Mischief Night
Shownotes
SCHAUERSTOFF ♥ HOLY!
Sichere dir mit unserem Rabattcode SCHAUER satte 10% Rabatt auf deine HOLY-Bestellung und gönn dir einen der exklusiven HOLY Adventskalender – ideal zum Verschenken oder selber genießen!
Am Abend vor Halloween 1975 zieht die 15-jährige Martha Moxley mit Freunden durch das wohlhabende Belle Haven in Greenwich, Connecticut. Wenige Stunden später ist sie verschwunden. Am nächsten Tag wird ihre Leiche auf dem Grundstück ihrer Familie gefunden. Die Ermittlungen führen schnell in die direkte Nachbarschaft – und zu einer einflussreichen Familie, deren Name den Fall noch Jahrzehnte später begleiten wird.
Viel Spaß beim Hören!
Und wenn ihr uns unterstützen wollt, hinterlasst gerne Kommentare und positive Bewertungen oder empfiehlt uns weiter. Vielen Dank!
Unsere Empfehlungen für sichere Nächte: https://amzn.to/4yDSAXS
Und nach einer besonders aufwühlenden Folge empfehlen wir euch: https://amzn.to/4i148hS
Unter diesem Link findet ihr all unsere Werbepartner: https://linktr.ee/schauerstoff.podcast
Wenn ihr Anfragen zur Vermarktung oder Feedback habt, dann schreibt an: podcast@schauerstoff.com
Zur aktuellen Folge:
Der Mord an Martha Moxley in Greenwich, Connecticut (1975) – die Nacht vor Halloween, ein zerbrochener Golfschläger und eine Spur in Marthas engstes Umfeld, die noch Jahrzehnte später die Justiz vor massive Herausforderungen stellen soll.
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:14: Noah drehte sich ruckartig um und starte seinen besten Freund Finny unglaublich an.
00:00:21: Warte mal, du hast gerade nicht wirklich auf diese Klingel da gedrückt oder?
00:00:26: Er zeigte auf die Wohnungstür hinter seinem Freund!
00:00:30: Doch wieso?
00:00:32: fragte Finney arglos zurück.
00:00:35: Sie standen sich im Hausflur eines Berliner Mietshauses gegenüber.
00:00:39: Wie schon im vergangenen Jahr hatte Finny wieder sein Squid Game-Kostüm für Halloween angezogen.
00:00:45: Deswegen konnte Noah auch nicht den Gesichtsausdruck seines Freundes hinter der schwarzen Maske mit dem Dreieck auf der Stirn sehen.
00:00:52: Wahrscheinlich grinst er ihn frech an.
00:00:56: Noah selbst hatte seiner Mutter noch schnell eine LED-Purchmaske aus den Rippen geleiert, die allerdings in der hellen Treppenhausbeleuchtung nur halb so gruselig wirkte.
00:01:06: Für ihren gemeinsamen Trick or Treat Streifzug durch die Wohnhäuser ihres Viertels hatte sie trotzdem gute Dienste geleistet.
00:01:14: Ihre Eimer waren bereits randvoll mit Süßigkeiten, und immerhin wären ihre Gesichter für das was gleich folgen würde zumindest nicht erkennbar.
00:01:25: Weil das da mein schräger Nachbar ist!
00:01:28: Ehrlich der Typ ist total unheimlich, zischte Nohr nun wütend seinen Freund an.
00:01:34: Der verlässt nie das Haus bestellt ständig irgendwelche riesigen Pakete Und manchmal hört man mitten in der Nacht wie er in seiner Wohnung Möbel verrückt.
00:01:43: Komm schon wir sollten einfach gehen.
00:01:47: Noah wollte Finney gerade am Arm ziehen und mit ihm in Richtung Treppenabsatz steuern, als plötzlich die Wohnungstür ruckartig geöffnet wurde.
00:01:57: Vor ihnen stand eine hochgewachsene Gestalt in einem schwarzen Anzug mitsamt Krawatte und Sackung – auch sie trug eine Maske!
00:02:05: Allerdings handelte es sich dabei um einen vergilbten und karlen Totenschädel dem sämtliche Gesichtszüge fehlten abgesehen von zwei Schwarzen Löchern als Augen, vollkommen ausdruckslos anstarten.
00:02:19: Es sah absolut grauenhaft aus!
00:02:24: Süßes oder saures, stammelte Noah nervös und stieß Finnie dabei in die Rippen, dem hinter seiner Maske mittlerweile sicherlich das Grinzen vergangen war – der Mann mit dem schrecklichen Schädel reagierte nicht.
00:02:39: Einen Augenblick lang starten sich alle drei Parteien einfach nur an.
00:02:44: Noah konnte spüren wie sein Herz gegen seinen Brustkorb hemmerte.
00:02:50: Da hob die Gestalt einen Zeigefinger und bedeutete den beiden Teenagern schweigend, einen Augenblick zu warten.
00:02:58: Sie entfernte sich aus dem Türrahmen und entschwand wieder in ihre Wohnung –die wie Noah nun auffiel, stockdunkel war.
00:03:07: Kein Licht brannte, kein Fernseher lief!
00:03:10: Als hätte der Mann mit der Maske dort drinnen schweigent und stummen auf sie gelauert.
00:03:18: »Wollen wir einfach abhauen?« flüsterte sein Freund im Zarkhaft von der Seite zu.
00:03:24: Das war wieder typisch Finni.
00:03:26: Erst den falschen Klingeknopf drücken und dann Panik schieben.
00:03:30: Während Noah noch überlegte, ob sie wirklich wie Feiglinge einfach davon laufen sollten, erschien der Mann mit der graunvollen Maske wieder im Türrahmen.
00:03:39: Er hielt etwas in den Händen – ein sprudelndes Getränk mit zwei Strohhalm darin.
00:03:45: Wortlos hielt er den beiden Jugendlichen das Glas hin und bedeutete ihnen mit einem Nicken davon zu trinken.
00:03:53: Noahs Blick wanderte wieder zu Finni der vermutlich denselben beklemmenden Gedanken teilte, und dessen Gesicht hinter der Squid Game-Maske sicherlich Bendersprach.
00:04:03: Sollten sie dieses Angebot von dem furchterregenden Fremden wirklich annehmen?
00:04:09: Andererseits waren Sie den ganzen Abend umhergezogen und hatten Süßigkeiten im gesamten Viertel eingesammelt ohne sich auch nur ansatzweise Gedanken zu machen.
00:04:20: Noah und Finney überwannen sich schließlich Synchronen und nahmen beide einen ordentlichen Schluck mit den Strohhalm aus dem sprudelnden Glas Und zu ihrer eigenen Überraschung schmeckte das gar nicht schlecht.
00:04:32: Angenehm, erfrischend und fruchtig – süß aber nicht zusüß!
00:04:38: Finny setzte als Erster ab und fragte den immer noch schweigenen Riesen neugierig.
00:04:44: Das ist aber lecker!
00:04:45: Was ist das?
00:04:48: Als hätte er mit dieser kindlich naiven Frage einen Schalter bei der unheimlichen Gestalt umgelegt, klappte diese plötzlich ihre Maske nach oben und Noah erkannte dahinter das Gesicht seines verschrobenen Nachbarn Dass ihm nach diesem Kontrastprogramm auf einmal erleichtern gewöhnlich vorkam.
00:05:06: Das ist Holy, sagte der Nachbar und lächelte entwaffnend.
00:05:11: Ihr Kinder essen und trinken heutzutage viel zuviel Müll gerade an Halloween und zu Weihnachten.
00:05:17: Da dachte ich, ich tue euch einfach mal was Gutes!
00:05:20: Holy Getränke enthalten nämlich keinen Zucker und kommen mit natürlichen Aromen.
00:05:27: Das is ja mega!
00:05:29: Gab Noah zurück und konnte selbst nicht glauben... Welch merkwürdige Wendung ihr aufeinandertreffen gerade genommen hatte.
00:05:36: Das ist es, hakte der Nachbar fröhlich ein und ergänzte.
00:05:41: Aktuell kann man bei denen sogar Adventskalender bestellen als kleinere Probiergrößen oder die große Squad-Edition für die ganze Familie.
00:05:50: Merkt euch einfach mal den Code Schauer dann kriegt ihr zehn Prozent Rabatt.
00:05:57: Fini zückte eifrig sein Handy und machte sich eine Notiz hier.
00:06:03: Ich gebe euch noch was in den Geschmacksrichtungen Pfirsich und Apfel dazu, sagte der Nachbar.
00:06:08: Und war auf ihnen ungefragt.
00:06:09: ein paar Tütchen Holipulver in die Süßigkeiten einmal.
00:06:13: Danke!
00:06:13: stammelte Noah, vollkommen waff von so viel unerwarteter Freundlichkeit.
00:06:19: Bitte gerne, sagte Der Nachbar – jetzt muss ich aber weitermachen.
00:06:24: Und mit diesen Worten zog er sich die furchterregende Maske wieder über das Gesicht und war im Begriff, die Wohnungstür zu schließen als er plötzlich zögerte.
00:06:34: Ach, eine Frage noch.
00:06:36: Nur schüttelt er dumm unter dem Latexschädel.
00:06:40: Kennt ihr eigentlich Slenderman?
00:06:43: Noa und Finny schückelten ratlos den Kopf Verdammt!
00:06:48: Nächstes Jahr brauche ich ein neues Kostüm.
00:06:51: Murmelte der Nachbar Bevor die Tür ins Schloss fiel Und das erlischende Treppenhaus licht Sie zeitgleich In absolute Dunkelheit.
00:06:59: höhte Schauerstoff Der Gruselpodcast für schlaflose Nächte.
00:07:25: Sheila McGuire spürte, wie der Wind ihr durch die Löcher ihres Grobstrickpolis kroch, als sie langsam das weitläufige Grundstück abschritt und sich umsah.
00:07:35: Er war das erstbeste was sie hatte greifen können, als heute Morgen das Telefon unten bei ihren Eltern geklingelt hatte.
00:07:43: Ihr Halloween-Kostüm für die Party am Abend hatte sie bereits rausgelegt.
00:07:48: Sie wollte dieses Jahr als Regan McNeil gehen – als das vom Teufel besessene Mädchen aus dem Horrorfilm Der Exorcist der im vergangenen Jahr ins Kino gekommen war.
00:07:59: Da Sheila mit ihren fünfzehn Jahren noch viel zu jung gewesen war, um den Film alleine zu sehen hatte sie ihren älteren Bruder angefleht das er als Begleitperson mit ihr gehen würde und der hat sich schließlich breitschlagen lassen.
00:08:13: Danach hatte sie eine Woche lang nicht mehr richtig schlafen können.
00:08:18: Der Gedanke daran dass eine fremde Macht sich tief in jeder Zelle des eigenen Körpers manifestieren und die besessene Person von innen heraus so quälen könnte.
00:08:28: Faszinierte, beängstigte sie gleichermaßen.
00:08:32: Dabei war sie nie sonderlich religiös erzogen worden – und wusste, dass in der echten Welt jenseits des Kinosals deutlich realistischere Gefahren lauerten.
00:08:43: Gefahren, von denen sie in ihrer behüteten Welt zum Glück noch nicht viel zu spüren bekommen hatte.
00:08:50: Sie lebte mit ihrer Familie in Bellhaven einer auf einer kleinen Halbinsel gelegenen Siedlung vor Greenwich, Connecticut.
00:08:58: Wer hier lebte hatte es beruflich und finanziell weit gebracht.
00:09:03: Namen von Anwälten, Ärzten oder Großunternehmern prankten auf den vergoldeten Klingelschildern der teuren Willen die hier die idyllischen und gepflegten Straßenseunten.
00:09:14: Hier war man unter seinesgleichen – man kannte sich, schätzte den gemeinsamen elitären Mikrokosmos und fühlte sich insgesamt sicher!
00:09:24: Und trotzdem war Schieler's beste Freundin Martha Moxley seit letzter Nacht, dem dreißigsten Oktober nineteenhundertfünfundsiebzig spurlos verschwunden.
00:09:35: Bis zum heutigen Tage hatte Schiela sich nie Gedanken gemacht in welch privilegierter Lage sie bis gestern Nacht noch gelebt hatte.
00:09:44: Woher auch hätte sie diese Weizicht nehmen sollen?
00:09:47: Sie war in dieser Welt hineingeboren worden, hatte stets Privatschulen besucht und die Nachmittage- und Wochenenden mit ihren Freunden verbracht, die aus ähnlich wohlhabenen oder teilweise noch reicheren Verhältnissen stammten.
00:10:02: Nie hatte sie geglaubt, dass diese Normalität eines Tages erschüttert werden könnte.
00:10:09: Wie um sich selbst zu beruhigen schüttelte Sheila energisch den Kopf als ihre Gedanken wieder sorgenvoll in Richtung der Frage Drifteten ob Martha vielleicht etwas Schlimmes zugestoßen sein könnte?
00:10:23: Nein das konnte nicht sein!
00:10:25: ermahnte sie sich innerlich.
00:10:27: Martha war taff, selbstbewusst und viel furchtloser als sie selbst.
00:10:32: Im Gegensatz zu Sheila hatte sie sich letztes Jahr einfach zusammen mit einem Jungen aus der Nachbarschaft ins Kino geschlichen – und dort der Exorzist gesehen!
00:10:42: Und wahrscheinlich hat sie sich dabei nicht hinter dem Popcorn einmal versteckt sondern im Dunkeln herumgeknutscht und hinterher noch über den Film gelacht.
00:10:52: eine Welle der Erleichterung durch vor Sheila.
00:10:56: Hatte sie Martha nicht gestern Abend, noch mit Tommy's Gagel heftig flirten sehen?
00:11:02: Was wenn es dieses Mal nicht beim Küssen und Händchenhalten geblieben war.
00:11:06: Was wenn Sie stattdessen mit ihm aufs Zimmer gegangen waren – und sich jetzt nicht traute nach Hause zu kommen!
00:11:12: Das würde doch perfekt erklären, warum sie seit mittlerweile vierzehn Stunden vermisst wurde.
00:11:20: Mit neuem Optimismus im Hinterkopf beschloss Sheila ihre Suchunde schnell hinter sich zu bringen.
00:11:27: Ihre Mutter hatte sie heute morgen nervös geweckt und zum Grundstück der Moxleys rübergeschickt, nachdem Martha's Eltern vollkommen aufgelöst angerufen und gefragt hatten ob Schieler irgendetwas wusste wo Martha abgeblieben sein könnte.
00:11:42: Geh rüber und beteilige dich an der Suche hatte ihre Mutter ihr eingeimpft, nach dem sie aufgelegt hatte.
00:11:49: das war das Mindeste was Sie jetzt tun konnten.
00:11:56: Das Grundstückt der Moxxleys war riesig jedenfalls deutlich größer als der Garten ihrer eigenen Familie.
00:12:02: An eine weitläufige Rasenfläche, die man gut überblicken konnte, schloss ein kleines Waldgebiet an und hier wurde es aus der Ferne deutlich unübersichtlicher.
00:12:12: Schieler musste unweigerlich näher herantreten, wenn sie sich genau vergewissern wollte.
00:12:18: Andererseits – aus dem Telefonat mit Marthas Eltern wusste sie, dass der Wald bereits heute früh in der Dämmerung schon durchsucht worden war.
00:12:26: Hätte man da nicht schon etwas Verdächtiges entdecken müssen?
00:12:33: Doch wären Schiela noch innerlich mit sich rang!
00:12:35: und sich selbst zu überzeugen versuchte, dass sie das Waldstück vielleicht aus ihrer Suche ausklammern könne, sah sie in der Ferne plötzlich etwas Helles aufblitzen.
00:12:45: Es lag unter einer großen Kiefe auf dem Waldboden und erinnerte in der Distanz an einen Haufen Kleidung oder vielleicht eine Madratze.
00:12:55: Als sie näher trat, erkannte Schieler, daß es weder das Eine noch das Andere war.
00:13:02: Stattdessen war's ein helles Schlaghose aus Chord – genauso eine wie Martha sie gestern getragen hatte, als sie bei Tommy Scakel auf dem Schoß gesessen und gelacht hatte.
00:13:14: Jetzt hing die Hose mitsamt ihrer Unterwäsche auf Kniehöhe und entblöste ihre Nackte blau gefrorene Haut.
00:13:23: Der schlimmste Anblick offenbarte sich Sheila allerdings erst, als Sie ein paar Schritte um die Kiefer herummachte und den leblosen Körper in seiner Gänze betrachtete.
00:13:33: Sie wusste nun, dass es Martha war, die da lag!
00:13:38: Auch wenn sie nicht mal mehr ihre Haarfarbe erkennen konnte.
00:13:42: Denn oberhalb des Halses war alles nur noch Blutrot.
00:13:50: Sheila stieß einen Schrei aus und rannte panisch zurück zum Haus der Moxley's.
00:13:55: Martha's Mutter Dorothy, die Sheila bereits vom Fenster aus hatte herannahensehen, riss die Eingangstür auf und starte sie mit großen verzweifeltfragenden Augen an.
00:14:06: Sheila fiel ihr Wortlos um den Heiz und schluchzte.
00:14:11: Was ist?
00:14:12: fragte Dorothy und hielt ihr Tränenüberströmtes Gesicht umklammert.
00:14:16: Hast du Martha gefunden?
00:14:18: Ist sie in Ordnung?
00:14:21: Schieler schluckte für einen Moment ihren Schmerz hinunter, und sah der Mutter ins Gesicht – die blutunterlaufenden Augen, die durch wachte Nacht, die quälende Ungewissheit in ihrem Blick.
00:14:34: Das alles konnte sie in dem Bruchteil einer Sekunde, im Ausdruck von Dorothy Moxley ablesen.
00:14:40: Aber auch dieser letzte Funken hofft nun!
00:14:43: den noch immer in ihren Augen glimmte, und den Schieler nicht bereit war ihr zu nehmen.
00:14:49: Zumal sie nicht mal mit letzter Sicherheit klar benennen konnte, was sie da gerade gesehen hatte.
00:14:56: Also löste sie sich aus der Umarmung, trat einen Schritt zurück, senkte den Blick und flüsterte leise – ich glaube nicht!
00:15:09: Erster November.
00:15:17: sprach Dr.
00:15:17: Elliot Gross in sein Diktiergerät und zuckte mehrmals zusammen, während sein Assistent die tragbare Polaroid auf die Leiche vor ihnen auf dem Sitziertisch richtete und das charakteristische Knallen- und Fiepen des externen Elektronenblätzes ertönte.
00:15:33: Er konnte sich nie an das aggressive Geräusch dieses Apparates gewöhnen – es war ihm als Zielte und Schossmann mit einer Waffe auf ein Individuum, dass ihn dieser Welt ohnehin längst alles verloren hatte!
00:15:47: Dass es sich hierbei um einen gerade erst fünfzehnjährigen Teenager handelte, machte die Sache nicht besser.
00:15:55: Weiblich ein Meter sechsundsechzig, circa achtundfünfzig Kilo setzte er seine Ausführungen fort und rang sich einen professionellen Tonfall ab.
00:16:05: Während seiner langjährigen Laufbahn als Chief Medical Examiner war ihm noch nie ein derart brutales und erschütterndes Tötungsdelikt untergekommen.
00:16:16: Todesursache mutmaßlich durch stumpfe Gewaltanwirkung gegen den Kopf.
00:16:22: Sorgfältig inspizierte er die Platzwunden und Schädelfrakturen, und sprach dann »Ich tippe auf einen metallen Gegenstand.
00:16:30: Vielleicht ein Brecheisen oder eine Stange?«.
00:16:35: Es war vermutlich ein Golfschläger – fiel ihm Detective Daniel Pendergust ins Wort und baute sich hinter ihm auf.
00:16:43: der Ermittler war nahezu lautlos in den Obduktionssaal eingetreten.
00:16:48: Genauer ein Tony-Penner Sechsereisen fügte er hinzu.
00:16:54: Ja das passt zu den heftigen Lesionen Pflichtete Cross ihm bei.
00:16:59: Der Täter muss die flache Seite benutzt und immer wieder auf sie eingeschlagen haben.
00:17:04: Es ist mir unmöglich, die Verletzungen einzeln abzugrenzen.
00:17:07: Er hat im Grunde ihren gesamten Schädel zertrimmert Und dann sind da noch diese Wunden am Hals.
00:17:15: Er deutete auf tiefe ausgefränzte Schnitte über dem Schlüsselbein.
00:17:19: Nach einem Angriff mit einem Messer sieht das für mich nicht aus.
00:17:23: Dafür sind die Verlätzungen zu unregelmäßig.
00:17:27: Wieder schaltete der Detektiv sich ein.
00:17:30: Der Schläger war am Tatort in seine Einzelteile zerbrochen.
00:17:34: Darunter war auch ein scharfkantiges Schaftstück mit Blutspuren des Opfers, das leuchtete beiden ein.
00:17:42: Pendergast ging schweigend um den Leichnamen des Mädchens herum und sah mit einer Mischung aus Trauer und unbändiger Wut auf diesen vollkommen Schutz- und leblosen Körper.
00:17:53: Er hatte eine Tochter in ähnlichem Alter – der Gedanke, dass jemand ihr so etwas antun könnte, zerriss ihm das Herz.
00:18:03: Er sammelte sich und straffte die Schultern.
00:18:07: Wurde sie vergewaltigt, hörte er sich selbst nun wieder in gewohnt sachlichem Tonfallfragen.
00:18:14: Sie wurde mit heruntergezogene Hose- und Unterwäscher aufgefunden.
00:18:19: Bisher habe ich keine Anhaltspunkte dafür, gab Dr.
00:18:23: Gross überraschend zurück.
00:18:25: Es wurden bereits Vaginalabstriche gemacht – und keine Spermarspuren gefunden!
00:18:30: Ich werde den Bereich später noch mal genauer auf Verletzungen untersuchen… aber bisher deutet nichts darauf
00:18:35: hin.".
00:18:38: Das ist seltsam, erwiderte Pendergast und geriet direkt ins Krübeln.
00:18:43: Die schwere der Verletzungen die offenkundige rasende Wut- und Brutalität mit der der Täter das junge Opfer hingerichtet hatte und dazu die heruntergezogene Kleidung – dass alles deutete auf eine hochemotionale Beziehungstat hin.
00:18:59: Martha Moxley musste den Täter gekannt haben und der Detekte wusste bereits wen er als nächstes dringend vernehmen wollte und ihm war zugleich bewusst, dass das nicht einfach werden würde.
00:19:13: Denn hierfür würde er sich mit einer der einflussreichsten Familien aus der Region anlegen müssen.
00:19:23: Rushden Skakel hatte es mit zweiundfünfzig Jahren nicht nur zu enormem Wohlstand sondern sogar zum Einzug in den exklusivsten Zirkel der High Society gebracht.
00:19:34: Während er selbst zum Chef von Great Lakes Carbon dem zeitweise größten Kohleunternehmen der USA aufgestiegen hatte seine Schwester Ethel in die höchste Ebene der amerikanischen Politik eingeheiratet und war die Ehefrau von Robert F. Kennedy geworden, dem Bruder von John F. Canada.
00:19:55: Rushden Skakel war nun also offiziell mit einem ehemaligen US-Präsidenten verschwübspälgert – und hielt sich für nahezu unantastbar.
00:20:05: Dass er vor diesem Hintergrund in eine Mordermittlung hineingezogen werden würde, hätte er niemals für möglich gehalten Aber der Unternehmer wollte sich dennoch an geltendes Recht halten, zumal er selbst für den Tod von Martha Moxley gar nicht belangt wurde.
00:20:24: Vielmehr war in den vergangenen Wochen ein Teil seiner insgesamt sieben Kinder ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten – nachdem bekannt geworden war, dass diese in den letzten Stunden vor Marthas Ermordung bei ihr gewesen waren.
00:20:38: Reine Routine hatte der Polizist ihm am Telefon versichert!
00:20:43: Doch als er anschließend seine Kinder zusammengetrommelt und den Termin auf dem Präsidium verkündet hatte, hatte das ängstliche Gesicht seines Sohnes Tommy ihn bereits ahnen lassen – dass dies vermutlich nur die halbe Wahrheit war.
00:20:59: Also brachte Rushden's Gagel am vierzehnten November alle Teenager auf das Polizeirevier, die Aussagen zu Martha´s letzter Nacht vom dreißigsten Oktober nineteenhundertsohnundsebzig machen konnten.
00:21:12: Es war die sogenannte Mischief-Night gewesen!
00:21:15: In der Nacht vor Halloween verkleidete man sich zwar noch nicht Es war aber in der amerikanischen Kultur seit jeher ein besonderer Abend, an dem man unbehelligt Klingel- oder Nachbarschaftsstreiche verüben konnte.
00:21:28: Wie viele andere Jugendliche war auch Martha an jenem Abend mit ihren Freunden aus Bellhaven in der Siedlung unterwegs gewesen um Fenster mit Seife zu beschmieren oder Autos mit Toilettenpapier einzubeckeln.
00:21:41: Gegen einundzwanzig Uhr schlug sie mit zwei weiteren Freunden beim Haus des Gekels auf wo sie auf den siebzehnjährigen Tommy dessen zwei Jahre jüngeren Bruder Michael, zwei weitere Skakelgeschwister namens John und Rushden Jr.
00:21:56: und deren Cousin Jimmy Traff.
00:22:00: Die Aussagen der Jugendlichen sollten sich rückblickend alle decken.
00:22:05: Martha hatte zunächst mit ihren Freunden Sheila und Jeffrey sowie dem fünfzehnjährigen Michael Skakell in dem linken Kontinelle von dessen Eltern einer für diese Zeit äußerst luxuriösen Limousine gesessen.
00:22:19: Bald darauf war auch Michaels' älterer Bruder Tommy hinzugekommen, hatte sich zu Martha gesetzt und angefangen im Beisern der anderen Teenager mit ihr zu flirten.
00:22:29: Nach einer Weile wurden sie gegen einundzwanzig Uhr dreißig allerdings alle samt aus dem Wagen vertrieben da die zwei ältesten Skakelbrüder John und Rushden Jr.
00:22:39: Zu diesem Zeitpunkt sechzehn-und neunzehn Jahre alt zusammen mit dem Cousin Jimmy auftauchten und das Auto benötigten um diesen nach Hause zu fahren.
00:22:51: Die Jugendlichen gaben übereinstimmend an, dass Sheila und Jeffrey daraufhin das Grundstück des Gagels verlassen hatten und nach Hause gegangen seien.
00:23:00: Martha sei jedoch bei Tommy geblieben – die Stimmung sah weiterhin flörtend und ausgelassen gewesen.
00:23:06: Der fünfzehnjährige Michael wiederum gab an, daß er seine älteren Brüder und den Cousins bei der Fahrt zu dessen Haus begleitet habe.
00:23:14: Demnach war Tommy der letzte Zeuge, der Martha lebend gesehen hatte.
00:23:20: Tommy's Gagel gab allerdings zu Protokoll, dass Martha nach dem Verabschieden ihrer Freunde sich ebenfalls bald auf den Heimweg machte.
00:23:28: Zumal Tommy noch an einem Geschichtsreferat für die Schule arbeiten wollte und von dieser Version rückte der siebzehnjährige auch nicht ab – egal wie sehr ihn die Ermittler in die Mangel nahmen und obwohl die weitere Recherche an Tomys Schule ergab, das sein Lehrer ein solches Referat nie in Auftrag gegeben hatte.
00:23:48: Doch Tommy bekam unerwarteten Rückenwind von einem Haus angestellten, der angab den Teenager gegen zweiundzwanzig Uhr vor dem Fernsehsitzend gesehen zu haben.
00:23:58: Also mutmaßlich zu dem Zeitpunkt als Martha das Grundstück des Gagels längst verlassen haben musste.
00:24:06: Hinzu kamen dass man inzwischen auch den Ort des tödlichen Übergriffs auf Martha Moxley näher hatte eingrenzen können.
00:24:14: Sie war definitiv im Einfahrtsbereich des Grundstücks ihrer Eltern mit dem bereits erwähnten Golfschläger niedergeschlagen worden, da man hier Teile des zerbrochenen Schlägers fand und der Boden an vielen Stellen mit Blut besudelt waren.
00:24:27: Der Täter musste seinen Opfer anschließend etwa twenty-fünf Meter bis zu den Waldstück gezogen und dort liegen gelassen haben.
00:24:35: Dann wiederum beschäftigte man sich allerdings näher mit der Tatwaffe und konnte recht schnell herleiten dass der zerbrochene Schläger Trotz fehlendem Griff mit entsprechender Gravur, zum Haushalt der Skegels gehört hatte.
00:24:49: Die zwei Jahre zuvor an krebsverstorbene Mutter der sieben Geschwister hatte ein solches Golfset hinterlassen, das die Kinder hin und wieder zum Üben benutzten – und dem nun exakt das Sechser-Eisen fehlte, mit dem Martha Moxley umgebracht worden war.
00:25:05: Das allein war allerdings immer noch kein Beweis, dass Tommy sie getötet hatte.
00:25:10: Nur dass es jemand gewesen sein musste?
00:25:12: der Zugriff zu dem Schlägerset hatte.
00:25:18: Für die damaligen Ermittler muss diese Situation zum Haareraufen gewesen sein, die Mordwaffe bewies, dass der Täter eindeutig das Gagel-Familie angehören musste.
00:25:28: Der am dringendsten Tatverdächtige Tomys Gagels hatte jedoch ein Alibi und die Gesammelten Indizien reichten nicht aus um den siebzehnjährigen in Untersuchungshaft zu nehmen.
00:25:40: Noch dazu kündigte Rushden's Gageln die freiwillige Zusammenarbeit mit der Polizei im Januar, und lehnte weitere Vernehmungen seiner Kinder ab.
00:25:53: Und so wurde der Fall Martha Moxley bis auf Weiteres trotz zuvor bester Aussichten auf Klärung zum Cold Case.
00:26:04: Und tatsächlich sollte es mehr als fünfzehn Jahre dauern, bis wieder ernsthaft Bewegung in die Ermittlungen kamen.
00:26:11: erst nahm ein neuer Ermittler die Familie Skakel noch einmal genauer unter die Lupe.
00:26:18: Rushton Skakell wollte den Verdacht gegen seine Söhne endgültig aus der Welt schaffen und engagierte sogar einen Privatdetektiv, doch ausgerechnet diese Untersuchung sollte der Familie zum Verhängnis werden.
00:26:33: Denn gegenüber dem privaten Ermittlar erzählten sowohl Tommy als auch Michael inzwischen zweiunddreißig beziehungsweise dreißig Jahre alt plötzlich ganz andere Versionen vom dreißigsten Oktober nineteenhundertfünfundsiebzig.
00:26:48: Tommy räumte nun ein, dass Martha nach dem Weggang ihrer Freunde keineswegs sofort nach Hause gegangen war.
00:26:55: Stattdessen hätten die beiden noch etwa zwanzig Minuten miteinander herumgemacht und es wäre zu Heavy-Petting gekommen.
00:27:02: Damit gab Tommy zu, die Polizei damals belogen zu haben – und bestätigte zugleich, das er vermutlich tatsächlich der letzte Mensch gewesen war, der Martha lebend gesehen hatte!
00:27:15: Noch überraschender war jedoch Michaels neue Version.
00:27:19: Auch er hatte in den letzten Jahren die ganze Wahrheit erzählt.
00:27:25: Nach seiner Rückkehr vom Haus des Cousins sei er nämlich keineswegs direkt schlafen gegangen.
00:27:31: Stattdessen habe der damals fünfzehnjährige noch einmal das Haus verlassen, seit zum Grundstück der Moxley's gegangen und auf einen Baum vor Marthas Fenster geklettert.
00:27:41: Dort habe er nach ihr gerufen, Steine gegen das Fenster geworfen.
00:27:49: Mit einem Mal hatte Michael's Gagel sich selbst in unmittelbarer Nähe des Tatorts platziert.
00:27:57: Als der vertrauliche Bericht, Der Dedeque Thay Mitte der Ninzehundetneunziger Jahre an die Öffentlichkeit gelangte wurde aus dem bislang kaum beachteten Bruder plötzlich ein neuer Verdächtiger Hinzu kam das ehemalige Mitschüler aus einer Erziehungseinrichtungen Die Michael Ende der Neunzehundertsebzigerjahre besucht hatte.
00:28:18: behaupteten Er habe Jahre nach der Tat seltsame Bemerkungen über Martha's Tod gemacht und behauptet, er wäre mit einem Mord davon gekommen.
00:28:27: Nachdem sie seine Avancen damals abgewiesen – und dies mit dem Leben hatte bezahlen müssen.
00:28:51: Tatsächlich verschuldig.
00:28:53: Der inzwischen einundvierzzig-Jährige wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
00:29:00: Für Martha's Familie schien nach fasten siebenundzwanzig Jahren endlich festzustehen, wer die fünfzehnjährige in jener Nacht vor Halloween getötet hatte.
00:29:11: Doch die Geschichte nahm noch einmal eine Wendung und Marthas Angehörigen sollte die langersehnte Gewissheit wieder schmerzlich genommen werden.
00:29:25: dass Michael's damaliger Verteidiger erhebliche Fehler gemacht hatte.
00:29:30: Nach mehr als elf Jahren im Gefängnis kam Michael Scakel auf freien Fuß, es folgte ein jahrelanges Juristisches hin und her bis der oberste Gerichtshof von Connecticut, zwei Tausend Achtzehn seine Verurteilung endgültig auch hoch.
00:29:47: Ein neuer Prozess wurde zwar zunächst angestrengt doch dazu kam es nie!
00:29:52: Am dreißigsten Oktober, zwanzundzwanzig Exakt fünfundvierzig Jahre nach Martha's Ermordung erklärte die Staatsanwaltschaft, Michael Skakel nicht erneut vor Gericht zu stellen.
00:30:05: Zu viel Zeit war vergangen, wichtige Zeugen waren inzwischen verstorben und die Beweislage reichte nach Ansicht der Anklage nicht mehr aus – und damit endete der Fall dort wo er Jahrzehnte zuvor begonnen hatte mit einer ermordeten fünfzinierigen und ohne rechtskräftig verurteilten Täter.
00:30:28: Marthas Eltern erlebten den endgültigen juristischen Ausgang des Fals nicht mehr gemeinsam.
00:30:35: Ihr Vater David starb bereits in und achtundachtzig, also lange bevor Michael Skakel überhaupt verurteilt und später wieder freigelassen wurde.
00:30:45: Ihre Mutter Dorothy starb zwei tausend vierundzwanzig nachdem sie fast ihr gesamtes weiteres Leben für die Aufklärung des Mordes an ihrer Tochter gekämpft hatte.
00:30:57: ein Kampf der nicht nur Vergebens war sondern auch uns mit der bitteren Frage zurücklässt.
00:31:03: Ob ein Mord, wenn ihm die Zeichen der Zeit zu sehr zusetzen, anscheinend doch irgendwann
00:31:11: verjährt.".
Neuer Kommentar