Schauerstoff Compilation: Grausame Heimat
Shownotes
Deutschland, fernab der großen Metropolen: Die Oberpfalz, das Nürnberger Land. Orte, an denen das Leben überschaubar wirkt und Verbrechen im eigenen Zuhause kaum vorstellbar scheinen. Doch genau dort spielen die beiden Geschichten dieser Compilation. Zuerst verschwindet in der Folge BRANNTKALK eine junge Frau kurz vor ihrer Hochzeit spurlos. Jahre später führen digitale Spuren und die Hartnäckigkeit ihrer Familie zu einer erschütternden Wahrheit. Danach geht es mit DIE MAUER DES SCHWEIGENS nach Schnaittach, wo ein älteres Ehepaar plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Was die Polizei schließlich im eigenen Haus der Vermissten findet, offenbart ein Verbrechen, das mitten in einer scheinbar harmonischen Familie seinen Anfang nahm…
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Zur aktuellen Folge:
Regensburg in der Oberpfalz (2012) – die 26-jährige Maria Baumer verschwindet kurz vor ihrer Hochzeit. Jahre später führen Branntkalk, gelöschte Computerdaten und Medikamentenspuren zu einem Mordprozess, den niemand hatte kommen sehen. Und: Schnaittach im Nürnberger Land (2017) – das Ehepaar Elfriede und Peter P. verschwindet spurlos, während Sohn Ingo und seine frisch angetraute Frau Stephanie öffentlich um Hilfe bitten. Doch was verbarg sich die ganze Zeit hinter den Mauern ihres idyllischen Heims?
- Regensburg in der Oberpfalz (2012) – die 26-jährige Maria Baumer verschwindet kurz vor ihrer Hochzeit. Jahre später führen Branntkalk, gelöschte Computerdaten und Medikamentenspuren zu einem Mordprozess, den niemand hatte kommen sehen.
- Schnaittach im Nürnberger Land (2017) – das Ehepaar Elfriede und Peter P. verschwindet spurlos, während Sohn Ingo und seine frisch angetraute Frau Stephanie öffentlich um Hilfe bitten. Doch was verbarg sich die ganze Zeit hinter den Mauern ihres idyllischen Heims?
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Transkript anzeigen
00:00:10: Deutschland fernab der großen Metropolen, die Oberpfalz das Nürnberger Land.
00:00:17: Orte an denen das Leben überschaubar wirkt und Verbrechen im eigenen Zuhause kaum vorstellbar scheinen.
00:00:25: doch genau dort spielen die beiden Geschichten dieser Compilation.
00:00:29: zuerst verschwindet in der Folge Brandkalk eine junge Frau kurz vor ihrer Hochzeit.
00:00:36: spurlos Jahre später führen digitale Spuren und die Hartnäckigkeit ihrer Familie zu einer erschütternden Wahrheit.
00:00:45: Danach geht es mit, Die Mauer des Schweigens nach Schneitach wo ein älteres Ehepaar plötzlich wie vom Erdboden verstuckt ist.
00:00:54: was die Polizei schließlich im eigenen Haus der Vermissten findet offenbart ein Verbrechen das mitten in einer scheinbar harmonischen Familie seinen Anfang
00:01:04: nahm Schauerstoff!
00:01:14: Der Gruselpodcast für schlaflose Nächte Brandkalk.
00:01:27: Immer wieder hört man, dass kaum eine Verbindung im Leben so tief geht wie die zwischen Zwillingen.
00:01:33: Oftmals herrscht hier einer Nähe und Vertrautheit, die man nur schwer beschreiben kann.
00:01:38: Viele sprechen davon, dass die Seelen von Zwillingern zwei Hälften eines Ganzen sein – und damit nur gemeinsam vollkommen sind.
00:01:47: So war es wohl auch bei den Schwestern Maria und Barbara Bauma aus der Bayerischen Oberpfalz.
00:01:53: Sie wurden im Jahr nineteenundachzehnundachtzig geboren lebten achtzehn Jahre lang im gleichen Zimmer, gingen in die gleichen Schulklassen und waren auch noch.
00:02:01: Und sie beide von zu Hause auszogen ein Herz und eben eine Seele.
00:02:07: Die beiden Schwestern werden in einem liebevollen Zuhause groß geworden.
00:02:11: Sie standen ihren Eltern sehr nahe und wussten dass sie sich immer aufeinander verlassen konnten Doch sie ließen einander auch immer ihre Freiheiten.
00:02:21: Als Maria ihren Freund Christian kennenlernte Freute sich Barbara sehr für ihre Schwester.
00:02:27: Christian war ein schlanker junger Mann mit vollem dunklen Haar, er studierte Medizin und arbeitete als Krankenpfleger.
00:02:34: Mit diesem sozialen Beruf und seiner Arbeit für andere Menschen passte er in den Augen ihrer Familie genau zu Maria die sich immer um das Wohlergehen aller bemühte.
00:02:45: Im Jahr twenty-twelve schien Marias Leben perfekt zu sein.
00:02:49: sie war sechsundzwanzig Jahre alt schön klug und hatte nach ihrem Studium der Geo-Ökologie einen guten Job ergattern können.
00:02:57: Außerdem war sie aktiv in ihrer Kirchengemeinde, und wurde sogar zur Vorsitzenden der katholischen Landjugend gewählt.
00:03:05: Die junge Frau mit den langen braunen Haaren und dem strahlenden Lächeln konnte einfach jeden Menschen von sich überzeugen.
00:03:13: Privat wollten Sie und Christian den nächsten Schritt wagen – und mit der Ehe den Bund fürs Leben schließen!
00:03:20: Der siebenundzwanzigjährige Student hatte seiner Liebsten schon einen Antrag gemacht und diese hatte freudig mit Ja geantwortet.
00:03:28: Die Hochzeit wurde für den September geplant, die Einladungen waren bereits verschickt.
00:03:33: Es sollte eine große Feier mit einer kirchlichen Trauung werden ganz so wie es sich wohl jedes kleine Mädchen in seinen Träumen vorstellt.
00:03:42: Das verlobte Paar zog in eine gemeinsame Wohnung in Regensburg Und Maria freute sich auf die Zukunft mit ihren Christian.
00:03:50: Auch für Barbara war es wundervoll, ihre Schwester so glücklich zu sehen.
00:03:54: Sie glaubte mit Christian einen Bruder dazu gewonnen haben.
00:03:59: und nicht nur die Zwillingsschwester sah das so – auch ihre Eltern nahmen Christian wie einem Sohn in ihrer Familie auf.
00:04:07: Die Hochzeit wurde von allen sehnlichst erwartet.
00:04:10: Niemand ahnte dass Marias Glück und hoffnungsfrohe Zukunft schon bald ein brutales Ende finden würden!
00:04:18: Am sechzehnten Januar-Zweißen-Zwölf hatte der Winter die Stadt Regensburg fest im Griff.
00:04:23: Nachts hatte der Frost die Region überzogen und auch am Tag kletterten die Temperaturen schon seit einer Woche nicht mehr über den Gefrierpunkt.
00:04:32: Schnee und Eis regierten auf den Straßen Süddeutschlands, und auch die leuchtende Wintersonne spendete keine Wärme.
00:04:40: Trotz der Kälte war Barbara guter Dinge.
00:04:43: Sie freute sich auf den Nachmittag, denn dann erwartete sie Besuch von ihrer Schwester und ihrem Schwager in Spee.
00:04:50: Doch dazu sollte es nie kommen.
00:04:53: Schon am Morgen erhielt sie einen Anruf von Christian.
00:04:56: Mit angstvoller Stimme erklärte er ihr, dass Maria verschwunden sei während er beim Joggen gewesen war.
00:05:03: Barbara war fassungslos!
00:05:05: Warum sollte ihre Schwester einfach gegangen sein ohne ihr oder Christian Bescheid zu geben?
00:05:10: Wer verließ schon im Winter bei der Art eisigen Verhältnissen das Haus Ohne dräftigen Grund.
00:05:16: Wo war sie?
00:05:17: Und war ihr womöglich etwas
00:05:18: zugestoßen?".
00:05:20: Immerhin fand sich ein Hinweis oder zumindest eine Art Abschied in Christians Facebook-Postfach.
00:05:27: Dort war am frühen Morgen des sechzehnten Januars eine Nachricht von Maria eingegangen, die lautete... Mein Schatz!
00:05:34: Es tut mir leid aber ich kann nicht anders.
00:05:37: Verzei mir Du weißt was ich dir gesagt habe.
00:05:41: Ich liebe dich.
00:05:43: Die kryptischen Worte, die Christian Barbara nun zeigte verunsicherten die Zwillingsschwester noch mehr.
00:05:50: Wollte Maria ihren Verlobten verlassen?
00:05:53: War sie vielleicht deshalb von zu Hause verschwunden?
00:05:56: Aber warum hatte sie sich dann nicht wenigstens bei ihr gemeldet?
00:06:00: All diese Fragen ließen Barbara keine Ruhe und schließlich entschied sie sich gemeinsam mit Christian zur Polizei zu gehen und Maria als vermisst zu melden.
00:06:09: Voller Verzweiflung legte Barbara das Schicksal ihrer geliebten Schwester in die Hände der Polizeibeamten, der Vermisstenstelle.
00:06:18: Die Beamten vor Ort versuchten sofort herauszufinden wo Maria war Denn nachdem Barbara und ihr Schwager in Spee-Marias Vorgeschichte geschildert hatten ging man auch bei der Polizei davon aus dass sie sechsundzwanzigjährige eigentlich keinen Grund gehabt hatte Aus freien Stücken zu verschwinden.
00:06:37: Doch trotz aller Anstrengungen Die ersten Tage vergingen ohne einen Sucherfolg.
00:06:43: Immerhin berichtete Christian der Polizei und Marias Angehörigen, dass seine Verlobte sich seit ihrem Verschwinden einige Male telefonisch bei ihm gemeldet hatte.
00:06:52: Das brachte eine gewisse Erleichterung – Maria musste am Leben sein!
00:06:58: Es galt also nur noch sie irgendwo aufzuspüren.
00:07:01: Hatte sie sich vielleicht bei einem Familienmitglied einer Freundin oder einem Kollegen versteckt?
00:07:07: Oder hate sie sich in ein Kloster abgesetzt?
00:07:10: War sie freiwillig untergetaucht oder hatte jemand sie entführt?
00:07:14: Doch egal welcher Spur die Polizei nachging, sie verlief immer ins Leere.
00:07:20: Es schien als hätte Maria sich einfach in Luft aufgelöst und je mehr Zeit verstrich umso mehr wuchs die Befürchtung dass der jungen Frau vielleicht doch etwas zugestoßen war.
00:07:32: es vergingen die Tage Wochen und Monate ohne jeden Hinweis auf den Verbleib von Maria.
00:07:39: Vor allem Barbara litt massiv unter der Trennung von ihrer Zwillingsschwester.
00:07:44: Und so begann sie verzweifelt, selbst nach Maria zu suchen.
00:07:48: Dabei konnte sie sich immerhin Christians Unterstützung sicher sein.
00:07:52: Gemeinsam traten die zwei Angehörigen bei Aktenzeichen XY ungelöst auf um einen Appell an die Öffentlichkeit zu richten.
00:08:01: Christian erzählte dort wie verzweift er war weil er seine Verlobte so schmerzlich vermisste.
00:08:08: Nach dem Verschwinden der sechsundzwanzigjährigen sah man den Medizinstudenten beinahe täglich in der Kirche, wo er für Maria betete und darum, dass ihre verlorene Seele irgendwann den Weg nach Hause finden würde.
00:08:21: Doch sowohl die Recherchen der Polizei – Der Aufruf im Fernsehen als auch Christians verzweifelte Gebete – schienen nichts zu bewirken.
00:08:31: Die Aussichtslosigkeit zermürbte Marias Familie Und die Verzweiflung grob sich tief in Barbaras Psyche wie eine Krankheit, die drohte ihr alle Kraft zu rauben.
00:08:41: Und dennoch wollte sie niemals die Hoffnung verlieren ihre Schwester doch noch leben zu finden.
00:08:48: Doch jenes zarte Pflänzchen der Hoffnung starb schließlich an einem Sonntag im
00:08:52: September-Zw.A.,
00:08:55: über ein Jahr und acht Monate nach Marias verschwinden.
00:08:59: Der Sommer war zu Ende in den letzten Tagen hatte es immer wieder geregnet und der Boden der Wälder rund um Regensburg war nass und schlammig.
00:09:08: Eine Gruppe Spaziergänger hatte das feuchtwarme Wetter nutzen wollen und war an diesem Sonntag in den Wald gegangen, um nach schmackhaften Pilzen zu suchen.
00:09:17: Doch was sich stattdessen zwischen Bäumen, Steinen- und Lassenmoos fanden, ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren.
00:09:25: So fort riefen die Pilzsammler die Polizei.
00:09:29: Als diese vor Ort eintraf, offenbarte sich die ganze Tragweite des grausigen Fundes.
00:09:34: Nur dreißig Meter von einem festen Waldweg entfernt Lagen verstreut zwischen Moos und kleinen Zweigen zahlreiche Knochen.
00:09:42: Knoche, die offensichtlich nur von einem Menschen stammen konnten.
00:09:47: Der Körper war offenbar zuvor verschart worden.
00:09:50: Doch die Tiere des Waldes hatten Teile des Geletts ausgebuddelt und verschleppt.
00:09:55: Seltsam waren das von der Leichen nur noch die Knochan übriggeblieben waren... ...und sich keinerlei Gewebsreste mehr fanden.
00:10:03: Doch ein Detail am Fundort lieferte schnell die Aufklärung dieses Rätsels.
00:10:08: An den Gebeinen war eine weiße, gipsartige Substanz angelagert und die kriminaltechnische Analyse enthüllte, dass es sich hierbei um Brandkalk handelte.
00:10:19: Diese Baustoffsubstanz reagiert in Verbindung mit Feuchtigkeit stark ätzend und muss das Gewebe des Leichnahms daher nach und nach zerstört haben.
00:10:29: Die Ermittler waren sich bald sicher, dass jemand nicht nur versucht hatte, die Leiche unkenntlich zu machen sondern auch jedwede Hinweise auf den Täter zu verwischen.
00:10:38: Und es schien zunächst so, als hätte eben dieser Täter mit der Strategie Erfolg gehabt.
00:10:44: Beim bloßen Anblick der Knochen konnte niemand sagen, um wen es sich bei dem toten Menschen aus dem Regensburger Wald handelte – doch schon bald sollte ein DNA-Test Licht ins Dunkel bringen!
00:10:56: Wie Ermittler und Angehörige es schon längst befürchtet hatten?
00:11:00: Bei der Toten handelten sie sich um die sechsundzwanzigjährige Maria Bauma Nachdem man seit über eineinhalb Jahren verzweifelt und ohne jede Spur gesucht hatte.
00:11:10: Die Nachricht über den Fund ihrer Leiche traf nicht nur ihre Familie und Jene, die unermüdlich nach ihr gesucht hatten bis ins Markt.
00:11:18: Bundesweit erschütterte der Fall die Menschen und stürzte die gesamte Region in ein tiefes Trauma.
00:11:26: Der Schmerz über die tragische Gewissheit war unendlich groß Und überall dem stand nun die quälende Frage Wer hat Maria getötet?
00:11:35: Und warum?
00:11:38: Die Obduktion der Toten offenbarte immerhin, dass diese schon vor langer Zeit verstorben war.
00:11:43: Möglicherweise bereits am Tag ihres Verschwindens oder kurz danach.
00:11:48: Diese Feststellung lenktet den Fokus der Ermittler wieder auf Marias verlobten Christian.
00:11:54: Dieser hatte schließlich behauptet in den Tagen und Wochen nach Marias verschwinden noch mehrere Anrufe und Nachrichten von der jungen Frau erhalten zu haben.
00:12:02: Doch wie war das möglich?
00:12:04: Konnte es sein, dass der nette jungen Mann, der sich im Fernsehen und in der Kirche als Trauer dahinter bliebender präsentiert hatte?
00:12:11: Ein dunkles Geheimnis verbarg.
00:12:14: Die Polizei wollte diese Ungereimtheiten jedenfalls nicht einfach so hinnehmen.
00:12:19: Sofort vernahm sie Christian F. erneut.
00:12:22: Doch auch wenn seine Version der Ereignisse bei dieser Befragung erste Risse bekam, bliebe er bei seiner Aussage, das Maria aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden war und sich danach noch einige Male bei ihm gemeldet hatte.
00:12:37: Dennoch blieben die Ermittler bei ihrem Eindruck, dass der Medizinstudent ihnen nicht die ganze Wahrheit sagte.
00:12:43: Also konfizierten sie seinen Computer – und der förderte erstaunliches und erschreckendes Zutage.
00:12:52: Zunächst fanden sie heraus, das Maria anders als von ihm behauptet keine Abschiedsnachricht per Facebook an ihren Verlobten gesendet hatte.
00:13:00: Stattdessen hatte sich Christian von seinem eigenen Laptop aus Selbstzugriff auf Marias Profil verschafft und die Nachricht verfasst.
00:13:09: Und die Kriminaltechniker entdeckten noch mehr.
00:13:13: Es stellte sich heraus, dass Christian am Tag von Marias Verschwinden massive Löschungen in seinem Browserverlauf vorgenommen hatte.
00:13:21: Er hatte sich hierfür sogar eine kostenpflichtige Software heruntergeladen Beim Löschen der Daten allerdings einen Fehler gemacht.
00:13:29: Auf dem Rechner waren Löschprotokolle zurückgeblieben, anhand derer sich die vernichteten Daten wieder rekonstruieren ließen.
00:13:36: So wurde offenbar das der inzwischen achtundzwanzigjährige nur eine Woche vor Marias verschwinden, eine ganze Reihe von belastenden Suchanfragen bei Google gestellt hatte.
00:13:47: So hat er etwa ... Angesichts der von Christian monatelang öffentlich zelebrierten Verzweiflungen über den Verlust seiner Verlobten, waren selbst die Ermittler von seiner wahrhaftigen kaltblütigen Agenda zu tiefst schockiert.
00:14:12: Zumal der angehende Mediziner nach wie vor fest mit Marias Familie verbunden war und vor allem Marias Zwillingsschwester Barbara immer wieder seine Solidarität zugesichert hatte.
00:14:24: Doch nun drängte sich eine ganz andere Wahrheit auf Steckte hinter dem fürsorglichen Krankenpfleger, dem liebevollen Verlobten und vor allem tiefgläubigen Christen in Wirklichkeit ein skrupelloser Mörder?
00:14:39: Auch wenn die Erkenntnisse aus Christian-Suchprotokoll verstörend waren konnten die Ermittler nun immerhin rekonstruieren wie Maria gestorben war.
00:14:49: Offenbar hatte Christian an seinem Arbeitsplatz Medikamente gestohlen und seine verlobte, die ihm vertraut und ihn innig geliebt hatte heimtückisch vergiftet.
00:14:59: Nun wollten die Ermittler nur noch eines herausfinden.
00:15:02: Warum musste Maria sterben?
00:15:04: Warum nur hatte der achtundzwanzigjährige seiner Partnerin, die er ursprünglich heiraten wollte so etwas Grauenvolles angetan?
00:15:12: und wie konnten sie ihn vollends überführen?
00:15:16: diese Erklärung lieferten ebenfalls geheime Informationen von Christians Laptop Die er zuvor noch versucht hatte zu löschen.
00:15:24: Der Täter hat es sich offenbar in eine Patientin namens Valérie verliebt.
00:15:30: Etwa ein Jahr vor Marias Verschwinden hatte Christian die junge Frau während seiner Arbeit als Krankenpfleger kennengelernt und schnellromantische Gefühle für sie entwickelt.
00:15:39: Valérie hatte jedoch keinerlei Interesse an dem Medizinstudenten, und wies seine Avancen ab.
00:15:46: Doch Christian F wollte die Abfuhr nicht akzeptieren und begann die junge frau zu stalken.
00:15:52: Dabei war ihm jedes Mittel recht Und er wandte sogar die sogenannte chemische Unterwerfung an um Valérie gefügigzumachen.
00:16:00: Eines Morgens, kurz nachdem in den Nachrichten von dem Pfund von Marias Leiche berichtet wurden war, war Valérie in ihrem Bett aufgewacht und zutiefst erschrocken.
00:16:09: Weil sie neben sich Christian liegen sah.
00:16:13: Schnell wurde ihr bewusst das Sie sich an den Abend zuvor überhaupt nicht erinnern konnte.
00:16:19: Panisch schwandte sich Valérie an die Polizei.
00:16:22: Man veranlasste einen Bluttest und erkannte dass jemand der jungen Frau heimlich Lorazipan verabreicht hatte um sie ruhigzustellen.
00:16:30: Daraufhin erstattete Valérie Anzeige gegen Christian F. wegen Körperverletzung.
00:16:36: Für die Polizei setzte sich langsam das Puzzle zusammen.
00:16:40: Christian hatte sich in Valérie verliebt und wünschte, mit ihr zusammen zu sein.
00:16:45: Doch er wollte sich nicht einfach von Maria trennen und die Verlobung lösen, weil er offenbar einen Verlust seines Ansehens fürchtete.
00:16:53: Stattdessen spielte er Maria und ihrer Familie vor, weiterhin glücklich zu sein.
00:17:00: Derweil plante er jedoch heimtückisch den Mord an seiner Verlobten und überlegte, wie er die Leiche verschwinden lassen könnte.
00:17:09: Es sollte der perfekte Mord sein, den niemand ihm nachweisen konnte.
00:17:14: Bestenfalls sollte man nicht einmal mehr die Leichen finden.
00:17:17: Anschließend wollte er sich an der Suche nach Maria beteiligen und den trauernden verlobnten Mimen bis genügend Zeit verstrichen war und er eine neue Beziehung mit Valérie eingehen konnte.
00:17:29: Er vergiftete Maria mit Lorazepam, kaufte Brandkalk im Baumarkt und brachte die Leiche in ein Waldstück.
00:17:37: Dort bedeckte er den toten Körper mit dem Baustoff und verscharte ihn in der Erde.
00:17:42: Dann fuhr er nach Hause und tat so als wäre er nur Joggen gewesen.
00:17:47: Er manipulierte Betrug und hintergingen die trauernde Barbara, die verzweifelt nach ihrer Schwester suchte um sich ihr Vertrauen zu sichern.
00:17:57: Mit der Zwillingsschwester an seiner Seite wirkte er schließlich umso glaubhafter in seiner Rolle als leidender Verlobter.
00:18:04: Als man entgegen seiner Erwartungen Marias Leiche dann doch fand, betäubte er in einer Art Übersprungshandlung auch Valérie mit Lorazipam – um gegen ihren Willen endlich mit der Frau zusammen zu sein für die er zum Mörder geworden war.
00:18:20: So weit zumindest die Theorie der Ermittler!
00:18:23: Doch auch wenn alle Indizien für diesen Tathergang sprachen hatte die Polizei keinen abschließenden Beweis für den Mord an Maria.
00:18:32: Der Brandkalk hatte schrecklich akurate Arbeit geleistet und viele Spuren zerstört.
00:18:38: War Christian also etwa doch das perfekte Verbrechen gelungen?
00:18:42: Die Polizei wollte sich jedenfalls nicht damit abfinden.
00:18:46: Akribisch, wie besessen von der Suche nach der Wahrheit versuchten die Ermittler dem Brandkalt so genau wie möglich zu untersuchen.
00:18:53: Nur leider wusste niemand so genau welche Prozeduren man mit dem Baustoff anstellen konnte ohne mögliche Spuren zu vernichten.
00:19:01: Schließlich entschied man sich dazu, den gibtsähnlichen Klumpen vom Fundort der aus Brandkalk und menschlichen Überrestenbestand zu zerkleinern.
00:19:10: Nach wochenlanger kleinteiliger Sisyphusarbeit fand ein Kriminaltechniker vier feine Haare, die im Kalk steckten und Marias Verlobten eindeutig zugeordnet werden konnten.
00:19:23: War dies der entscheidende Durchbruch bei der Beweisführung?
00:19:27: Die Polizei hoffte jedenfalls, dass die Beweislage der Staatsanwaltschaft reichte um Anklage zu erheben.
00:19:34: Derweil konnten Marias Angehörige es natürlich kaum fassen das ihr geliebter Schmiegerson in Spee für den Mord an der sechsohnzwanzigjährigen verantwortlich sein sollte.
00:19:43: Gleichzeitig waren auch sie erleichtert, dass sich nun endlich ein klärender Prozess anzudeuten schien Denn inzwischen waren schon einige Jahre ins Land gegangen.
00:19:53: Im Januar, six Jahre nachdem Maria ermordet worden war, kam es allerdings zu einer dramatischen Wendung.
00:20:01: Die Staatsanwaltschaft Regensburg stellte das Verfahren gegen Christian F aus Mangel an Beweisen ein.
00:20:08: Die Polizei, die Familie und vor allem Schwester Barbara traf diese Entscheidung wie einen Schlag ins Gesicht.
00:20:15: Erst hatten sie Maria aus ihrer Mitte verloren, lebten dann viele Jahre in Ungewissheit.
00:20:20: Und nun sollte das Verbrechen an der jungen Frau niemals aufgeklärt werden?
00:20:25: Obwohl alles in die Richtung eines bestimmten Täters deutete.
00:20:30: Die Situation schien zunächst aussichtslos, doch die Ermittler, die ebenfalls von Christian
00:20:35: F.'s
00:20:35: Schuld überzeugt waren, verbündeten sich mit Marias Zwillingsschwester Barbara und rieten ihr unter der Hand Beschwerde gegen die Entscheidung einzulegen – genau das tat Barbara auch!
00:20:47: Mit der Hilfe einer Anwältin ging sie im Namen ihrer Familie gegen das Gericht vor.
00:20:54: Wieder verstrich wertvolle Zeit, doch Zwei-Tausend neunzehn entschied ein neu besetzter Staatsanwalt in Regensburg dass die Ermittlungen wieder aufzunehmen sein allerdings unter strenger Geheimhaltung.
00:21:07: so wog man den Verdächtigen in Sicherheit während weitere Beweise gegen ihn gesammelt wurden.
00:21:13: etwas Gutes hatten die Verstrichenen Jahre mit sich gebracht.
00:21:17: Es gab nun neue Technologien, mit denen Marias Knochen und ihre Kleidung erneut untersucht werden konnten.
00:21:23: Dabei fand man nun endlich Reste von dem tödlichen Medikamenten-Cocktail, mit dem die junge Frau vergiftet worden war.
00:21:31: Darunter war auch das Medikamente Lorazepam , mit dem Christian die Patientin Valérie gefügig gemacht hatte .
00:21:38: Das letzte wichtige Indiz war gefunden.
00:21:41: Im Jahr two-tausendzwanzig konnte der Prozess gegen Christian F endlich beginnen.
00:21:48: An allen Verhandlungstagen präsentierten die Ermittler immer neue Beweismittel gegen den mittlerweile-sechsunddreißigjährigen und erhöhten damit immer weiter den Druck.
00:21:57: Und dann, nach sechzehn Verhandlungstagen brach dessen Mauer des Schweigens endlich in sich zusammen.
00:22:04: Christian F. gestand dass er Maria im Wald verscharrt und versucht hatte die Leiche mit Brandkalk zu zerstören Doch noch immer weigerte er sich die ganze Wahrheit über seine Tat auszupacken.
00:22:17: Angesichts der erdrückenden Beweislast behauptete er nun, dass es sich bei der Rauschmittelverabreichung an seine Verlobte nicht um Mord sondern um einen tragischen Unfall gehandelt hatte.
00:22:29: Das Gericht gelangte jedoch schnell zu der Überzeugung des Christian F für seine ehemalige Patientin Valérie hatte verfügbar sein wollen und zu Feige gewesen war eine Verlobung zu lösen.
00:22:41: Am sechsten Oktober fehlte die Schwurkammer des Landgerichts ein lebenslanges Urteil wegen Mordes gegen Christian F. Man sah es, als er wiesen an, dass er heimtückisch seine Verlobte vergiftet hatte, die vollkommen arglos gewesen war.
00:22:57: Acht Jahre lang hat er es so ausgesehen, als sei Christian das perfekte Verbrechen gelungen.
00:23:03: Nicht nur hatte er eine kaum nachzuweisende Mordwaffe gefunden, indem er Maria mit Psychopharmaka tödlich vergiftete Nicht nur hatte er ihre Leiche ungesehen in einem Wald verschwinden lassen und verscharrt.
00:23:15: Nicht nur hat er ihre sterblichen Überreste mit Brandkalk bis zur Unkenntlichkeit zerstört.
00:23:21: Was sein Verbrechen so perfekt und perfide machte, war seine Schauspielkunst – mit der er die Familie Baumer, die Polizei, die Medien und die Öffentlichkeit über Jahre hinweg manipuliert hatte.
00:23:35: Er hatte Barbara, der Person, die Maria so nah gestanden hatte wie niemand sonst eingerätet dass er genauso verzweifelt nach ihr suchte wie sie.
00:23:44: Die Skrupellosigkeit seiner Lügen, seine falschen Gebete und seine Bereitschaft seinem Betrug in die ganze Welt zu tragen brachte auch das Gericht zur Feststellung, dass bei ihm eine besondere Schwere der Schuld vorlag.
00:23:59: Aber am Ende war Christians Verbrechen eben doch nicht perfekt weil er über ein Jahr nach dem Mord immer noch seinen eigenen und Marias Computer besaß was ihn überführte weil er die verräterischen Daten auf den Geräten nicht vollständig gelöscht hatte.
00:24:16: Und damit scheiterte er in der Annahme, dass er gerissener war als alle anderen.
00:24:21: Für Barbara, die als Zwilling nach dem Mord an Maria allein zurückblieb, war es vor allem schrecklich zu erfahren, dass sie so lange von dem Mörder ihrer Schwester hinter das Licht geführt worden war.
00:24:33: Sie verlor durch den Mord nicht nur ihre Schwester sondern auch ihren Schwager, den sie lange Zeit als Bruder erachtet hatte.
00:24:41: Nach Jahren der Ungewissheit konnte Barbara zwar mit der Suche nach der Wahrheit abschließen.
00:24:47: Ihre Zwillingsschwester wird sie aber durch kein Urteil der Welt wieder zurückbekommen.
00:24:52: Diesen Teil ihrer Seele hat Christian F. herausgerissen und für immer zerstört, doch sein Ziel niemals dafür belangt zu werden verfehlte er um Haares Breite.
00:25:13: Auch unsere zweite Geschichte beginnt mit Menschen die plötzlich verschwinden diesmal im Nürnberger Land.
00:25:21: Elfride und Peter P. gelten als liebevolle Eltern, und führen ein ruhiges Leben in Schneider.
00:25:28: Dann sind beide von einem auf den anderen Tag
00:25:31: fort –
00:25:32: und ausgerechnet im Haus der Vermissten beginnt kurz darauf ein neues Leben!
00:25:43: Die Mauer des Schweigens.
00:25:51: Liebe gilt gemeinhin als das stärkste Gefühl, dass Menschen empfinden können.
00:25:57: Viele von uns halten sich für moralisch gefestigt und glauben niemals eine wirklich verwerfliche Tat begehen zu können, auch nicht im Namen der Liebe.
00:26:06: Doch heftige Emotionen wie Verliebtheit können bei einigen Menschen die eigene Wahrnehmung stark verzernen.
00:26:14: Plötzlich rücken Grenzen in den Hintergrund und der Wunsch das Objekt der eigenen Zuneigung glücklichzumachen wird zum zentralen Antrieb.
00:26:23: für manche verschwimmen dabei die Linien zwischen Loyalität Abhängigkeit und Wahnsinn.
00:26:30: wenn Gefühle wie Liebe Kontrolle und Eifersucht ineinander fließen, kann daraus etwas sehr dunkles entstehen.
00:26:38: Mit verheerenden Folgen.
00:26:43: Die folgende wahre Geschichte beginnt wie ein modernes Märchen mit einem jungen Paar großen Plänen und dem Traum vom gemeinsamen Leben bevor sie in einer schrecklichen Katastrophe endete.
00:26:58: In Schneitach, einem Ort im Nürnberger Land wohnten im Jahr Die Ehleute waren sechsundsechzig und siebzig Jahre alt, und lebten gemeinsam mit ihrem Sohn Ingo in geordneten bürgerlichen Verhältnissen.
00:27:15: Ingo war fünfundzwanzig Jahre alt und der ganze Stolz von Elfride und Peter.
00:27:20: Sie waren erst spät Eltern geworden – und Ingo als einziges Kind sehr behütet in Ihrem Einfamilienhaus aufgewachsen.
00:27:28: Auch als er älter geworden war hatte der große dunkelharige junge Mann seinen Eltern nur Freude gemacht.
00:27:34: Er hatte Informatik studiert und arbeitete im Anschluss in einem gut bezahlten Job bei einem großen IT-Unternehmen.
00:27:42: Er galt als intelligent, musikalisch und friedlich.
00:27:46: Den Nachbarn bot sich das Bild einer harmonischen, ineintrachtlebenden Familie wie sie sich wohl jeder wünscht.
00:27:53: Auch Ingo verwand eine tiefe Zuneigung mit seinen Eltern Deshalb er selbst als junge Erwachsener der sein eigenes Geld verdiente und eigentlich unabhängig hätte leben können noch bei ihnen wohnte.
00:28:05: Im Groben und Ganzen war Ingo zufrieden Doch eine Sache fehlte ihm noch für sein persönliches Lebensglück.
00:28:12: Er wollte sich verlieben!
00:28:17: Ingo sehnte sich danach, mit einer passenden Partnerin eine eigene Familie zu gründen.
00:28:22: Wie seine Eltern, deren Beziehung er stets sehr idealisiert hatte, wollte auch er die große Liebe finden.
00:28:28: Doch bei Ingo Schichtern war und sich in der wirklichen Welt bisher nichts ergeben hatte, versuchte er seinen Glück schließlich im Internet.
00:28:37: Im Dezember-Zweiterusendsechzehn lernte Ingo auf einer Datingplattform Stefanie kennen die nur drei Jahre jünger war als er.
00:28:44: Die hübsche Blondine mit dem weichen Gesicht und der schmalen Brille tat es Ingo sofort an.
00:28:50: Stephanie war gelernte Kinderpflegerin, und wohnte nur eine halbe Autostunde von ihm entfernt.
00:28:56: Amus Pfeil traf die beiden mitten ins Herz – und sie wurden schnell ein Paar, wovor sie sich kurze Zeit später verlobten!
00:29:03: Es schien, als würden sich nun Ingos Träume von einer eigenen Familie bald erfüllen.
00:29:11: Doch dann geschah ein Jahr später Im Dezember two-tausendsehntin etwas Seltsames.
00:29:18: Irgendetwas stimmte nicht mit Ingos Mutter Elfriede.
00:29:21: Nach einem gemeinsamen Zusammentreffen mit Kaffee und Kuchen klagte sie über starke Bauchschmerzen und Unwohlsein, was sich niemand erklären konnte.
00:29:29: Noch während ihrer Genesung trank sie dann eine heiße Tasse Tee, die ihr allerdings so bitter vorkam, dass sie sie lieber zur Seite stellte.
00:29:37: Elfrieden befürchtete, sich einen schlimmen Virus eingefangen zu haben – doch nach ein paar Tagen ging es ihr zum Glück wieder besser!
00:29:45: Als Nachbarn das ältere Ehepaar am dreizehnten Dezember auf ihrem Grundstück in Schneitach noch einmal sahen, schien Elfriede wieder genesen und alles im geordneten Bahn zu laufen.
00:29:55: Sie ahnten nicht, dass es das letzte Mal sein sollte – dass jemand die Eheleute Pee lebend sah!
00:30:05: Denn am vierzehnten December zwei tausend siebzehn waren Elfriedo und Peter auf einmal spurlos verschwunden.
00:30:11: Sie waren nicht im Haus, hatten sich bei keinem ihrer Freunde oder Verwandten gemeldet und schienen wie vom Erdboden verschluckt.
00:30:18: Ingo wartete ein paar Tage, in der Hoffnung, dass die beiden sich vielleicht nur in den Urlaub abgesetzt hatten ohne vorher Bescheid zu sagen – auch wenn dies völlig untypisch für seine Eltern gewesen wäre.
00:30:29: Doch über zwei Wochen hinweg gab es kein Lebenszeichen!
00:30:33: Ingo informierte schließlich am achtundzwanzigsten Dezember die Polizei und meldete seine Eltern als vermisst.
00:30:39: Einen Tag nach der Vermisstenmeldung tat er dann jedoch etwas, womit niemand gerechnet hatte.
00:30:45: Er und Stefanie heirateten auf dem Standesamt in Schneittag.
00:30:49: Die Angehörigen kamen aus der Verwunderung nicht mehr heraus.
00:30:53: Warum unternahmen Ingo und Stefanie ausgerechnet jetzt diesen Schritt, wo Ingos geliebte Eltern vermisst waren – und Stefani zuvor nicht einmal mit Ingo zusammengelebt hatte?
00:31:03: Ingo hatte zu seinen Eltern doch immer so ein ähnliches Verhältnis gehabt!
00:31:05: Hätte er sie da nicht auf jeden Fall bei der Hochzeit dabei haben
00:31:09: wollen?!
00:31:11: Und nicht nur Freunde und Verwandte fanden das seltsam... Auch die Polizei war höchst alarmiert….
00:31:17: Das frisch getraute Paar schien sich einfach ungewöhnlich zu verhalten.
00:31:21: An Silvester-IIh.
00:31:23: feierten sie laut Nachbarn gut gelaunt und schossen gemeinsam Raketen in die Luft.
00:31:28: Kurz darauf kaufte das Paar sich zwei Hundewelten, machten sie sich etwa gar keine Gedanken was mit Ingos Eltern geschehen war?
00:31:40: Doch schließlich wandten sich Ingo und Stefanie an die Öffentlichkeit und warten um Mithilfe bei der Suche nach den Verschwundenen.
00:31:46: Das frisch vermählte Paar schilderte wie sehr es sich um Elfrido und Peter sorgte.
00:31:51: Es sei ihnen nicht ähnlich, einfach so zu verschwinden ohne Bescheid zu sagen.
00:31:55: Dafür hingen sie viel zu sehr an ihrem Wohnort und an ihrem
00:31:58: Sohn.".
00:31:59: Zu beschrieb es Stefanie im Jahr zwei Tausend Achtzehn gegenüber einem regionalen Fernsehsender in einem Interview geführt in dem Haus von Elfrido und Peter.
00:32:09: Ingo wiederum sprach auch mit anderen Medien und Bad um Spenden – um eine Suche nach seinen Eltern zu finanzieren.
00:32:15: Aufm Bad hat er nun doch alles, um sie wiederzufinden!
00:32:21: Doch dann kam der Tag, an dem die friedliche Welt in Schneitach brutal erschüttert wurde.
00:32:26: Am Zweiundzwanzigsten Januar zwei Tausend Achtzehn wurden Ingo und Stefanie auf offener Straße von der Polizei festgenommen – doch was war geschehen?
00:32:38: Es stellte sich heraus, dass das Leben von Ingos Familie nicht so harmonisch gewesen war wie die Nachbarn geglaubt hatten!
00:32:45: Und alles hatte begonnen als Stefanie in das Leben der kleinen Dreiergemeinschaft getreten war, denn Elfriede teilte die Begeisterung die ihr Sohn für die Zweiundzwanzigjährige verspürte, ganz und gar nicht.
00:32:58: Und Stefanie hatte offenbar selbst ein Problem damit – das Ingo seinen Eltern so nahe stand!
00:33:03: Ingos Bedingung für eine Hochzeit war jedoch, dass Stefanie in das Haus seiner Eltern zog, was sich seine Verlobte absolut nicht vorstellen konnte.
00:33:11: Wegen diesem Konflikt trennten sich die beiden sogar kurzzeitig.
00:33:15: Fanden dann allerdings schnell wieder zusammen.
00:33:18: Doch Stefanie blieb bei ihrem Standpunkt.
00:33:20: Sie wollte Ingo heiraten Aber erst bei ihm einziehen, wenn Alfredo und Peter nicht mehr in diesem Haus lebten.
00:33:27: Stattdessen lebte sie weiterhin im Haus ihrer eigenen Eltern.
00:33:33: Die Polizei erfuhr all diese Details über das Paar und bemerkte wie sonderbar es sich nach dem Verschwinden von Alfredo & Peter verhalten hatte.
00:33:41: Die Beamten bekamen das Gefühl dass sich durch das plötzliche Verschwinnen der Eltern das Leben des jungen Paares genauso entwickelt hatte, wie es die beiden gewünscht hatten.
00:33:53: Also konnte Stefanie dort einziehen und die beiden endlich heiraten.
00:33:56: Alles hatte sich für sie gefügt, könnte das sein Zufall sein?
00:34:03: Die Ermittler waren sich sicher wie einem düsteren Geheimnis auf der Spur zu sein!
00:34:07: Sie begannen, die Handys des Paares abzuhören und durchsuchten schließlich am zweiundzwanzigsten Januar zwei Tausend Achtzehn dem Tag der spektakulären Verhaftung auf offener Straße – Das Wohnhaus der vermissten Eheleute.
00:34:21: In der Garage entdeckten sie etwas was in dem vermissten Fall grausame Gewissheit brachte.
00:34:25: Denn nachdem man eine frisch eingezogene Betonmauer vorfand und diese aufbrach, entdeckte man im Beton die sterblichen Überreste von Elfride und Peter P. Sie waren seit Wochen tot und vermutlich kurze Zeit nach ihrem Versterben eingemauert worden.
00:34:45: Die Handydaten von Inge und Stephanie bestätigten die Beamten derweilen ihre Vermutung – sie waren einem brutalen Mordkomplott innerhalb des engsten Familienkreises auf der Spur.
00:34:56: Die jungen Leute hatten das ältere Ehepaar ermordet und verschwinden lassen.
00:35:20: In der Nacht des vierzehnten Dezember hatte er sich dann in das Schlafzimmer seiner Eltern geschlichen und seine dort liegende Mutter mit zwölf Hammerschlägen auf den Kopf getötet.
00:35:37: Im Anschluss hat er sich aufgemacht, seinen Vater zu ermorden – doch dieser versuchte zu fliehen, als ihm klar wurde, was sein Sohn mit dem blutigen Hammer vorhatte.
00:35:45: Nach einem erbitterten Zweikampf schaffte es irgendwo auch seinen Vater zum Erschlagen.
00:35:51: In kurzer Zeit waren die arg lose Elfriede und ihr Mann Peter beide Opfer ihres Sohnes geworden.
00:35:58: Die Tat selbst war schon grausam genug, doch nachdem er das Leben seiner Eltern beendet hatte ging Ingo erneuts Gruppe los vor.
00:36:05: Um den Doppelmord zu verschleiern wollte er die Leichen schnellstmöglich verschwinden lassen.
00:36:11: Deshalb wurden sie von ihm in Folie eingewickelt mit Plastiktüten über den Köpfen versehen und dann einfach im Garagenanbau auf ihrem Grundstück eingemauert.
00:36:24: Die Polizei war angesichts dieser grausamen Tötung und gewissenlosen Entsorgung für zwei liebenden Eltern einfach entsetzt.
00:36:31: Das Einsatzkommando hatte DNA-Spuren am Tatort sichern können und Ingo hatte kein Alibi, weshalb man sich bald sicher war, ihm seine Taten einwandfrei nachweisen zu können.
00:36:41: Doch welche Rolle spielte Ingos Ehefrau Stefanie im Mord an ihren Schwiegereltern?
00:36:47: Dass sie komplett arglos gewesen war – daran hatten die Ermittler erhebliche Zweifel!
00:36:52: Doch Stefanie war bei dem Doppelmord nicht anwesend gewesen, davon zeugte ihr Handfest das Alibi.
00:36:58: Die Nachrichten, die sie in den Wochen zuvor ausgetauscht hatten Zeigten jedoch eindeutig, dass Stefanie nicht nur von Ingos Eiskalt im Plan gewusst haben musste.
00:37:08: Die Beamten waren sich sicher, daß die Zweiundzwanzig-Jährige sogar die treibende Kraft hinter der Tötung ihrer Schwiegereltern gewesen sein mußte.
00:37:16: Was dafür sprach, war uns zum einen die Spuren von Stefanie am Leichenfondort.
00:37:21: Sie zeigten, das die junge Frau ihrem Mann im Anschluss zumindest bei der Spurenbeseitigung geholfen hatte um den Mord zu verschleiern.
00:37:28: Sie mußtete demnach früh von der verübten Tat bewusst haben!
00:37:32: Am Tag nach der Vermisstenmeldung erfüllte sie Ingo dann seinen größten Wunsch.
00:37:36: Die beiden heirateten, und sie zog zu ihm in das Haus, indem ihre Schwiegereltern ermordet und eingemauert worden waren.
00:37:43: All diese Indizien reichten aus, um das frisch getraute Ehepaar zu verhaften.
00:37:52: Nach der Festnahme war vor allem Stefanie kaum in ihrem Redefluss zu stoppen und wollte deutlich machen, dass sie mit der Tat nichts zu tun gehabt habe – stattdessen selbst Opfer gewesen sei!
00:38:03: Sie berichtete der Polizei dass sie nichts von den Morden ihres Mannes bis nach der Tat gewusst habe.
00:38:08: Im Anschluss sei sie von ihm durch Schläge gezwungen worden, ihm bei der Spurenbeseitigung zu helfen – Sie seien nur deshalb so lange bei ihm geblieben, weil sie sich vor ihm fürchtete.
00:38:18: Doch war das die ganze Wahrheit?
00:38:22: Der Prozess begann am neunzehnten Februar zwei Tausend Neunzehn vor dem Landgericht Nürnberg-Fürt.
00:38:28: Stefanie wurde wegen Anstiftung zum Mord angeklagt, während Ingo wegen zweifachen Mordes vor Gericht stand.
00:38:35: Die Verhandlung brachte weitere schreckliche Details zu den Ereignissen vor dem grausamen Elternmord zutage.
00:38:41: Stefanie und Ingo verweigerten nun beide die Aussage, doch sowohl die Ermittlungen der Polizei als auch Aussagen aus dem Umfeld der Verdächtigen zeichneten ein schockierendes Bild.
00:38:51: Man kam zu dem Schluss, dass zunächst Stefanie den Plan gefasst hatte – Ingo solle seine Eltern töten, damit nur sie allein fortan seiner einzige Bezugsperson wäre.
00:39:01: Deshalb soll sie ihren Mann zur schrecklichen Tat angestiftet haben indem sie die Heirat und ihren Einzug davon abhängig machte, dass er seine Eltern bis dahin irgendwie aus dem Weg geschafft hätte.
00:39:13: Die Anklage war sich außerdem sicher, das Stefanie nicht aus Angst gehandelt haben konnte – denn die Zweiundzwanzigjährige zog direkt nach den Morden bei Ingo ein und gab sich gegenüber Polizei- und Journalisten vollkommen arglos.
00:39:26: Außerdem konnte sie sich nach der Tat frei bewegen und nahm sogar ohne ihren Mann an Familienfeierlichkeiten teil.
00:39:33: Nichts in ihrem Verhalten.
00:39:34: nach den Morten ließ er ahnen dass Ingu sie in seiner Gewalt hatte oder in irgendeiner Weise unterjochte.
00:39:40: Stephanie hatte sogar noch bis zum achtundzwanzigsten Dezember regelmäßig in ihrer eigenen Wohnung übernachtet und kam jedes Mal freiwillig nach Schneidach zurück, auch als sie schon längst von Ingus Tat gewusst haben musste.
00:39:53: Überwachungsvideos aus der näheren Umgebung zeigten, daß sie sich völlig frei bewegte und mit ihrem Handy telefonierte.
00:39:59: Sie hätte jederzeit um Hilfe rufen können – doch das hatte sie nicht getan!
00:40:04: Den Weihnachtsabend verbrachten beide im Haus von Stefanis Eltern in Burktan.
00:40:09: Hätte sie den Mörder seiner eigenen Eltern so nah an ihre eigene Familie herangelassen, wenn sie nicht die vollständige Kontrolle über ihn gehabt hätte?
00:40:19: Auch von den heftigen Schlägen, die Sie kurz vor der Festnahme noch erlebt haben wollte, konnten Gerichtsmediziner keine Spuren finden!
00:40:27: Das Gericht stufte deshalb Ihre Behauptung aus Angst bei Ingo geblieben zu sein als unglockwürdig ein – denn es stand fest Stefanie hätte jederzeit fliehen und den Doppelmord der Polizei melden können, wenn Ingo gegen ihren Willen gehandelt hätte.
00:40:45: Auch die Chatverläufe des Paares zeigten eindeutig dass Stefanie ebenfalls vor den Morden geguggelt hatte wie man jemandem mit Gift töten kann und das sie sich anschließend in Ingo über die Erkenntnisse dazu ausgetauscht hatte.
00:40:58: Ingos Mordmotiv gab dennoch einige Rätsel auf weil man konnte nicht erklären wie er allein auf die Idee gekommen war seine Eltern zu denen er stets eine innige Beziehung gepflegt hatte, von einer Nacht auf die andere mit brutalen Mitteln zu töten.
00:41:13: Einzig die Erklärung, dass ihr diese Tat aus Liebe zu Stefanie begangen hatte um mit ihr sozusagen störungsfrei zusammenleben zu können, schien dem Gericht schlüssig.
00:41:26: und noch etwas sorgte dafür das Stefanie ganz und gar nicht als unschuldiges Opfer vom Gericht eingestuft wurde.
00:41:33: Aus ihrem Leben vor der Beziehungen mit Ingo wurden belastende Einzelheiten bekannt dass die junge Frau mit dem unschuldigen Gesicht generell nicht gerne Liebe und Aufmerksamkeit mit anderen teilte.
00:41:45: Ein Ex-Freund von Stefanie schilderte, das auch diese Beziehung durch den übersteigerten Besitzanspruch der Angeklagten geprägt gewesen war.
00:41:52: Stefani habe ständig gegen seine Schwester gehetzt, sagte der Zeuge – bis hin zu der Aussage es wäre besser, die Schwester sei tot!
00:42:03: Ingo und Stefanie wurden schließlich wegen Doppelmord und wegen Anstiftungen zum Mord zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
00:42:11: Das Mordmotiv war laut Gericht niedriger Beweggrund.
00:42:15: Und obwohl Stefanie beim Mord nicht einmal vor Ort gewesen war, kam sie genauso lang ins Gefängnis wie der Mann den Sie durch ihre emotionale Manipulation dazu angestiftet hatte.
00:42:27: Voller Selbstsucht und ohne jedes moralische Gewissen wollten die jungen Leute unbedingt zu zweit ohne Ingos Eltern in deren Haus leben.
00:42:35: Der Mord geschah, weil die Täter keine Lust mehr gehabt hatten sich mit Alfredo und Peter weiter auseinanderzusetzen.
00:42:42: In Haft trennte sich das Paar.
00:42:44: Angeblich soll Stefanie sogar schon kurz vor der Verurteilung auf Dating-Portalen, auf der Suche nach einer neuen Liebe gewesen sein.
00:42:53: Stefanie gestand ebenso niemals ihren Mann zu dem Doppelmord angestiftet zu haben und ging sogar in Berufung ohne Erfolg – sie setzt weiterhin hinter Gittern!
00:43:05: Und so endet eine Geschichte die mit Liebe begann und von Habsucht vergiftet wurde immerhin mit der Gewissheit dass die Wahrheit meistens ans Licht kommt, auch wenn manche versuchen sie mit einer Mauer ausschweigen einzusperren.
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