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Schauerstoff Compilation: Falsche Fährten

Shownotes

Manche Geschichten scheinen zunächst ganz eindeutig. Wir treffen Menschen, begleiten sie durch eine bedrohliche Situation – und glauben irgendwann zu wissen, wem wir vertrauen können. Doch manchmal reicht ein einziges Detail, um plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. In EIN FALSCHES SPIEL gerät ein Mann durch eine neue Freundschaft immer tiefer in eine Welt, die ihm zunehmend gefährlich erscheint. Danach führt uns SCHÜSSE IM WALD in die einsamen Berge Virginias, wo eine zufällige Begegnung zwischen drei Campern plötzlich eskaliert. Zwei Geschichten über Vertrauen, Täuschung – und Wahrheiten, die sich erst sehr spät zu erkennen geben.

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Zur aktuellen Folge:

Calgary und Brandon, Kanada (2003/2004) – eine zufällige Freundschaft bei einem Eishockeyspiel führt Michael Bridges in eine zunehmend zwielichtige Welt; und Dismal Creek, Virginia (2008) – drei Camper treffen in der Abgeschiedenheit der Berge aufeinander, bevor ein gemeinsames Abendessen am Lagerfeuer plötzlich in Schüssen endet.

  • Calgary und Brandon, Kanada (2003/2004) – eine zufällige Freundschaft bei einem Eishockeyspiel führt Michael Bridges in eine zunehmend zwielichtige Welt.
  • Dismal Creek, Virginia (2008) – drei Camper treffen in der Abgeschiedenheit der Berge aufeinander, bevor ein gemeinsames Abendessen am Lagerfeuer plötzlich in Schüssen endet.

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Transkript anzeigen

00:00:10: Manche Geschichten scheinen zunächst ganz eindeutig.

00:00:14: Wir treffen Menschen, begleiten sie durch eine bedrohliche Situation und glauben irgendwann zu wissen wem wir vertrauen können.

00:00:24: Doch manchmal reicht ein einziges Detail um plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen zu lassen.

00:00:32: In Ein falsches Spiel gerät einen Mann durch eine neue Freundschaft immer tiefer in eine Welt die ihm zunehmend gefährlich erscheint.

00:00:43: Danach führt uns Schüsse im Wald in die einsamen Berge Virginias, wo eine zufällige Begegnung zwischen drei Campern plötzlich eskaliert.

00:00:54: Zwei Geschichten über Vertrauen, Täuschung und Wahrheiten, die sich erst sehr spät zu erkennen geben.

00:01:19: Ein falsches Spiel.

00:01:26: Michael Bridges konnte sein Glück kaum fassen Als er sich im Herbst, in den oberen Rängen des Scotiabank Saddle Dome Stadions widerfand – dem Austragungsort eines Eishockey-Spiels auf das er sehnsüchtig gewartet hatte.

00:01:44: Er war extra hierher nach Calgary gereist die größte Stadt der kanadischen Provinz Alberta.

00:01:52: Sechshundert Meilen waren es von seinem Heimatort Brandon bis hierher in die große Stadt und zu diesem einmaligen Spiel.

00:02:02: Doch Michael hatte die lange Anfahrt gerne in Kauf genommen, zumal er wieder dafür noch für sein Eishockey-Ticket auch nur einen Dollar hatte bezahlen müssen.

00:02:13: Genau genommen hatte er den Trip zu dem Spiel inklusive einer Übernachtung vor Ort bei einem Preisausschreiben gewonnen – ein glücklicher Zufall!

00:02:22: Etwas, wovon er schon lange nicht mehr geglaubt hatte es könne ausgerechnet ihm widerfahren denn hinter Michael lagen nicht gerade berauschende Zeiten wie er sich jetzt wieder ins Gedächtnis rief.

00:02:36: Vor etwa zwei Jahren hatte seine Freundin ihn überraschend verlassen, und er hatte sich noch immer nicht richtig davon erholt.

00:02:44: Zu seiner Misere kam hinzu, dass ihm Zuge ihrer Trennung auch praktisch all seine Freunde sich von ihm abgewandt hatten – und er nun im Grunde allein dastand!

00:02:55: Und wäre das nicht genug, hatte er vor einigen Monaten auch noch seinen Job verloren und steckte nun in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten.

00:03:07: Den Gewinn dieses Preisausschreibens konnte er also mehr als gut gebrauchen.

00:03:12: Zufrieden sah Michael auf das Spielfeld und die jubelnden Menschenmassen vor ihm – noch wusste er nicht, dass er bereits in wenigen Minuten auf jemandem treffen sollte der sein Leben tiefgreifend verändern würde hin zu einer absoluten Katastrophe!

00:03:31: Er wollte sich gerade einen neuen Pinscher Bier bestellen, als ein Mann in seinem Alter sich durch die Reihen zwingte und sich auf den leeren Platz neben ihm setzte.

00:03:41: Der Mann strahlte über das ganze Gesicht, und sagte – Oh man!

00:03:45: Das ist so cool!

00:03:46: Ich habe mein Ticket bei einem Preis ausschreiben gewonnen Und bin total froh, dass ich hier sein darf Echt jetzt?

00:03:54: gab Michael erstaunt zurück.

00:03:56: Wie genial ist das

00:03:57: denn?!

00:03:58: Ich habe meinen Ticket auch gewonnen Ist ja irre, sagte der Mann und reichte ihm die Hand.

00:04:05: Ich bin übrigens Brock.

00:04:08: Michael stellte er sich ebenfalls vor.

00:04:12: Es war der Beginn eines langen Abends und einer sehr besonderen Freundschaft.

00:04:17: Die beiden Männer hatten sofort einen Draht zueinander, und schien sehr viel gemeinsam zu haben.

00:04:22: Daher schlug Brock nach dem Spiel vor, gemeinsam noch in ein Strip-Club zu gehen.

00:04:28: Michael fand die Idee klasse – hatte allerdings überhaupt kein Geld dafür in den Taschen!

00:04:35: »Kein Problem« sagte Brock.

00:04:37: «Ich halte dich frei.».

00:04:39: Und sein neuer Freund hielt Wort.

00:04:42: Bis spät in die Nacht spendierte Brock, Michael diverse Drinks und steckte den tanzenen Mädchen immer wieder Scheine zu.

00:04:50: Er schien unendlich viel Bargeld dabei zu haben – was Michael sehr verunsicherte!

00:04:55: Dieser Mann schien genau wie er aus der Arbeiterklasse zustammen.

00:04:59: Woher hatte er soviel Geld?

00:05:01: Doch zugleich war er tief beeindruckt und himmelte seinen neuen Kumpel ins Geheim dafür an.

00:05:10: Gegen drei Uhr morgens als der Strip Club allmählich die Gäste hinaus komplementierte und ihre einmalige Begegnung sich dem Ende näherte, sagte Michael.

00:05:20: Das war wirklich ein toller Abend!

00:05:22: Ich hatte so viel Spaß mit dir.

00:05:24: Aber leider muss ich morgen wieder zurück nach Brandon.

00:05:27: Echt schade, dass wir uns nicht widersägen

00:05:29: können.".

00:05:31: Brock machte daraufhin große Augen und pustete beinah sein Bier über den Tresen.

00:05:35: «Nachst du Witze?

00:05:37: Hast Du gerade Brandon gesagt?

00:05:39: Genau dort muss ich in ein paar Monaten für die Arbeit hinziehen.».

00:05:44: Michael konnte seinen Blick kaum fassen.

00:05:47: Nicht nur hatte er endlich einen neuen Freund gefunden, der genauso tickte wie er.

00:05:51: Er hatte nun auch die Aussicht darauf, dass er diesen Freund regelmäßig sehen konnte!

00:05:58: Die beiden Männer bestellten eine letzte Runde und schmiederten einen Pakt.

00:06:02: Michael versprach, Brock bei der Apartment-Suche in Brandon zu helfen – und Brock wiederum sagte zu dem chronisch klammen Michael ein Job bei seinem Arbeitgeber zu verschaffen.

00:06:14: Sie reichten sich die Hände.

00:06:22: Drei Monate später, im Dezember zwei Tausend drei fand Michael sich auf dem Beifahrersitz von Brocks Wagen wieder und die beiden fuhren gemeinsam durch Brandon.

00:06:33: Sie kamen gerade von ihrem Lieblingsdeiner – und Brock war in Begriff, Michael nach Hause zu fahren!

00:06:39: Alles war genau so gelaufen wie die beiden Männer es zusammen im September in dem Strip-Club im Calgary ausgeheckt hatten.

00:06:47: Brock war nach Brandon gezogen, Michael hatte ein Apartment für ihn gefunden und Brock wiederum hatte seinem neuen Kumpel einen Posten bei seinem Arbeitgeber verschafft.

00:06:57: Eigentlich war alles perfekt, wenn nur dieser neue Job bei Brock's Firma nicht einen gewissen Haken gehabt hätte.

00:07:04: Michael wurde den Eindruck nicht los dass es sich um ein zwielichtiges Unternehmen handelte das in irgendwelche kriminellen Machenschaften verwickelt war.

00:07:13: Das lag nicht zuletzt an der Nebulösen Aufgabe die man ihm zugeteilt hat.

00:07:18: Im Grunde war Michael als Lieferdienst für diese Firma tätig.

00:07:22: Den lieben langen Tag sollte er zahlreiche Pakete im Umkreis von Brenton austragen.

00:07:27: Das war an sich nicht besorgniserregend, allerdings hatte Brock ihm eingeschärft niemals ohne Ausnahme in die Pakete hineinzusehen oder auch nur zu Mutmaßen was ich darin befinden könnte.

00:07:41: Brock hat ihm diese Anweisung mit so viel Nachdruck gegeben dass Michael schnell dämmerte das hier sich mit seinem neuen Job womöglich ein gefährliches Fahrwasser begab.

00:07:50: Doch die Bezahlung war gut und kam regelmäßig.

00:07:53: Endlich hatte er finanziell wieder ein wenig Land in Sicht!

00:07:57: Und überhaupt machte er sich überhaupt strafbar, wenn er schlicht einer Anweisung folgte – und ehrlich nicht wusste – was genau er da eigentlich an zahlreiche Adressen zustellte?

00:08:11: Entsprechend hatte er sich also mit der Situation arrangiert und beschlossen, Brock keine weiteren Fragen zu dem Thema zu stellen.

00:08:18: Diese Haltung wurde jedoch als bald erschüttert, als Michael an jenem Tag im Dezember neben Brock im Auto saß und dessen Handy auf einmal klingelte.

00:08:28: Brock nahm ab, und setzte sofort einen ernsten Tonfall auf.

00:08:33: Er verlor nicht viele Worte, stimmte dem Anrufer nur ein paar Mal zu und sagte dann – Keine Sorge!

00:08:39: Ich kümmere mich sofort darum!

00:08:41: Bevor er auflegte an der nächsten Kreuzung eine New Turn machte und mit überhöhter Geschwindigkeit in die entgegengesetzte Richtung fuhr.

00:08:51: Michael saß nervös auf den Beifahrersitz und beobachtete seinen Freund Der kein Wort über das Verlohr, was der Anrufer ihm gerade aufgetragen hatte.

00:09:00: Also schwieg Michael ebenfalls und fragte sich angespannt, was Brock nun vorhatte.

00:09:06: Die Fahrt dauerte nur einige Minuten bevor der Wagen vor einem schäbigen kleinen Motel zum Stehen kam.

00:09:13: Brock schaltete den Motor aus und sagte zu Michael lediglich – Du wartest hier!

00:09:17: – Bevor er aus dem Auto stieg und auf den Eingang des Motels zusteuerte.

00:09:23: Brock drückte die Eingangs-Tür zum Motel auf.

00:09:26: Offenbar war sie nicht abgeschlossen.

00:09:29: Sofort eilte von drinnen jedoch eine fraumittlerin Alters herbei, die versuchte, Brock die Tür vor der Nase zuzusperren.

00:09:37: Damit hatte sie jedoch keinen Erfolg, zumal sie körperlich unterlegen war und Brock anscheinend unmittelbar nach ihr auf der Suche gewesen war.

00:09:46: Die Frau versuchten wieder ins Innere des Gebäudes zu flüchten doch Brock hielt sie fest und zog sich schließlich an den Haaren raus auf die Veranda.

00:09:54: Hier fackelte er nicht lange und schlug sie brutal zusammen.

00:09:59: Michael konnte selbst vom Auto aussehen, wie die Frau Blut spuckte, nachdem sein Kumpel ihr ein paar heftige Haken links und rechts versetzt hatte.

00:10:08: Er war vollkommen schockiert!

00:10:10: Was zur Hölle machte Brock da?

00:10:12: Warum verprügelte er die Frau am hellichten

00:10:14: Tage?!

00:10:15: Und was wenn jemand ihn dabei sah?

00:10:20: Panisch sah Michael sich um – der Parkplatz des Motels war menschenleer und auch sonst schien niemand etwas mitbekommen zu haben….

00:10:29: Irgendwann ließ Brock schließlich von der brutal zugerichteten Frau ab, ließ sie blutüberströmt und verletzt liegen und ging zurück zum Wagen.

00:10:38: Wortlos stieg er ein, drehte den Zinsschlüssel und fuhr mit quitschenden Reifen vom Parkplatz.

00:10:44: Die ganze Fahrt überschwieg er weiter – und richtete erst wieder das Wort an Michael als er ihn vor dessen Apartment abgesetzt hatte.

00:10:52: »Du sprichst mit niemandem über das was du gerade gesehen hast!

00:10:56: Klar?« sagte er in forderndem Tonfall zu Michael der als Antwort nur Stuhl nickte.

00:11:02: Völlig unter Schock und verunsichert blieb er auf dem Bürgersteig stehen, nachdem Brock mit seinem Wagen davon gebraust war.

00:11:10: Was sollte er nun tun?

00:11:15: In den folgenden Tagen begriff Michael mehr und mehr, dass er sich in einer absoluten Zwickmühle befand.

00:11:22: Er hatte nun ein offenkundiges Verbrechen bezeugen müssen – Ein Verbreche, das sein neuer Beste und einziger Freund begangen hatte.

00:11:30: Den konnte er nicht einfach verraten, zumal er sicher war dass er sich damit noch weitere Schwierigkeiten einhandeln würde.

00:11:38: Wer oder was auch immer hinter dieser ominösen Firma steckte, mit diesen Leuten legte man sich besser nicht an.

00:11:45: Hinzu kam das er nach wie vor das Geld dringend brauchte.

00:11:49: Wenn er Brock verriet wäre er seinen lukrativen Arbeitsplatz einen für alle mal los und das wollte Michael auf gar keinen Fall.

00:11:57: also beschloss er sich am Brocks Wort zu halten und stillschweigen zu bewahren Auch wenn es moralisch gesehen das absolut Falsche war.

00:12:11: Wieder gingen einige Wochen ins Land, und so Maikels Erleichterung passierte in Blocks Gegenwart nichts mehr – was ihn irgendwie in einen größeren Gewissenskonflikt gebracht hätte.

00:12:21: Er lieferte weiter die Pakete mit dem mysteriösen Inhalt aus, polor darüber kein Wort, stellte keine Fragen und freute sich über die Gehaltsschechs, die sein Freund ihm regelmäßig und zuverlässig zusteckte.

00:12:35: Im Februar Also zwei Monate nach dem brutalen Übergriff auf die unbekannte Frau, trafen sich die beiden Männer wieder zum Lunch in ihrem Lieblingsteiner.

00:12:46: Brock war gut drauf, scherzte viel mit Michael und der begann, sich ermählich wieder zu entspannen.

00:12:53: Vielleicht war dieser brutale Zwischenfall ja nur eine einmalige Sache gewesen – nicht schön anzusehen!

00:12:59: Aber für dieses einem Mal konnte er sicher die Augen davor verschließen.

00:13:05: Brock ward zu ihm schließlich in den vergangenen Monaten wie ein Bruder gewesen.

00:13:10: Als sie bei einem Espresso angelangt waren, senkte Brocky doch die Stimme und sprach leise.

00:13:16: Weißt du?

00:13:17: Ich habe nachgedacht!

00:13:19: Vielleicht ist es an der Zeit, dass du nun auch mal den Boss kennenlernst.

00:13:25: Michael merkte überrascht auf und lächelte dann nervös.

00:13:29: Wie jetzt – ist das dein

00:13:31: Ernst?!

00:13:33: Aber klar doch gab Brock zurück und fügte dann hinzu.

00:13:37: Die vergangenen Monate waren quasi wie ein Test was deine Loyalität usw.

00:13:42: angeht….

00:13:43: Wir hatten dir gesagt, schau nicht in die Pakete und das hast du nicht getan.

00:13:49: Und glaub mir wir haben es genau überprüft!

00:13:54: Ein kurzer Schauer fuhr Michael über den Rücken doch er sagte nichts.

00:13:58: Hatten Brock und sein Chef ihn etwa überwacht?

00:14:03: Und was die Sache in dem Motel angeht vor Brocken fort.

00:14:07: wirklich eine hässliche schmutzige Angelegenheit.

00:14:11: In seinem Ton lag nun fast so etwas wie Bedauern weil er die unbekannte Frau so heftig zusammengeschlagen hatte.

00:14:17: Aber glaub mir, ich hatte keine Wahl.

00:14:20: Sie hatte es nicht anders

00:14:21: verdient.".

00:14:25: Michael nickte nachdenklich und trank einen Schluck Espresso.

00:14:29: Es gab niemanden den er sonst hätte fragen können – also musste er Brock wohl oder übel glauben!

00:14:36: Jedenfalls nahm Brock nun wieder den Faden auf und wickelte den Keks aus der Plastikfolie, den es gratis zum Café dazu gab?

00:14:44: Jedenfals hast du bewiesen, dass du verschwiegen bist.

00:14:47: Diskret, das wir dir vertrauen können….

00:14:51: Von daher ist es wohl an der Zeit, ihr eine wichtigere Aufgabe zuzuteilen und dir entsprechend mehr zu bezahlen.

00:14:58: Deswegen möchte ich dir gerne den Boss

00:14:59: vorstellen.".

00:15:02: »Okay, wie du meinst!« gab Michael nun zurück und fühlte sich sichtlich geschmeichelt.

00:15:08: Die Aussicht auf mehr Geld gefiel ihm natürlich umso mehr.

00:15:15: Da wäre jedoch noch eine Sache, schob Brock hinterher und rührte konzentriert in seiner mittlerweile leeren Espresso-Tasse.

00:15:23: Dann blickte er sich kurz um, um sicher zu sein, dass niemand ihnen zuhörte.

00:15:29: Unser Geschäft ist hart, weißt du?

00:15:31: Und manchmal muss man Dinge mit ansehen oder sogar selbst tun die einem eigentlich zu wider sind weil sie einfach getan werden müssen.

00:15:41: Vor Michaels innerem Auge flackerte das Bild der blutüberströmten Frau auf.

00:15:47: Er schluckte und um ehrlich zu sein habe ich da meine Zweifel ob Du für diese Aufgaben wirklich mans genug bist Fügte Brock nun hinzu.

00:15:59: Du bist loyal, du bist zuverlässig aber bist du auch taff genug?

00:16:04: Ich weiß es nicht!

00:16:07: Er legte seinen Kaffee-Löffel zur Seite und sah Michael fest in die Augen.

00:16:11: Der wusste instinktiv dass er den Blick seines Freundes nun standhalten musste Und das er sich nun wohl oder übel beweisen musste.

00:16:20: Brock schien ihn offenbar für zu weich und ängstlich zu halten um in diesem Business mitmischen zu können Und das forderte ihn regelrecht heraus.

00:16:32: Es ärgerte Michael, daß sein Kumpel so über ihm dachte und ihn anscheinend nicht als ebenwürdig ansah.

00:16:40: Was wußte Brock denn bitte schön über ihn?

00:16:43: Die beiden kannten sich gerade mal ein paar Monate!

00:16:46: Vielleicht war es an der Zeit, ein bisschen weniger Bescheiden aufzutreten.

00:16:51: Vielleicht sollte er etwas mehr von sich preisgeben, damit sein Freund verstand, dass er durchaus hart genug für den nächsten Job bei seinem Boss war.

00:17:02: Weißt du begann Michael leise und setzte nun eine ähnlich verschwörere Gemine auf.

00:17:08: Ich hätte da tatsächlich eine Geschichte für dich, die beweist, dass ich viel härter im Nehmen bin als du

00:17:14: glaubst.".

00:17:18: »Ach so?« fragte Brock überrascht zurück und hob die Augenbrauen.

00:17:23: Über seine Lippen huschte ein leicht amüsierter Ausdruck, das Michael nur umso mehr reizte.

00:17:29: Der Kerl schien ihn wirklich für einen Schlappschwanz zu halten.

00:17:33: Dann schieß mal los – ich bin echt gespannt!

00:17:36: Brock lehnte sich in seinem Stuhl zurück und fixierte Michael mit ausdruckslosen Augen.

00:17:42: Und der begann zu erzählen!

00:17:45: Während Michael nun Stück für Stück seine Geschichte preisgab, zeichnete sich auf Pox Gesicht von Überraschung über Unglauben bis hin zur völliger Entgeisterung so ziemlich jede denkbare Reaktion ab – und als Michael fertig war und nun sein Gegenüber ebenso eindringlich taxierte, meinte er bei Brock auf einmal einen Hauch von Unsicherheit wahrzunehmen.

00:18:09: Doch der sammelte sich schnell wieder und lächelte zufrieden.

00:18:13: »Okay!« sagte er, und reuspatte sich.

00:18:17: »Da habe ich dich wohl falsch eingeschätzt.

00:18:19: Gib mir zwei oder drei Tage?

00:18:21: Und dann treffen wir gemeinsam den Boss.«.

00:18:28: Brock hielt Wort.

00:18:30: Zwei Tage nach ihrem intensiven Gespräch um Deine rief er Michael an und sagte, sie würden den Boss in einer Stunde in einem schicken Hotel treffen – und nannte ihm sogleich die Adresse.

00:18:42: Die Nervosität kocht Michael nun wieder über die Zehenspitzen bis hoch ins Rückenmark.

00:18:47: Was, wenn der Boss seine Geschichte für einen Bluff fehlt?

00:18:51: Und wollte er sich wirklich so tiefgreifend ins organisierte Verbrechen verstricken, sollte er nicht besser aussteigen bevor es zu spät war!

00:18:59: Doch er wusste, dass er jetzt nachdem er sich Brock so sehr anvertrot hatte sowieso nicht mehr zurück konnte.

00:19:07: Also nahm er seine Jacke vom Haken und machte sich zu Fuß auf dem Weg zum Hotel.

00:19:16: Dort angekommen, entdeckte er Brock sofort.

00:19:18: Der in der Lobby bereits auf ihn wartete.

00:19:21: Das Hotel war wirklich edel und schick Und Michael fühlte sich in seiner einfachen Arbeiterkleidung sofort viel am Platz.

00:19:29: Auch Brock sah heute deutlich förmlicher gekleidet aus als sonst.

00:19:33: Oh Mann!

00:19:34: Hätte er sich für den Boss vielleicht in Schale werfen müssen?

00:19:37: Warum hatte Brock ihm nichts gesagt?

00:19:40: Doch sein Freund verlor kein Wort über einen möglichen Dresscode Wie es ihm stattdessen den Weg zum Fahrstuhl.

00:19:47: Wir treffen den Boss in einer der Sweeten, sagte er lächeln.

00:19:52: Michaels Anspannung wuchs, während sie in den Lift stiegen und dieser sie bis ins oberste Geschoss des Hotels beförderte.

00:19:59: Vor der Tür der Sweet schlug Michael das Herz nun bis zum Hals und machte sogleich einen Satz der Enttäuschung nach dem Brock die Tür geöffnet hatte.

00:20:09: Die wunderschöne Sweet vor ihnen war vollkommen unangetastet – und offenbar war noch niemand da!

00:20:15: Wo ist denn der Boss?

00:20:17: fragte Michael nervös.

00:20:21: Der Boss wartet auf niemanden, gab Rock routiniert zurück und griff sich eine Traube aus dem Obstkorb auf der Anrichte.

00:20:29: Wir warten hierauf

00:20:30: ihn.".

00:20:34: Michael solfste laut Hörber.

00:20:36: Er hatte das ja eigentlich schnell hinter sich bringen wollen!

00:20:39: Und nun mußte er noch Gott weiß wie lange hier auf heißem Kohlen sitzen, bis der Boss ihm einer Audienz gewähren würde.

00:20:47: Sein Freund schien derweil seine Gedanken lesen zu können.

00:20:51: »Du bist ganz schön nervös oder?«.

00:20:54: Michael nickte stumm.

00:20:56: Es fiel ihm schwer, das auch noch zuzugeben.

00:20:59: Aber verbergen konnte er es ohnehin nicht vor Brock!

00:21:03: Der schien derweil regelrecht mitgefühl mit seinem Freund zu haben.

00:21:07: Das verstehe ich, Kumpel.

00:21:09: Mir ging's vor vielen Jahren auch mal so... aber hey, ich hab da eine Idee….

00:21:14: Wie wärs?

00:21:14: Wenn du mir deine Story einfach nochmal

00:21:16: erzählst?!

00:21:17: So als Trockenübung!

00:21:19: Im Deiner haste mich damit echt aus den Socken gehauen und wir wollen doch genau denselben Effekt bei dem Boss erreichen, damit er genauso beeindruckt ist.

00:21:30: Da war was dran.

00:21:30: Wenn er den Boss wirklich überzeugen wollte, musste er bei seiner Geschichte nun selbstbewusst klotzen und nicht kleckern.

00:21:39: Da kam ihm seine Nervosität natürlich gehörig in die Quere – womöglich würde der Boss ihm die ganze Sache nicht einmal abnehmen!

00:21:48: Also ließ Michael sich auf den Vorschlag ein und erzählte von Neuem seine Geschichte, die ihn zweifelsohne als harten Kerl charakterisierte.

00:21:57: Brock hörte seinem Freund wieder aufmerksam zu und schien sich sogar an kleine Details zu erinnern, die Maike ihm beim ersten Mal erzählt hatte, ihm nun aber durch seine Aufgeregtheit wieder entfallen waren.

00:22:10: Dank Brock konnte er die Story vollständig rekonstruieren – und war tatsächlich innerlich wieder vollkommen ruhig als er sie noch einmal in voller Länge erzählt hatte!

00:22:23: Und just nachdem er seinen letzten Satz beendet hatte klopfte es leise an der Tür.

00:22:30: »Da ist er ja endlich« sagte Brock erfreut und sprang aus seinem Sessel auf.

00:22:35: Er machte ein paar lange Schritte in Richtung Eingang und öffnete die Tür zur Suite.

00:22:40: Doch zu Michaels großer Überraschung stand dort nicht etwa der Boss, auf den er und Brock so lange gewartet hatten.

00:22:48: Dort stand einen Sondereinsatzkommando der kanadischen Polizei das sogleich auf ihn zustürmte.

00:22:55: Michael Bridges?

00:22:56: Sie sind verhaftet!

00:22:59: Dann klickten die Handschellen.

00:23:05: Der Mann namens Brock, den Michael beim Eishockey Spiel kennengelernt hatte War kein zwielichtiger Gauner.

00:23:13: Er war ein verdeckter Ermittler bei der kanadischen Polizei.

00:23:17: Lange hatte diese versucht, Michael Bridges bezüglich eines schrecklichen Verbrechens Ding festzumachen – doch es hatten stets Beweise gefehlt!

00:23:27: Also hatte man eine geheime Operation ausgeheckt um ihn schließlich doch noch zu überführen.

00:23:33: Die Reise und die Hockeykarten, die Michael gewonnen hat waren ebenso fingiert wie seine dortige Begegnung mit Brock der ihm eine neue Arbeit in seiner Heimatstadt Brennen versprach.

00:23:45: Gleiches galt für den ominösen Paketjob, den Michael für Brock ausführen sollte.

00:23:50: In den Paketen befand sich lediglich kiloweise Mehl so dass Michael bestenfalls glauben sollte er sei ein Drogenkurier.

00:23:59: auch den sagenumwobenen Boss gab es natürlich nicht und die Frau, die Brock in dem schäbigen Motel zusammengeschlagen hatte bei einer Kollegin von der Polizei.

00:24:09: sie hatten diesen Stand viele Male geübt und der verkleideten Polizistin Kapsel mit Kunstblut in den Mund gesteckt, damit alles möglichst realistisch wirkte.

00:24:20: Der verdeckte Ermittler und sein Team hatten all das konstruiert und minutiös geplant um sich über viele Monate das Vertrauen von Michael Bridges zu erschleichen und ihn schließlich zu einem Geständnis zu bewegen dessen schrecklicher Inhalt von versteckten Kameras und Mikros in der Hotelsuite schliesslich mit geschnitten wurde.

00:24:44: Wie bereits erwähnt hatte Michaels Freundin Aaron Shawnee sich zwei Jahre zuvor von ihm getrennt.

00:24:52: Der hatte sich allerdings nicht damit abfinden wollen, zumal sie den damals einundzwanzigjährigen zwischenzeitlich wegen Belästigung angezeigt hatte.

00:25:01: In einer Auseinandersetzung schlug und wirkte er seine Ex-Freunden schließlich bis zur Bewusstlosigkeit.

00:25:08: Dann bekam er Panik und ertrosselte sie mit einem Kabel – bevor ihr ihren Leichnam anschließend in einen frisch ausgehobenen Grab auf dem Friedhof seiner Heimatstadt versteckte.

00:25:21: Nach seinem unbeabsichtigten Geständnis und seiner spektakulären Festnahme gab Michael Bridges endlich das Versteck von Aaron's Leichepreis, sodass die Polizei diese Bergen und vernünftig bestatten lassen konnte.

00:25:35: Michael Bridgetts bekam lebenslänglich – und Aarons Familie konnte dank den besonderen Engagement dieser einmaligen Undercover-Aktionen der kanadischen Polizei endlich mit diesem schrecklichen Kapitel abschließen und ein wenig Frieden finden, einen Frieden und eine Gewissheit die sie seit über zwei Jahren so dringend benötigt hatten.

00:26:08: Von Kanada geht es nun in einer abgelegene Bergregion im US-Bundestadt Virginia.

00:26:14: Dort hofft ein allein reisender Camper eigentlich nur auf etwas zu essen und ein bisschen Gesellschaft.

00:26:21: tatsächlich begegnet er zwei Männern die ihn sogar zum Abendessen einladen Doch die friedliche Nacht am Lagerfeuer nimmt eine völlig unerwartete Wendung.

00:26:40: Schüsse im Wald!

00:26:46: Es war bereits gegen einundzwanzig Uhr, als Melissa Miller und ihre beste Freundin Karen bei einem gemeinsamen späten Abendessen zusammen saßen – und plötzlich ein lautes Klopfen an der Haustür, die beiden Frauen hochschrecken ließ.

00:27:02: Melissa hatte häufig noch Abendsbesuch da sie allein stehend war und ihr Haus in der Bergregion Dismal Creek einer entlegenen Ecke im US-Bundestadt Virginia alleine bewohnte.

00:27:14: Der nächste größere Ort war mindestens eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt und wenn jemand so spät am Abend noch an ihre Tür klopfte, hatte dies für gewöhnlich nichts Gutes zu bedeuten.

00:27:27: Die beiden Frauen sahen einander an einen kurzen Moment lang hoffend das Klopfen sei nur falscher Alarm gewesen und würde wieder verstummen doch stattdessen setzte es umso heftiger lauter und unnachgebiger wieder ein.

00:27:43: Melissa spürte die Nervosität in sich aufsteigen, sie nickte ihrer Freundin zu und erhob sich langsam, beinah lautlos von ihrem Platz.

00:27:54: Geräuschlos bahnte sie sich ihren Weg in den Flur in Richtung der Eingangstür.

00:27:59: Wer auch immer da draußen stand pochte und hemmerte mittlerweile noch energischer gegen das dicke Eichenholz.

00:28:05: Dann vernahm sie eine männliche Stimme, Helfen Sie uns!

00:28:13: Wir wurden angegriffen.

00:28:17: Melissa warf einen Blick in Richtung des Esszimmers, wo Karen immer noch wie angewurzelt saß und sie mit weit aufgerissenen Augen anstarte.

00:28:25: Es war klar dass die beiden Frauen das selbe dachten.

00:28:29: Da draußen stand niemand der ihre Hilfe brauchte.

00:28:32: Stattdessen hoffte die Person offenbar Dass sie auf einen Trick reinfallen würden Der bei Raubüberfällen häufig angewandt wird.

00:28:40: Die Täter simulieren eine Notsituation Und kriegen so das Opfer dazu die Tür schließlich doch zu öffnen.

00:28:49: Doch nicht mit Melissa!

00:28:51: Wie um sich selbst zu bestätigen, schüttelte sie energisch den Kopf als das Flehen des Mannes erneut einsetzte.

00:28:58: Solange hatte sie in dieser abgeschiedenen Region schon gelebt, um nun einem so alten Trick auf den Leim zu gehen.

00:29:05: Bitte versuchte der Mann es wieder – wir sind beide schwer verletzt?

00:29:10: Melissa konnte hören wie ihm immer mehr die Stimme wegbrach.

00:29:14: Er klang wirklich entkräftet und hilflos Und noch etwas fiel ihr auf.

00:29:19: Sie kannte diese Stimme!

00:29:22: Nicht aus ihrem direkten Umfeld, aber sie hatte sie definitiv schon einige Male in ihrem Leben gehört.

00:29:30: Zögerlich ging sie nun doch zur Haustür, ließ die Kette vorgelegt und öffnete die Tür einen Spalt.

00:29:36: Dort draußen stand ein Blut überströmter Mann.

00:29:39: Er war dermaßen mit Blut beschmiert und besudelt, dass sie ihn beinah nicht erkannt hätte.

00:29:45: Doch nach einem kurzen Zögern hatte sie keinen Zweifel mehr – der Mann kam aus ihrer Region und war der Ex-Freund einer weiteren Freundin von Melissa.

00:29:54: Sie hatte ihn einige Male bei ein paar Dorffesten gesehen, allerdings nie mehr als ein paar Worte mit ihm gewechselt.

00:30:01: Etwa zwanzig Meter hinter ihm stand sein Pickup quergeparkt mitten auf der Straße – und beide Türen standen offen.

00:30:09: Im Inneren des Fahrzeugs erkannte Melissa einen weiteren Mann, der offenbar ebenfalls schwer verletzt war.

00:30:15: Auch der Verletzter auf ihrer Veranda verstand nun mit einem Mal, dass er unwissentlich bei einer bekannten Umhilfe gebeten hatte Und ein Anflug von Erleichterung zeigte sich auf seinem blutverklebten Gesicht.

00:30:27: «Schnell ruft die Polizei!« beschwor er die beiden Frauen, dann brach er zusammen und verlor das Bewusstsein.

00:30:40: Einige Stunden zuvor am frühen Nachmittag des sechsten Mai-Mai-Jahrs war der fiftyfünfzigjährige Ricky Williams in der Region von Dismill Creek unterwegs gewesen.

00:30:52: Genauer hatte er hier schon seit einigen Wochen kampiert Denn er liebte diese Gegend für ihre unbändige Schönheit.

00:30:58: Nur er, die Natur und sein getreuer Hund waren für Ricky alles was er brauchte.

00:31:05: Naja fast alles!

00:31:07: Denn seit einigen Tagen wurde eine Sache für den Camper immer dringlicher Seine Vorräte waren inzwischen komplett aufgebraucht Und er wurde langsam sehr hungrig.

00:31:17: Also warf er an jenem Vormittag seine Route In dem gleichnamigen Dismal Creek River ein paar frische Forellen für sich und seine treue Fellnase zu fangen.

00:31:29: Doch das Anglerglück ließ offenbar auf sich warten, und während Ricky dort auf einem Stein hockte und die Zeit verstrich, sah er sich immer wieder nervös um sobald er einen Rascheln im Unterholz oder einen Knacken der Äste vernahm – einerseits hoffend, andererseits ein bisschen angespannt.

00:31:47: Zum einen hoffte er darauf vielleicht bald auf andere Camper- oder Wanderer zutreffen.

00:31:53: Nach Tagen und Wochen der Isolation Nicht nur eine willkommene Abwechslung für Ricky, denn zu seinem Glück gibt es Indysmal Creek.

00:32:00: Genauer auf dem gesamten Appalachian Trail der im Osten der USA stolze drei tausend fünfhundert Kilometer umfasst – eine goldene Regel!

00:32:10: Wer unterwegs auf diesem Wanderweg in Not gerät und Hilfe benötigt kann sich immer vertrauensvoll an andere Wanderer oder Camper wenden.

00:32:19: Und wer wiederum unterwegs auf einer Person in Not trifft hat die unausgesprochene Verpflichtung dieser auf jeden Fall zu helfen.

00:32:28: Entsprechend inständig wünschte Ricky sich also, dass irgendjemand das Weges kam.

00:32:33: Denn das hätte für ihn bedeutet, daß er womöglich schneller an etwas zu essen käme und nicht mehr Stunden lang dort am Fluss ausharren müsste – nicht wissend ob er in diesem Tag überhaupt noch etwas fangen würde!

00:32:46: Zum anderen war der fifty-fünfzigjährige sich absolut bewusst, dass die Region, in der er sich befand eine berüchtigte Geschichte hatte.

00:32:55: Damals im Jahr waren nur wenige Meilen entfernt, zwei Wanderer brutal überfallen und ermordet worden.

00:33:03: Der Täter – ein gewisser Randall Lee Smith – hatte zuerst mit einem Messer auf das Paar eingestochen und es anschließend kaltblütig erschossen.

00:33:11: Dann hat er ihn zwar später verhaftet und er hatte hinterher seine Strafe im Gefängnis abgesessen jedoch war Randall Leigh Smith seit nineteenhundertsechsundneinzig wieder auf freiem Fuß.

00:33:23: Hatte es ihm vielleicht zurück in diese Gegend gezogen?

00:33:28: Ricky kratzte sich nachdenklich den rauswachsenden Bart, als er hinter sich wieder einen Ast knacken hörte.

00:33:35: Erschrocken fuhr er herum!

00:33:37: Wenige Meter hinter ihm war ein Mann mittler in Alters auf die Lichtung getreten – mit einer Angelroute im Gepäck.

00:33:46: Er leichtert atmete der fifty-gierige auf.

00:33:49: Der Fremde setzte auch direkt ein Lächeln auf und trat ein paar Schritte auf ihn zu.

00:33:54: »Hei ich wollte dich nicht erschrecken«, er hielt ihm die ausgestreckte Hand hin.

00:33:58: Ich bin Scott Ricky ergriff sie und erwiderte höflich.

00:34:02: – Angenehm, ich bin Ricky!

00:34:05: Die beiden machten ein wenig Smalltalk, sprachen über die wunderschöne Region ihre Erfahrungen als Wildcamper und natürlich auch übers Angeln.

00:34:13: für Ricky die perfekte Überleitung.

00:34:16: Weißt du?

00:34:17: hob er an und zeigte dabei mit den Augen auf seinen leeren Beutekorb.

00:34:22: Bei mir hat heute noch so gar nichts angewissen Und ich sterbe langsam echt vor Hunger.

00:34:27: Ricky lachte nervös.

00:34:29: Kannst du mir vielleicht mit einer Kleinigkeit zu Essen aushelfen, Kumpel?

00:34:33: Völlig egal was.

00:34:34: Hauptsache ich habe irgendetwas im Magen!

00:34:39: Sein Gegenüber Scott musterte den fifty-jährigen Kurz.

00:34:43: Ricky hatte wirklich nicht übertrieben.

00:34:45: Nach zahlreichen Wochen in dem Wald und der vielen körperlichen Ertüchtigung sah er wirklich ziemlich abgemagert um nicht zu sagen verwahrlost und ausgehungert aus.

00:34:54: Er brauchte definitiv etwas zu essen Und natürlich war auch Scott der Hilfe Codex des Appellation Trail Mehr als bekannt.

00:35:03: Klar, Kumpel!

00:35:04: Ich helfe

00:35:04: dir!"

00:35:05: antwortete Scott und öffnete seinen Rucksack.

00:35:08: Er warf Ricky zwei Tüten Chips und einen Softdrink hin.

00:35:12: Ricky ihres sofort eine der Töten auf- und futterte die gesamten Chipps mit weniger Minuten.

00:35:17: Endlich hatte er wieder was im Bauch – er fühlte sich deutlich wohler.

00:35:21: Doch es wurde noch besser.

00:35:23: Scott war offenbar auch hierher gekommen um zu angeln und ein paar Forellen für das Abendessen zu fangen.

00:35:29: Also ließ er sich neben Ricky nieder und für die kommenden Stunden hielten sie gemeinsam ihre Routen ins Wasser.

00:35:38: Der fünftigjährige freute sich, dass er endlich jemandem zum Plaudern gefunden hatte – und er erfuhre nun, da Scott nicht allein in Dismal Creek unterwegs war!

00:35:47: Stattdessen kampierte er mit einem Freund nur wenige Minuten von ihrem Angelspot entfernt.

00:35:52: Während Scott Fischen gegangen war, kümmerte der Freund sich um ihr Camp und wollte schon bald ein Lagerfeuer entzünden, um die gefangenen Forellen zuzubereiten.

00:36:01: Denn anders als Ricky allein hatte er gemeinsam mit Scott nun doch Angler Glück und es bissen jede Menge Forellen an, so dass die beiden schlussendlich zwei randvolle Körbe voller Fisch hatten.

00:36:13: Vielleicht ja ein gutes Omen in Bezug auf ihren freundschaftlichen Kontakt?

00:36:18: Nun der sollte leider schon bald wieder ein rasches äußerst brutales Ende finden!

00:36:26: Es dämmerte bereits, als Ricky und Scott ihre Routen schließlich einholten und ihre Sachen zusammenpackt.

00:36:33: Hey!

00:36:34: sagte Scott plötzlich Ist doch mit uns zusammen noch Abendbrot!

00:36:37: Wir haben neben dem Fisch noch ein paar Konserven und einen erstklassigen Whiskey.

00:36:43: Ein Lächeln huschte über Ricky's Gesicht, das ließ er sich natürlich nicht zweimal sagen.

00:36:48: So konnte er nicht nur auf ein vollwertiges Abendessen hoffen sondern bestenfalls auf noch mehr nette Gesellschaft.

00:36:57: Im Halbdunkeln trotteten die Männer zurück über den Wandapfad der Scott am Nachmittag zu Ricky auf die Lichtung am Wasser geführt hatte.

00:37:04: Sie waren gerade ins Gespräch vertieft Als Scots Rute sich plötzlich in einem Ast vorfing, der relativ niedrig über den Waldweg kragte.

00:37:12: Bricky blieb ebenfalls stehen um Scots zu helfen – doch der winkte lächelnd ab!

00:37:17: Nicht nötig ich krieg das hier schon alleine hin.

00:37:20: Geh du schon vor und hilfe meinem Kumpel mit den Forellen und dem Feuer.

00:37:23: Ich hab mittlerweile auch echt einen Bären-Hunger.

00:37:27: Okay wie du meinst gab Bricky zurück und bemühte sich seine Unsicherheit zu kaschieren.

00:37:33: Er war noch nie gut darin gewesen fremder einfach so anzusprechen und auch noch ohne Vorwarnung.

00:37:38: Er ist recht nicht, wenn es wie jetzt Stockdunkel war.

00:37:45: Zögerlich ging Ricky weiter den schmalen Waldweg entlang und konnte schon bald in der Ferne ein orangschrotes Lagerfeuer aufleuchten sehen.

00:37:54: Je mehr er sich der Lichtquelle näherte umso mehr gewann auch das darum aufgeschlagene Lager aus Zelten immer mehr an Kontur.

00:38:01: Das musste also der Platz sein wo Scott und seinen Freunden kampierten Und tatsächlich sah Ricky mittlerweile auch eine Gestalt neben dem Feuer auf einem Baumstumpf sitzen.

00:38:11: Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, war dass diese Gestalt ein riesiger Kuloss war.

00:38:17: Der Mann der dort saß, war mindestens zwei Meter groß und einhundertfünfzig Kilo schwer – einen Anblick, der den ausgemergelten und kleinen Ricky massiv verunsicherte.

00:38:28: Zumal der Fremde auf dem Baum stumpf mit dem Rücken zu ihm saß und überdies keine Ahnung hatte wer Ricky und das Gott ihn offiziell zum Abendessen eingeladen hatte.

00:38:40: Doch während Ricky noch überlegte, wie er sich dem Riesen möglichst freundlich näherte, hatte dieser offenbar die näherkommenden Schritte gehört – und vor herum!

00:38:49: Sein Blick verfinsterte sich unmittelbar zu einer misstrauischen Gramasse, sobald Erricky sah, der wiederum in der Bewegung erstarrte.

00:38:57: Ohne die Augen von ihm abzuwenden griff der Mann nach einem schweren Knüppel und richtete ihn auf den Vier- und Fünfzigjährigen.

00:39:04: Was verdammt nochmal willst du denn her?

00:39:07: Zischte er aufgebracht.

00:39:09: Ricky wiederum versuchte sofort, die Situation zu deeskalieren.

00:39:13: Verschreckter ist er die Hände in die Luft und stammelte.

00:39:16: Oh nein!

00:39:17: Es tut mir leid ich wollte dich nicht erschrecken.

00:39:20: Scott hat gesagt dass das hier euer Platz ist und ich doch viel weiter kam er nicht mehr denn er spürte plötzlich einen Arm auf seiner Schulter.

00:39:27: Scott hatte es offenbar inzwischen geschafft seine Angelroute aus dem GS zu entwirren und war hinter ihm aus der Dunkelheit getreten.

00:39:36: keine Sorge schon sagte er Beschwichtigen zu dem Dicken auf den Baumstumpf.

00:39:40: Das ist mein neuer Kumpel Ricky, er wird mit uns zur Abendessen!

00:39:44: Und mit einer einladenden Geste bedeutete er Ricky sich direkt neben Sean auf einem Stein niederzulassen der ebenfalls als Sitzgelegenheit am Feuer angeordnet worden war.

00:39:55: Der fifty-kirige warv einen verstohlenen Blick in Richtung Sean in der Hoffnung dass dessen Mine sich zwischenzeitlich entspannt hatte.

00:40:04: Doch fehl anzeige Sean bedachte ihn noch immer mit einem grimmigen Blick und schien kein Interesse daran zu haben, Ricky als Gast freundlich zu empfangen.

00:40:13: Es war offensichtlich, dass er in den Augen von Sean alles andere als erwünscht war.

00:40:18: Normalerweise hätte Ricky sich lieber höflich verabschiedet und wäre wieder gegangen – doch sein Magen grummelte schon wieder und er wusste, das er dringend etwas essen musste!

00:40:29: Also blieb er wie angewurzelt sitzen und beschloss, Sean nach Möglichkeit keine weitere Angriffsfläche zu bieten und einfach auszuharren bis das Essen fertig war.

00:40:39: Der Koloss auf dem Baum stumpf nahm derweil die Fische in Empfang, die Scott ihm nach einem langen Tag des Angelns stolz überreichte.

00:40:46: Während Sean die Fischer ausnahm und für das Feuer präparierte ging Scott nun zu seinem Truck, der nur wenige Meter hinter dem Lagerfeuer geparkt stand.

00:40:56: Ricky beobachtete wie Scott die Fahrer- und Beifahrertür öffnete und dann das Radio einschaltete.

00:41:03: Dann ließ er lautstark Country Musik aus den Boxendrönen und beschallte damit den Campingplatz.

00:41:09: Scott kam zurück zum Lagerfeuer, zog eine Dose Bier aus einer Kühltasche öffnete sie mit einem zischenen Geräusch und ließ sich zufrieden in einen Klappstuhl fallen.

00:41:20: was offenbar Scots Interpretation von Gastfreundlichkeit war stieß bei Ricky allerdings sogar nicht auf Begeisterung.

00:41:27: er liebte diesen Ort für seine Ruhe und für seine Unberührtheit.

00:41:31: dass jemand diese friedliche Natur mit all ihren wunderbaren Geschöpfen so unverhohlen störte kam ihm falsch und absolut respektlos vor.

00:41:40: Doch Ricky beschloss, auch in diesem Punkt weiter der Dinge zu harren und lieber nichts zu sagen.

00:41:45: Diese beiden Typen waren ihm definitiv suspekt – aber das Abendessen war schließlich bald fertig!

00:41:52: Und überhaupt vielleicht würde er diese beiden anderen Camper ja auch anderweitig überzeugen können?

00:41:58: Ihnen die Augen dafür öffnen dass sie achtsam mit der Natur umzugehen hatten und dass der Einklang mit Pflanzen und Tieren Sie selbst auch zum positiven verändern würde.

00:42:08: Also begann Ricky, nachdem die Smalltalk-Themen allmählich erschöpft waren, Scott und Sean von seinem Alltag zu erzählen.

00:42:15: Er berichtete ihnen, dass Dismil Creek schon seit jeher eine magische Ruhe für ihn verströmt hatte – und das er schon seit Jahren hierher kam um ganz für sich zu sein!

00:42:25: Hier gefiel es ihm zuweilen besser als in seinem richtigen Zuhause….

00:42:29: Und seine Aufenthalte in Dismal Creek waren für ihn mittlerweile zu einem spirituellen Ritual geworden ….

00:42:35: wenn er allein in den Bergen war Meditierte und betete er täglich oder stimmte religiöse Gesänge an.

00:42:42: Es war seine Art, sich wirklich eins mit der Schöpfung zu fühlen.

00:42:47: Die beiden Männer hörten Ricky aufmerksam zu und verzogen keine Miene.

00:42:52: Dieser verstummte schließlich irgendwann als ihm klar wurde wie viel er gerade von sich preisgegeben hatte und wie wenig Reaktionen er dafür von Scott und Sean bekommen hatte.

00:43:02: Ein paar Sekunden herrschte absolutes Schweigen am Lagerfeuer.

00:43:06: Dann lachten und prusteten Sean und Scott unverhohlenlos.

00:43:10: Sie fanden es offenbar absolut schräg und belustigend, was Ricky ihnen da eben erzählt hatte.

00:43:17: Der Fifty-Kirige fand dies allerdings gar nicht lustig.

00:43:21: Stattdessen spürte er eine Welle der Scham über sich hinwegspüren – und es war ihm plötzlich extrem unangenehm wieviel er diesen beiden Fremden über sich erzählt hatte, die er zudem ziemlich unberechenbar und unheimlich fand!

00:43:33: Wie hatte er sich nur dazu verleiten lassen können?

00:43:37: Doch das Gelächter verstummte zum Glück schnell wieder, da der Fisch nun durchgegart war und sie endlich essen konnten.

00:43:44: Ricky beschloss ein weiteres Mal seinen Groll herunterzuschlucken, zügig den Fisch zu essen und sich dann wieder auf den Weg zu machen um zumindest den Rest des Abends wieder allein mit der Natur und ohne die Anwesenheit dieser fragwürdigen Männer verbringen zu können.

00:44:01: Als die drei schließlich den gesamten Fisch vertilgt hatten, war es mittlerweile ca.

00:44:05: halb neun.

00:44:06: Ricky legte sein Besteck nieder wischte sich den Mund mit dem Ärmel ab, ergriff seinen Hund an der Leine und stand auf.

00:44:13: Er bedankte sich noch einmal bei Scott und Sean und verließ dann ihren Campingspot.

00:44:17: Doch als er sich gerade ein paar Meter entfernt hatte, geschah etwas völlig Unerwartetes.

00:44:27: Plötzlich halte einen extrem lauter Knall über den Campingplatz.

00:44:32: Sean, der noch immer auf dem Baum stumpf gesessen hatte, spürte ein heftiges Klingel in den Ohren und hielt sich den dröhnenden Kopf.

00:44:40: Dann befühlte er seine rechte Gesichtshälfte und betrachtete anstehend seine Hand.

00:44:45: Sie war voller Blut!

00:44:47: Mein Gott, hat er etwa jemand auf ihn geschossen?

00:44:50: Der Schütze musste sich im Wald versteckt haben – schoss es ihm noch durch den Kopf.

00:44:55: Doch dann stellte sich seine verschwommene Sicht wieder scharf und seine Augen fixierten etwas anderes.

00:45:01: Ricky, der nur wenige Meter vor ihm stand und weiter eine Waffe auf ihn gerichtet hielt.

00:45:09: Im Augenwinkel sah Sean wie Scott zu Flien versuchte und in den angrenzenden Wald lief.

00:45:14: Ricky richtete seine Pistole nun auf ihn und feuerte zwei Kugeln ab, die den fliehenden Scott definitiv auch erwischten.

00:45:21: Und doch rannte er weiter um sein Leben!

00:45:24: Scott, der ebenfalls von der völlig unfassbaren Situation förmlich überrollt worden war, blieb schließlich in einiger Entfernung stehen und sah sich um.

00:45:34: Durch das Lagerfeuer, dass den Campingplatz immer noch in orange-rotes Licht tauchte, konnte er beobachten wie Ricky nun einen weiteren Schritt auf Sean zugemacht hatte Und er musste mit ansehen, wie dieser noch einen Schuss in die Brüste eines besten Freundes abfeuerte.

00:45:51: Doch offenbar hatte Ricky die Rechnung nicht mit Chance Resilienz gemacht!

00:45:55: Denn der schwer verwundete Riese bündelte nochmal all seine Kräfte, sprang auf und rannte zu dem Truck, in welchem glücklicherweise noch der Schlüssel im Zündschloss steckte.

00:46:05: Ricky folgte ihm schweigend mit erhobener Waffe – Schoss allerdings nicht noch einmal — womöglich war sein Magazin inzwischen leer... Als Scott beobachtete Wie Sean mit quitschenden Reifen vom Tatort floh, rannte er mit aller Kraft zu dem kleinen Waldweg um sich von ihm einsammeln zu lassen.

00:46:23: Das glücklicherweise auch gelang!

00:46:26: Die beiden Freunde konnten Ricky entkommen und bahnten sich nun wohlgemerkt schwer verletzt ihren Weg ins Tal über einen steilen unbefestigten Trampelpfad der direkt neben einer extrem tiefen Schlucht entlang führte.

00:46:39: Obendrein verlor Sean auf den Weg nach unten noch die Sicht auf seinem rechten Auge so dass Gott neben ihm ins Lenkrad greifen musste und ihm Anweisungen gab, wann er Bremsen-und Gas geben sollte.

00:46:51: Dass die beiden es unfallfrei bis ins Tal schafften und schließlich vor einem Haus zum Stehen kamen das offenbar bewohnt war, grenzte fast an ein Wunder!

00:47:00: Hier trafen sie nun wie eingangs beschrieben auf Melissa Miller und ihre Freundin – und kurz darauf flackerten überall in Dismal Creek die Blaulicht auch in zahlreichen Einsatzfahrzeugen auf.

00:47:13: Man fand Ricky der wenig Widerstand geleistet hatte noch immer in den Bergen, in der Nähe des Campingplatzes.

00:47:20: Und man fand außerdem sein Zelt, dessen Inhalt erstaunliches und erschreckendes gleichermaßen zutage lieferte.

00:47:27: Neben einer Tonbandaufnahme mit satanischen Gesängen, einer Karte der Region mit zahlreichen Markierungen und massenhaft fremder Kleidung die Ricky offenbar gesammelt hatte stellte die Polizei seine Geburtsurkunde sicher – und die offenbarte Unglaubliches!

00:47:44: Denn Ricky Williams hieß in Wirklichkeit ganz anders.

00:47:48: Er hieß Randall Leesmith und war damit der Mann, der in den ersten Jahren in der selben Region schon einmal zwei Wanderer angegriffen und grausam ermordet hatte.

00:48:02: Warum er erneut zugeschlagen hatte – und was genau sein Motiv gegenüber Sean und Scott gewesen war, erklärte Randall Lee Smith jedoch nicht mehr.

00:48:11: Fünf Tage nach seiner Verhaftung starb er im Gefängnis an einem Herzinfarkt und nahm damit auch die Frage mit ins Grab wem die Berge von fremder Kleidung in seinem Zeltmal gehört hatten.

00:48:21: Man mag es sich gar nicht ausmalen, was jedoch Sean und Scott betrifft – so schließt diese Geschichte zumindest mit guten Nachrichten!

00:48:32: Beide überlebten den Angriff und konnten gesundheitlich wieder vollhergestellt werden.

00:48:37: Sean, den die Schüsse in die Nasen neben Höhle und zwischen zwei Rippen getroffen hatte, läuft noch heute mit den beiden Kugeln im Körper herum.

00:48:46: Ihre Lust am Kämpfen hat ihn der Vorfall vor mittlerweile sechzehn Jahren jedoch nicht genommen.

00:48:51: Noch heute fahren die beiden Freunde leidenschaftlich gerne zum Dismal Creek, bauen ihr Zelt auf fangen Forellen und braten sie über dem Lagerfeuer.

00:49:01: zwei unglaubliche Typen vor denen man einfach nur den Hut ziehen möchte.

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