus mit indigenen Ritualen reinigten... ...und neu weiten.

00:21:34: Doch es half alles nichts Seitdem sie den Kontakt über das Ouija Board hergestellt hatten war für die Share-Familie alles nur noch schlimmer geworden.

00:21:45: Um zumindest eine kurze Atempause zu bekommen, beschlossen Jamie und Ben das Haus unterzuvermieten, ihre Kinder und ihr wichtigstes Hab und Gut in ihren Wagen zu packen und für eine Weile von unterwegs zu arbeiten.

00:22:00: Über zwei Jahre gingen so ins Land bis die fünfköpfige Familie im Januar seven wieder einzog.

00:22:08: Nach all der Zeit hatten sie sich sogar auf das Haus gefreut Denn einst hatte es schließlich all ihre Hoffnungen und Träume beherbergt.

00:22:16: Als sie es damals im Herbst, zwei tausend drei gekauft hatten repräsentierte es alles was sie sich als Familie gewünscht hatten.

00:22:25: mit dem zeitlichen und räumlichen Abstand waren nun alle bereit sich erneut auf ihr einstiges Traumhaus einzulassen Und sofern nötig Sich ein bisschen am Riemen zu reißen.

00:22:36: Ein paar flüstern des Stimmen Klopfgeräusche in der Nacht und Schritte auf der Treppe Das würden sie doch wohl irgendwie aushalten, oder?

00:22:45: Doch dann kam es eines Abends erneut zu einem Zwischenfall der ihren noch so positiven Mantras ein für allemal über den Haufen barf.

00:22:55: Es war Freitagabend – die Familie saß zusammen bei Pizza und Gesellschaftsspielen.

00:23:01: Auf dem Küchentisch stand ein kleiner Ghetto Blaster, der eine selbst gebrannte CD mit den größten Rockhits jener Zeit abspielte.

00:23:09: Mitten im Lied fing die CD plötzlich an zu springen und wechselte zwischen den verschiedenen Songs auf dem Datenträger, bis das Gerät schließlich zu Track ninety-neunzig sprang und sich dort auffängte.

00:23:23: Dabei gab es keinen Track ninety neunzig auf der CD.

00:23:27: viel unheimlicher war jedoch was nun aus den Lautsprechern ertönte.

00:23:33: in einer Art Loop flüsterte eine unheimliche Stimme immer

00:23:37: wieder

00:23:39: ihr müsst mir helfen Ihr müsst mir helfen.

00:23:44: Ihr müsst mehr

00:23:45: helfen.".

00:23:48: Damit hatte es sich endgültig.

00:23:51: Die Familie beschloss, dass kein Haus der Welt es wert war Sich ihren persönlichen Seelenfrieden, ihren Schlaf und ihrem sehnlichen Wunsch nach Sicherheit kaputt zu machen.

00:24:01: Und so zogen die Shares ein für allemal aus – und verkauften das Haus.

00:24:07: Ihre Geschichte ist seitdem mehrfach in verschiedenen Zeitungen abgedruckt worden Und es wurden sogar ein paar Mystery-Docos mit der Familie gedreht.

00:24:17: Und dennoch hat das Haus seitdem noch mehrmals die Besitzer gewechselt.

00:24:21: Immer wieder fanden sich ambitionierte Käufer, die das Gebäude allerdings nach spätestens ein paar Jahren wieder loswerden wollten.

00:24:31: Seit Juni-Zweitausendfünfundzwanzig wohnt eine neue Familie in der Cabin Creek Avenue-Zweihundertundzwanzig in Lamar, Arkansas.

00:24:40: Es bleibt ihr zu wünschen, dass dieses Mal vielleicht endlich sowohl die Untoten als auch die Lebendigen in diesem Haus einen gemeinsamen Frieden finden.

00:25:19: Die beiden Geschwister aus der Kleinstadt Killeen im US-Bundestadt Texas waren beide um die vierzig Jahre alt, derzeit erwerbslos und obendrein auch noch alleinerziehend.

00:25:42: Beide waren von ihren jeweiligen Partnern verlassen worden.

00:25:46: Apes Sohn Tom war gerade fünf Jahre alt geworden – und Beatrice ist Tochter.

00:25:51: April näherte sich ihrem neunten Geburtstag.

00:25:55: Beatrice hatte noch einen älteren mittlerweile erwachsenen Sohn der wiederum ganz eigene Probleme mit Sicherung schleppte.

00:26:04: Doch die Familie hatte sich irgendwie zusammengerauft und beschlossen, gemeinsam durch diese schwierigen Zeiten hindurchzugehen.

00:26:12: Also waren Abraham und Beatrice mit ihren Familien gemeinsam in den Trailerpark gezogen und hatten dort einen Wohncontainer gemietet.

00:26:21: Das war zwar auch nicht gerade das Leben dass sie sich vorgestellt hatten aber immerhin hatten sie und ihre Kinder ein Dach über dem Kopf Und die Nachbarschaft kam ihnen allgemein sicher vor.

00:26:32: Seit drei Jahren wohnten sie nun schon hier und hatten die Probleme mit Einbrechern oder anderen Bedrohungen gehabt.

00:26:39: Doch das sollte sich leider bald

00:26:40: ändern.".

00:26:41: – Cheers!

00:26:45: sagte Beatrice zu Abe, und die beiden stießen mit Orangensaftlesern an.

00:26:51: Hinter ihnen lag der angrenzende Park mit einem kleinen Spielplatz auf dem es sogar zwei Schaukeln gaben.

00:26:57: Hier hatten sich Tom und April niedergelassen und schaukelten um die Wette.

00:27:02: Abe und Beatrice konnten sie in regelmäßigen Abständen juchzen und lachen hören.

00:27:08: Um sie herum gab es ansonsten nur den Kilometer langen und dichten Wald, der den Trailerpark an der Stadtgrenze nahezu vollständig einfasste – ein Ort der Ruhe inmitten der Natur.

00:27:20: So schlecht hatten Sie es also wirklich nicht getroffen!

00:27:26: Wann kommt das Baby?

00:27:27: fragte Abe seine Schwester.

00:27:29: Dabei spielte er nicht etwa auf sie selbst sondern auf ihren erwachsenen Sohn Aaron an.

00:27:35: Der gerade erst neunzehnjährige und seine gleichaltrige Freundin erwarteten ein Kind.

00:27:40: Eine weitere Neuigkeit, die die Familie von neuen Herausforderungen stellen sollte.

00:27:46: Ende Juli gab Beatrice zurück und lächelte – ich bin schon richtig aufgeregt!

00:27:52: Aber ich mache mir natürlich auch Sorgen….

00:27:54: Die beiden haben immer noch keine eigene Wohnung.

00:27:58: Abraham nickte und legte seine Hand auf ihren Unterarm.

00:28:03: Keine Sorge ….

00:28:04: Aaron kann mit dem Baby und seiner Freundin auch erst mal bei uns unterkommen.

00:28:08: Wir sind eine Familie, also stehen wir

00:28:11: zusammen.".

00:28:13: »Okay, danke!« sagte Beatrice und lächelte.

00:28:17: Das Thema hatte ihr schon länger auf der Seele gebrannt, und sie war unendlich froh, dass ihr Bruder so verständnisvoll reagierte.

00:28:24: Sie wusste einfach, daß sie sich immer auf ihn verlassen konnte – doch dann verfinsterte sich ihr Blick plötzlich.

00:28:33: Irgendetwas war anders als hätte jemand die Luft um sie herum ausgetauscht und sie säßen in einem unsichtbaren Vakuum.

00:28:41: Es war auf einmal so… still!

00:28:45: Abe sah die Sorge im Blick seiner Schwester erneut aufflammen, und verstand sofort, dass nun etwas Gänzlich anderes sie ängstigte – diese Stille.

00:28:55: Abraham war auf einen Blick über seine Schulter, und sah die leeren Schaukeln langsam im Wind schwingen.

00:29:01: Die Kinder ….

00:29:02: Sie waren verschwunden.

00:29:06: Sofort sprang er auf und warf in der Hektik den Campingstuhl mit um.

00:29:11: Er rannte in Richtung Wald.

00:29:12: Wer Trees war ihm direkt auf den Fersen.

00:29:15: Ich habe sie noch vor zwei Minuten gehört, rief sie atemlos.

00:29:19: Sie können also nicht weit sein!

00:29:22: Panisch rannten die Geschwister durch dem dicht bewachsenen Wald.

00:29:26: Äste von Büschen und niedrigen Bäumen schlugen ihnen immer wieder ins Gesicht.

00:29:31: Es herrschte eine gespenstische Stille, die nun immer wieder von ihren lauten Rufen nach ihren Kindern Tom und April durchbrochen wurde.

00:29:38: Ape fragte sich ob sie überhaupt die richtige Richtung bei der Suche nach ihrem Kids eingeschlagen hatten?

00:29:44: Der Wald war schließlich riesengroß, und die Kinder konnten potenziell überall sein.

00:29:51: Doch dann sah er diese Luetten von einem Jungen und einem Mädchen in der Ferne stehen.

00:29:56: Sie standen auf einer Lichtung.

00:29:58: Beatrice und Ape erkannten ihre Kinder – die Gottseidank unversehrt schien!

00:30:03: Erleichtert riefen sie abermals ihren Namen.

00:30:06: Doch Tom und April blieben mit dem Rücken zu ihnen gewandt reglos stehen und rührten sich überhaupt nicht.

00:30:13: Als die Eltern sich schließlich erreicht hatten Reagierten die Kinder immer noch nicht.

00:30:18: Sie waren unverletzt, doch sie starten apathisch in die Ferne und schienen vollkommen von der Gegenwart entkoppelt.

00:30:26: Erst nachdem sie den Jungen und das Mädchen ein paar Mal unsanft gerüttelt hatten, kamen sie allmählich wieder zu sich.

00:30:32: »Was habt ihr euch bloß dabei gedacht?« vor Apesy verärgert an.

00:30:38: »Das frage ich mich auch!« flichtete Beatrice ihm bei.

00:30:42: »Wir haben euch schon so oft gesagt, dass ihr immer in Sichtweite bleiben sollt wenn ihr draußen spielt.

00:30:48: Der jüngere Tom sah schließlich betreten zu Boden und flüsterte, da war eine schwarze Gestalt.

00:30:55: Ein Mann mit Kapuze!

00:30:57: Er wollte das wir ihm in den Wald folgen.

00:31:01: Bei diesen Worten gefrohr Abe sofort das Blut in den Adern.

00:31:05: Seine Mine verfinst hatte sich als er sich aufrichtete und sprach, bring die Kinder zurück nach Hause.

00:31:11: Ich kümmere mich derweil um den Typen, der Tom und April an den Wald gelockt hat.

00:31:18: Entschlossen stapfte er wieder ein Richtung der Bäume und beschleunigte unversehens seine Schritte.

00:31:23: Offenbar waren sie gerade noch rechtzeitig gekommen, um eine Kindesentführung zu verhindern.

00:31:28: Doch nun konnte der Angreifer längst über alle Berge sein!

00:31:32: Eine knappe Stunde durchkämmte Abraham das Waldstück hinter ihrem Trailerpark akribisch nach einer dunkel gekleideten Person – doch er fand niemandem und nicht mal den Hinweis darauf, dass irgendjemand sich dort kürzlich aufgehalten hätte.

00:31:45: Und mit dem Herannahen der Dunkelheit musste er sich schließlich frustriert eingestehen dass er dort wohl auch niemanden mehr finden würde.

00:31:54: Also ging ja zurück zu ihrem Trailer und Beschloss, vorerst einen Haken an die Sache zu machen – auch wenn er natürlich weiterhin auf der Hut sein würde!

00:32:03: Und zu seiner großen Erleichterung geschah in den kommenden Wochen- und Monaten überhaupt nichts Schlimmes.

00:32:10: Abe hatte den Vorfall gerade wieder vergessen als sich eines Nachts im Hochsommer das Böse plötzlich und völlig unerwartet wieder zurückmeldete.

00:32:24: Er war gerade am Einschlafen und bemühte sich, die Drücken der Hitze zu ignorieren als er plötzlich aus dem Wohnzimmer nebenan die Schreie eines Babys hörte.

00:32:34: Das brachte ihn erst mal nicht sonderlich aus der Fassung denn sein Neffe Aaron war versprochenermaßen vor Kurzen mit seiner Freundin und dem neu geborenen Baby für eine Weile bei ihnen untergekommen.

00:32:45: Doch das Baby weinte und weinte Und schien sich überhaupt nicht mehr zu beruhigen.

00:32:50: Irritiert schälte sich Abraham aus seinem Bett und ging ins Wohnzimer.

00:32:54: Alles war dunkel Doch sie hatten zur Abkühlung die Fenster im gesamten Trailer geöffnet und der Wind liest die Gardinen auf- und niederflattern.

00:33:02: Die Krippe des Babys stand neben dem Sofa, und Abe stellte erleichtert fest, dass sein Neffe Aaron offenbar inzwischen doch aufgestanden war um sich um seinen Nachwuchs zu kümmern.

00:33:13: Erstand mit dem Rücken zu ihm über die Kripe gebeugt.

00:33:17: Was hat unser kleiner Sonnenschein denn?

00:33:19: fragte Abraham Bemüht, die Situation nicht noch stressiger zu machen als sie ohnehin war.

00:33:24: Doch sein Neffe Aaron reagierte nicht und blieb weiter über die Krippe gewolkt.

00:33:31: Da dämmerte Abraham plötzlich eine grauenvolle Erkenntnis, dass da war nicht Aaron – das war eine fremde Gestalt in seinem Wohnzimmer.

00:33:42: Sofort schaltete er in den sogenannten Militärmodus etwas was er vor vielen Jahren mal in der Armee gelernt hatte.

00:33:49: Er schärfte all seine Sinne, schaltte jegliche Bedenken oder Ängste aus und konzentrierte sich allein auf seine Missionen.

00:33:56: dem Baby durfte nichts passieren.

00:34:00: »Hey, was machen Sie da?« erhob er die Stimme und sprach in donnerndem Tonfall zu dem Fremden.

00:34:06: Dieser wandte sich nun blitzschnell von der Grippe ab und floh aus dem Wohnzimmer in Richtung Eingangstür.

00:34:11: Der Trailer war klein – und die schwarze Gestalt war bereits aus der Tür verschwunden, noch ehe Ape sie eingeholt hatte!

00:34:20: Und doch zuckte es einmal kurz in seinem Unterbewusstsein mit welch atemberaubender Geschwindigkeit sich der Eindringling offenbar fortbewegte.

00:34:28: Abraham folgte ihm barfuß bis nach draußen wo der Dunkel schatten auf den Wald zu steuerte und zwischen den Bäumen verschwand.

00:34:36: Abe verfolgte ihn noch für einige Meter, war dann aber von einer Beobachtung derart schockiert das es ihm nahezu lebte.

00:34:43: Die Gestalt war nicht auf zwei Beinen davon gelaufen.

00:34:47: Sie war wie eine dunkle dichte Wolke einfach weggeschwebt.

00:34:51: Da ertönte plötzlich ein eiskaltes diabolisches Lachen aus dem Baumwüpfeln vor ihm Und Abraham wusste mit einem Mal dass er es nicht mit einem gewöhnlichen Einbrecher zu tun hatte.

00:35:02: Er war sich sofort sicher, dass es sich um dieselbe dunkle Gestalt handeln musste, die Tom und April schon einmal in dem Wald gelockt hatte.

00:35:11: Eine bösartige, paranormale Macht, die offenbar nun dasselbe mit ihm vorhatte.

00:35:18: Doch so einfach würde sie ihn nicht kriegen!

00:35:21: Abe blieb stehen und betrachtete mit weit aufgerissenen Augen den Wald.

00:35:25: Er würde sich in Zukunft in Acht nehmen müssen – so viel stand fest.

00:35:30: Denn die Kreatur würde mit Sicherheit nichts unversucht lassen um ihn oder seine Familie in eine Falle zu locken.

00:35:40: Wieder gingen einige Monate ins Land und die Situation hatte sich einigermaßen beruhigt, sodass Elb sich allmählich wieder in trügerischer Sicherheit wiegte.

00:35:49: Doch dann wurde er eines Nachts im Oktober sieben wieder geweckt – dieses Mal von seiner Schwester.

00:35:56: Sie hatte draußen die Schreie einer Frau gehört und war besorgt in sein Zimmer gekommen, um ihn um Hilfe zu bitten.

00:36:03: Abraham richtete sich Schlaftrunken auf und lauschte.

00:36:07: Eindeutig!

00:36:08: Da draußen schrie eine Frau um Hilfe.

00:36:11: Er konnte sogar glasklar heraushören, wie sie verzweifelt – Hilfe oder helft mir bitte!

00:36:17: rief.

00:36:19: Schnell schnappte er sich eine große schwere Taschenlampe und seinen Baseballschläger.

00:36:23: Wir gingen davon aus, dass jemand die Frau angegriffen hatte und er sich wohl- oder übel einen Nahkampf mit dem Angreifer liefern musste.

00:36:33: Entschlossend trat er vor die Tür und lauschte, aus welche Richtung die Schreihe kamen.

00:36:37: Er verortete sie wieder aus dem Wald hinter dem kleinen Park, der ihm nun nicht mehr wirklich geheuer war.

00:36:44: Doch er musste der Frau helfen – also umklammerte er seinen Schläger umso fester und rannte in Richtung der Bäume.

00:36:53: Im Wald konnte er die Schreie noch viel deutlicher hören, fast so als wäre die Frau in Not nur wenige Meter neben ihm.

00:37:00: Doch sie schien plötzlich aus jeder möglichen Richtung zu kommen!

00:37:04: Wann immer er einem Hilfero folgte, ertönte er plötzlich wieder hinter ihm oder aus einer gänzlich anderen Richtung.

00:37:11: Da begriff Abraham, das er reingelegt worden war.

00:37:15: Doch es war bereits zu spät!

00:37:17: Er sah wie sich zwischen den Bäumen wieder der dunkle Schatten formierte – auf denen er schon einmal getroffen war.

00:37:24: und dann entdeckte er noch einen weiteren.

00:37:27: Sie waren zu zweit.

00:37:31: Instinktiv wich Abe zurück und schwang seinen Baseballschläger.

00:37:36: Wer oder was zur Hölle seid ihr?

00:37:38: Brüllte er in dem Bemühen seine Angst durch den Zorn in seiner Stimme zu kaschieren.

00:37:43: Doch selbst er hörte das unterschwellige Zittern, dass ihn verriet.

00:37:48: Die beiden dunklen Gestalten kamen näher auf ihn zu.

00:37:51: Sie waren riesig!

00:37:53: Er schätzte seine Angreifer auf etwa drei Meter.

00:37:56: Am bedrohlichsten waren jedoch die stechend gelben Augen, die ihn unverwandt anstarten und ihm klarmachten, daß er keine optischen Täuschung von Licht- und Schatten aufgesessen war.

00:38:06: Das hier war real.

00:38:10: Der Familienvater wusste, dass er gegen diese diabolischen Kreaturen nicht die geringste Chance hatte... In dem Bemühen, doch noch irgendwie lebend den Wald verlassen zu können, begann er laut zu beten.

00:38:22: Was überraschend Wirkung zeigte!

00:38:25: Die beiden dunklen Schatten kam nicht näher – langsam wich Abe zurück und betete weiter.

00:38:31: Er wusste nicht ob er die Dämon damit wirklich in Schach halten konnte aber für den Moment schien es zu funktionieren.

00:38:39: Betend und sich immer wieder bekreuzigend entfernte sich Abe immer weiter und erreichte schließlich wieder den Park mit seinem angrenzenden Trailer.

00:38:48: Beatrice stand noch immer auf der Veranda und schloss ihn in die Arme, als er die Treppen zu ihr hinaufgestiegen war.

00:38:55: Kälter Schweiß ran ihm über die Schläfen.

00:38:57: Verzweifelt sah sie ihn an und fragte – Ape!

00:39:00: Sind wir hier noch sicher?

00:39:03: Doch der schwieg nur risigniert und ging ins Haus.

00:39:06: Er musste dringend duschen mit diesen unerträglichen Geruch seiner eigenen Angst von seiner Haut waschen.

00:39:15: Am nächsten Tag ging Ape zusammen mit seinem Neffen Aaron wieder in den Wald um der Sache auf den Grund zu gehen und bestenfalls ein paar Spuren von den bedrohlichen Schattenbästchen zu entdecken.

00:39:26: Auf den ersten Blick schien bei Tageslicht alles friedlich, und der Wald hatte viel von seiner bedrohlichen Aura der vorherigen Nacht verloren.

00:39:33: Abraham erwischte sich bei dem Gedanken, dass es ihm nun fast peinlich war, seinen deutlich jüngeren Neffen hier hergeführt zu haben um nach einem vermeintlichen Monster zu suchen.

00:39:43: Andererseits wusste er genau was er gesehen hatte – und das sie als Familie nicht in ständiger Angst leben wollten!

00:39:50: Also mussten sie einfach Nachforschungen anstellen.

00:39:54: Aaron hatte seine Digitalkamera mitgebracht und fotografierte aufmerksam die nähere Umgebung.

00:40:00: Tatsächlich bemerkten Sie an einigen Bäumen tiefe Kratzspuren, die sie keinem für die Region typischen Tier zuordnen konnten.

00:40:08: Viel mehr Ungewöhnliches konnten sie für den Moment jedoch nicht entdecken – deshalb sie die Aktion schlussendlich abbrachen und wieder heim gingen.

00:40:17: Beim erneuten Sichten der Bilder dieses Mal auf dem großen Laptop-Monitor kam jedoch der Schock.

00:40:24: Auf einem der Fotos konnten sie eine Gestalt ausmachen, die sich offenbar im Dickicht in etwa zwanzig Metern Entfernung versteckt hielt.

00:40:32: Abraham zoomte näher heran und traute seinen Augen kaum – sah er da etwa Hörne?

00:40:38: Die aus dem Gebüsch

00:40:39: herausragten?!

00:40:41: Sein Neffe Aaron versuchte noch zu beschwichtigen!

00:40:43: Vielleicht war es ja irgendein Tier mit einem Gewei, das ich in den Wäldern rund um den Trailerpark verirrt hatte….

00:40:50: Doch das hielt Abe für ausgeschlossen.

00:40:53: Welches Tier war bitte schön in aufrechter Haltung drei Meter hoch, so wie diese Kreatur hier auf den Bildern?

00:41:00: Nein.

00:41:01: Jetzt war er sich umso mehr sicher, dass sie es mit einer dämonischen Kraft zu tun hatten die ihnen das Leben zur Hölle machte und die würde ihn schon bald noch näher kommen und noch gefährlicher werden.

00:41:16: Einige Wochen später kam Abraham sehr spät nach Hause.

00:41:20: Er hatte endlich eine Anstellung gefunden und war nach der Spätschicht noch mit ein paar Kollegen etwas trinken gegangen.

00:41:27: Eine Arbeitskollegin, Niki – die mit Abe einen zarten Flirt angefangen hatte – fuhr ihn nach Hause.

00:41:34: Es war bereits halb drei Uhr morgens als ihr Wagen vor dem Trailer am Waldrand zum Stehen kamen.

00:41:40: Sie saßen noch einen Augenblick im Fahrzeug und unterhielten sich etwas, als Niki plötzlich einen dunklen Schatten im Rückspiegel bemerkte.

00:41:48: Noch bevor sie etwas sagen konnte tauchte ein weiterer Schatten einige Meter vor der Motorhaube auf!

00:41:54: Und noch zwei weitere jeweils rechts- und links neben ihrem Wagen.

00:41:58: Die dunklen Gestalten schieben ihr Auto zu umkreisen und dabei langsam näherzukommen.

00:42:05: »Was zur Hölle ist das?« flüsterte sie panisch, und legte instinktiv ihre Hand auf den Zündschlüffel.

00:42:12: Elbser nach draußen und versuchte eine Antwort zu finden, die ihnen irgendwie helfen würde.

00:42:19: Doch er fielte sich fast genauso ohnmächtig wie sie – obwohl er die Präsenz der Schattenwesen nun bald schon gewöhnt war.

00:42:25: Er wusste immerhin, dass er sie nicht im Nahkampf oder mit Waffengeweilt vertreiben konnte!

00:42:30: ihm fiel nur ein probates Mittel ein, das er schon in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt hatte.

00:42:38: Also öffnete er die Beifahrer-Tür viel direkt neben dem Wagen auf die Knie und betete – so laut und solange er konnte!

00:42:46: Und widerstehen diese Taktik Wirkung zu zeigen?

00:42:49: Die demonischen Wesen gingen auf Abstand zum Wagen doch sie streiften den betenden Familienvater noch einige Male und erheb durch fuhr ein stechender Schmerz ehe sie sich mit einem Mal in Luft auflösten.

00:43:03: Zittern stand Abe auf und wollte wieder einsteigen, doch Nicky hatte offenbar genug von dem unheimlichen Schauspiel.

00:43:10: Sie startete den Motor und fuhr mit quietschenden Reifen davon ohne sich von Abe zu verabschieden.

00:43:16: Der ging resigimiert zurück ins Haus und bemerkte mit allemal dass sein Rücken wie Feuer brannte.

00:43:23: Im Trailer zeigte er Beatrice seinen Rücken die erschrocken die Hand vor dem Mund schlug.

00:43:28: Tiefrote Kratzspuren zierten die Längen ihres Bruders.

00:43:35: Abraham beschloss dass er sich dem Problem nicht länger alleine stellen konnte und wollte.

00:43:41: Er machte sich ernsthaft Sorgen um die Sicherheit seiner Familie, zumal er nach wie vor nicht genau wusste wer oder was diese dämonischen Besen überhaupt waren – und was sie von ihm wollten!

00:43:52: Also suchte er den Kontakt zu seinen unmittelbaren Nachbarn im Trailerpark einerseits um diese zu warnen andererseits um vielleicht etwas mehr über diese bedrohlichen Schattenkreaturen zu erfahren Und tatsächlich konnte eine Nachbarin ihn weiterhelfen.

00:44:09: Eine ältere Dame mit indigenen Wurzeln erklärte ihm, dass es sich bei den Kreaturen um sogenannte Shapeshifter beziehungsweise genauer um Skinwalker handele.

00:44:20: Skinwalker sind in der indianischen Verklober schon lange bekannt und sehr gefürchtet.

00:44:27: Es sind Gestaltwander aus der Navario-Mythologie die als bösartige dämonische Wesen gelten.

00:44:34: Sie sollen die Fähigkeit besitzen sich in Tiere oder sogar in Menschen zu verwandeln.

00:44:39: Außerdem können sie menschliche Stimmen imitieren und damit ihre Opfer in die Falle locken.

00:44:45: Augenzeugen hatten Sie bereits in verschiedensten Formen beschrieben, sei es als Schattenwesen wie Ape sie wahrgenommen hatte oder als hunderartige Kreaturen, die auf zwei Beinen laufen konnten.

00:44:57: In den Mythen heißt das außerdem man dürfe nie laut über die Skinwalker sprechen denn das würde sie erst recht anlocken.

00:45:05: Die Nachbarin erklärte weiter Die Skinwalker fühlten sich wahrscheinlich provoziert, weil Apes Trailer auf ihrem Territorium stand.

00:45:13: Was die zahlreichen Angriffe erklären würde.

00:45:18: All das passte für den Familienvater auf einmal erschreckend gut zusammen.

00:45:23: Er erinnerte sich an die Schreie der Frau, die er vor einigen Monaten im Wald gehört hatte und die ihn prompt in die Falle hatten tappen lassen.

00:45:32: Doch er beschloss sich fortan nicht mehr von dem Wesen provozieren zu lassen Und diese einfach zu ignorieren bis sie irgendwann aufgeben würden wie sich bald herausstellen sollte, leider völlig unmöglich war.

00:45:47: Zurück in seinem Trailer mußte Abram vor allem während der Nächte einsehen, dass die Skinwalker ihm und seiner Familie immer näher kamen.

00:45:56: Nachts lag er wach in seinem Bett und hörte sie von draußen.

00:45:59: Sie klopften gegen die dünnen Blechwände seines Trailers – und warfen sogar Steine dagegen!

00:46:05: Dann hörte er wieder rhythmisches Trommeln aus den Wäldern.

00:46:08: Manchmal lag er stundenlang deswegen wach und lauschte.

00:46:12: Es nahm einfach kein Ende.

00:46:16: Eines Nachts, als das Klopfen und Rütteln an seinem Trailer kaum mehr zu ignorieren war, ließ er es auf einen letzten Versuch ankommen.

00:46:24: Er hängte sich ein großes Kreuz an einer Kette um den Hals und nahm sich einen Flakon voll Weihwasser.

00:46:30: Dann öffnete er die Tür und umrundete einmal dem Trailer, während er Gebetesprach und das Weihwasser versprengte, um das Haus zu segnen und die Skinwalker fernzuhalten.

00:46:41: Doch egal wie laut er betete und wieviel Weihwater er auch verteilte Die schrecklichen Schattenwesen lachten nur über ihn, als könne ihnen seine kleine Zeremonie überhaupt nichts anhaben.

00:46:53: Schlimmer noch, Abe spürte plötzlich wie er von etwas im Gesicht getroffen wurde.

00:46:59: Er konnte niemandem sehen doch es fühlte sich an wie eine heftige Ohrfeige.

00:47:04: Dann folgte noch ein Schlag und noch einer Und schließlich ein heftiger Tritt in die Magengrube.

00:47:11: Der Familienvater versuchte Sich zu wehren oder zu fliehen Doch als Antwort bekam ihr nur noch mehr Schläge und Tritte Während er weiter das diabolische Lachen um sich herum hörte, schließlich fiel er zu Boden.

00:47:23: Vom Schmerz gepeinigt, schloss er die Augen und verlor das Bewusstsein.

00:47:32: »Daddy bist du okay?« Hörte eine kindliche Stimme ängstlich fragen.

00:47:38: Abe blinzelte und richtete sich langsam auf.

00:47:41: Sein kleiner Sohn Tom kniete neben ihm und sah ihn erschrocken an.

00:47:45: Mittlerweile war der Morgen angebrochen – er hatte offenbar die ganze Nacht vor dem Trailer im Schlamm gelegen!

00:47:53: Hinter seinem Sohn entdeckte er seine Schwester, die ihn ebenfalls mit Sorgenvollamine betrachtete.

00:47:59: Ihre Blicke trafen sich für einen langen Moment bevor er mit heiserer Stimme sprach.

00:48:05: Wir müssen von hier weg!

00:48:07: Beatrice nickte nur Mehr gab es nicht zu sagen.

00:48:13: Wenige Tage später räumte die Familie den Trailer und zog in ein anderes Wohnviertel.

00:48:18: Seitdem hatten sie nie wieder Probleme Weder mit Skinwalkern noch mit anderen paranormalen Erscheinungen.

00:48:25: Abe sollte es rückblickend so beschreiben.

00:48:29: Es gibt irdische Kräfte in dieser Welt, wo es sich immer lohnt dagegen zu rebellieren und für sich selbst einzustehen.

00:48:37: Und dann gibt es aber auch böse spirituelle Krähte abgrundtief dunkle Mächte die dermaßen groß und gefährlich sind dass es vergebens ist sich dagegen aufzulehnen.

00:48:50: Abe ist froh das er dies noch rechtzeitig erkannt hat denn sonst hätte er sein Mut und seine religiöse Courage womöglich irgendwann mit dem Leben bezahlt.

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