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Schauerstoff Compilation: Spurlos in der Wildnis

Shownotes

Eine Wanderung in die unberührte Natur assoziieren die meisten mit zur Ruhe kommen, sich selbst erden und endlich dem Stress und Lärm der Zivilisation zu entfliehen. Doch nicht jede Expedition in die Wildnis verläuft ohne Konsequenzen. Manchmal brechen Menschen zu einem vermeintlich harmlosen und gut geplanten Abenteuer auf - und kehren niemals zurück. Für ihre Angehörigen und Freunde beginnt daraufhin ein Albtraum aus Hoffen, Bangen, Suchen und unentwegtem Spurenlesen. Unsere beiden Stories VERLOREN IM DSCHUNGEL und DAS GEHEIMNIS DER BERGE zollen drei jungen Menschen Tribut, die in den Wäldern spurlos verschwanden und jenen, die sie bis heute schmerzlich vermissen.

Viel Spaß beim Hören!

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Zur aktuellen Folge: Der Fall Kris Kremers und Lisanne Froon (Panama, 2014) – das rätselhafte Verschwinden zweier niederländischer Studentinnen im Dschungel und die mysteriösen Fotos auf ihrer Kamera. Und: Das Verschwinden von Lesner Noe Velasquez Cardenas am Mount Shasta, Kalifornien (Mai 2025).

  • Der Fall Kris Kremers und Lisanne Froon (Panama, 2014) – das rätselhafte Verschwinden zweier niederländischer Studentinnen im Dschungel und die mysteriösen Fotos auf ihrer Kamera.
  • Das Verschwinden von Lesner Noe Velasquez Cardenas am Mount Shasta, Kalifornien (Mai 2025).

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Transkript anzeigen

00:00:11: Ein Ausflug in die Natur, ein unbekannter Weg aber ein klarer Plan für das Abenteuer und jede Menge Vorfreude im Gepäck.

00:00:22: Und dann ist es plötzlich als wenn sich der Boden öffnet – und jene, die aufgebrochen waren, spurlos verschwinden lässt.

00:00:30: Kein Anruf, keine Spur, keine Erklärung!

00:00:35: In dieser Sammelfolge widmen wir uns zwei wahren Fällen, in denen genau das geschah.

00:00:41: Junge Menschen brachen in die Wälde auf Und kehrten nie zurück.

00:00:46: Zuerst verloren im Dschungel, danach das Geheimnis der Berge.

00:00:52: In beiden Fällen suchten Angehörige, Ermittler und Freiwillige über Wochen- und Monate.

00:00:58: Und in beiden bleibt bis heute die quälende Ungewissheit was in der Wildnis wirklich geschah Schauerstoff!

00:01:15: Der Gruselpodcast für schlaflose Nächte

00:01:20: Verloren im Djungle.

00:01:24: Als ich vor ein paar Jahren noch Studentin war Gab es an meiner Uni ein Mädchen namens Chris Kremers.

00:01:31: Chris studierte Kunstgeschichte und stand zum Zeitpunkt ihres Verschwindens kurz vor ihrem Abschluss.

00:01:37: Sie war blond, hübsch und absolut offen und kontaktfreudig.

00:01:42: Jeder mochte sie – und sie hatte viele Freunde.

00:01:46: Ihre engste Freundin war jedoch Lisanne.

00:01:49: Lisanne hatte ihr Psychologie-Studium bereits abgeschlossen und arbeitete in einem kleinen Café als Kellnerin.

00:01:56: weil auch Chris neben den Vorlesungen dort jobbte und sie sich dort regelmäßig trafen, kamen sie bald ins Gespräch.

00:02:03: Die Sand war in vielerlei Hinsicht das komplette Gegenteil von Chris – mit ihren einst vierundachtzig Metern und ihren dunklen Haaren hätte man meinen müssen!

00:02:13: Sie wäre ähnlich extrovertiert gewesen wie ihre Freundin.

00:02:17: Stattdessen war sie jedoch deutlich introvertierter und ruhiger.

00:02:21: Trotzdem ergänzten die beiden sich gut und stellten schnell fest, dass sie eine gemeinsame Leidenschaft hatten Das Reisen und Erkunden ferner Länder.

00:02:32: Lisanne und Chris hatten einen gemeinsamen Traum, den sie sich schnellstmöglich erfüllen wollten.

00:02:37: Sie wollten nach Mittelamerika fliegen um dort sechs Wochen herum zu reisen Sich humanitär zu engagieren Und bestenfalls auch noch spanisch zu lernen.

00:02:47: Um so viel Geld wie möglich zu sparen zogen sie sogar zuvor noch in ein günstiger Studentenwohnheim.

00:02:53: Die beiden bauten offenbar keine Luftschlösser und wollten ihrem Plan in jedem Fall in die Tat umsetzen.

00:02:59: Keine von beiden war dabei sonderlich naiv oder unerfahren.

00:03:03: Lisanne war dank ihres Volleyball-Trainings extrem gut in Form und hatte außerdem Erfahrung im Bergsteigen.

00:03:10: Chris wiederum war Dank ihrer offenen Art die perfekte Reisebegleitung, wenn es um den Kontakt mit Einheimischen ging.

00:03:18: Im März hier war schließlich so weit.

00:03:21: Die Tickets waren gebucht, die Koffer gepackt – und die große Reise konnte endlich losgehen!

00:03:28: Chris und Lisanne landeten am fünftzehnten März in Panama City.

00:03:32: Von dort aus bereisten sie zwei Wochen lang das Land, bevor sie am neunundzwanzigsten März den kleinen Ort Bouquet im Westen des Landes erreichten.

00:03:42: Hier kamen sie bei einer Gastfamilie unter die sie herzlich empfing und beherbergte.

00:03:48: Das war am Grunde auch nichts Besonderes.

00:03:51: Panama gilt als eines der sichersten Länder zentral Amerikas, weshalb es auch keine besonderen Beschränkungen oder Warnungen für Touristen aus Europa gibt.

00:04:00: Eigentlich hatten die beiden sich vorgenommen, direkt am ersten April mit der humanitären Arbeit loszulegen.

00:04:06: Zumal in der örtlichen Schule gerade Freiwillige bei der Betreuung der Kinder gebraucht wurden und die beiden jungen Frauen sich zuvor erfolgreich auf jene Posten beworben hatten.

00:04:16: Vor Ort – und eigentlich pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt angereist – wurde Lisanne und Christi jedoch mitgeteilt Sie seien angeblich eine Woche zu früh dran.

00:04:27: Die beiden waren ein bisschen genervt dass man so nonchalant ihre Pläne durchkreuzt hatte.

00:04:32: Gleichzeitig freuten sie sich über die freie Zeit und beim Augenblick des großen Vulcans Baroo, mitsamt seiner imposanten Landschaft an dessen Fuße das kleine Dorf Bayo Bouquet gelegen war, siegte schließlich die Abenteuerlust.

00:04:47: In unmittelbarer Nähe gab es eine Wanderroute, die bei einheimischen wie Touristen sehr beliebt war.

00:04:54: Die Route führte zu einem bekannten Aussichtspunkt und galt als absolut passierbar und wenig gefährlich.

00:05:01: Zumal sie regelmäßig von anderen Wanderern frequentiert wurde, die die zahlreichen tropischen Vogelarten und die bekannten Nebel- und Wolkenwälder einmal aus der Nähe betrachten wollten.

00:05:12: Für die Sand und Christ gab es also keinen Grund für irgendwelche Bedenken, als Sie am Morgen des ersten April aufbrachen.

00:05:20: Gegen zehn Uhr sah man sich noch beim gemeinsamen Frühstück mit ein Palanz läuten, die ebenfalls Touristen waren und die sie zufällig im Dorf kennengelernt hatten.

00:05:30: Anschließend packten die beiden Frauen ihre Rucksäcke, und machten sich auf dem Weg – Sie sollten nie mehr zurückkehren!

00:05:40: Was danach geschah, lässt sich nur noch anhand von zeitlichen Schätzungen und den persönlichen Gegenständen von Lisan und Christ rekonstruieren, die man später wieder fand.

00:05:51: Ein paar Zeugen sagten später aus, sie hätten Lisan & Christ noch auf dem Wanderweg gesehen, doch diese Aussagen konnten nicht weiter bestätigt

00:05:59: werden.".

00:06:02: Zunächst muss wohl alles nach Plan verlaufen sein.

00:06:05: Die beiden setzten am Vormittag des ersten April einen letzten Facebook-Post ab, in dem sie erwähnten, dass sie nun in der Nähe des Dorfes wandern gehen würden.

00:06:15: Lisan und Chris bewältigten die Strecke bis zum Aussichtspunkt und mussten dort gegen dreizehn Uhr angekommen sein.

00:06:22: Dies bezeugte ein Foto, das Sie auf der Aussichtsplattform gemacht hatten.

00:06:26: Der Himmel war an diesem Tag klar und sonnig – nichts behinderte die Sicht!

00:06:32: Außerdem hatten sie Blue, den Familienhund ihrer Gastgeber dabei.

00:06:36: Der ihnen für die Route als Wegweiser dienen sollte.

00:06:41: Am späten Nachmittag kehrte der Hund ohne seine beiden Begleiterinnen zurück ins Dorf.

00:06:47: Von Chris und Lisanne war weit und breit keine Spur.

00:06:53: Am nächsten Tag waren die beiden Frauen eigentlich mit einem Touristenführer aus der Gegend verabredet – ein Treffen, zu dem sie ebenfalls nicht erschienen.

00:07:02: Dies versetzte nun auch die weiteren Bewohner im Dorf in Sorge.

00:07:07: Die Nachricht über die verschwundenen jungen Frauen verbreitete sich als bald wie ein Lauffeuer.

00:07:14: Währenddessen begannen auch ihre daheim gebliebenen Familien, sich Sorgen zu machen.

00:07:19: Lisanne und Chris hatten sich bis dato jeden Tag per SMS oder Social Media bei ihnen gemeldet – doch nun blieben die Telefone der Eltern stumm.

00:07:30: Am dritten April formierte sich ein Suchtrupp aus Anwohnern, die den Wanderweg auf der Suche nach Lisanne & Chris abschritten.

00:07:38: Auch die Behörden waren inzwischen alarmiert worden und durchkämmten das Gebiet.

00:07:43: Rückblickend gibt es jedoch unterschiedliche Aussagen zu den Bemühungen der lokalen Polizei.

00:07:48: Während diese behauptet, sie hätte ebenfalls am dritten April mit der Suche begonnen, pochen Eienheimische darauf – die Beamten hätten erst am sechsten April einen Suchtrupp losgeschickt.

00:07:59: Dies war auch jener Tag, an dem die Familien- und mehrere Polizeibeamte aus der Heimat von Nisan und Chris anreisten.

00:08:07: Trotz der Teilnahme von mehreren Hundertschaften an Helfern und einer ausgelobten Summe von dreißigtausend Euro für sachdienliche Hinweise, blieben die Bemühungen aller Beteiligten leider ergebnislos.

00:08:19: Die beiden Freundinnen schienen wie vom Erdboden verschluckt.

00:08:25: Die offizielle Suche dauerte insgesamt zehn Tage an – doch auch noch danach suchten Einheimische und die Familien weiter in den dichten Wäldern nach Lisan und Criss ohne Erfolg.

00:08:37: Es sollte weitere zehn Wochen dauern!

00:08:39: bevor sich überhaupt eine neue Spur auftat.

00:08:43: Eines Nachmittags kam eine junge Frau ins Dorf, die dem in der Region ansässigen indigenen Stamm der Goemi angehörte.

00:08:53: Über das Schulter trug sie den Rucksack von Lisanne.

00:08:57: Sie gab an – sie habe den Ruckssack am Flussufer des Rio-Changinollas gefunden.

00:09:02: Nahe des Dorfs Alto Romero, indem sie lebte.

00:09:07: Die Stelle war ganz in der Nähe eines kleinen Reisfeldes auf dem sie gearbeitet hatte.

00:09:12: Ihre Aussage zufolge war der Rucksack erst an jenem Tag dort aufgetaucht, als sie ihn auch der örtlichen Polizei übergeben hatte.

00:09:20: Also musste er in der Nacht zuvor am Flussufer angespült worden sein.

00:09:25: Als die Beamten den Inhalt des Rucksacks näher untersuchten fanden sie darin eine Wasserflasche etwas Bargeld zwei Sonnenbrillen zwei BHs zwei Handys eine Kamera und schließlich dem Pass von Lisanne.

00:09:41: Damit konnte das Fundstück eindeutig den beiden Vermissten zugeordnet werden.

00:09:46: Alles war trocken und unbeschadet, unterschehen seltsam – dass die Fundstücke die Stromung im Fluss tadellos überlebt hatten.

00:09:54: Selbst die Handys- und Lisanzkamera funktionierten noch einwandfrei!

00:09:59: Die Beamten brachen umgehend zur einer zweiten Suche auf.

00:10:03: Etwas weiter flussaufwärts etwa zwei Kilometer von der Fundstelle des Rucksacks entfernt fanden sie die Jeans Shorts von Chris.

00:10:12: Hier gibt es widersprüchliche Aussagen, ob das Kleidungsstück ordentlich gefaltet am Ufer lag oder ziellos im Wasser herumtrieb.

00:10:20: Kurz darauf fand man außerdem einen von Chris Wanderstiefeln in unmittelbarer Nähe.

00:10:28: Das Auffinden der Kleidung musste für die Angehörigen der beiden jungen Frauen bereits ein schlechtes Omen gewesen sein.

00:10:35: Im Laufe der folgenden Beiden Monate erhielten sie dann jedoch traurige Gewissheit wurden einzelne Knochenteile der Vermissten entdeckt, darunter etwa ein Stück des Beckenknochens sowie einen Stiefel von Lisanne in welchem noch immer ihr Fuß steckte.

00:10:53: Auch Knochenfragmente von Christ tauchten bei der Suche auf.

00:10:57: allerdings blieb es nicht nur bei ihren sterblichen Überresten.

00:11:01: DNA-Analysen ergaben dass es sich bei den Knochanfunden auch um jene von drei weiteren vermissten Personen handelte.

00:11:10: hier kam erstmals der Gedanke auf das hinter all dem doch mehr als ein schrecklicher Unfall stecken könnte.

00:11:18: Auch die Analyse der beiden Handys brachte zwar neue Informationen, warf allerdings umso mehr Rätsel auf.

00:11:26: Die Untersuchung ergab, dass Lisanne und Chris sich offenbar schon wenige Stunden nachdem sie den Aussichtspunkt erreicht hatten in einer Notsituation befunden haben mussten.

00:11:38: Um sechszehn Uhr neunund dreißig ging der erste Notruf von Christ iPhone raus.

00:11:43: Kurz darauf versuchten sie es mit Lisanz-Telefon.

00:11:47: Beide Handys hatten jedoch keinen Empfang – auch im zweiten April, dem zweiten Tag ihres Verschwindens wurde mit beiden Handys mehrfach der Notruf gewählt.

00:11:58: Scheiterte jedoch abermals an der fehlenden Verbindung.

00:12:02: In den folgenden Tagen wurden die Handys immer wieder auf der Suche nach einem Netz kurz eingeschaltet leider ohne jeden Erfolg.

00:12:11: Die Sandsamsum-Telefon war ein letztes Mal am vierten April in den frühen Morgenstunden aktiviert, bevor der Akku endgültig leer war.

00:12:20: Chris Sandy hielt deutlich länger durch – noch am Vormittag des elften Aprils wurde es ein letztens mal eingeschaltet.

00:12:27: Fand jedoch abermals kein Netz und wurde nach einer Stunde Laufzeit mit zweiundzwanzig Prozent Restakku wieder abgeschaltet.

00:12:36: Danach blieb auch ihr Telefon aus.

00:12:39: Einigen Quellen zufolge wurde zwischen dem Sechsten und dem Elften April der Pin-Code für das iPhone noch mehrere Male falsch eingegeben.

00:12:49: Dies würde die Vermutung zulassen, dass Lisanne versuchte Chris Handy zu entsperren nachdem diese hierzu nicht mehr in der Lage gewesen war.

00:12:58: Diese Angabe konnte jedoch nicht bestätigt werden.

00:13:02: Als Nochverstörender und umso rätselhafter sollten sich jedoch die etwa hundert Bilder herausstellen Die man auf der gefunden Kamera sicherte.

00:13:12: Die ersten elf Bilder machten dabei einen durchaus harmlosen Eindruck.

00:13:17: Lisa und Chris machten während ihrer Wanderung Selfies, und strahlten in die Kamera.

00:13:23: Offenbar hatten sie eine gute Zeit und genossen die einmalige Landschaft.

00:13:27: Dann lässt sich anhand der Fotos erahnen dass die Stimmung im Laufe des Nachmittags offenbar zu kippen begann.

00:13:35: Einige Bilder zeigen Chris von hinten beim Wandern.

00:13:38: Ihr Blick zurück zeugt von Nervosität und Unsicherheit.

00:13:43: Hatten Sie sich hier womöglich bereits verirrt?

00:13:48: Das nächste Mal wurde die Kamera erst wieder in der Nacht vom siebten auf den achten April eingeschaltet.

00:13:53: Zwischen ein Uhr und vier morgens schoss jemand etwa neunzig Fotos mit Blitzlicht, in nahezu absoluter Dunkelheit.

00:14:03: Was auf dem Fotos zu erkennen war, warf bei den Ermittlungen nur umso mehr Fragezeichen auf.

00:14:10: Auf den meisten Bildern waren nur unschafe Landschaftsaufnahmen zu sehen.

00:14:14: Offenbar hielten die beiden Frauen sich unweit des Flusses auf, an dem später die Sands Rucksack gefunden wurde.

00:14:22: Einige Bilder zeigten jedoch auch Gegenstände, die anscheinend absichtlich fotografiert wurden.

00:14:28: Beispielsweise finden sich Bilder von Kleinessten und Plastik-Schnipseln, die offenbar auf Felsen drappiert worden – vielleicht als Hinweise für die Suchtrupps?

00:14:38: Ein Foto stach jedoch besonders aus der Masse der Bilder heraus!

00:14:43: Eine eindeutige Aufnahme von Chris Zerzausten blonden Hahn.

00:14:48: Auf dem Bild sind leider wieder ihr Gesicht, noch die Perspektive in welcher das Foto geschossen wurde zu erkennen.

00:14:55: Offizielle Ermittler wie auch später zahlreiche Hobbykriminalisten, die sich im Forum wie Reddit oder Fortune austauschten entdeckten alles Mögliche auf den mittlerweile im Internet zugänglichem Fotos.

00:15:08: Von Blutspuren über Kleidungsstücke der Präsenz dritter Person Bis hin zu Hinweisen auf einen Leichnamen wurde viel gedeutet und spekuliert.

00:15:18: Nichts davon konnte jedoch offiziell bestätigt werden.

00:15:23: Was also ist Lisanne und Chris zugestoßen, dass es ihnen unmöglich machte nach ihrer Wanderung wohlbehalten in den kleinen Ortbouquet zurückzukehren?

00:15:34: Die am häufigsten genannte Erklärung ist offensichtlich jener, dass die beiden jungen Frauen nach erreichen des Aussichtspunktes wo eine falsche Abzweigung genommen und sich rettungslos in den dichten Wäldern verirrt hatten.

00:15:48: Vomöglich orientierten sie sich bei ihrer Suche weiter entlang des Flusses, in der Hoffnung bald auf eine kleine Siedlung zu stoßen – wo Sie Hilfe finden würden.

00:15:58: Leider manövrierten sie sich mit diesem Plan womöglich nur immer weiter in die schlecht passierbaren Untiefen des Schungels hinein.

00:16:06: Die Daten der Handys sowie das Bild von Chris Hahn liegen nahe, dass ihr zuerst etwas zugestoßen sein

00:16:13: könnte.".

00:16:14: Womöglich war sie bei ihrem Umherr-Iren gestürzt und hatte sich verletzt oder den Unfall von vornherein nicht überlebt.

00:16:22: Es ist denkbar, dass Lisanne hierauf noch einige Zeit bei ihrer Schwerverletzten oder gar toten Freundin blieb – weil sie diese nicht allein lassen wollte!

00:16:32: Die weiteren Nachtaufnahmen mit der Kamera könnten entstanden sein, weil Lisanne womöglich das Blitzlicht nutzte um sich in der Dunkelheit besser zu orientieren oder um Raubtiere abzuwehren.

00:16:45: Vieles deutet darauf hin, dass Lisanne ein paar Tage länger als ihre Freundin überlebte und am Ende womöglich an der Hydrierung, Hunger oder aufgrund eines weiteren Unfalls starb.

00:16:58: Die verstreuten Knochenfunde legen nahe des ihre Körper anschließend der Wildnis zum Opfervielen.

00:17:05: So plausibel diese Theorie klingen mag auch sie hinkt an einigen Stellen.

00:17:11: Beispielsweise gibt es keinen Sinn das Lisan mitten in der Nacht versucht hätte ihren Weg aus dem Dschungel zu finden.

00:17:19: Schon tagsüber waren die Sichtverhältnisse schlecht und es war ein leichtes, sich in der dicht bewachsenen Landschaft zu verirren.

00:17:27: Seltsam bleibt auch das der am Flussufer angespülte Rucksack, innen wie außen tadellos in Ordnung schien.

00:17:35: Warum hatten die Handys unter Fotoapparat keine Feuchtigkeitsschäden erlitten?

00:17:41: Und warum fanden sich am Rucksacks keine Rückstände von Verwesungen Wenn Lisanne ihn doch bis zu ihrem Tode getragen haben musste, schließlich fügen auch die Knochenfunde sich nur bedingt in diese Version von Lisanz und Chris Schicksal ein.

00:17:56: Zum einen wurden nur kleine Knochenfragmente der beiden gefunden keine großen Strukturen und auch die Schädel blieben unauffindbar.

00:18:05: an den wenigen aufgefundenen Knochenteilen fanden sich außerdem keine Biss- oder Abnutzungspuren das bei einem Angriff durch Raubtiere sicherlich der Fall hätte sein müssen.

00:18:17: Jenseits der Theorie eines tragischen Unfalls posieren noch weitere Möglichkeiten, was mit den beiden jungen Frauen geschehen sein könnte.

00:18:26: In manchen Quellen ist die Rede von einem Taxifahrer, der Lisanne und Chris zum Startpunkt der Rote gefahren haben soll – und angeblich ein Jahr später selbst unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.

00:18:38: Anderswo wird auf einen dubiosen Touristenführer verwiesen, der den Frauen einen Tag zuvor eine geführte Tour angeboten haben soll was die sie jedoch ablehnten.

00:18:49: Dieser Mann soll im Ort dafür bekannt gewesen sein, sich sehr offensiv und übergriffig gegenüber weiblichen Touristen verhalten zu haben.

00:18:57: Die Liste an möglichen Erklärungen ist damit noch nicht zu Ende.

00:19:02: Manche glauben an Kanibalismus andere wiederum an kriminellen Organhandel.

00:19:07: Viele Beobachter sind auch der Meinung dass die Regierung von Panama bei der Untersuchung des Fals wesentliche Ereignisse bewusst unterschlagen hat um den Tourismus in der Region nicht zu gefährden.

00:19:20: Doch unabhängig davon, was genau Lisanne und Chris in den letzten Tagen ihres Lebens widerfahren ist wissen wir zumindest es muss ein einziges Materium gewesen sein.

00:19:31: die Vorstellung allein ausgezerrt und im blanker Panik bei Tag und bei Nacht zu zweit oder Mutterseelen alleine durch den Dschungel zu irren ist nicht nur schrecklich und unheimlich Sie bricht wohl jedem auch das Herz.

00:19:49: Womöglich wird nie ganz aufgeklärt, wie diese beiden jungen Frauen viel zu früh und viel zu grausam aus dem Leben geschieden sind.

00:19:58: Wir werden nie wissen was die Zukunft eins für sie bereit hielt Und wie Lisa und Chris gerade mal zwanzig-und einundzwanzig Jahre alt ihren weiteren Weg bestritten hätten.

00:20:10: Die tiefste Anteilnahme gebührt auf ihren Familien und Freunden Die zwei geliebte Menschen so früh aus ihrer Mitte verlieren mussten.

00:20:19: Wurde in Frieden, Lisanne Frohn und Chris Cremas

00:20:33: Ein Verschwinden das bis heute niemand erklären kann.

00:20:37: Auch unser nächster Fall führt uns im unwegsames Gelände wo sich die Spur eines jungen Mannes ihm nichts verliert.

00:20:45: Wieder eine groß angelegte Suche wieder mehr Rätsel als Gewissheit.

00:20:50: Doch dieses Mal könnte nicht nur höhere Gewalt der Schuldige sein.

00:21:02: Das Geheimnis der Berge.

00:21:10: Miguel trommelte mit den Fingern auf dem Lenkrad und pfiff die Melodie eines Pop-Songs, der aus den Boxen des Autoradius an seine Ohren drang.

00:21:19: Noch etwa anderthalb Stunden – dann wäre seine Schicht als Taxifahrer endlich beendet.

00:21:25: Eigentlich freute er sich auf seinen Feierabend.

00:21:28: Gleichzeitig wurde ihm bewusst, dass er heute mal wieder nicht gerade berauschene Einnahmen zu verzeichnen hatte.

00:21:36: Sein Boss wäre unter Garantie nicht begeistert.

00:21:39: Aber er konnte die Leute schließlich nicht zwingen, bei ihm einzusteigen!

00:21:44: Heute war Donnerstag der neunundzwanzigste Mai-Zweitausendfünfundzwanzig ein stinknormaler Werktag.

00:21:52: Den Großteil seiner Umsätze würde Miguel am kommenden Wochenende bestreiten wenn die Einwohner von Reading, Kalifornien ihr sauerverdientes Geld in den Clubs und Bars der Stadt ließen In die East Cyprus Avenue ein, als er vor dem Flachbau der Wells Fargo Bank einen jungen Mann stehen sah, der ihn offenbar zu sich heran winkte.

00:22:20: Miguel schätzte ihn auf Anfang zwanzig, erschien lateinamerikanische Wurzeln zu haben und trug einen einfachen Rucksack bei sich.

00:22:29: Bestimmt wäre er zum Bahnhof, dachte der Taxifahrer – und freute sich insgeheim ein wenig, da dieses Ziel sogar einiger Maßen auf seinem Heimweg lag.

00:22:39: Noch wußt er nicht!

00:22:41: dass sein Passagier ganz andere Pläne hatte.

00:22:45: Das Taxikam auf dem Seitenstreifen zum Stehen, der junge Mann eilte zu einer der Türen zum Rücksitz und öffnete sie.

00:22:54: »Hallo!« sagte er freundlich, während er sich mit seinem vollgepackten Rucksack auf die Rückbank quetschte.

00:22:59: – Ich möchte bitte zum Mount Shasta.

00:23:04: Miguel meinte sofort, sich verhört zu haben.

00:23:07: Wie bitte?

00:23:08: Mount Shaster?

00:23:11: Ja, ganz genau… Gab der junge Mann zurück und lächelte überzeugend.

00:23:15: – Hör mal zu, mein Junge!

00:23:19: Schluck Miguel nun einen väterlich strengen Ton an.

00:23:22: Du weißt schon, dass das über einhundert Kilometer von hier entfernt ist.

00:23:27: Da brauchen wir mindestens anderthalb Stunden bis wir dort sind.

00:23:30: Hast du überhaupt so viel Geld dabei?

00:23:34: Mir ist bewusst, daß es eine längere Strecke ist.

00:23:37: Gab sein Fahrgast nun behaulich zurück.

00:23:39: – Keine Sorge.

00:23:41: Ich werde ihn jeden Cent der Fahrt bezahlen.

00:23:46: Da konnte Miguel nicht mehr viel erwidern.

00:23:49: Er zogte nur mit den Achseln und trat langsam aufs Gaspedal, während er innerlich mit den Augen rollte.

00:23:55: Sein pünktlicher Feierabend hatte sich damit erledigt – aber immerhin spülte der längere Trip bis in die Berge ihm noch eine ordentliche Summe in die Taxikasse!

00:24:08: Der Mount Shasta liegt im Norden von Reading etwa auf halber Strecke zwischen Portland und San Francisco.

00:24:16: Hier im kalifornischen Hinterland zählt er zu den bedeutendsten Attraktionen und lockt das ganze Jahr zahlreiche Wanderer, Plätterer- und Abenteurer an.

00:24:26: Die lassen sich allerdings für gewöhnlich nicht mit dem Taxi dorthin chauffieren – und mal ganz abgesehen von der langen Fahrzeit!

00:24:33: Irgendetwas kam Miguel komisch an dem Vorhaben des jungen Mannes vor.

00:24:40: Und was willst du dort oben machen?

00:24:42: Im Alleingang den Berg besteigen?

00:24:45: Haagte er nun neugierig nach.

00:24:47: Miguel betrachtete seinen Fahrgast im Rückspiegel.

00:24:51: Er trug normale Straßenkleidung und keine wirkliche Wanderausrüstung.

00:24:56: Außerdem hatte er eine Schramme an der Stirn, die von einer kürzlichen Verletzung herröhmen musste – ein Detail das Miguel um so seltsamer fand!

00:25:07: Ich habe mit meinem besten Freund gewettet, dass ich den Berg schneller bezwingen kann als er.

00:25:12: Das muss sich nun beweisen, glaubte Jungemann knapp zurück und lächelte wieder.

00:25:18: Sein Gesichtsausdruck ließ Miguel zugleich wissen, daß das Gespräch nun beendet war und er keine weiteren Informationen mehr preisgeben würde.

00:25:28: Kein Problem!

00:25:29: Dann schwiegen sie eben für den Rest der Fahrt.

00:25:31: Wenn Miguel eines in seinen vielen Jahren als Taxifahrer gelernt hatte, dann auf jeden Fall, dass ihr jedes noch so unangenehme Schweigen an seinem Arbeitsplatz aushalten konnte.

00:25:46: Gegen sechszehn Uhr des neunundzwanzigsten Mai zwei tausendfünfundzwandzig wog das Taxi schließlich auf eine Anhöhe am Fuße des Morgshasta ein.

00:25:56: Der junge Fahrgast hatte Miguel zum sogenannten McBride Springs Campground navigiert, einem sehr beliebten Campingplatz.

00:26:05: Dieser Ort war eigentlich nicht der predestinierte Startpunkt um mit der Wanderung über den Berg zu beginnen.

00:26:11: Soviel wusste selbst Miguel, der mit Wandern und touristischen Ausflugszielen nicht allzu viel am Hut hatte.

00:26:18: aber das war jetzt auch egal denn nun war sein Feierabend endlich in greifbare Nähe gerückt.

00:26:24: er würde nur noch nach Berlin zurückfahren müssen Nachdem er seinen Fahrgast an diesem gottverlassenen Ort mitten im Nirgendwo abgesetzt hatte.

00:26:35: »Wie sind da?« sagte Miguel, trat auf die Bremse und stoppte das Taxameter – nicht wissend, dass er bis auf Weiteres der letzte Mensch sein würde, der den jungen Mann auf seiner Rückbank lebend gesehen hatte!

00:26:54: Lesnar Noé Velazquez Cardenas Kurz.

00:26:58: Lesnar war einst als Kind mit seinen Eltern aus Honduras in die USA eingewandert.

00:27:04: Er hatte viele Jahre im Großraum von Los Angeles verbracht, bevor er fürs College schließlich in Richtung Norden nach Redding gezogen war – einer mittelgroßen Stadt mit ca.

00:27:14: neunzigtausend Einwohnern.

00:27:17: Hier hatte er sich am Shasta-College als Rettungssanitäter ausbilden lassen und zudem seinen Abschluss an der California Fire Academy gemacht.

00:27:31: Berufsfeuerwehrmann zu werden.

00:27:36: Was trotz seiner ehrgeizigen Herangehensweise ein bisschen wie ein naiver Kindheitstraum klingt, passt irgendwie auch zur Persönlichkeitsbeschreibung von Lesnar Carlinas, die seit seinem Verschwinden vor gerade mal vier Wochen herausgegeben wurde.

00:27:51: Der junge Absolvent mit den dunklen Haaren und dem braunen Augen war sehr behütet aufgewachsen – und hatte einen entsprechend unbedarften Blick auf die Welt!

00:28:03: im Körper eines einundzwanzigjährigen.

00:28:06: So sollten seine Freunde und Verwandten in Rückblickend beschreiben, doch Lesnar Carlenas verschwinden ist nicht nur deshalb dramatisch und aufrüternd, weil es in eine aktuelle politische Periode fällt.

00:28:19: die Einwandererfamilien in den USA – und insbesondere in Kalifornien – in große Bedrängnis bringt, sondern weil vor allem die letzten zwölf Stunden vor seinem Verschwinnen sich zwar nachverfolgen lassen Jedoch ein absolut untypisches und widersprüchliches Bild zu den Handlungen des jungen Mannes zeichnen.

00:28:40: Ein Bild, das einfach keinen Sinn zu ergeben scheint.

00:28:44: Doch springen wir noch mal etwas in der Zeit zurück!

00:28:51: Am Vormittag des neunzwanzigsten Mai twenty-fünfundzwanziger war Lesnar Karlina mit seinem Mazda CX-IX unterwegs.

00:29:00: Er war gerade auf dem Rückweg vom Oak Run Fire Department wo er an einem Übungseinsatz teilgenommen hatte zu seiner Studenten-WG in Reading, als ihm plötzlich ein Wildtierfossautolie.

00:29:12: Instinktiv fahre es Lesnar das Lenkrad, kam von der Straße ab und fuhr mit seinem Wagen in einen steilen Graben, wo sich das Fahrzeug mehrmals überschlug.

00:29:22: Doch er hatte Glück im Unglück!

00:29:25: Obwohl das Auto erst nach mehreren Drehungen zum Stehen kam und einen Totalschaden erlitt – war Lesnar selbst bis auf eine großen Kratze an der Stirn scheinbar unverletzt geblieben.

00:29:36: Leider hatte sich sein Unfall in einem absoluten Funkloch ereignet, weshalb es ihm unmöglich war mit seinem Handy den Notruf zu wählen.

00:29:45: Also hielt er den Daumen raus und versuchte per Anhalter zurück in die Stadt zu kommen – was ihn schließlich auch gelingen sollte.

00:29:53: Eine Pendlerin hielt an und sammelte den einundzwanzigjährigen ein.

00:29:57: Rückblickend sollte sie zum Protokoll geben, das ihr abgesehen von der Schürfwunde nicht seltsames an ihm auffallen war.

00:30:07: Von unterwegs gelanges Lesner endlich den Notruf zu erreichen, und erteilte dem genauen Standort seines Unfallwagens mit.

00:30:15: Der Aufforderung zum Unfallort zurückzukehren kam er allerdings nicht nach.

00:30:21: Lesnar ließ sich auf direktem Wege nach Reading zu seiner Studenten-WG bringen – auch die Bitte des Dispatches, sich im nächsten Krankenhaus auf ein mögliches Schädelhirntrauma oder weitere Verletzungen untersuchen zu lassen ignorierte er.

00:30:36: Hatte der junge Feuerwehrmann vielleicht vor irgendetwas Angst?

00:30:39: Deshalb er den Kontakt zu offiziellen Instanzen und Behörden bewusst vermied.

00:30:47: In seiner WG traf er offenbar niemanden an, da seine drei weiteren Mitbewohner bei späteren Vernehmungen versicherten – sie hätten Lesnar am neunzwanzigsten Mai – zu keinem Zeitpunkt in der Wohnung gesehen.

00:30:59: Hier endeten im Übrigen auch die Aufzeichnungen zu seinem Handy, da er das Gerät offenbar irgendwann abschaltete.

00:31:08: Seine Mitbewohner und ein herbeigerufender Freund sollten bei der späteren Durchsuchung von Lesners Zimmer jedoch noch weitere Ungereimtheiten finden.

00:31:17: Lesnar hatte sich für seinen Trip zu Mount Shasta zwar umgezogen und sein Rucksack mit einer Standardausrüstung gepackt, er hatte für seinen Ausflug auch seinen Pass mitgenommen allerdings ein Portemonnaie und sein Bargeld zu Hause gelassen was rückblickend die Frage aufwirft wie er den Taxifahrer überhaupt bezahlen konnte Was ebenfalls merkwürdig war.

00:31:41: in den Taschen seiner Jeans Hose die Lesnar nach dem Umziehen zurückgelassen hat fanden die Mitbewohner ein paar weibliche Ohrringe.

00:31:49: Diese gehörten niemandem aus der WG, und auch mit Blick auf den vorangegangenen Feuerwehreinsatz am Vormittag schien der Fund allgemein irgendwie ungewöhnlich – doch es sollte noch seltsamer kommen!

00:32:04: Was Lesners Freunde und Familie umso mehr verwunderte war der Umstand, dass er eine zwanzigjährige offenbar niemanden über seine Pläne unterrichtet hatte, das er wirklich wie er es dem Taxifahrer gegenüber beteuert Ausschließlich zum Wandern den Monschasta aufgesucht hatte, daran glaubt bis heute niemand.

00:32:25: Denn Lesnar Carvena hatte überhaupt keine Verbindung zu Wandern oder Bergsteigen.

00:32:30: Weder er selbst hatte sich bis dato für dieses Hobby interessiert noch irgendjemand aus seinem näheren Umfeld – was also wollte er dort oben allein auf dem Berg?

00:32:43: Hinzu kommt dass die Gegend um den Mounchasta trotz seiner Naturnähe und Abgeschiedenheit von der Zivilisation keinen sonderlich gefährlichen Ruf hat.

00:32:53: Der Berg gilt als allgemein einfach zu bewältigen, auch für einen ungeübten Wanderer der wie Lesner Jung und von Berufswegen körperlich sehr fit und sportlich war.

00:33:04: Außerdem gibt es am Hang eine sauber asphaltierte Straße die zum Gipfel führt.

00:33:09: Wer beim Wandern die Orientierung verliert und vertikal den Hang hinuntersteigt wird früher oder später zwangsläufig seinen Weg mit der Straße kreuzen die nach einigen Meilen wieder zurück in die nächste Ortschaft führt.

00:33:23: Wie wahrscheinlich war es da, dass der einundzwanzigjährige sich am Mount Shasta verirrt hatte?

00:33:32: Lesnanoie Velasquez-Cardenas ist – stand jetzt seit mittlerweile einem Monat spurlos verschwunden.

00:33:40: Der örtliche Parkranger Nick Myers seit über zwanzig Jahren an Mount Shaster im Dienst sieht angesichts der fehlenden Hinweise zu Lesners Verbleib nur zwei Möglichkeiten Entweder ist er bei seiner Wanderung tragisch vor Unglückt und mittlerweile verstorben, oder er hält sich weiter versteckt, weil er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gefunden werden will.

00:34:04: Angesichts der mysteriösen und zum Teil unlogischen Umstände zum Verschwinden des einundzwanzigjährigen gibt es zumindest ein paar Theorien, warum er überhaupt allein zu Manchester aufgebrochen war.

00:34:17: Die erste Erklärung ist die banalste – er wollte einfach ein bisschen wandern gehen!

00:34:22: Doch dies passt überhaupt nicht zu Lesnar's sonstigen Freizeitinteressen und ganz allgemein war es seltsam, dass er niemanden darüber informiert hatte.

00:34:31: Lesnar war wie für sein Alter typisch aktiv in den sozialen Netzwerken und stand mit Freunden und Familie eng im Austausch.

00:34:40: Warum hätte er ihn bei einer solchen Unternehmung nicht Bescheid gesagt und zudem noch sein Handy abgeschaltet?

00:34:48: Die zweite Theorie geht davon aus, daß der einundzwanzigjährige Feuerwehrmann den heftigen Unfall mit seinem Auto doch nicht unbeschadet überstanden hatte.

00:34:58: Das Ermittlungsteam vor Ort hält es für durchaus denkbar, dass Lesnar bei dem mehrfachen Überschlagen seines Wagens eine Hirnverletzung davon getragen haben könnte.

00:35:07: Ob diese ihn nun in einen derart verwirrten Zustand versetzt hätte – das er grundlos zu der Überzeugung gelangt wäre im Alleingang ein Berg zu besteigen – bleibt schwer zu beantworten.

00:35:18: In jedem Fall wäre ein kürzlich erlittendes Schädelhirntraumme sicherlich nicht die beste Ausgangssituation um allein einen Wanderausflug zu machen, selbst wenn die Bedingungen vor Ort dank gutem Wetter und einfacher Begehung ideal waren.

00:35:32: Eine solche Beeinträchtigung könnte erklären, falls Lesner unterwegs doch am Berg verunfallt sein könnte.

00:35:42: Die letzte und zugleich unheimlichste Theorie ist jene, dass der junge Mann vor etwas Angst hatte – und deswegen in die Berge geflohen war.

00:35:51: Sein bester Freund, Hansche Kinsey, ist davon jedenfalls überzeugt!

00:35:56: Bestimmt hält er sich dort oben irgendwo versteckt und wartet, bis die Lage sich wieder beruhigt hat.

00:36:02: Als honduranischer Einwanderer der mittlerweile eingebürgert worden war, besaß Lesner zwar die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

00:36:11: Gleichzeitig beunruhigte ihn die aggressive und zweifelhafte Vorgehensweise des Immigration and Customs Enforcementes – also der US-Americanischen Abschiebebehörde namens ICE.

00:36:24: Seitdem in den vergangenen Wochen und Monaten Insbesondere an der Westküste und vor allem Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln, durch Eiswürzungsbeamte aus der Mitte der Gesellschaft herausgerissen und abgeschoben worden waren, bankte auch die junge Einwanderer aus Honduras laut seinem besten Freund Hunter um seine persönliche Zukunft.

00:36:46: Er wäre schließlich nicht der erste, der verschuldet durch Systemfehler oder sogenanntes Racial Profiling gegen seinen Willen hätte ausreisen

00:36:54: müssen.".

00:36:56: Wenn immer die beiden Freunde das aktuelle Einwanderungspolitische geschehen in ihrem Land thematisierten, zeigte Lesnar sich zutiefst verunsichert und ängstlich.

00:37:07: Folglich erscheint es durchaus plausibel, dass Lesnar nach seinem Unfall mit dem Wagen den Behörden aus dem Weg gehen wollte – um nicht noch mehr in Schwierigkeiten zu geraten.

00:37:17: Es erklärt, warum er den Unfallort vor dem Eintreffen der Highwaypatrouille verließ und sich später auch nicht im Krankenhaus untersuchen lassen wollte.

00:37:29: dass er sein Telefon abschaltete und niemanden über seine Tour zum Manchester informierte.

00:37:35: Und es bleibt eine durchaus logische Erklärung, das Lesner sich dort oben verstecken wollte bis die Wälder draußen wieder ein wenig zur Ruhe gekommen wäre.

00:37:45: Doch nach mittlerweile vier Wochen des Hoffen-und-Bangs stellt sich leider die Frage – ist der immer noch da?

00:37:54: Die Behörde Eis war zwischenzeitlich von den Berichterstattenden Medien sogar kontaktiert worden!

00:37:59: hat sich bis dato allerdings nicht zu dem Verschwinden von Lesnar Karbinas geäußert.

00:38:05: Dies muss nicht zwingend bedeuten, dass der junge Mann tatsächlich fähiglicherweise von den Agenten aufgespürt und belangt worden war.

00:38:13: Gleichzeitig wird es mit jedem Tag Rätselhafter – warum der nette und engagierte junge Mann, der von Freunden und Familie schmerzlich vermisst wird einfach nicht zurück nach Hause kommt!

00:38:25: Insbesondere von seiner Mutter die aktuell gegen eine Krebserkrankung im Stadion IV ankämpft.

00:38:31: Niemals hätte ihr Sohn sie ohne Erklärung einfach so verlassen.

00:38:38: Noch besteht Hoffnung, dass Lesnar Noé Velazquez Carvenas seinen Weg zurück nach Hause findet, das sich sein Rätselhaftes verschwinden doch noch irgendwie aufklärt und seine Liebsten ihn lebendig und unversehrt wieder in die Arme schließen können – doch mit jedem weiteren Tag ohne Spuren und Hinweise bröckelt das Fundament der Hoffnung ein Stück mehr!

00:39:03: Die Angehörigen leben jeden Tag mit der Bankenfrage ob der Mount Shasta noch irgendwann eine eindeutige Antwortpreis gibt, denn seit Lesners verschwinden Halt von seinen Stallhängen nur das Echo eines jungen Lebens.

00:39:18: Das lautlos, unerklärlich und viel zu früh

00:39:21: verschwand.".

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