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Schauerstoff Compilation: Doppelte Täuschung

Shownotes

Diese Doppel-Folge aus unserem Story-Fundus beleuchtet zwei außergewöhnliche Fälle von Entführungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wir starten mit der Geschichte EISKALTE TÄUSCHUNG. Im Jahr 2012, in Anchorage, Alaska, verschwindet eine junge Frau aus einem Kaffeekiosk und erste Ermittlungen verlaufen im Nichts. Doch dann wendet sich die Geschichte mit einem bizarren Anruf des Entführers, der den Ermittlern und den Angehörigen des Opfers eine grausame Falle stellt. Drei Jahre später, 2015, in Vallejo, Kalifornien, wird eine Frau entführt, während ihr Partner eine vollkommen abenteuerliche Erklärung liefert, die an den titelgebenden Film GONE GIRL erinnert, aber erschreckend viele Wahrheiten beinhaltet. Zwei Geschichten voller Täuschungen, emotionaler Tiefpunkte und einer Frage: Wie sehr können wir unserem Bauchgefühl trauen? Bereit für das Unfassbare? Die Antworten warten – in dieser Episode.

Viel Spaß beim Hören!

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Zur aktuellen Folge:

Die dramatische Entführung der gerade erst 18-jährigen Samantha Koenig aus einem Kaffeekiosk in Anchorage, Alaska und das anschließende, sadistische Spiel ihres Entführers mit den Angehörigen. Und: Ein Kidnapping-Fall von 2015, der spektakulärer anmutet als jedes Hollywood-Drehbuch – Die Entführung von Denise Huskins in Vallejo, Kalifornien.

-Die dramatische Entführung der gerade erst 18-jährigen Samantha Koenig aus einem Kaffeekiosk in Anchorage, Alaska und das anschließende, sadistische Spiel ihres Entführers mit den Angehörigen.

  • Ein Kidnapping-Fall von 2015, der spektakulärer anmutet als jedes Hollywood-Drehbuch – Die Entführung von Denise Huskins in Vallejo, Kalifornien.

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Transkript anzeigen

00:00:10: Diese Doppelfolge aus unserem Story-Fundus beleuchtet zwei außergewöhnliche Fälle von Entführungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

00:00:20: Wir starten mit der Geschichte Eiskalte Täuschung.

00:00:24: Im Jahr zwölf in Anchorage Alaska verschwindet eine junge Frau aus einem Kaffeekiosk und erste Ermittlungen verlaufen im Nichts.

00:00:34: Doch dann wendet sich die Geschichte mit einem bizarren Anruf des Inführers der den Ermittlern und den Angehörigen des Opfers eine grausame Falle stellt.

00:00:45: Drei Jahre später, zwei Tausend Fünfzehn in Vallejo Kalifornien wird einer Frau entführt während ihr Partner eine vollkommen abenteuerliche Erklärung liefert die an den Titel gebenen Film Gone Girl erinnert aber erschreckend viele Wahrheiten beinhaltet.

00:01:02: Zwei Geschichten voller Täuschungen emotionaler Tiefpunkte.

00:01:10: Können wir unserem Bauchgefühl trauen?

00:01:13: Bereit für das Unfassbare?

00:01:15: Die Antworten warten.

00:01:17: In dieser Episode.

00:01:35: Eiskalte Täuschung Dwayne schaltete den Motor ab und warf einen Blick auf sein Handy, dass neben ihm auf dem Beifahrersitz lag.

00:01:50: Shit!

00:01:51: Es war bereits zwanzig Uhr dreißig.

00:01:54: Eigentlich hatte er schon vor einer halben Stunde hier sein wollen Doch dann war seine Schichtablöse zu spät aufgetaucht und er hatte sich nicht mehr rechtzeitig auf den Weg machen können.

00:02:04: Nun war er endlich hier, auf einem entlegenen Parkplatz am äußersten Stadtrand von Anchorage – der zweitgrößten Stadt Alaska's!

00:02:15: Er wusste um ehrlich zu sein nicht mal ob er hier überhaupt erwünscht war.

00:02:20: Nach dem heftigen Schlagabtausch per WhatsApp einige Stunden zuvor, den er sich mit seiner Freundin Samantha geliefert hatte konnte es gut und gerne dass sie ihm jetzt lieber aus dem Weg ging.

00:02:31: Ursprünglich war geplant, dass er sie um Punkt zwanzig Uhr nach ihrer Schicht in einem kleinen Kaffee-Kiosk hier auf diesem gottverlassenen Parkplatz abholen sollte.

00:02:42: Doch dann hatte sie ihn in mehreren Nachrichten beschuldigt – er hätte sie mit ihrer besten Freundin betrogen!

00:02:47: In Duane's Wahrnehmung war das völliger Unsinn.

00:02:50: Er hatte immer nur Augen für Samantha und war bis über beide Ohren in die achtzienjährige verliebt.

00:02:56: Dennoch war es ihm nicht gelungen ihr das begreiflich zu machen, und sie war weiterhin beleidigt gewesen.

00:03:03: Und nun hatte er es nicht mal mehr geschafft, pünktlich zur ihrer Verabredung zu erscheinen, um sie sicher nach Hause zu bringen!

00:03:13: Dwayne sah vom Lenkrad auf und betrachtete den schemenhaften türkisgestrichenen Kiosk mit der Lichterkette.

00:03:20: Drinnen wie draußen war bereits alles dunkel.

00:03:23: Mist wahrscheinlich hat sie sich längst von ihrem Vater abholen lassen, dachte Dwayn und säufzte.

00:03:29: Dennoch stieg er aus, um zumindest genauer nachzusehen.

00:03:33: Der Schnee knischte unter seinen Boots, als er sich dem kleinen Holzhäuschen näherte.

00:03:39: Er presste das Gesicht gegen das Ausgabefenster und konnte niemanden entdecken.

00:03:44: Kein Zweifel!

00:03:45: Samantha war längst weg.

00:03:49: Er balte die Hände symbolisch zur Faust und schlug sanft gegen die billige Holzverkleidung, von der sich der türkisfarbene Lack bereits allmählich abschälte – sei es drum.

00:03:59: Aber einfach nach Hause fahren und die Dinge auf sich beruhen lassen wollte er auch nicht Sauer oder nicht, er musste zumindest sicher gehen, dass Samantha unversehrt bei ihrem Vater angekommen war.

00:04:12: Und womöglich wurde er im gleichen Atemzug diesen unsinnigen Konflikt endlich mit erklären können.

00:04:20: Entschlossen marschierte Dwayne zurück zu seinem Wagen und startete den Motor.

00:04:25: Er ließ den Parkplatz hinter sich – und vor hinaus in Schnee- und Dunkelheit.

00:04:30: Nicht wissend, daß er so eben einen Tatort betreten hatte!

00:04:34: Nur wenige Stunden nachdem sich dort ein furchtbares Verbrechen ereignet hatte.

00:04:42: Etwa zwölf Stunden später fuhr ein anderer junger Mann ebenfalls mit seinem Wagen auf dem Parkplatz neben dem Kiosk vor, der übrigens den vielsagenden Namen The Common Grounds trug.

00:04:54: Der kleine Coffee Shop war eine beliebte Anlaufstelle für Truckfahrer und Pendler die sich im kältesten Bundesstaat der USA gerne unterwegs mit einem Heißgetränk aufernten.

00:05:05: Der junge Mann war genau wie Samantha dort als Barista angestellt und wollte nun seine Frühschicht beginnen, nachdem seine Kollegen dort am Vorabend die Kunden mit Snacks und Kaffee versorgt hatte.

00:05:18: Er stapfte die wenigen Meter durch den Schnee bis zu der unscheinbaren weißen Tür an der Rückseite des Kiosk und wüllte in seinen Jeans nach dem Schlüssel – doch dann stutzte er!

00:05:29: Die Tür stand zwar nicht offen, war jedoch auch nicht abgeschlossen worden.

00:05:33: »Na toll« mummelte er zu sich selbst und rollte mit den Augen, beschloss aber im selben Moment Samantha nicht wegen ihres Vorpaars beim Boss zu verpfeifen.

00:05:43: Sie war erst vor einem Monat angestellt worden und hatte sich bis dato sehr professionell und zuverlässig verhalten.

00:05:49: Jedem konnte schließlich mal ein kleiner Fehler unterlaufen.

00:05:53: Als der junge Barista dann jedoch den kleinen Coffee Shop betrat, flammte der Ärger erneut in ihm auf.

00:05:59: Samantha hatte zum Ende ihrer Schicht nicht einmal aufgeräumt.

00:06:03: Auf dem Boden lagen schmutzige Geschirrtücher – und die Kaffeemaschine hatte sie auch nichts sauber gemacht!

00:06:08: Etwas was jeder Angestellte zum Schichtende stets zwingend machen sollte.

00:06:14: Nun blieb es also an ihm hängen und er würde ein ernstes Wörtchen mit seiner Kollegin reden müssen, doch als er sich schließlich der Kasse zuwandte und diese aufschließen wollte, dämmerte ihm allmählich das hier irgendetwas vorgefallen sein musste.

00:06:29: Denn die Kasse stand offen und war außerdem leer geräumt – sie waren ausgeraubt worden!

00:06:36: Also zückte er sein Telefon um seinen Boss darüber in Kenntnis zu setzen.

00:06:41: Währenddessen betrachtete er die gefrorene Schneedecke, die sich über den gesamten gottverlassenen Parkplatz erstreckte.

00:06:48: Er entdeckte Fußspuren.

00:06:50: Ein Paar der Abdrücke führte direkt zum Verkaufsfenster und wieder davon weg – womöglich ein Kunde, der sich außerhalb der Öffnungszeiten hierher verirrt hatte.

00:07:00: Doch neben seinen eigenen frischen Abdrücken sah er noch die Spuren von zwei schweren Arbeiterstiefeln, die ebenfalls zu dem kleinen Kiosk führten Von der weißen Mitarbeiter-Tür ausgehend, wieder davon wegführten.

00:07:15: Nun wurden sie allerdings von einem deutlich kleineren Paarabdrücke begleitet.

00:07:20: Kurz spürte er ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend.

00:07:23: Dann nahm sein Boss am anderen Ende der Leitung ab.

00:07:31: Zum selben Zeitpunkt hatte Dwayne kaum geschlafen und fand sich blass und zittrig an dem Küchentisch von Samantha's Vater James wider.

00:07:39: Nachdem Dwayn am Vorabend gegen eine Uhr vor dessen Tür gestanden hatte der Vater in kurzer Hand hereingebeten.

00:07:48: Denn Samantha war nicht zu Hause und James war umso mehr davon ausgegangen, dass seine einzige Tochter sich nach ihrer Schicht von Dwayne hatte abholen lassen.

00:07:58: Nachdem sie dieses Missverständnis aufgeklärt hatten, hatten Sie gemeinsam stundenlang versucht, Samantha zu erreichen und ihren Aufenthaltsort aufzuspüren.

00:08:07: Anfangs hatte sie sich sogar noch gemeldet und Dwayn eine eindeutige Antwort per WhatsApp zukommen lassen.

00:08:13: Darin schrieb sie Sie sei immer noch sauer auf ihn und brauche ein paar Tage Pause, weshalb sie zu Freunden gegangen sei.

00:08:21: Sie erwähnte aber weder, um welche Freunde es sich handelte – noch setzte sie ihren Vater, der mit all dem ja nun überhaupt nichts zu tun hatte, darüber ein Kenntnis!

00:08:31: Dwayne und Samantha's Vater orakelten stundenlang bei welchen Freunden die Achzinjährige sich aufhalten könnte und kamen schlichtweg zu keinem Ergebnis.

00:08:40: Die Nachricht passte ganz und gar nicht zum Verhalten der sonst zu zuverlässigen jungen Frau Zumal sie danach auch nicht auf weitere Nachfragen antwortete oder trotz zahlreicher Versuche den Hörerabnahmen.

00:08:51: Irgendetwas war hier gewaltig faul, als Samantha also in den frühen Morgenstunden des zweiten Februars nicht zurückgekehrt war ging James zur nächsten Polizeistation und meldete seine Tochter offiziell vermisst.

00:09:09: um einen ersten Anhaltspunkt zu erhalten setzten sich die Beamten zunächst mit ihrem Boss in Verbindung der den besagten Coffee Shop Betrieb.

00:09:18: Der Vorgesetzte war zwischenzeitlich von den männlichen Kollegen über den Raubüberfall im Kiosk informiert worden, konnte sonst jedoch keine Informationen zu Cementus verbleibt beisteuern.

00:09:28: Er versprach allerdings, den Ermittlern das Material seiner Videoüberwachung zeitnah zukommen zu lassen, da er zwei Kameras in dem kleinen Coffee Shop installiert hatte.

00:09:40: Alle weiteren Ermittlungen zum Vermisstenfall führten zunächst ins Leere – Befragungen von zahlreichen Freunden und Bekannten gaben keinerlei Aufschluss über Sementas aktuellen Aufenthaltsort.

00:09:51: Niemand wusste etwas, über das mysteriöse Verschwinden der junge Frau.

00:09:56: Auch vor Ort konnte man keine Spuren oder Beweise sichern die den Überfall auf dem kleinen Kiosk am Stadtrand irgendwie belegt hätten.

00:10:04: Der Polizei fiel außerdem auf dass der Coffee Shop einen Panikknopf unter dem Counter hatte.

00:10:10: Hätte Sementa den nicht definitiv gedrückt wenn sie sich in Gefahr befunden hätte?

00:10:16: Also verlegten sich die Beamten zunächst auf die folgende Theorie.

00:10:20: Samantha selbst hatte das Geld aus der Kasse des Kiosks gestohlen und sich anschließend aus dem Staub gemacht – auch wenn sich keiner erklären konnte, wie sie das ohne eigenes Fahrzeug hätte bewerkstelligen sollen!

00:10:33: Dass diese Annahme aber absolut nicht haltbar war sollten bald die Überwachungsvideos von den verhängnisvollen Stunden vor Ort deutlich machen.

00:10:45: Die pixeligen Aufnahmen aus dem kleinen Verkaufskiosk zeigten nun erstmals die dramatische Tragweite von Cementas verschwinden.

00:10:53: Am ersten Februar, hier kam gegen zwanzig Uhr also etwa dreißig Minuten bevor ihr Freund Dwayne den Parkplatz erreichte noch ein Kunde zu Cementa.

00:11:03: Die Videos hatten keinen Ton doch zunächst schien alles normal.

00:11:08: Der Kunde der sich aufgrund der schlechten Videoqualität nicht wirklich auf den Aufnahmen erkennen ließ bestellte einen Kaffee bei Cementer.

00:11:16: Die achtzienjährige wandte sich daraufhin von dem kleinen Verkaufsfenster ab und bediente die Barristermaschine, die hinter ihr auf dem Counter stand.

00:11:25: Als sie sich wieder dem Kunden zuwandte, hatte der bereits eine Waffe gezogen.

00:11:30: Offenbar forderte er Cementer auf, die Kasse zu leeren und ihr sämtliches Bargeld herüberzureichen.

00:11:37: Dann drehte die junge Frau sich um und erfesselte ihr mittlerweile durch das Verkaufenster weit in den Raum hineingebeugt – die Hände hinter dem Rücken!

00:11:46: Samantha war die ganze Zeit über extrem kooperativ und leistete überhaupt keinen Widerstand.

00:11:52: Offenbar hatte sie sehr große Angst, doch nachdem der Dieb das gesamte Bargeld eingesteckt und Samantha außer Gefecht gesetzt hatte, überlegte er es sich offenbar spontan anders.

00:12:06: Er stemmte plötzlich seinen gesamten Körper durch das schmale Fenster so dass ihn nur noch wenige Zentimeter von Samantha trennten.

00:12:14: dann schloss er das Verkaufsfenster hinter sich sich aus der knienenden Position wieder aufzurichten.

00:12:21: Erpresste Cementa seine Schusswaffe in den Rücken und dirigierte die junge Frau durch die schmale Mitarbeiter-Tür nach draußen, dann endeten die Aufnahmen – und die lokalen Polizeibeamten saßen entgeistert vor einem schwarzen Bildschirm.

00:12:36: Es wurde dringend Zeit, dass sie im diesem Fall professionelle Verstärkung anforderten.

00:12:44: Das FBI wurde nach Anchorage beordert um Cementas Kitteneper schnellstmöglich auf die Spur zu kommen und die junge Frau aus dessen Gewalt zu befreien.

00:12:53: Doch leider fanden auch die herbeigerufenen Speziallermittler keinen rechten Zugang zu dem Fall, da es schlichtweg an weiterführenden Hinweisen fehlte.

00:13:02: Neben dem extrem undeutlichen Überwachungsmaterial des kleinen Shops – das eine Identifizierung des Täters unmöglich machte – gab es nur noch eine Außenaufnahme vom Parkplatz!

00:13:12: Auf dieser war immerhin zu sehen wie der Kidnapper Samantha zu einem weißen Pick-up Truck führte und anschließend mit ihr wegfuhr.

00:13:20: Doch abgesehen davon hatten die Ermittler zunächst absolut nichts in der Hand, um dem Unbekannten irgendwie auf die Spur zu kommen.

00:13:30: Währenddessen hatte auch Cementers Vater James nichts unversucht gelassen, um Hinweise zum Verbleib seiner Tochter zu sammeln.

00:13:37: Er hatte unzählige Einwohner von Anchorage für Suchaktionen zusammengetrommelt, zahlreiche Geldspenden von mitfühlenen Menschen erhalten und inzwischen wurde sogar überregional in den USA über den Fall berichtet – doch trotz der hohen Aufmerksamkeit Wie Cementas Entführung damit erlangte, blieb die junge Frau wie vom Erdboden verschluckt und niemand wusste einen entscheidenden Hinweis beizutragen.

00:14:03: Bis sich drei Wochen später plötzlich ein neuer Hoffnungsschimme am Horizont abzeichnete.

00:14:09: Cementa hatte sich seit ihrer Wagen WhatsApp-Nachricht an ihren Freund Dwayne nicht mehr gemeldet – doch am vierundzwanzigsten Februar zwurzehntzwölf ging plötzlich wieder eine Nachricht auf seinem Handy ein.

00:14:20: Darin schrieb jemand die kryptischen Worte «Conness Park schält».

00:14:25: unter der Gedenktafel für Albert.

00:14:29: Dwayne musste nicht lange überlegen, um zu wissen wo das war.

00:14:33: Am Connors Stadtpark in Anchorage gab es eine Art schwarzes Brett am Eingang.

00:14:38: Oft wurden dort Bilder von vermissten Hunden angepint die von ihren Besitzern verzweifelt gesucht wurden und nun wohl auch Informationen zu seiner Freundin.

00:14:47: oder was würde ihn dort erwarten?

00:14:52: Schnell informierte Dwaynes Cement als Vater.

00:14:58: An dem schwarzen Brett des Parks hing tatsächlich etwas, das ihnen das erste Mal seit Wochen endlich wieder etwas Hoffnung geben sollte.

00:15:05: Ein Foto von Cementa – offenbar lebendig!

00:15:09: Jemand hatte eine Tageszeitung mit dem Ausgabedatum vom XIII.

00:15:12: Februar in den Bild gehalten um zu beweisen, dass das Foto erst kürzlich entstanden war.

00:15:19: Auf der Rückseite des Bildes stand ein Notiz, der zur Folge Cementas Angehörige sofort ein Lösegeld von dreißigtausend Dollar auf ihr Girokonto einzahlen sollten.

00:15:30: Offenbar hatte der Entführer auch ihre Bankkarte gestohlen und die Pinnnummer irgendwie von seinem Opfer erpresst.

00:15:38: Unter normalen Umständen hätte eine solche Summe Cementas Vater im tiefe Verzweiflung gestürzt, und er wäre absolut nicht in der Lage gewesen, dieses Geld zu bezahlen.

00:15:48: Doch da dank seines Aufrufs so viele Menschen Anteil am Schicksal seiner Tochter genommen und gespendet hatten, konnte er den geforderten Betrag tatsächlich aufbringen!

00:15:58: Das FBI riet ihm dazu, erst mal nur die Hälfte der Summe auf das Konto seiner Tochter zu überweisen.

00:16:04: Da es ebenso gut möglich wäre, dass Samantha inzwischen tot sei und der Kidnapper dies bewusst verschweige – eine Möglichkeit an die James erstmal überhaupt nicht denken wollte.

00:16:19: Er überwies das Geld und man wartete ab mit angehaltenem Atem.

00:16:24: Das FBI liest die Zugriffe auf das Kontologischerweise von nun an überwachen Und nach drei Tagen kam endlich etwas Bewegung in die Sache.

00:16:32: Man registrierte, dass nun an drei verschiedenen Orten in Anchorage Geld abgehoben wurde.

00:16:38: Jedes Mal wenn ein Zugriff auf das Konto erfolgte rasten die Ermittler zu dem jeweiligen Geldautomat um den Täter auf frischer Tat zu ertappen Doch leider kam sie jedes mal zu spät und der Kidnapper war bereits über alle Berge.

00:16:54: Auch die Auswertung der Videoüberwachung an den Geldautomaten brachte keine neuen Erkenntnisse.

00:17:00: Der Täter hatte sich mit einer Sturmhaube und einer großen Sonnenbrille vermummt, wenn er das Geld abhob.

00:17:06: Immerhin wusste man nun, dass es sich anscheinend um einen Einwohner aus Anchorage handelte – was bei einer Bevölkerung von ca.

00:17:12: dreihunderttausend Menschen allerdings auch nicht gerade ermutigend war.

00:17:20: Wieder ging eine Woche ins Land, ohne dass der Täter von sich hören ließ oder das FBI irgendwie in seiner Suche nach Samantha vorankam.

00:17:28: Dann registrierte das Ermittlerteam jedoch neue Abbuchungen Dieses Mal allerdings in einer ganz anderen Region der USA.

00:17:37: Der Kidnapper hatte nun innerhalb weniger Tage Geldautomaten in Arizona, New Mexico und Texas aufgesucht.

00:17:45: Auch bei diesen Abhebungen hat er sich logischerweise vermummt.

00:17:49: Allerdings war ihm in Texas ein folgenschwerer Fehler unterlaufen.

00:17:54: Er hatte seinen Wagen im Sichtbereich der Überwachungskamera geparkt.

00:17:58: Die Ermittler konnten nun Zweifels ohne erkennen, dass er keinen Pickup-Chock mehr fuhr sondern einen unauffälligen, weißen Fortfokus.

00:18:07: Außerdem war auf dem Material zu sehen wie der Wagen in Richtung Osten auf einem Highway fuhr.

00:18:13: Das FBI informierte daraufhin die örtliche Polizei nach einem solchen Fahrzeug gezielt Ausschau zu halten und am thirzehnten März two-tausend zwölf sollte ein gewöhnlicher Streifenpolizist schließlich eine spektakulären Treffer landen.

00:18:32: Der texanische Polizist fuhr seine gewohnte Patrouille als ihm der beschriebene Wagen plötzlich vor einem Motelparkend auffiel.

00:18:41: Er beschloss, dass er es darauf ankommen lassen würde, parkte seinen Streifenwagen in sicherer Entfernung und wartete.

00:18:48: Eine Weile vergingen bis ein Mann Mitte dreißig schließlich aus dem Motel kam und in das Auto stieg.

00:18:55: Als er davon fuhr folgte der Polizist ihn zunächst unauffällig und versuchte irgendeinen Grund zu finden um den Fahrer des Ford Focus für eine Polizeikontrolle anzuhalten.

00:19:06: Nach einigen Minuten bemerkte er, dass das weiße Fahrzeug vor ihm die Höchstgeschwindigkeit um ein paar Meilen überschritt.

00:19:13: Jetzt oder nie!

00:19:15: Er schaltete sein Blaulicht ein und bedeutete dem Fahrer auf den Seitenstreifen zu halten.

00:19:22: Der Mann am Steuer kooperierte und ließ sich überhaupt nichts anmerken.

00:19:26: Als er dem Polizisten seinen Führerschein aushändigte, bemerkte dieser, dass die Fahrerlaubnis in Anchorage Alaska ausgestellt worden war.

00:19:35: Das war Grund genug, um den Fahrer aussteigen zu lassen und den Wagen zu durchsuchen.

00:19:41: Im Kofferraum fand der Polizist eine Sturmhaube sowie eine Waffe, im Handschuhfach lag Cementas Handy – und in der Brieftasche des Mannes fand er ihre Bankkarte.

00:19:53: Schnell forderte der Streifenpolizist Verstärkung an!

00:19:57: Er hatte Cementhas Entführer gefunden.

00:20:03: Sein Name war Israel Keyes.

00:20:06: Er war thirty-four Jahre alt und hatte sein Leben lang in Anchorage gewohnt.

00:20:11: Nach seiner Verhaftung in Texas dauerte es nicht lange bis er alles rund um die Entführung der Achtzehnjährigen gestand.

00:20:18: Kein Wunder, die Last an Indizien und Beweisen war mittlerweile überwältigend!

00:20:24: Er erzählte, dass er am ersten Februar zwei Tausend zwölf dem Tag von Cementas verschwinden eigentlich nur geplant hatte den Coffee Shop auszurauben.

00:20:34: Als er dann jedoch Cementa ein blut junges hübsches Mädchen vor sich sah, überlegte er es sich in dem Moment anders.

00:20:44: Nachdem er sie in seinen Wagen geschafft hatte, schüchterte er sie weiter ein und drohte damit Sie zu töten.

00:20:50: So fern sie nach Hilfe rief oder sich irgendwie werte.

00:20:53: Er informierte sie außerdem dass er Lösegeld erpressen und sie danach wieder freilassen würde.

00:20:59: Mit dieser Aussicht verhielt sich Samantha die ganze Zeit über sehr kooperativ auch wenn sie große Angst vor dem Täter gehabt haben musste.

00:21:07: Sie machte Kies außerdem klar das ihre Familie sehr arm war und diese große Summe wahrscheinlich gar nicht aufbringen könne.

00:21:15: Doch der Täter ließ sich nicht beirren.

00:21:17: Stattdessen ließ er sich ihr Telefon aushändigen und schrieb die besagte Nachricht an ihren Freund Dwayne, der zufolge Samantha für ein paar Tage bei Freunden unterkommen wollte.

00:21:30: Israel Keyes fuhr mit seinem Opfer eine Weile scheinbar ziellos umher, bis er sie schließlich gegen Mitternacht zu sich nach Hause brachte.

00:21:38: Er verbannt Samantha die Augen und führte sie zu einem Schuppen hinter dem Haus, wo er sie in einer Ecke setzte.

00:21:46: In den folgenden Stunden verließ er immer wieder den Schuppen und ging in sein Wohnhaus, um Cementa Wasser zu holen oder sich zu vergewissern, das nebenan seine Partnerin und seine zehnjährige Tochter festschliefen – und von all dem nichts mitbekommen.

00:22:00: Zur Sicherheit hatte er in der Hütte auch das Radio auf volle Lautstärke gedreht, damit niemand Cementas Rufe nach Hilfe bemerken würde.

00:22:08: Derweil verhielt sich die achtzehnjährigen immer noch absolut kooperativ und geradezu unterwürfig!

00:22:14: Zumal der Täter sie weiterhin in dem Glauben ließ, er würde sie nach Erhalt des Lösegeldes wieder freilassen.

00:22:23: Doch nichts davon entsprach der Wahrheit.

00:22:26: Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kidnapper noch überhaupt keinen Kontakt zu ihrer Familie aufgenommen und nachdem er sein Opfer nun einige Stunden hingehalten und immer wieder falsche Versprechungen gemacht hatte, brachte er es schließlich zu Ende.

00:22:40: Er verging sich an Samantha und wirkte sie anschließend bis sie sich nicht mehr regte.

00:22:45: Dann wickelte er ihren Leichnamen in eine Plane, ließ ihn in der Hütte zurück und ging wieder rüber ins Wohnhaus, wo er ausgiebig duschte, wovor er seine Partnerin und seine Tochter weckte.

00:22:57: Denn an jenem zweiten Februar hatte er mit seiner Familie noch Großes vor – es war der Beginn einer knapp zweivöchigen Kreuzfahrtreise, die er mit ihnen unternehmen wollte.

00:23:09: Vollkommen arglos gingen seine Lebensgefährtin und seine tochter mit ihm auf diese Reise!

00:23:15: Währenddessen niemand Cementas Leichnamen in dem Schuppen bemerkte.

00:23:22: Als Israel Kies schließlich am threizehnten Februar nach Anchorage zurückkehrte, ging ihm auf das er Cementhas Leiche schleunigst loswerden wollte.

00:23:32: Doch trotz der vierzehn Tage die sie dort im der Hütte gelegen hatte war ihr lebloser Körper erstaunlich gut erhalten – so gut dass Kies aber mal seinen Plan änderte!

00:23:43: Er besorgte eine aktuelle Tageszeitung und schoss davon ein Bild zusammen mit Samantha.

00:23:48: Dieses pinnte er mit seiner Lösegeldforderung im Connors Park ans Schwarze Brett und verschickte anschließend die Nachricht an Dwayne.

00:23:56: Zu diesem Zeitpunkt war Samantha schon seit drei Wochen tot, dann versenkte ihr ihre Leiche in einem nahegelegenen See.

00:24:08: Israel Keyes hat somit nicht nur einen schrecklichen Mord auf dem Gewissen – seine perfide Täuschung und die grausamen Lügen, mit denen er sowohl Samantha als auch ihren angehörigen falsche Hoffnungen gab zeichnen ein sehr deutliches Bild von den Abgründen dieses Menschen.

00:24:25: Insbesondere, weil er sich in all dieser Zeit nach außen als vollkommen harmloser und treusorgender Familienvater gab.

00:24:34: Im Zuge der Aufarbeitung des Mordes stellte sich heraus, dass Samantha nicht das einzige Opfer des thirty- vierjährigen gewesen war.

00:24:42: Keith hatte einige Monate zuvor bereits ein älteres Paar aus dem US Bundesstaat Vermont getötet.

00:24:49: Ob der Mann aus Anchorage Alaska Noch weitere Menschen umgebracht hatte – und das wird leider vermutet – konnte nicht mehr ermittelt werden, da er sich im Dezember-Zw.

00:25:00: in seiner Gefängniszelle das Leben nahm, während er auf seinen Prozess wartete.

00:25:07: Für Sementas Angehörige dürfte sich dies wohl kaum nach einem gerechten Ende ihres langen Leidensweges angefühlt haben.

00:25:15: Israel Kies hatte den Freitod gewählt anstatt für seine ungeheuerlichen Taten in einem Prozess gerade zu stehen und sich verurteilen zu lassen.

00:25:24: Und das als jemand, der eigentlich gewusst haben musste.

00:25:28: Wie unendlich schmerzwoll es ist, seine eigene Tochter zu verlieren.

00:25:41: Täuschung, Manipulation und der Kampf um die Wahrheit.

00:25:46: Nach dem Fall aus Anchorage Alaska, der die Ermittler durch einen perfiden Trick des Entführers in Atem hielt, springen wir jetzt in das Jahr twenty-fünfzehn nach Kalifornien.

00:25:57: Hier zeigt der Fall von Denise Huskins.

00:26:00: manchmal ist absolut gar nicht so.

00:26:16: Einige von euch haben vermutlich den Film Gone Girl, von David Fincher gesehen.

00:26:20: Eine Frau inszeniert ihre Entführung und ihr eigener Mann gerät unter Verdacht sie getötet zu haben.

00:26:27: Der folgende spektakuläre Fall der sich Zwei-Tausendfünfzehn in Kalifornien zutrug wurde oft mit jenem Film verglichen Obwohl die Auflösung am Ende zwar gänzlich anders Aber das verspreche ich Euch mindestens genauso ungeheuerlich ist.

00:26:44: Es war im Frühjahr, als die studierte Physiotherapeutin Denise Huskins sich nach acht Monaten in ihrer neuen Heimat Vallejo Kalifornien endlich einigermaßen angekommen fühlte.

00:26:56: Sie verstand sich gut mit ihrer Mitarbeiterin hat einen tollen Job im städtischen Krankenhaus bekommen und sah eine verheißungsvolle Zukunft vor sich.

00:27:05: Nur eine Sache bereitete der neunundzwanzigjährigen noch regelmäßige Bauchschmerzen die On-off Beziehung zu ihrem Arbeitskollegen Aaron Quinn.

00:27:14: Dabei hatte sie sich zunächst noch große Hoffnungen gemacht, dass Aaron wirklich der Richtige für Sie sein könnte.

00:27:20: Die beiden hatten sich im städtischen Krankenhaus kennengelernt, wo der Dreißigjährige ebenfalls arbeitete.

00:27:27: Sie hatten sich von Anfang an Blenden verstanden und unendlich viele Gemeinsamkeiten entdeckt.

00:27:32: Doch Aaron war emotional nicht gerade in der idealen Verfassung um sich auf eine neue Beziehungen einzulassen.

00:27:39: Er hatte gerade erst die Verlobung zu seiner vorherigen Partnerin gelöst, da diese ihn betrogen hatte.

00:27:45: Entsprechend instabil waren seine Gefühle Denise gegenüber und die fühlte sich schnell wie ein Trostpflaster.

00:27:53: Die Beziehung war sehr holprig verlaufen und Denise hatte im Februar abermals einen Schlussstrich gezogen mit der festen Absicht es dieses Mal wirklich dabei zu belassen.

00:28:03: doch die Nachricht die sie am Sonntag den Zweiundzwanzigsten März von Aaron erhielt brachte ihren Entschluss alsbald ins Wanken.

00:28:11: Aaron bat sie, an jenem Sonntag vorbeizukommen um noch einmal mit ihr zu reden.

00:28:16: Denise war natürlich nicht naiv und wusste was es sie kosten würde wenn sie sich erneut auf ihren Ex-Freund einließ.

00:28:24: also erteilte sie Aaron zunächst eine Absage doch der blieb weiterhin hartnäckig weshalb sie schlussendlich doch zustimmte und gegen Am folgenden Montagmorgen erreichte ein Anruf des Krankenhaus, in dem die beiden arbeiteten.

00:28:42: Aaron meldete sich telefonisch krank und gab an seine Schicht nicht übernehmen zu können.

00:28:46: Gott darauf erreichte.

00:28:48: auch Denise vorgesetzten eine Textnachricht von der neunundzwanzigjährigen.

00:28:53: Denise schrieb darin es habe einen familiären Notfall gegeben weshalb sie kurzfristig ausfallen müsse.

00:29:00: Der Chef war zunächst sehr verwundert darüber, da er Denise normalerweise als sehr zuverlässige Angestellte kannte.

00:29:07: Er wusste außerdem dass die junge Frau in jener Woche an einer sehr wichtigen Fortbildung hatte teilnehmen wollen und nachdem Denise auch nicht auf seine verständnisvolle Antwort reagierte folgerte er das sie wirklich mit einem akuten familiären Problem zu kämpfen hatte und ließ ihn Ruhe.

00:29:25: Gegen vierzehn Uhr am selben Tag ging dann ein Anruf bei der Polizei von Vallejo ein.

00:29:31: Am anderen Ende der Leitung war Aaron, wer offenkundig leilte und klang als hätte er definitiv zu viel getrunken.

00:29:38: Mit verwassener Sprache behauptete er es habe eine Entführung gegeben und die Polizei müsse schnellstmöglich zu seinem Haus kommen.

00:29:46: Zwei Streifenbeamte machten sich daraufhin auf den Weg zur Arons Adresse.

00:29:51: Dort angekommen öffnete ihnen der immer noch sichtlich derangierte Aaron die Tür.

00:29:56: Die Polizisten waren sich sicher, dass der dreißigjährige entweder getrunken oder irgendetwas eingeworfen hatte.

00:30:03: Die vielen Bierdosen die sie im Wohnzimmer fanden schienen diesen Eindruck zu bestätigen.

00:30:09: Außerdem fiel ihnen auf das ganze Haus massiv nach chemischen Reinigungsmitteln roch.

00:30:15: Wollte hier jemand etwas vertuschen?

00:30:18: Okay Sie haben ganz eindeutig irgendwelche Drogen genommen konfrontierte einer der Beamten den Dreißigjährigen.

00:30:25: Das stimmt!

00:30:26: gab Aaron Lallen zu.

00:30:28: Die Kidnapper haben es mir gegeben, die Kitnapper?

00:30:33: Die Polizisten tauschten unglaubige Blicke aus.

00:30:37: Wir werden uns mal in ihrem Haus umsehen Sir.

00:30:40: Hierauf gingen die beiden Beamten ins Obergeschoss und folgten dem beißenden chemischen Geruch der dort oben immer intensiver wurde.

00:30:49: Er führte sie ins Schlafzimmer.

00:30:51: Dort sah's aus als hätte jemand gerade erst sofort den Teppich akribisch abgesaugt und das Zimmer geputzt.

00:30:57: Das Bett war komplett abgezogen worden, lediglich das Laken spannte noch über der Matratze und hier fand sich ein verräterischer Blutfleck.

00:31:06: Aaron war dem Polizisten der Weile nach oben gefolgt.

00:31:10: Also sagte einer der beiden Beamten Dann erzählen sie jetzt mal bitte nochmal so präzise wie möglich was passiert sein soll.

00:31:19: Und Aaron erzählte Er behauptete gegen drei Uhr in der Früh Als er und Denise noch schliefen, waren mehrere fremde Männer die schwarze Neoprenntaucheranzüge trugen in sein Haus eingebrochen.

00:31:33: Diese Männer hätten neben schweren Waffen auch große Taschenlampe, Elektroschocker- und Laserpointer dabei gehabt.

00:31:39: Sie hätten Denise und ihn sofort gefesselt und ihnen außerdem abgeklebte Tauchabrillen aufgesetzt so dass sie nichts sehen konnten.

00:31:48: Außerdem hatte man Aaron Kopfhörer aufgesetzt und eine Tonbandaufnahme abgespielt.

00:31:53: In dieser Aufnahme versicherte ihm eine Stimme, es werde ihm nichts geschehen.

00:31:58: Dies sei nur ein Raubüberfall und solange Aaron Tatte was man ihm sagte hätte er nichts zu befürchten.

00:32:05: Aaron tat wie ihm geheißen und vermutete dass auch Denise sich ihrem Schicksal fügte da er keinerlei Gegenwehr von ihr mitbekam.

00:32:13: Irgendwann wurden ihnen die Kopfhörer wieder abgenommen und beide in separate Räume geführt wo sie ihre Bankdaten gegenüber den Einbrechern offenlegen mussten.

00:32:22: Dann fesselt man sie wieder auf ihre Stühle.

00:32:26: Kurz darauf hörte Aaron wie scheinbar eine weitere Person sein Haus betrat.

00:32:31: Es schien ein Arzt zu sein, denn die Person maß zuerst seinen Blutdruck und verabreichte ihm dann eine Injektion, die ihn extrem schläfrig machte Während er allmählich wegdämmerte, hörte er allerdings noch wie Denise von den Einbrechern mitgenommen wurde.

00:32:47: Als er einige Stunden später schließlich erwachte und sich mühsam aus seiner Fesselung befreit hatte, musste er feststellen das Denise tatsächlich gekidnappt worden war.

00:32:57: Nachdem Aaron mit seinen Ausführungen fertig war, standen die Polizisten einen Moment lang schweigend da.

00:33:04: Diese Geschichte klang einfach so abenteuerlich dass sie sich ernsthaft zusammenreißen mussten nicht in Schallen des Gelächter auszubrechen.

00:33:12: Das alles schien einfach zu absurd!

00:33:14: Dass Sie sich umso mehr sicher waren.

00:33:16: Der Dreißigjährige hatte in Bezug auf Denise definitiv etwas zu verbergen.

00:33:21: Mehr noch, sie waren jetzt erst recht überzeugt dass Aaron selbst seine Freundin getötet hatte und die Indizien im Haus schienen sein Handeln auch zu bezeugen.

00:33:30: Vermutlich hat er eher Denise wegen eines Streits im Schlafzimmer getötete und anschließend versucht die Spuren der Gewalt mittels gründlicher Reinigung zu vertuschen.

00:33:39: Schlussendlich hatte das schlechte Gewissen ihn eingeholt.

00:33:44: Dann hatte er sich die Geschichte der angeblichen Entführung herbeigesponnen und die Polizei gerufen.

00:33:50: Für die Beamten war der Fall schon jetzt glasklar, also nahmen sie Aaron direkt mit aus Revier um ihn weiter zu befragen – nicht ahnend dass sie mit ihrer Version des Tatergangs vollkommen daneben lagen.

00:34:05: Parallel dazu leitete die Polizei von Belayo eine groß angelegte Suche nach Denise ein.

00:34:11: Zu diesem Zeitpunkt ging man bereits davon aus dass die neunundzwanzigjährige unter Umständen nicht mehr lebte.

00:34:18: Also mobilisierte man neben zahlreichen Einsatzkräften auch Hundestaffeln, Taucher und Helikopter um gegebenenfalls eine Leiche aufspüren zu können.

00:34:28: Im Präsidium war man derweil damit beschäftigt Aaron der Lüge bezüglich des angeblichen Kidnappings zu überführen.

00:34:35: So brachte man u.a.

00:34:36: Denise Mitbewohnerin auf die Wache Die Aussagen zur Beziehung zwischen der Verschwundenen und Aaron machen sollte.

00:34:44: Die Mitbewohnerin gab zu Protokoll, dass die Beziehung von Aaron und Denise stets schwierig verlaufen war.

00:34:50: Und das die beiden nach ihrem aktuellen Kenntnis stand gar nicht mehr zusammen waren.

00:34:54: Mit dieser Information konfrontierte man anschließend Aaron, der sich jedoch verteidigte.

00:35:00: Ja bis gestern Abend stimmte das auch noch Aber Denise und ich hatten uns getroffen um uns zu versöhnen.

00:35:07: Wir sind offiziell wieder zusammen Doch diese Erklärung sollte den Dreißigjährigen in seiner Rechtfertigung gegenüber der Polizei nicht helfen.

00:35:16: Denn so abenteuerlich die Geschichte von Denise-Entführungen durch Männern schwarzen Taucheranzügen bereits klang, es sollte noch abenteurerlicher werden.

00:35:26: Aaron hatte angegeben, er und Denise hätten den Entführern ihre Kontodaten verraten müssen.

00:35:32: Als die Polizei daraufhin die Bankdaten beider überprüfte, fand sie dort jedoch keinerlei Bewegung vor.

00:35:38: Niemand hatte das Geld auf den Konten angetastet.

00:35:41: Stattdessen stießen sie jedoch auf eine andere interessante Information.

00:35:46: Aaron hatte am selben Tag etwa zwei Stunden, bevor er die Polizei angerufen hat bei seiner Bank angerufen und um einen Kredit über Achttausend Fünfhundert Dollar gebeten.

00:35:56: Er hatte behauptet dem Betrag für ein Boot verwenden zu wollen.

00:36:01: Hier ergabt die Vernehmung Aarons dass es sich bei der angefragten Summe angeblich um das Lösegeld für die Kidnapper handelte.

00:36:08: Auch dies zweifelte die Polizei massiv an.

00:36:11: Welcher Entführer würde sich schon mit einer lächerlichen Summe von Achttausend Fünfhundert Dollar zufrieden geben?

00:36:17: Derweil drängte sich den Ermittlern ein anderer Gedanke auf.

00:36:21: Konnte es sein, dass Arons absurde Geschichte nicht nur die Konsequenz der Drogen war – die noch immer in seiner Blutbahn zirkulierten!

00:36:29: Die Polizisten beschlich allmählich der Gedankel das der Dreißigjährige womöglich an Schizophrenie litt und gerade einen heftigen Schub erlebte.

00:36:39: So oder so mussten sie einsehen, dass sie mit der Lösung des Fals- und der Suche nach Deniz vorerst nicht weiter kamen.

00:36:47: Also zogen sich spezialisierte Hilfe hinzu.

00:36:52: Gegen einundzwanzig Uhr also sieben Stunden nachdem Aaron die Polizei telefonisch gerufen hatte stand das FBI vor der Tür des Präsidiums.

00:37:01: Die neuen Kollegen hofften mit einem Lügendetektortest mehr Licht ins Dunkel bringen zu können.

00:37:07: Aaron will ich da ein, den Test durchführen zu lassen und viel prompt durch.

00:37:13: Spätestens jetzt beschloss der Dreißigjährige das jede weitere Aussage ihn womöglich in noch größere Schwierigkeiten bringen würde.

00:37:21: also macht er von nun an von seinem Recht zu schweigen Gebrauch und ließ sich nur noch durch einen Anwalt vertreten.

00:37:28: Der Weil diente man die Suche nach Denise immer weiter aus.

00:37:31: Jeder Stein wurde im Belayo County umgedreht Jedes Gewässer abgesucht jedes Feld durchpflügt Doch die neunundzwanzigjährige blieb unauffindbar.

00:37:42: Unzählige Pressevertreter hatten sich sowohl vor dem Präsidium als auch vor Aarons Haus versammelt, um jede noch so kleine neue Information zu erheischen.

00:37:52: Doch die ernüchternde Wahrheit war – im vermisten Fall Denise Huskins ging es überhaupt nicht voran!

00:38:00: Die Polizei war immer sicher, dass Aaron der eigentliche Schuldige war….

00:38:05: Andererseits hatten sie nach wie vor nichts in der Hand, um ihm die Tat nachweisen zu können.

00:38:11: Da ging am folgenden Tag – dem vierundzwanzigsten März zwei-tausendfünfzehn bei einem Journalisten des San Francisco Chronicle eine merkwürdige E-Mail ein.

00:38:21: Der Pressevertreter hatte wie viele seiner Kollegen vor Aaron's House kampiert als er dieseltsame Mail mit seinem Handy abrief.

00:38:29: Absender der Mail waren offenbar die Kidnapper die in ihrer Nachricht klar unterstrichen, dass Aaron bei den polizeilichen Ermittlungen fälschlicherweise in den Fokus geraten war.

00:38:39: Denn Denise lebte!

00:38:42: Zum Beweis schickten die Entführer eine Tonbandaufnahme der jungen Frau mit, in welcher Denise ein paar Nachrichten des aktuellen Tages vorlas – als beleg dafür, das sie also zumindest an jenem Morgen des vierundzwanzigsten März lebendig war.

00:38:57: Der Journalist leitete die E-Mail umgehend an die Polizei von Vallejo weiter Doch der fielen sofort zwei weitere Ungereimtheiten auf.

00:39:06: Zum einen klang Denise Stimme auf der Aufnahme, alles andere als wie die Stimme eines Entführungsopferes.

00:39:12: Denise klang ruhig und entspannt – es wäre alles in bester Ordnung!

00:39:17: Viel schwerwiegender war jedoch der Umstand dass die Nachricht von Aaron's Email-Account abgeschickt worden war.

00:39:24: Die Polizei zog ein Zwischenfazit.

00:39:27: Denise war am Leben…und das war immerhin eine gute Sache.

00:39:31: Ihre ruhige Haltung in der Audioaufnahme und die Tatsache, dass die Mail von Aaron's Account abgeschickt worden war liefen jedoch nur auf einen denkbaren Schluss hinaus.

00:39:41: Denise Entführung war nur vorgetäuscht – und sowohl sie als auch Aaron hatten das ganze Szenario zusammen eingefädelt!

00:39:50: Es sollte nicht lange dauern bis die Ermittler verstanden, daß sie mit dieser Theorie gänzlich auf dem Holzweg waren.

00:39:57: Dabei schien ihnen den Lauf der Dinge zunächst noch recht zu geben….

00:40:00: Denn nur einen Tag später, am fünfundzwanzigsten März twenty-fünfzehn erschien plötzlich Denise auf der Veranda ihrer Mutter.

00:40:09: Die in Huntington Beach Kalifornien lebte knapp siebenhundert Kilometer entfernt von Vallejo.

00:40:15: Die junge Frau nahm zeitnah Kontakt zur Polizei in Valleyo auf um ihre Unversehrtheit zu bekunden und auch um ihre Version der Geschichte zu Protokoll zu geben.

00:40:26: Denise gab an Man habe sie seit ihrer Entführung achtundvierzig Stunden lang in einer kleinen Hütte festgehalten.

00:40:33: Ihre Entführer hätten ihr jedoch erklärt, Sie haben nichts zu befürchten da Ihr Kidnapping nur ein Testlauf für eine geplante wesentlich bedeutsamere Entführungen sei und tatsächlich seien die Täter ausnehmend freundlich zu ihr gewesen.

00:40:46: so war es Denise erlaubt zu duschen und zur Toilette zu gehen Und man hatte sie auch mit Lebensmitteln versorgt.

00:40:53: Ursprünglich war Denise sehr offen gewesen und hatte alle Fragen der Polizei ausführlich beantwortet.

00:40:59: Als sie jedoch erfuhr, dass das FBI sich dem Fall angenommen hatte – und man sie sogar verdächtigte -, ihre eigene Entführung mit Aaron gemeinsam fingiert zu haben, berief auch sie sich auf ihr Recht zu schweigen und schaltete einen Anwalt ein.

00:41:14: Für die Polizei von Vallejo war der Fall damit umso klarer!

00:41:18: Sie war nun absolut der Überzeugung, dass Denise und Aaron sich die ganze Entführungsgeschichte nur ausgedacht und vorgetäuscht hatten.

00:41:26: Und als man ihnen auf die Schliche gekommen war, hatten sie ihre Anwälte eingeschaltet.

00:41:31: In einer Stellungnahme vor der Presse versicherten die Ermittler daher, es habe nie eine Gruppe von Kidnappern gegeben und die Bevölkerung von Vallejo könne völlig beruhigt wieder ihrem Alltag nachgehen.

00:41:43: Ein wichtiger Haken blieb jedoch!

00:41:45: Warum in aller Welt hätten Aaron und Denise eine derartige Entführungsgeschichte inszenieren sollen?

00:41:52: Die beiden waren nicht vorbestraft, standen mit niemandem im Konflikt.

00:41:56: Hatten gute Jobs, waren jung – ihr ganzes Leben lag noch vor ihnen!

00:42:01: Welchen Sinn hatte es da sich so einer abenteuerliche Geschichte

00:42:05: auszudenken?!

00:42:06: Zumal sie Aaron zwischenzeitlich einen handfesten Mordverdacht einbrachte, solange Denise verschwunden blieb….

00:42:13: In den folgenden Wochen ermittelte die Polizei also weiter gegen das junge Paar, kam jedoch nicht einen Schritt bei der Beweisfindung voran.

00:42:22: Denise und Aaron schwiegen sich weiter gegenüber den Ermittlern aus und ließen sich nur noch durch ihre Anwälte vertreten.

00:42:30: Der Bevölkerung und Presse gegenüber betonten sie jedoch immer wieder dass sie unschuldig seien.

00:42:35: Monate lang sah es so aus als wäre dieser merkwürdige Fall nun vollends in der Sackgasse gelandet bis zum fünften Juni.

00:42:46: An jenem Morgen meldete sich ein anderes Paar bei der Polizei von Dublin, einer Kleinstadt nur sechzig Kilometer südlich von Vallejo entfernt.

00:42:55: Das Paar überreichte den Beamten ein Smartphone und gab außerdem eine Geschichte zu Protokoll die den Polizisten irgendwie bekannt vorkamen.

00:43:04: Es gab an dass in der Nacht einen Mann mit einem schwarzen Neopren-Taucheranzug eingebrochen sei die junge Frau zu entführen.

00:43:14: Das Paar hatte den Einbrecher allerdings gemeinsam in die Flucht schlagen können.

00:43:18: Hierbei hatte er sein Telefon verloren, welches sie nun der Polizei übergeben wollten.

00:43:24: Das Handy lieferte nun endlich den entscheidenden Durchbruch bei der Ermittlung – wenn die Auswertung der Daten ergab, dass dessen Besitzer sich vermutlich ins South Lake Tahoe wiederum ganze zweihundertfünfzig Kilometer von Vallejo entfernt regelmäßig aufhielt.

00:43:40: Schlussendlich führte die Recherche, die ermittler zu einer winzigen Blockhütte.

00:43:45: Die einsam und abgelegen in einem Wald am Lake Tahoe stand.

00:43:50: Mit erhobenen Waffen stürmte eine Sondereinheit der Polizei schließlich die Hütte.

00:43:54: Darin saß ein ziemlich überraschter Mann, der absolut auf die Täterbeschreibung durch Denise & Aaron sowie auch auf die Despärchen aus Dublin passte.

00:44:04: Um ihn herum versankt das Innere der Hütthe im Chaos.

00:44:08: Überall lagen Müll, Kleidung und Lebensmittelverpackungen herum.

00:44:12: Doch dazwischen fanden sich auch allerhand interessante Indizien.

00:44:16: So lagen zwischen dem ganzen Müll mehrere Taschenlampen, Laserpointer, Kabelbinder und auch abgeklebte Taucherbrillen – jene die Denise und Aaron höchstwahrscheinlich bei dem Überfall hatten tragen müssen.

00:44:30: Endlich hatte die Polizei einen der Drahtsier gefunden.

00:44:33: Wie sich herausstellte hieß der Mann Matthew Muller Und war ein ehemaliger Anwalt mit Harvard-Abschluss und einer Ausbildung bei den Marines.

00:44:42: Dem Achtunddreißigjährigen war irgendwann im Laufe seiner Überschallkarriere offenbar eine Sicherung durchgebrannt, und er hatte begonnen diese extrem seltsamen Verbrechen zu begehen.

00:44:54: Doch wo waren die weiteren Mittäter?

00:44:56: Von denen Denise und Aaron die ganze Zeit gesprochen hatten... Wie sich herausstellte, hatte Muller ihnen nur vorgegaukelt.

00:45:03: Er wäre bei seiner völlig wahnsinnigen Aktion nicht allein.

00:45:07: Hierzu hatte er vorab verschiedene Stimmen aufgenommen und diese mit einem Gerät in einem angrenzenden Raum abgespielt um so zu tun.

00:45:16: es hätte er reichlich Unterstützung.

00:45:18: Überhaupt hatte der ehemalige Jurist sein gesamtes Handeln von langerhand minutiös geplant.

00:45:25: So hatte er etwa auch Denise und Aaron vorher wochenlang mit einer Drohne ausspioniert, ohne dass die beiden etwas davon gemerkt hätten.

00:45:33: Nur einmal, erinnerte sich Aaron rückblickend, hatte er tatsächlich eine Drohnung vor seinem Haus gesehen.

00:45:40: Er war allerdings nicht im Traum auf den Gedanken gekommen, das jemand ihn – ein völlig gewöhnlichen jungen Mann allen Ernstes ausspionieren wollte!

00:45:49: Muller war übrigens auch ein absoluter Technik-Crack.

00:45:53: Wo war es ihm gelungen, Aaron's E-Mail Adresse zu hacken?

00:45:56: Von wo aus er die Mail mit Denise Sprachaufnahme an den Journalisten schickte.

00:46:02: Dass der frühere Anwalt überhaupt auf die absolut wahnsinnige Idee gekommen war das Paar zu überfallen und Denise zu entführen lag an seiner extrem schlechten mentalen Verfassung.

00:46:13: Im Laufe des Prozesses wurden bei dem Achtund Dreißigjährigen zahlreiche Geisteskrankheiten diagnostiziert darunter Schizophrenie psychotische Halluzinationen und eine bipolare Störung.

00:46:24: Man verurteilte ihn zu vierzig Jahren Haft.

00:46:29: Denise Huskins und Aaron Quinn hatten also die ganze Zeit die Wahrheit gesagt.

00:46:34: Tatsächlich war ein Mann in einem schwarzen Neoprenanzug bei ihnen eingebrochen, hatte sie gefesselt, sediert und Denise mitgenommen – die er anschließend noch zwei Tage in seiner abgelegenen Hütte festgehalten hat.

00:46:47: Dieser Fall ist ein absolutes Leerstück, dass polizeiliche Irrtümer und Ermittlungsfehler durchaus vorkommen.

00:46:54: Und das manchmal auch eine völlig absurde Geschichte war sein kann – selbst wenn augenscheinlich alle Indizien dagegen sprechen!

00:47:02: Man möchte sich lieber nicht vorstellen was passiert wäre, wenn Muller Denise getötet hätte.

00:47:07: Womöglich hätte man Aaron des Mordes angeklagt um dieser Säße nun hinter Gittern.

00:47:13: Und auch wenn der Täter nicht durch das verlorene Handy überführt worden wäre sehe der Ausgang dieser Geschichte deutlich düsterer aus.

00:47:20: Höchstwahrscheinlich hätte man Denise und Aaron wegen einer vermeintlich gefägten Entführungsgeschichte und angeblicher Falschaussagen ebenfalls juristisch belangt, nicht auszudenken welch schmerzhafte Ungerechtigkeit den beiden widerfahren wäre nachdem sie durch Muller schon genug traumatisiert wurden.

00:47:39: Doch erfreulicherweise nahmen diese spektakuläre Geschichte mit ihren zahlreichen Wendungen also doch noch ein gutes Ende.

00:47:46: Denise und Aaron verklagten die Polizei von Vallejo für das schiefgelaufene Verfahren, und gingen aus dem Prozess mit zwei Komma fünf Millionen Dollar Schmerzensgeld hervor.

00:47:57: Außerdem brachte die schreckliche Erfahrung sie ein für allemal wirklich zueinander.

00:48:02: Die beiden heirateten im Jahr Zwei Tausend Sechzehn Und Denise brachte zwanzig eine gemeinsame Tochter zur Welt.

00:48:09: Natürlich kann dies die schrägliche Erfahrung durch die die Beiden hindurch mussten Nicht einfach ausradieren.

00:48:16: Vor allem Denise, die zwischenzeitlich der festen Überzeugung war schon bald nicht mehr am Leben zu sein wird noch immer nachts von Albträumen heimgesucht.

00:48:26: Ihre kleine Familie gibt ihr die Kraft das Erlebte zu bewältigen und spätestens seit der Geburt ihrer Tochter fühlen auch Denise und Aaron sich wie wiedergeboren.

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