Schauerstoff Compilation: Geister auf Bestellung
Shownotes
Was ist ein Geist? Eine Seele, die keine Ruhe findet – oder nur ein Produkt unserer eigenen Angst, geboren aus Erwartung und Einbildung? In dieser Sammelfolge nähern wir uns dieser Frage von zwei Seiten, anhand zweier realer Fälle, die genau an dieser Grenze balancieren. Zuerst DER GEIST AUS DEM NICHTS, danach ZU TODE ERSCHRECKT. Im ersten Fall versucht eine Gruppe von ambitionierten Forschern bewusst, allein mit ihrer Vorstellungskraft einen Geist in die Realität zu überführen. In der zweiten Geschichte versetzt ein angeblicher Kellergeist eine ganze englische Stadt in Aufruhr. Beide Geschichten führen uns vor Augen, wie dünn die Wand zwischen dem Übernatürlichen und dem ist, was wir uns selbst einreden. Hört genau hin – und entscheidet am Ende selbst, was hier wirklich geschah.
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Zur aktuellen Folge: Das legendäre Philip Experiment aus Toronto (1972) – der wissenschaftliche Versuch, einen Geist namens Philip Aylesford zu erschaffen; und ein historischer Fall aus Sheffield, England (1855) – ein “Geist” im Keller eines Mietshauses, eine aufgebrachte Menschenmenge und ein tödliches Ende.
- Das legendäre Philip Experiment aus Toronto (1972) – der wissenschaftliche Versuch, einen Geist namens Philip Aylesford zu erschaffen.
- Ein historischer Fall aus Sheffield, England (1855) – ein “Geist” im Keller eines Mietshauses, eine aufgebrachte Menschenmenge und ein tödliches Ende.
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Transkript anzeigen
00:00:10: Was ist ein Geist?
00:00:12: Eine Seele, die keine Ruhe findet oder nur ein Produkt unserer eigenen Angst geboren aus Erwartung und Einbildung.
00:00:23: In dieser Sammelfolge nähern wir uns diese Frage von zwei Seiten anhand zweier realer Fälle, die genau an dieser Grenze balancieren.
00:00:32: Zuerst der Geist aus dem Nichts danach zu Tode erschreckt.
00:00:38: Im ersten Fall versucht eine Gruppe von ambitionierten Forschern bewusst Allein mit ihrer Vorstellungskraft, einen Geist in die Realität zu überführen.
00:00:47: In der zweiten Geschichte versetzt ein angeblicher Kellergeist eine ganze englische Stadt in Aufruhr.
00:00:54: Beide Geschichten führen uns vor Augen wie dünn die Wand zwischen dem Übernatürlichen und dem ist was wir uns selbst einreden Hört genau hin Und entscheidet am Ende selbst Was hier wirklich geschah.
00:01:16: Schauerstoff!
00:01:18: Der Grusel-Podcast für schlaflose Nächte Der Geist aus dem Nichts.
00:01:31: Nur weniges polarisiert die Menschen so sehr wie die Frage nach einem Leben, nach dem Tod.
00:01:37: Für die einen ein ganz klarer Fall – schließlich ist das Konzept der unsterblichen Seele seit Jahrtausenden Teil vieler Kulturen und Religionen!
00:01:45: Und nicht selten haben viele Unterstützer dieser Annahme selbst paranormale Erfahrungen gemacht oder fühlen sich mit Verstorbenen, die ihnen eines sehr nahe standen noch immer metaphysisch verbunden.
00:01:58: Insbesondere scheinen dabei jene Seelen noch immer im Diesseits zu wandeln, deren Besitzer einst auf äußerst tragische Weise aus dem Leben schieben nachdem ihr eigenes Dasein zuvor von Traumata und verheerenden Schicksalsschlägen bestimmt war.
00:02:14: Für viele andere ist diese Idee von einem sein das sich von jeglicher Materie losgelöst hat und nun ruhelos unter den Lebenden wandelt jedoch grober Unfug.
00:02:26: Die Naturwissenschaften haben ein komplexes Regelwerk an physikalischen Gesetzmäßigkeiten geschaffen und beobachtete Abweichungen davon sind in der Wahrnehmung ihrer Anhänger nichts weiter als Hirngespinste oder bestenfalls kollektive Illusionen, sofern es mehrere Zeugen für solche Erscheinungen gibt.
00:02:46: Was aber?
00:02:47: Und diese Frage stellte sich einst ein promovierter Mathematiker namens Dr.
00:02:51: George Owen wenn bei dem Aufkommen von paranormal Phänomen wieder die eine noch andere Lehrmeinung zutrifft.
00:03:00: wenn die unerklärlichen Erscheinungen herzlich wenig mit den Seelen verstorbener Menschen zu tun haben und diese stattdessen direkt dem menschlichen Vorstellungsvermögen entspringen.
00:03:09: Ein Vorstellungsm vermögen, dass über die Grenzen seines immateriellen Daseins hinweg etwas physikalisch wahrhaftiges erschaffen kann.
00:03:18: Kurz gesagt stellt der Mathematiker sich die folgende Frage – Kann der Mensch allein mit der Kraft seines Geistes eine fiktionale Identität selbst erschaffen und real werden lassen?
00:03:34: Der britische Wissenschaftler hatte schon einige Jahre zu dem Thema geforscht, als er Anfang der neunzenhundertsiebziger Jahre mit seiner Frau nach Kanada auswanderte.
00:03:43: George Owen war viel gereist und hatte immer wieder Feldstudien- und Interviews mit Menschen geführt die ihre eigenen Aussage zufolge Geister oder andere paranormale Erscheinungen gesehen hatten.
00:03:55: Gerade wegen seiner naturwissenschaftlichen Prägung und seinem zahlengetriebenen Blick auf die Welt faszinierte es den Forscher wie diese Zeugen von der Begegnung mit Geistern berichteten, die sich mit gängigen Messmethoden nicht dokumentieren ließen.
00:04:10: Das Totschlagargument – Ihnen allen hätte allein Ihre Fantasie einen Streich gespielt – blies auch und nicht gelten!
00:04:17: Er war sicher, dass mehr dahinter stecken musste….
00:04:35: Er hatte inzwischen viele weitere Mitstreiter gewonnen, die trotz unterschiedlicher beruflicher und persönlicher Hintergründe dem Rätsel um die Schöpfungskraft des menschlichen Geistes auf den Grund gehen wollten.
00:04:46: Zu seinen Verbündeten gehörte seine Frau Iris eine Dame namens Margaret Sparrow, die Vorsitzende einer Vereinigung für Intellektuell Hochbegabte ein Industriedesigner Paar namens Andy & Lorne einen Energieingenieur namens AI Peacock eine Prokuristin namens Bernice Eine Buchhändlerin namens Dorothy O'Donnell und ein junger Soziologie-Student namens Sidney.
00:05:13: Über Monate planten und organisierten sie ein Experiment, das in der globalen Forschungswelt bis dato absolut einzigartig war.
00:05:21: Unter der Beobachtung von George Owen als Forschungsleiter und einem angesehenen Psychologen namens Dr.
00:05:27: Joel Whitten sollte die Gruppe sich gemeinsam einen fiktionalen Charakter ausdenken und diesen anschließend innerhalb eines Seons zum Leben erwecken und zwar sichtbar, sowohl für die Gruppe selbst als auch für weitere Zeugen.
00:05:41: Die erdachte Person sollte historisch nachgewiesen niemals existiert haben.
00:05:45: allerdings sollte ihre Biografie jedoch genug authentisch und am zurückliegenden Zeitgeschehen orientiert sein so dass sie einerseits gut möglich existiert habe konnte und andererseits ihre Persönlichkeit ihr Werdegang und ihr gesamtes Dasein für die Teilnehmer des Experiments leichter zu erinnern wären.
00:06:05: schon bei der Festlegung des Zeitraums in welchem die erdachte Person gelebt haben könnte, taten sich erste Schwierigkeiten auf.
00:06:13: Bestimmte man ein Zeitfenster der jüngeren Vergangenheit?
00:06:16: So gab es zu viele Details – die Zeitzeugen und Chronisten für die nachfolgenden Generationen schriftlich dokumentiert hatten!
00:06:24: Man wusste recht genau, wer in den vergangenen Zweihundertfünfzig Jahren wo und wie gelebt hatte.
00:06:29: Familienstammbäume, Zeitungen und lokale Archive lieferten eher zu viele Informationen als zu wenige Und überhaupt bot dieses Überangebot an historischen Fakten kaum mehr Raum für die Fantasie.
00:06:44: Ging man jedoch zu weit in die Vergangenheit zurück, wurde alles umso undurchsichtiger und verwarschender.
00:06:49: Über die Lebensumstände einzelner Menschen konnte nur spekuliert werden – und ein erdachter Charakter aus einer sehr weit entfernten Zeit schien einfach zu inkonsistent, da sich mit Blick auf dessen Biografie zu viele Fragezeichen auftaten.
00:07:04: Man einigte sich schließlich auf eine Periode um die Mitte des siebzehnten Jahrhundertes und bestimmte als Setting Großbritannien, das zum damaligen Zeitpunkt unter der Regentschaft des antimonarchistischen Herrführers Oliver Cromwell stand.
00:07:18: In dieses historisches Szenario projizierte man einen fiktionalen Mann namens Philip Ailesford, der in dieser von politischem Umbrüchen gezeichneten Zeit sein eigenes großes Päckchen an persönlichen Schicksalsschlägen zu tragen hatte.
00:07:32: Der Versuch, der später als sogenanntes Philipp Experiment in die Geschichte eingehen sollte versetzte schon bald weltweit die Menschen in Erstaunen.
00:07:43: In der Vorstellung der Gruppe war Philip Ailesford ein katholischer Edelmann gewesen, der zuvor noch an der Seite des Königs Karl I. gekämpft hatte, bevor dieser im Bürgerkrieg dem Parlamentarier Cromwell unterlegen war und anschließend grausam ermordet worden war.
00:07:59: Nun da Cromwall an der Macht war, hatte Philip sich ohne viel Aufsehen auf sein Gut im Mittelengland zurückgezogen – hoffend dort weiterhin politisch unbehelligt leben zu können!
00:08:10: Auch wenn sein privates Leben ebenso in Scherben lag.
00:08:14: Die Versuchsgruppe erdachte für ihren fiktionalen Charakter, dass Philip im jungen Jahr mit einer schönen Frau namens Dorothea aus einer wohlhabenden Nachbarsfamilie verheiratet worden war – mit der er allerdings nicht viel verwandt.
00:08:27: Die Ehe war unterkühlt und kinderlos geblieben.
00:08:30: Eines Tages war der Edelmann jedoch allein mit seinem Pferdaus geritten und war in den angrenzenden Wäldern auf eine einfache Bauerstochter namens Margot getroffen in die er sich Hals über Kopf verliebt hatte.
00:08:42: Die beiden begannen eine stürmische Affäre, die Philip umso einfacher fortsetzen konnte als er Margot unter einem Vorwand auf seinem Hof und Gut als Haushälterin anstellte.
00:08:52: Er verbrachte mit Margo einige glückliche und leidenschaftliche Monate bis seine Frau Dorothea jedoch Wind von der Affäre bekam.
00:09:03: Die gehörnte Ehefrau gab sich jedoch nicht damit zufrieden, Margot ganz einfach hinauszuwerfen.
00:09:08: Stattdessen bezichtigte sie die junge Bäuerin der Hexerei und behauptete, Margot habe Philipp mit schwarzer Magie gefügig gemacht.
00:09:16: Dieser wiederum widersprach nicht, als man Margo wegen Hexereien klagte und es zum Prozess kam.
00:09:22: Zu groß war seine Sorge – Die ganze Affäre könnte über die Region hinweg zu große Wellen schlagen Und man könnte ihm seine Ländereien wegnehmen.
00:09:30: Also ließ er nicht nur seine Frau mit den fatalen Anschuldigungen gewähren Er sagte auch selbst vor Gericht gegen Margot aus und musste schließlich schweigend zusehen, als man sie auf den Scheiterhaufen warf – und bei lebendigen Leib verbrannte.
00:09:46: Dass Philip Ailesford ein der ertragisches Kapitel in seiner erdachten Biografie hatte, war natürlich nicht zufällig so von der Gruppe um George Owen erdacht worden.
00:09:55: Ähnlich wie bei Geschichten von Geistern und Untoten die ruhelos unter den lebenden Wandeln sollte auch Phillip einen Grund haben weiter in einer Art Zwischenwelt zu existieren, da seine schweren Schuldgefühle gegenüber Margot ihn daran hinderten seiner letzte Ruhestätte aufzusuchen.
00:10:12: Denn das schlechte Gewissen wog tonnenschwer auf den Schultern des fiktiven Edelmanns.
00:10:17: In der Vorstellung der TSPR nahm er sich sechzehnhundertfünfzig nur wenige Monate nach Magus Hinrichtung selbst das Leben, indem er sich freiwillig in einen Graben neben seinem Gutschloss stürzte – er wurde nur dreißig Jahre alt!
00:10:35: Nachdem klar war, wer Philipp Ellsford einst gewesen war oder gewiesen sein könnte ließ man außerdem eine Zeichnung von ihm anfertigen, um die Vorstellung von ihm innerhalb der Gruppe noch plastischer und möglichst deckungsgleich werden zu lassen.
00:10:50: Dann kam es endlich zu dem eigentlichen Versuchsaufbau den man monatelang akribisch vorbereitet hatte.
00:10:56: Man arrangierte die acht Personen um einen Tisch sitzend und ließ alle Teilnehmer ihre Hände auf die Tischplatte legen.
00:11:03: Zunächst wollte man bei Tageslicht und in einer gelösten Atmosphäre das Leben und Wirken von Philipp diskutieren Wobei einer Person die Aufgabe zuteil wurde, den fiktionalen Edelmann aufzufordern sich zu zeigen.
00:11:16: Man probierte die Versuchsanordnung über mehrere Wochen – ohne dass sich irgendetwas tat!
00:11:21: Der Aristokrat Philipp Ellsford blieb eine Fantasie gestalt, die ausschließlich in ihren Köpfen existierte.
00:11:31: Nach vielen erfolglosen Anläufen beschloss man schließlich das Setting für den Versuch zur Endlande.
00:11:37: George Owens Frau Iris schlug vor Man möge das Experiment mehr wie eine echte Science anordnen, mit gedimpptem Licht, flackernden Kerzen und einer mystischen Atmosphäre.
00:11:48: Gesagt – getan!
00:11:50: Und schon direkt bei der neuen Versuchsanordnung zeigten sich erste Erfolge.
00:11:56: Bereits in der allerersten Sitzung nahmen die Teilnehmer plötzlich Klopfgeräusche von dem Tisch und auch von den Wänden herwar.
00:12:03: Sie hatten den Eindruck als würde Philip mit ihnen über die Klopftgeräusch kommunizieren Wenn sie eine Frage stellten und ihr fiktionaler Gesprächspartner wollte seine uneingeschränkte Zustimmung geben, so war das Klopfen laut und deutlich zu vernehmen.
00:12:18: Bei anderen Fragen wiederum ertönte es nur sehr leise oder blieb vollständig aus.
00:12:23: Außerdem ließ Philippe das gedimmte Licht im Raum ab-und zu flackern.
00:12:30: Mit diesen ersten Ergebnissen und einer überraschenden Wende für das Experiment lud man nun auch weitere Zeugen aus Wissenschaft und Forschung sowie einige Pressevertreter ein die die wöchentliche Science der TSPA-Mitglieder begleiten und dokumentieren sollten.
00:12:44: So konnten schier unglaubliche Phänomene durch weitere, durchaus skeptische Anwesende beobachtet werden.
00:12:51: Bei einer Sitzung waren etwa zwei junge Journalisten dabei, die das Tuscheln und geheimniskremerische Treiben der Teilnehmer rund um den Tisch durchaus misstrauisch beeugten – als sich jedoch plötzlich eine Art Nebelwolke über der Gruppe materialisierte, und anschließend, als würde sie von irgendetwas willentlich gesteuert Gerade zu suchend durch den Raum schwebte, wicht den beiden Reportern jede Farbe aus dem Gesicht und sie rannten hinaus.
00:13:16: Doch es sollte noch rätselhafter kommen!
00:13:19: Philipp schien trotz dessen das in der Vorstellung der TSPA-Mitglieder existierte auch jenseits von deren ihm attestierten Eigenschaften eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
00:13:31: So berichtet einige der Teilnehmer – Philipp habe ihn während der Szenosen leise ins Ohr geflüstert, während andere niemals diese Erfahrungen machte.
00:13:40: Es wirkte, als hätte er innerhalb der Gruppe einzelne Personen mit denen er lieber in Kontakt ging als mit anderen.
00:13:49: Das seltsamste Phänomen blieb jedoch das der fiktionale Charakter offenbar im Stande war Mögelstücke zu verrücken und zwar in ähnlicher Manier wie man es eigentlich aus Erzielungen von Poltergeistern kennt.
00:14:01: ein Video dokumentiert die der Tisch bei einer Sitzung plötzlich vibrierte sich ruckartig in verschiedene Richtungen schob oder sogar um neunzig Grad auf die Seite kippte.
00:14:11: Interessanterweise lässt sich in dem Video auch beobachten, dass die Teilnehmer des Versuchsaufbaus eher amüsiert und neugierig auf die demonstrierte Kraftprobe reagierten.
00:14:21: Und nicht verängstigt oder schockiert – wie man es sonst in der Konfrontation mit paranormalen Erscheinungen annehmen würde!
00:14:28: Gleichzeitig lässt sich im Video keine wie auch immer geartete Manipulation des Tisches entdecken.
00:14:33: Man sieht keine Schnüre und alle Teilnehmer behalten ihre Hände immer auf der Tischplatte.
00:14:41: Auch der Tisch schien mit der Zeit eine Art Kommunikationsmedium für den fiktiven Edelmann zu werden.
00:14:46: So reagierte er bei provozierenden Fragen zur Philips Ehefrau Dorothea, ruckhafter und mit mehr physischer Kraft während der Tisch sich bei seichteren Themen deutlich weniger bewegte.
00:14:59: Außerdem berichteten einige TSPA-Mitglieder sie wären seit der Kontaktaufnahme zu Philip auch zu Hause mit paranormalen Erscheinungen konfrontiert gewesen etwas womit Sie zuvor in Ihren eigenen vier Wänden nie Probleme gehabt hatten.
00:15:14: Trotz aller Bemühungen, Philipp Ellsford auch sichtbar zu manifestieren und so seine Existenz jedermann zu beweisen – was das eigentliche Ziel des Experiments gewesen war – scheiterte die Gruppe allerdings schlussendlich daran.
00:15:28: Und nachdem die Kommunikation mit der fiktiven Person für einige Wochen durchaus Resultate erbracht hatte, ebte auch hier allmählich die Dynamik ab….
00:15:36: …und Philips Mitteilungen an die Welt via Klopfen-, Lichterflackern- oder Möbelrücken hörten schließlich vollständig auf!
00:15:46: Trotzdem hatte das Experiment einige interessante Erkenntnisse gebracht.
00:15:50: Dass Philipp ein Produkt ihrer gemeinsamen Vorstellungskraft war, wurde auch dann deutlich, wenn die Gruppe einmal nicht vollständig an einer Science teilnahm.
00:15:59: Sobald auch nur einen Teilnehmer oder eine Teilnehmerin fehlte, war der fiktive Charakter weniger lebhaft und gesprächsbereit.
00:16:07: Mit Blick auf die paranormalen Erscheinungen im privaten Umfeld erschien es außerdem möglich dass sich durch die regelmäßige Durchführung von Sciences auch andere Seelen von tatsächlich verstorbenen Menschen angezogen fühlten, die ebenfalls in Kontakt gehen wollten.
00:16:22: Um zu beweisen, dass der Versuch in keinster Weise von den TSPA-Mitgliedern manipuliert worden war, führte man bald darauf ein weiteres Experiment durch.
00:16:31: Man betraute mit der Kreation und Kontaktaufnahme zu einer fiktiven Person diesmal eine vollkommen neue Gruppe an Menschen um sich dem Vorwurf des Betrugs von vornherein nicht ausliefern zu müssen.
00:16:43: Die neu entwickelte Figur war eine Franko-Kanadierin namens Lilith, die während des Zweiten Weltkriegs als Widerstandskämpferin gegen die Deutschen gekämpft hatte.
00:16:52: Der Versuchsaufbau brachte ähnliche Ergebnisse – was die Kommunikation mit Lilith anging.
00:16:57: Sie physisch zu manifestieren gelang jedoch ebenso nicht.
00:17:01: Gleiches galt für einen weiteren Spin-offversuch der einige Jahre später im weit entfernten Australien stattfand.
00:17:08: Immer blieb es ein Gespräch mit einem Unsichtbaren.
00:17:13: Interessanterweise stieß das Experiment in der konventionellen Wissenschaft kaum auf Gegenwind.
00:17:18: Möglicherweise, weil es einerseits von vielen Außenstehenden trotz der interessanten Phänomene nicht richtig ernst genommen wurde – vielleicht aber auch, weil die Erkenntnisse aus dem Projekt doch einige physikalische und metaphysische Gesetzmäßigkeiten wie etwa die Verbundenheit von Körper- und Seele infrage stellten.
00:17:38: Ein Fazit des aufgeschlossenen Beobachter beispielsweise aus dem Versuch zogen war die Feststellung, dass offenbar doch mehr Menschen als angenommen die Fähigkeiten eines paranormalen Mediums besitzen könnten.
00:17:50: Zumal alle Teilnehmer des Philipp-Experiments zuvor keinerlei Erfahrungen damit gemacht hatten.
00:17:55: Womöglich ist die Kontaktfähigkeit zum Übersinnlichen auch eine Eigenschaft, die letztlich jedem inne wohnt und nur hinreichend trainiert werden muss – etwa bei regelmäßigen Ritualen wie séances oder anderen okkulten Praktiken.
00:18:11: Andere nicht andere Zeitzeugen ging mehr von einer kollektiven Halluzination aus.
00:18:17: Die Teilnehmer wollten schließlich einen Effekt ihrer Bemühungen sehen, also manipulierten sie womöglich unterbewusst den Tisch als diese sich wie von Geisterhand selbst bewegte und die Klopfgeräusche und das Geflüster waren wiederum nur Auswirkse ihrer Fantasie.
00:18:32: Offen bleibt bei dieser Sichtweise jedoch der Umstand dass es viele weitere immer wieder wechselnde Zeugen des Versuchs gab, die deutlich unvoreingenommener dem Schauspiel zugesehen hatten.
00:18:43: Auch stellt sich die Frage wie der Tisch willentlich von den Teilnehmern bewegt werden konnte, wenn diese nur ihre Fingerspitzen aufgelegt hatten.
00:18:53: Menschen, die sich selbst eher religiös verwurzelt sahen, kamen hingegen zu dem Schluss, dass die Studiengemeinschaft nicht wirklich mit dem fiktiven Aristokraten Philipp Ellsford in Kontakt gestanden hatte sondern das ich während ihrer Science jemand ganz anderes zu Wort gemeldet hatte.
00:19:10: Sie glaubten, dass es nach wie vor nicht möglich sei jemanden rein mit der Kraft seiner Gedanken zu erschaffen.
00:19:15: Stattdessen gingen sie davon aus, dass die Seele eines Tatsächlich Verstorbenen mit der Gruppe in Kontakt getreten war.
00:19:22: Man argumentierte das Geister und Dämonen sich allgemein von okkulten Ritualen angezogen fühlten um mit den Sterblichen sprechen zu können.
00:19:33: Schlussendlich blieb es ein Experiment bei dem Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen das sahen was Sie sehen wollten.
00:19:40: Die einen wollten bewiesen haben, dass der Mensch im Stande ist einen Kontakt zumwie auch immer gearteten übernatürlichen herzustellen.
00:19:48: Die anderen sahen sich wiederum darin bestätigt, dass lediglich die menschliche Fantasie große Sprünge machen kann.
00:19:54: Wohin gegen die tatsächliche Erschaffung von etwas doch auf physikalische Gesetzmäßigkeiten beschränkt bleibt.
00:20:01: und dennoch lässt uns das Philipp Experiment mit einer wichtigen Frage zurück wie auch heute über ein halbes Jahrhundert später noch nicht hinreichend beantwortet ist.
00:20:13: Welche Macht hat der Menschliche Verstand wirklich?
00:20:24: Unsere zweite Geschichte beschreibt einen historischen Fall von eighteenhundert fünfundfünfzig aus einer verarmten Arbeitersiedlung im britischen Sheffield.
00:20:34: Ein Geist im Keller eines Mietshauses, eine aufgebrachte Menschenmenge und ein tödliches Ende.
00:20:48: Zu Tode erschreckt!
00:20:56: Es war bereits kurz vor Mitternacht.
00:20:58: Henner war totmüde und sehnte sich nach ihrem Bett.
00:21:02: Sie hatte eine lange Arbeitswoche in der Fabrik hinter sich und der anschließende Streit in der Kirche, hatte sie regelrecht ausgezehrt.
00:21:11: Doch nun saßen Sie und Ihr Mann John hier bei den Gemeindemitgliedern unzugleich Ihren Freunden Mr.
00:21:18: & Mrs.
00:21:19: Favel und deren verwittwitte Untermieterin Harriet Ward vorläufig fest.
00:21:26: Dabei konnten Ihre Freunde für diesen Umstand nun herzlich wenig – und v.a.
00:21:30: Harriet hat Hannah sogar richtig ins Herz geschlossen, obwohl sie sich erst seit kurzer Zeit kannten!
00:21:37: Nein, Schuld war der Mob da draußen.
00:21:40: Der das Haus ihrer Freunde nun schon seit Stunden belagerte.
00:21:47: Wenn sie diese Schaulustigen doch nur irgendwie vertreiben könnte Dann könnten Sie und John einander untergehakt friedlich durch die Nacht spazieren Und endlich nach Hause gehen.
00:21:58: Schon morgen musste sie wieder am Fließband stehen.
00:22:01: Sie brauchte Ruhe.
00:22:02: So viel stand fest.
00:22:06: Insgeheim wünschte Henner sich Harriet und die Verwälz hätten beim Gottesdienst nichts von ihrem Problem erzählt.
00:22:14: Und doch verstand Henna sie gut!
00:22:16: Wer lebte schon gern in einem Haus mit einem unheimlichen Wesen im Keller?
00:22:21: Es war klar, dass jemand der Sache endlich auf den Grund gehen musste.
00:22:26: Der neugierige Pöbel da draußen würde dabei allerdings keine Hilfe sein.
00:22:31: Immer wieder schoben sich schmutzige und durchgefrorene Gesichter an dem kleinen Kellerfenster vorbei, in der Hoffnung einen Blick auf den schauderhaften Dämon werfen zu können.
00:22:41: Das Leben all dieser Arbeiterfamilien war hier im industriellen Chefhielt schon hart und monoton genug, da konnte man jede Abwechslung gebrauchen.
00:22:51: Hannah dämmerte, dass diese Leute womöglich die ganze Nacht vor dem Haus verbringen würden.
00:22:58: Da kam ihr eine Idee!
00:23:01: «Bring mir ein grobes Stück Stoff», sagte sie zu Harriet.
00:23:05: Die Tat wie ihr geheißen und verschwand in ihre kleine Kammer.
00:23:09: Kurz darauf kehrte sie mit einem groben Lumpen zurück.
00:23:13: Ja das sollte reichen sagte Henner nach kurzer Inspektion, und ging dann schnellen Schrittes in Richtung Keller-Tür.
00:23:21: »Warte!
00:23:21: Wo willst du hin?« fragte ihr Mann John besorgt.
00:23:26: »Sorge dich nicht liebster, gab Henner mit einem Lächeln zurück.
00:23:30: Wir können schon bald nach Hause, vertraue mir einfach.
00:23:35: Sie war überzeugt, dass Ihr Plan aufgehen und sie die Mäute vor dem Haus schon bald vertreiben würde.
00:23:41: Und auch so hatte sie nicht viel zu verlieren – selbst wenn es da unten im Keller tatsächlich spugte.
00:23:47: Henner hatte im vergangenen Jahr schon so viel durchmachen müssen, dass sie nichts mehr so einfach erschaudern ließ.
00:23:56: Beherzt drehte sie den Knauf und schwang die Kellertüre mit einem Ruck auf.
00:24:01: Die völlig im Dunkeln liegende Treppe nach unten kam ihr vor wie ein großes klaffendes Loch.
00:24:08: Henner erlaubte es sich nicht zu zögern – in weniger als einer Minute wäre sie wieder hier oben!
00:24:15: Mit aufrechtem Rücken und festen Schritten ging sie die Kellertreppe hinab und ließ sich von der Dunkelheit immer weiter einnehmen.
00:24:25: Immerhin, ein wenig Licht drang noch immer durch das kleine Kellerfenster ins Innere des Raumes.
00:24:31: Dahinter drückten sich zahlreiche Gemeindemitglieder ihre Nasen an der Scheibe platt – als sehen sie einem Theaterstück mit ungewissem Ausgang gespannt zu.
00:24:40: Doch mit ihrer Neugierde hatten sie es wirklich zu weit getrieben, befand Henna.
00:24:47: Sie durch querte Schnellenschrittes den Raum öffnete.
00:24:49: das Tuch, welches sie von Harriet bekommen hatte es möglichst lückenlos vor das Fenster zu spannen.
00:24:57: Von der anderen Seite konnte sie enttäuschtes Momel und Gummeln hören, für heute würden die Menschen sicherlich kein Geist mehr zu Gesicht bekommen.
00:25:07: Als Henna das Tuch schließlich ausreichend am Fenster fixiert hatte wurde ihr klar wie still es plötzlich auf der anderen seite der Scheibe war.
00:25:16: im ersten moment glaubte sie Die traube an menschen habe sich bereits aufgelöst doch das war nicht der fall.
00:25:23: nein dort draußen erwartete man mit angehaltenem atem was als nächstes geschehen würde.
00:25:28: Denn nun war sie, Henna das Zentrum der Aufmerksamkeit.
00:25:32: Würde sie es unversehrt wieder nach oben in den Wohnbereich und zurück in Sicherheit schaffen?
00:25:41: Henna die durch ihr beherztes Handeln zusätzlich an Selbstbewusstsein gewonnen hatte, war davon nun mehr als überzeugt bis sie sich zum Gehen umwandte – und ein gelnder Schrei ihre Lippen verließ!
00:26:00: Im England des neunzehnten Jahrhunderts war das Leben für die meisten Menschen von harter Arbeit und dennoch viel Armut und existenziellen Ängsten geprägt.
00:26:10: Industriemetropolen entstanden im ganzen Land, und das Präkariat strömte in die Städte um dort in Fabriken anzuheuern und sich für Hungerlöhne ausbeuten zu lassen.
00:26:21: Viele waren so arm dass sie sich nur engsten Raum als Untergrund fleisten konnten meist in maroden- und baufälligen Häusern lange vor fließend Wasser oder gar Strom.
00:26:34: Auch Henna und ihr Mann, John Relison, zählten zu den einfachen Arbeitern die viel Plackerei- und gesundheitsschädliche Arbeiten auf sich nehmen mussten um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen.
00:26:47: Doch noch eine andere Bürde lastete schwer auf dem Rücken der Eheleute.
00:26:52: Erst ein Jahr zuvor zum Beginn des Jahres eighteenhundertfünfzig war der erwachsene Sohn der Relisons bei einem Unfall im Kohlebergwerk ums Leben gekommen.
00:27:03: Während der Vater John nach mehreren Monaten des Trauerns allmählich zurück ins Leben gefunden hatte, hat er Henna über ein Jahr gebraucht um mit der Bewältigung des Verlusts überhaupt anzufangen.
00:27:15: Ein Jahr lang war sie wie ferngesteuert nur jeden Tag in die Fabrik gegangen, hatte ihre Stunden absolviert und sich anschließend zu Hause direkt in ihrer Kammer eingeschlossen um die ganze Nacht zu beten.
00:27:27: Erst seit ein paar Wochen war sie wieder regelmäßig zu den Gottesdiensten in ihrer Gemeinde gegangen und hatte auf diesem Wege auch die Fawels und Harriet kennengelernt.
00:27:38: Dass ihre neuen Freunde ein Problem mit dem Keller ihres Wohnhauses hatten, war schon länger in der Nachbarschaft bekannt.
00:27:44: Auch die anderen Mieter des Hauses – weitere Arbeiterfamilien mit geringem Einkommen – beklagten sich über nächtliche Geräusche aus dem Keller, die man zuerst noch als Knarren-und Rumpeln eines eben baufälligen Hauses abgetan hat.
00:27:58: Doch gerade in jüngster Vergangenheit hatte sich diese Situation immer weiter zugespitzt!
00:28:04: Und an jenem Sonntag, dem vierundzwanzigsten Februar eighteenhundertfünfundfünfzig als Henner und ihr Mann wegen der Menschenmassen in dem Haus ihrer Freunde festsaßen hatte Harriet Ward zuvor in der Kirche nahezu unglaubliches Preis gegeben.
00:28:20: Die junge Witfer hatte dort Stein- und Bein geschworen sie sei binnen den letzten vierund zwanzig Stunden mehrmals auf einen Geist in dem Gewölbe unter dem Haus getroffen.
00:28:29: Harriet beschrieb Sie sei dort unten einer alten ausgezehrten Frau begegnet wie ein langes weißes Nachthemd trug und tiefe, entstellende Furchen im Gesicht hatte.
00:28:40: Sie habe erst geschrien und sei dann bewusstlos von den Verwälz aufgefunden worden, welche den Vorfall bestätigten.
00:28:47: In der Nacht zum Sonntag sei ihr die unheimliche Gestalt denn erneut im Traum erschienen.
00:28:52: Sie haben in dem Keller gestanden und immer wieder auf eine bestimmte Stelle auf dem gemauerten Fußboden gezeigt.
00:28:59: Wortlos habe sie ihr zu verstehen gegeben, dass dort ein Goldschatz vergraben sei den man ihr hatte stillen wollen und sie anschließend brutal ermordet hatte.
00:29:10: Und schließlich habe Harriet den Geist an jenem Kirchensontag noch einmal gesehen, und zwar während des Mittagessens mit den Favels.
00:29:19: Die alte Frau habe auf der Kellertreppe gestanden, dieses Mal mit zahllosen Blutspuren übersät.
00:29:26: Auch wenn die Favelts die unheimlichen Geräusche und Phänomene im Haus ebenfalls wahrgenommen hatten, so hatten sie eine visuelle Manifestation des Unheimlichen Geistes bis dato nicht bezeugen
00:29:36: können.".
00:29:38: Dies sollte auch erklären, warum es bei dem anschließenden Gottesdienst als die Familie Favel und Harriet Ward ihr Problem der Gemeinde vortrugen zu einer heftigen Debatte kam.
00:29:51: Denn natürlich fanden sich in der eingeschworenen Glaubensgemeinschaft einige Skeptiker, die die ganze Geschichte von der alten Frau und dem Goldschatz unter dem Haus für absoluten Humbug hielten.
00:30:02: Andere wiederum glaubten den Betroffenen und schlugen sehr radikale Maßnahmen vor wie etwa den Keller von außen zu verbarrikadieren oder gleich das gesamte Gebäude abzureißen.
00:30:14: Beides führte nur dazu, dass sich Harriet und die Fawelle-Familie von ihrer Gemeinde überhaupt nicht unterstützt fühlten – und je länger sie dort auf der Kirchenbank saßen und sich die Harnbüchenden oder ketzelischen Vorschläge der anderen Mitglieder anhörten, umso mehr spürten Sie die Wut in sich aufsteigen!
00:30:33: Schlussendlich erhoben sie sich und verließen wortlos die Kirche.
00:30:37: Sie hatten gegen die sich immer weiter aufwiegelnde Gemeinde eh keine Chance Und nun mussten sie sogar fürchten, dass jemand ihr Zuhause dem Erdboden gleich machen wollte.
00:30:49: Hanna und ihr Mann John wiederum hatten natürlich die gesamte Debatte verfolgt und von vornherein Partei für ihre Freunde Harriet und die Fawels ergriffen.
00:30:57: Als diese dann wütend die Kirche verließen war das Ehepaar ihnen schnell ein Schrittes gefolgt um sie moralisch zu unterstützen.
00:31:05: Draußen vor dem Gebäude beschlossen sie dann schnell, dass es das Beste wäre gemeinsam zum Wohnhaus zurückzugehen um das Gebäude zumindest vor den offenbar geplanten Vandalismus-Aktionen zu schützen.
00:31:19: Ihre Sorge um die warnwitzige Idee der anderen Kirchenmitglieder sollte sich durchaus nicht als unbegründet herausstellen.
00:31:27: Schon nachdem sie die Kirche wenige Meter hinter sich gelassen hatten, flog plötzlich deren Türe auf und zahlreiche Gemeindemitglieder strömten hinaus, um Harriet dem Favelz und ihren Freunden Henner und John zu folgen.
00:31:40: Auf dem Weg zu dem Apartmentgebäude wurde die Menschenansammlung hinter den Freunden immer größer.
00:31:46: Immer mehr Schaulustige schnappten unterwegs auf, dass es womöglich einen echten Geist in dem Keller des Hauses zu bestaunen gäbe – was natürlich niemand verpassen wollte!
00:31:57: Und als die kleine Gruppe schließlich das Wohnhaus erreichte und umgehend die Tür hinter sich verriegelte, hatte sich bereits ein gigantischer Mob vor dem Haus versammelt.
00:32:10: Unschlüssig, was sie nun tun sollten, ergriff Mr.
00:32:13: Verwell das Wort.
00:32:14: Er selbst zweifelte nicht an den Aussagen der Witbe Harriet Ward, ganz im Gegenteil.
00:32:19: Doch ein Aspekt der Geschichte hatte ihn von Anfang an besonders interessiert – der vermeintliche Goldschatz, der dort unten im Keller vergraben sein sollte.
00:32:29: Er schlug also vor, zusammen mit Hennersmann John nach unten zu gehen und die schweren Steinplatten auszugraben um der Sache wortwörtlich auf den Grund zu gehen.
00:32:41: Gesagt getan!
00:32:43: Für den sensationslüsternen Pöbel dort draußen vor dem Kellerfenster war diese Aktion natürlich ein gefundenes Fressen.
00:32:50: Mit angehaltenem Atem verfolgte man, wie die Männer sich nun stundenlang im Keller abmüten und immer wieder den Spaten an der Stelle versenkten – wo der Geist in Harriet's Traum das Gold versteckt haben wollte!
00:33:03: Doch die schweißtreibenden Anstrengungen der Männer, die bis weit in die Nacht hereinreichen sollten, blieben ohne Erfolg.
00:33:10: Und Henner fand sich, wie eingangs erwähnt, spätestens um kurz vor Mitternacht an einem Punkt wider an welchem sie einfach nur noch nach Hause wollte.
00:33:20: Also kam ihr die Idee mit dem Stofflumpen, den sich schließlich beherzt vor das Kellerfenster hängte um dem neugierigen Treiben dort draußen endlich ein Ende zu setzen.
00:33:30: Doch als ihr gelnder Schrei – die angespannte stille Zerschnitt – wussten alle Beteiligten dass dieser Plan gehörig schiefgelaufen sein musste.
00:33:41: Panisch stürmte Ihr Mann als erster die Kellertreppe hinunter und fand seine Frau leblos am Boden liegen.
00:33:47: Ohne zu zögern hob Er sie auf und trug sie rasch die Treppe hinauf, wo sich Harriet nun um sie kümmern wollte.
00:33:54: Immerhin konnte sie feststellen, dass Henna noch lebte – auch wenn ihr Puls schwach war!
00:33:59: »Holt mir ein feuchtes Tuch« rief die Witwe in der Hoffnung, Sie könne Henna damit aus ihrer Ohnmacht aufreihen.
00:34:06: Jemand reichte er ein kaltes Geschirrtuch, welches sie ihrer bewusstlosen Freundin um den Kopf wickelte.
00:34:13: Während Harriet noch damit beschäftigt war, Henna zu versorgen, lag diese weiterhin im Eingangsbereich zur Kellertreppe.
00:34:21: Und so kam es, dass die Witwe irgendwann schließlich den Blick hoch und regelrecht zu Eis erstarte als sie die Kellertreppe hinabblickte.
00:34:29: Was Harriet dort sah versetzte sie dermaßen in einen Schockzustand, das sie ebenso wie Hannah das Bewusstsein verlor und neben ihr zur Boden stürzte.
00:34:41: Dies versetzten die verbliebenen Anwesenden nun umso mehr in Panik.
00:34:46: Nach zahlreichen Reanimationsversuchen und Gebeten erwachten Harriet und Hannah jedoch zum Glück wieder aus ihrer Ohnmacht und hatten jeweils eine grauenvolle Geschichte zu berichten.
00:34:57: Henna erzählte, sie habe sich im Keller nachdem sie das Fenster erfolgreich abgedunkelt hatte wieder der Treppe zugewandt und musste feststellen dass dort der unheimliche Geist der alten Frau schon auf Sie lauerte.
00:35:09: Die Gestalt startete sie mit weit aufgerissenen Augen an Und als Henna der spitze Schrei über die Lippen kam stürmte der Geist direkt auf sie zu und durchdrang sogar ihren eigenen Körper woraufhin sie bewusstlos zur Boden fiel.
00:35:26: Harriet's Geschichte wiederum war noch furchteinflößender als jene von Hanna.
00:35:31: Während sie dabei war, ihre bewusstlose Freundin zu versorgen, blitt ihr Blick wie bereits erwähnt erneut Richtung Kellertreppe und dort unten am Fuße der Treppe stand wieder die schreckliche alte Frau in dem weißen Nachthemd und starte sie aus finsteren Augenhöhlen an – doch nicht nur das!
00:35:50: Langsam erklommen der Geist die Stufen bis er schließlich direkt vor ihr stand.
00:35:56: Das weiße Nachthemd war aus der Nähe nur ein dünner Fetzen, unter dem sich unzählige tiefe Schnittverletzungen und siffende Wunden abzeichneten.
00:36:05: Die Kreatur öffnete ihren Mund so weit, dass der Kiefer regelrecht ausgerenkt schien – und sie stieß einen demonischen Schrei aus!
00:36:15: Harriet war von dem Anblick derart überwältigt, das sie nun ebenfalls direkt in Ohnmacht fiel.
00:36:22: Nachdem die beiden Frauen jeweils ihre Version der Ereignisse erzählt hatten, tauchte endlich die Polizei vor dem Haus auf.
00:36:29: Diese konnte zwar gegen den Demon im Keller des Gebäudes nicht viel ausrichten, doch zumindest vertrieb sie endlich die zahlreichen Schaulustigen und die Menge zerstreute sich wieder.
00:36:39: Es war nun bereits weit nach Mitternacht – als Henner und ihr Mann John endlich nach Hause gehen konnten!
00:36:48: Doch leider sollte dies nicht das Ende dieser schauderhaften Geschichte bedeuten, denn nicht einmal zwölf Stunden nach dem ungeheuerlichen Vorfall starb Henner in zwar unter gänzlich ungeklärten Umständen.
00:37:01: Der herbeigerufene Arzt, der den Totenschein ausstellte, konnte keinerlei physischen Grund erkennen, warum die Achtundvierzigjährige so unerwartet aus dem Leben geschieden war.
00:37:11: Henner war für damalige Verhältnisse gesund und litt an keinem chronischen Leiden.
00:37:16: Man attestierte daher ein vorzeitiges Versterben als Folge des Schocks, denen sie durch die paranormale Erfahrung erlitten hatte.
00:37:25: Sie hatte sich – kurz gesagt – zu Tode erschreckt!
00:37:31: Natürlich munkelte man anschließend in der Gemeinde, der unheimliche Demon habe Hennas Tod zu verantworten gehabt.
00:37:38: Grundsätzlich aber wollte niemand mehr mit dem Thema etwas zu schaffen haben – zu groß war die Angst vor dem Unerklärlichen!
00:37:45: Während die Verwälz und alle anderen Mieter schnellsten möglich aus dem Wohnhaus auszogen und sich anderswo eine Bleibe suchten wurde Harriet sogar aufgrund des Vorfalls aus der Kirchengemeinde ausgeschlossen.
00:37:57: Man ging davon aus dass ihre Fähigkeiten als spirituelles Medium denn der Geist war vor allem ihr Erschienen, mit größerem Gefahren für die Gemeinde verbunden sein.
00:38:09: Derweil zog das nun leerstehende Haus immer mehr Gesindel an.
00:38:13: Am Abend des Sechsten März, eighteenhundertfünfundfünfzig – also etwa zehn Tage nach dem Vorfall – versammelte sich abermals eine Meute von ca.
00:38:21: dreihundert Personen vor dem Haus.
00:38:24: Fenster wurden eingeworfen, verbautes Bleigestohlen und schließlich brach eine Gruppe von besonders wagemutigen Trunkenbäuden sogar ein!
00:38:33: Sie stürmten zusammen den Keller und gruben dort wie wild alles um, immer noch in der Hoffnung, den vermeintlichen Goldschatz aufzuspüren.
00:38:41: Schließlich erschien erneut die Polizei und räumte den Tumult.
00:38:45: Mehrere der Beamten wurden dabei verletzt.
00:38:50: Einige Jahre später wurde das Haus dann schließlich abgerissen – und man entdeckte zumindest ein paar Knochenüberreste unter dem Keller, die sich jedoch niemandem mehr zuordnen ließen.
00:39:02: Einen Goldschutz hat man allerdings Nirgendwo gekonnt.
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