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Schauerstoff Compilation: Dunkle Halloween Legenden

Shownotes

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Rund um Halloween haben Geschichten von Hexen, Flüchen und Geisterorten Hochkonjunktur. Manche davon sind moderne Schauermärchen, andere werden seit Generationen weitererzählt und haben sich längst zu festen Legenden entwickelt. In dieser Compilation geht es um zwei solcher dunklen Überlieferungen. In IM NEBEL DES GRAUENS führt uns die Spur in das verlassene spanische Bergdorf La Mussara mit einer dunklen Geschichte, in welcher sich an Halloween 1991 vier Freunde verirrten. Danach geht es mit DIE BELL HEXE ins Tennessee des frühen 19. Jahrhunderts – zu einer der bekanntesten amerikanischen Spuklegenden und einer Familie, die über Jahre hinweg von einer rätselhaften Macht heimgesucht worden sein soll.

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Zur aktuellen Folge:

Das Geisterdorf La Mussara in Katalonien (1991), Hexenlegenden, dichter Nebel und das rätselhafte Verschwinden eines Mannes; und der legendäre Spuk um die Familie Bell in Tennessee ab 1817, eine unsichtbare Macht und der Verdacht auf einen alten Fluch.

  • Das Geisterdorf La Mussara in Katalonien (1991), Hexenlegenden, dichter Nebel und das rätselhafte Verschwinden eines Mannes
  • Der legendäre Spuk um die Familie Bell in Tennessee ab 1817, eine unsichtbare Macht und der Verdacht auf einen alten Fluch

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Transkript anzeigen

00:00:10: Rund um Halloween haben Geschichten von Hexen, Flüchen und Geisterorten Hochkonjunktur.

00:00:18: Manche davon sind moderne Schauermärchen.

00:00:21: Andere werden seit Generationen

00:00:23: weitererzählt und haben sich längst zu festen Legenden entwickelt.

00:00:29: In dieser Compilation geht es um zwei solcher dunklen Überlieferungen.

00:00:35: Im Nebel des Grauens führt uns die Spur in das verlassenes spanische Bergdorf La Musara Mit einer dunklen Geschichte, in welcher sich an Halloween, Nineteinundneunzig vier Freunde verirrten.

00:00:49: Danach geht es mit Die Bellhexe ins Tennessee des frühen neunzehnten Jahrhunderts zu einer der bekanntesten amerikanischen Spuglegenden und einer Familie die über Jahre hinweg von einer rätselhaften Macht heimgesucht worden sein soll.

00:01:13: Schauerstoff Der Grusel-Podcast für schlaflose Nächte

00:01:21: Im Nebel des Grauens.

00:01:28: In Spanien hat Halloween, anders als in Deutschland eine deutlich längere Tradition.

00:01:35: Ganze drei Tage begeht man auf der Iberischen Halbinsel ein großes Fest für die Verstorbenen.

00:01:41: Es beginnt mit dem einundreißigsten Oktober Dem Dia de las Brujas Zu Deutsch – dem Tag der Hexen.

00:01:49: Der darauffolgende Tag wird als dia de Todos los Santos Also als Tag aller Heiligen gefeiert Bis das Fest schließlich am zweiten November, dem Dia de los Muertos – also am Tag der Toten – seinen Abschluss findet.

00:02:07: Entsprechend weit verbreitet sind auch in Spanien Geschichten von Geistern, Dämonen

00:02:12: oder paranormal

00:02:13: Phänomenen die sich um die Halloween-Zeit herum ereignet haben sollen.

00:02:18: Eine davon, deren Mythos jedoch für vier junge Menschen grausame Wirklichkeit werden sollte soll hier nun erzählt.

00:02:29: Es war der sechzehnte Oktober nineteenhundneinzig, als Enrique Martinez einem ungewöhnlichen Vorschlag von seinem besten Freund Jorge gefolgt war.

00:02:38: Der hatte vorgeschlagen

00:02:40: gemeinsam mit ihren

00:02:41: beiden Partnerinnen Anna und Sophia in die Pilze zu fahren um Pfefferlinge,

00:02:46: Champignons

00:02:47: und vieles mehr sammeln zu gehen.

00:02:50: Das Areal für die angedachte Pilzjagd hatte Jorge allerdings nicht zufällig ausgewählt.

00:02:56: Er wollte in die Region von La Moussara Ein verlassenes Dorf mitten in den Wäldern von Südkathalonien.

00:03:03: Das Dorf hatte bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts um die dreihundert Einwohner gehabt, war dann jedoch bis neunzehntzig auf gerade mal fünfundzwanzig Bewohner geschrumpft und schließlich gänzlich verlassen worden.

00:03:16: Die Gründe dafür reichten von einer schlechten Trinkwasserversorgung über einen mehrstoffarmen Boden bis hin zur abgeschnittenheit vom Rest der Welt.

00:03:24: Nachdem auch die letzte Familie die kleine Ortschaft verlassen hat begannen sich allerlei Mythen und Schauergeschichten, um La Musara zu ranken.

00:03:33: Treibende Kraft war dabei auch die Sichtung eines immer wiederkirrenden mysteriösen Nebels, der sich schwer und undurchdringlich über das Dorf legte.

00:03:42: Genau dieser Nebel sollte auch den vier Freunden bei ihrem Ausflug zum Verhängnis werden!

00:03:49: Doch Enrique – ein erwachsener Mann von mittlerweile sechsundreißig Jahren interessierte sich nicht sonderlich für Schauermärchen und Legenden.

00:03:57: Er war nur mitgekommen weil er unbedingt interessante Pilze aus der Region sammeln wollte.

00:04:02: Besonders angetan hatte es ihm dabei der weinrote Kiefernreizka, der mit seinen tiefroten Lamellen optisch am Blut erinnerte und sich obendrein kästlich zubereiten ließ.

00:04:13: Enrique hatte den ganzen Nachmittag über schon allerlei interessante Exemplare ausgegraben und in seinen Korb legen können – und dabei gar nicht

00:04:20: mitbekommen,

00:04:21: dass die Gruppe sich bei ihrer Suche immer weiter den Rändern des einstigen Dorfes genährt hatte!

00:04:27: Enrique überlegte kurz Oborge sie vielleicht absichtlich in die Richtung von La Musara geführt hatte, um ihrem Ausflug den gruseligen Anstrich zu verleihen auf den er selbst gerne verzichtet hätte.

00:04:39: Doch mit Blick auf die verfallenen Ruinen des Dorfes musste er zugeben, dass sie einer gewissen gespenstischen Faszination entberten.

00:04:48: Obwohl La Musarra einst ohnehin nicht besonders groß gewesen sein musste war dreißig Jahre nach seiner Räumung noch viel weniger von der kleinen Ortschaft übrig geblieben.

00:04:58: Das Dorf bestand im Grunde nur aus zwei Dutzend Ruinen Die teilweise so baufällig waren, dass nur noch die Grundmauern übrig geblieben waren.

00:05:06: Ein staubiger Schotterweg verlief einmal quer durch das Dorf, in dessen Mitte sich das einzige Gebäude befand, das noch einigermaßen intakt war – die Dorfkirche!

00:05:19: Horge, für den das Abenteuer

00:05:20: hier erst zu

00:05:21: richtig angefangen hatte, zeigte die Straße hinunter und sagte

00:05:25: «Kommt mit,

00:05:26: ich möchte euch etwas

00:05:27: zeigen».

00:05:28: Schnell nahm er seine Freundin Sophia an der Hand und lief mit ihr zügig die Schotterstraße in Richtung Dorfmitte entlang.

00:05:35: Enrique, der lieber mit Anna zusammen weiter nach Steinpilzen Ausschau gehalten hätte, verdrehte kaum merklich die Augen, bevor er seiner Frau den Arm zum Unterhacken anbot

00:05:45: und die beiden zögerlich

00:05:46: folgten.

00:05:47: Es war nicht

00:05:48: nur die spontane

00:05:48: Grusel-Exkursion seines begeisterten Freundes, die ihm auf den Zeiger ging – genervt stellte er außerdem fest das allmählich Nebelaufzug und ihnen die Sicht zu erschweren drohte was eine weitere Suche nach Pilzen garantiert schwieriger machen würde.

00:06:05: Bei dem Vorplatz der Kirche angekommen, zeigte Horge begeistert auf eine Art steinernden Monolithen – nichts Besonderes!

00:06:12: Eigentlich nur ein grauer, quadratischer Klotz, circa einen Meter fünfzig hoch, der aus der staubigen Erde ragte.

00:06:20: Das ist meine Freunde, das älteste Bauwerk des Ortes, verkündete er mit einem nahezu stolzen Unterton.

00:06:27: Fantastisch

00:06:28: gab Enrique Trocken zurück.

00:06:30: Dann können wir ja jetzt weiter Pilze suchen.

00:06:33: Mir fehlen noch ein paar Pfefferlinge für das Essen, dass ich heute Abend für euch kochen

00:06:36: soll.".

00:06:38: Genau

00:06:39: sprang seine Frau Anna ihm bei.

00:06:41: Außerdem wird der Nebel immer dichter – bald sehen wir bestimmt gar nichts mehr!

00:06:46: In ihrer Stimme lag ein leises Frösteln.

00:06:49: Ging es ihr wirklich um die Pilzsuche?

00:06:51: Oder hatte Jorge sie mit seinem Schauermärchen über La Musara bereits genügend getriggert?

00:06:56: Falls ja, setzt er nur noch

00:06:57: einen drauf….

00:07:00: Das ist nicht irgendein Monolith gab er leicht beleidigt zurück.

00:07:04: Der Stein soll eine Unmenge an dunkler Magie bündeln und obendrein ein verstecktes Portal zu einer anderen Dimension bereithalten.

00:07:12: Wie zum Beweis seiner fragwürdigen Aussagen legte er die Hand oben auf den Monolithen.

00:07:17: Los, fühlt mal!

00:07:20: Abermals musste Enrique ein generftes Solvzen unterdrücken – doch er wusste, dass es keinen Sinn hatte mit seinem Freund darüber zu diskutieren.

00:07:28: Er kannte Jorge lange

00:07:29: genug um zu wissen, daß dieser bei seinen absurden Ideen Kein Nein akzeptierte, und er die Sache nur unnötig in die Länge ziehen würde.

00:07:38: Also momelte er stattdessen ein kaum hörbares Mir aus... ...und legte zusammen mit den anderen Dreien die Hand auf dem Monolithen.

00:07:49: Seiner eigenen

00:07:49: Erwartung gemäß geschah im ersten Moment genau gar

00:07:52: nichts.

00:07:53: Lediglich die Frösche in dem angrenzenden Kirchtheich quagten plötzlich deutlich lauter als zuvor Und irgendwie fühlte der Stein sich plötzlich heiß an.

00:08:03: Doch das konnte auch Einbildung sein.

00:08:06: Klar, seine Fantasie musste ihm einfach einen Streich spielen.

00:08:09: – Alles klar!

00:08:11: sagte Enrique schließlich und nahm

00:08:13: seine Hand von

00:08:13: dem Steinquader.

00:08:15: Dann können

00:08:15: wir jetzt

00:08:16: endlich weitersuchen, wovor der Nebel noch dichter wird.

00:08:19: Wie um sich selbst von den schlechter werdenden Sichtverhältnissen zu überzeugen, wandte er sich zur Kirche hinter ihnen die mittlerweile immer mehr von einer dicken Nebelwand umhüllt wurde.

00:08:28: Doch als wollte das Gebäude ihn lügenstrafen, teilte sich der Nebe plötzlich und gab den Blick auf eines der Kirchenfenster frei.

00:08:37: Und dort oben sah Enrique nun etwas, das ihm wirklich Angst einjagte.

00:08:44: Für einen Moment konnte er ohne jeden Zweifel die dunklen Umrisse einer Gestalt ausmachen, die direkt zu ihm und seinen Freunden herunterzustarren schien.

00:08:52: Doch bevor er überhaupt verarbeiten

00:08:54: konnte

00:08:54: – was er da gerade gesehen hatte – schloss sich die Nebeldecke um den Kirchturm bereits wieder und verbarkt das Fenster!

00:09:02: Mit weit aufgerissenen Augen wandte Enrique sich um zu seinen Freundinnen und versuchte, deren Gesichter zu deuten.

00:09:09: Doch abgesehen von Horges und Sophias Abenteuer Lust, und annas Ungeduld konnte er in ihren Augen nichts anderes ablesen.

00:09:17: Offenbar war er der Einzige gewesen, der es gesehen hatte – was auch immer Es war!

00:09:26: Na los lasst uns

00:09:27: weiterziehen, sagte Horge schließlich, und Enrique durchfuhr ein Gefühl der Erleichterung.

00:09:33: Er hatte kein Interesse daran noch länger an diesem suspekten Ort zu bleiben, zumal er es vor den anderen auch nicht zugeben wollte, dass er dieses gottverlassene Dorf mehr und mehr unheimlich fand.

00:09:45: Als er dann sah, wie Horge, Sophia und seine Frau gemeinsam auf den Kirchturm zusteuerten, bemerkte er sofort ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend, denn diesen Gebäude wollte er sich gewiss am allerwenigsten

00:09:57: nähern.

00:09:58: Zögern stapfte er ihnen durch den Staub- und Nebel hinterher.

00:10:02: Die Schwaden waren inzwischen so dicht, dass sie die Distanz zu seinen Mitstreitern nicht zu groß werden lassen durfte – sonst würde er sie verlieren!

00:10:11: Erleichtert stellte Enrique fest dass die drei anderen offenbar gar kein Interesse daran hatten, die Kirchenruine auch von innen zu besichtigen.

00:10:19: Stattdessen umrundeten sie einmal das alte Gemäuer und gingen auf den dahinter liegenden Friedhof zu.

00:10:26: Als Enrique den Kirchturm nun aus der Nähe passierte,

00:10:29: verspürte er jedoch plötzlich

00:10:30: den inneren Drang stehen zu bleiben und durch die Fenster im Erdgeschoss zu schauen.

00:10:36: Die Kirche hatte ihre besten Zeiten wirklich hinter sich.

00:10:39: Sämtliche Fensterscheiben fehlten – und anstelle von ordentlich gemauerten Fenstern zeigten nur noch klaffende Löcher ins Innere des Kirchenbaus.

00:10:48: Auch hier hatte der Zahn der Zeit dem Material ordentlich zugesetzt,

00:10:52: dennoch konnte man

00:10:53: auch andeutungsweise die Bank rein und den Altar am anderen Ende des Kirchenschiffs erkennen – kaum zu glauben, dass dieser Ort einst mal voller Gottes fürchtiger Menschen gewesen war!

00:11:06: Während Enrique dort am Fenster

00:11:07: stand und hineinspähte, hatte er plötzlich umso mehr das Gefühl als würde eine unsichtbare Macht seine gesamte Aufmerksamkeit bündeln immer weiter in das alte Gebäude hineinziehen.

00:11:19: Er konnte spüren, wie er sich immer stärker nach vorne lehnte und dem Drang nachgeben musste – gleichzeitig ermahnte ihn eine leise Stimme aus seinem Unterbewusstsein, dass er sich schleunigst von diesem Ort entfernen sollte.

00:11:32: Doch er konnte nicht!

00:11:33: Er war wie gebannt an Ort und Stelle fixiert.

00:11:38: Währenddessen hatten Horge, Sophia und Anna den Friedhof erreicht und inspizierten neugierig die Inschriften auf den jahrhunderte alten Grabsteinen.

00:11:47: Ein Grabmal hatte es Sophia besonders angetan und sie beschloss, mit ihrer analogen Kamera ein Fotodaffnen zu schießen.

00:11:55: Um die richtige Perspektive zu finden ging sie einige Schritte zurück und stieß dabei versehentlich gegen einen anderen

00:12:01: Grabstein

00:12:02: – ein steinernes Kreuz das verteilerweise nicht nur um viel sondern sofort in seine Einzelteile zerbrach.

00:12:10: »Na toll!« zog Horge sie auf und feigste.

00:12:14: «Jetzt haben ist die Untoten an diesem verfluchten Ort bestimmt auf uns abgesehen.».

00:12:19: Was meinst du mit verflucht?

00:12:21: gab Sophia verunsichert zurück, während sie sich erfolglos damit abmüte den Grabstein wieder zusammen zu puzzeln.

00:12:28: In ihrem Gesicht zeichnete sich plötzlich ein Anflug von Panik ab.

00:12:32: Warum hast Du mir nicht gesagt dass dieser Ort verflucht ist?

00:12:37: Während zwischen Horge und Sophia einen Pärchenstreit vom Zaun zu brechen drohte viel Anna plötzlich auf das Enrique noch immer nicht zu ihnen aufgeschlossen war.

00:12:46: Wo steckte er bloß?

00:12:48: Mühsam batte sie sich ihren Weg durch den Nebel zurück in Richtung Friedhofsausgang und wäre beinah selbst über einen Grabstein gestolpert, als sie schließlich in Rieke wie versteinert an einem der Kirchenfenster stehen sah.

00:13:01: Sie rief mehrmals seinen Namen – erntete allerdings keine Reaktion!

00:13:06: Erst als sie neben ihm angekommen war und sanft ihre Hand auf seine Schulter legte, löste er mann sich plötzlich aus seiner Schockstarre und sah sie erschreckt an.

00:13:15: Er war leichenblass und seine Augen seltsam rot unterlaufen.

00:13:19: Auch Anna fand, dass es Zeit war, diesem gottlosen Ort nun endlich den Rücken zu kehren.

00:13:27: Gemeinsam untergehakt gingen sie zurück zum Friedhof, wo Horgy und Sophia sich immer noch lautstark stritten.

00:13:34: Offenbar hatte Sophia inzwischen auch den Kanal voll für den Spugabenteuern ihres Partners – und fühlte sich getäuscht!

00:13:41: Doch Enrique schien sich überhaupt nicht für das Gezanke zu interessieren.

00:13:45: Stattdessen löste er seinen Arm aus Anders' Griff und blieb stehen….

00:13:49: Mit leuchtenden Augen zeigte er plötzlich auf ein Dickicht nur wenige Meter entfernt von ihnen.

00:13:53: – Schau mal Anna, sagte er aufgeregt.

00:13:57: Da hinten wachsen Kiefernreizka!

00:14:00: Was?

00:14:00: Wo denn?

00:14:01: fragte Anna unglaublich und knifft die Augen zusammen.

00:14:05: In diesem verdammten Nebel konnte Enrique doch unmöglich irgendwelche Pilze entdeckt haben.

00:14:09: Doch der blieb beharrlich….

00:14:12: Aber klar schau doch hin!

00:14:13: Ich gehe nur schnell rüber und sammle sie ein, dann können wir endlich nach Hause.

00:14:20: Seufzte Anna und versuchte sich damit zu trösten, dass sie diesem unheimlichen Ort doch noch irgendetwas Positives hatten abgewinnen können.

00:14:28: Ich versuche derweil

00:14:29: zwischen unseren beiden Streithähnen zu schlechten.

00:14:35: Ihre Wege trennten sich und während Anna noch im Augenwinkel sah wie Enrique sein Pilzmesser zückte und losstapfte, drang weiter der Streit von Horge und Sophia an ihr Ohr.

00:14:46: Jetzt beruhigt euch mal Leute!

00:14:48: Versuchte sie das streitende Paar zu beschwichtigen als sie wieder zu ihnen aufgeschlossen

00:14:52: war.".

00:14:53: Lass uns einfach nach Hause gehen.

00:14:56: Mich beruhigen, schoss Sophia nun fast schon hysterisch zurück.

00:15:00: Einen Scheiß werde ich!

00:15:02: Und das würdest du auch nicht an meiner Stelle Anna.

00:15:05: Na los Horge, erzähl

00:15:06: ihr was du mir gerade erzählt hast?

00:15:09: Anna richtete den Blick auf Horge der inzwischen deutlich an seiner sonst so abgeklärten Coolness eingebüßt hatte.

00:15:16: Allmählich schien ihm zu dämmern zu was für einer Schnapsidee er seine Freunde angestackelt hatte.

00:15:22: Ich habe Sophia nur erklärt dass der Grabstein den sie nun aus versehen umgerannt hat, wahrscheinlich mal einer Hexe gehört hatte.

00:15:31: Einer Hexe die man einst lebendig begraben hat und die später von spanischen Bürgerkriegsbilizen wieder ausgebuddelt und aufgehangen worden war.

00:15:39: Seitdem gilt der

00:15:40: Ort hier jedenfalls als verflucht.

00:15:42: Immer mehr Menschen wurden unerklärlich krank und starben

00:15:45: Die Böden

00:15:46: verödeten Das Wasser verfärbte sich giftgrün Und die wenigen Bewohner, die dieses Unheil überstanden Zogen schließlich Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts von her fort.

00:15:56: Seitdem ist Lamussara ein Geisterdorf.

00:16:01: Als Horge seine Ausführungen beendet hatte, lief auch Anna einen eiskalter Schauer über den Rücken.

00:16:07: Sie fühlte sich plötzlich

00:16:09: als hätte Horga sie alle

00:16:10: ins offene Messer laufen lassen.

00:16:12: Denn mit diesem Wissen im Hinterkopf hätte sie der spontanen Exkursion zu dem Dorf die Horga offenbar die ganze Zeit geplant hat niemals zugestimmt.

00:16:21: Sie war streng katholisch erzogen worden, respektierte die toten Ruhe und hätte diese niemals absichtlich

00:16:26: gestört.

00:16:29: Doch jetzt machte ihr noch etwas anderes Schlagartig Sorgen.

00:16:33: Enrique hatte nur eben die Pilze einsammeln wollen, doch das war schon wieder einige Zeit her!

00:16:38: Wo also war Ihr Mann?

00:16:42: Mit einer unheilvollen Ahnung in der Magengrube wandte Anna sich

00:16:45: abrupt

00:16:46: um und ließ Horge und Sophia verdattert stehen.

00:16:49: Sie lief zurück über den Friedhof und rief immer wieder Enrikes Namen – doch sie erhielt keine Antwort.

00:16:56: Verzweifelt suchte sie nach der Stelle mit dem Kiefernreizkern,

00:16:59: die ihr Mann hatte ausgaben

00:17:00: wollen.

00:17:01: Doch in dem grauenvollen Nebel sah sie bald nicht mal mehr die eigene Hand vor Augen.

00:17:07: Sophia und Horge begriffen derweil endlich, was los war – und eilten Anna hinterher.

00:17:13: Trotz des Nebels konnten Sie sich immerhin orientieren, da Anna unentweg nach Enrique rief.

00:17:19: Schließlich gelangten sie irgendwann wieder zu der Kirche, wo Annas Stimme plötzlich verstummte.

00:17:25: Die beiden tasteten sich vorsichtig durch die undurchdringliche Nebelwand und entdeckten ihre Freundin schließlich an der Seite der Grundmauer wozu vor noch Enrique gestanden und durchs Fenster gestarrt hatte.

00:17:36: Anna kniet ihm mit dem Rücken zu ihnen auf den Boden, und war verstummt.

00:17:41: Als Sophia sie vorsichtig an der Schulter berührte, hob sie langsam den Kopf und sah die beiden direkt an.

00:17:47: Tränen strömten über ihr verängstigtes Gesicht – und in ihren Händen hielt sie Enrikes Korb, den er zuvor noch beim Pilze suchen bei sich gehabt hatte!

00:17:57: Langsam öffneten sich ihre Lippen, und sie sprach leise «Er ist weg».

00:18:07: sollten die kommenden Stunden damit verbringen, den Friedhof und auch das gesamte Dorf Lamussara mit samt den angrenzenden Wäldern drum herum abzusuchen.

00:18:16: Doch vergeblich.

00:18:17: Enrique blieb wie vom Erdboden verschluckt und auch die anschließend hin zugezogene Polizei konnte in den Sechsund Dreißigjährigen nicht aufspüren.

00:18:25: Er wird bis heute – über dreißig Jahre später – noch immer vermisst.

00:18:32: Rationalldenkende Zeitzeugen argumentieren, dass er beim Pilze suchen irgendwie verunfallt sein musste und womöglich schon nicht mehr lebte oder zumindest nicht mehr bei Bewusstsein war, als seine Freunde die Gegend um La Musara absuchten.

00:18:46: Doch dann hätten spätestens in den dauerfolgenden Wochen- oder Monaten andere Wanderer sicherlich seine Leiche entdeckt – was so nie geschehen ist!

00:18:56: Andere wiederum, die für das übernatürliche Aufgeschlossen sind vermuten, dass Enrique nicht etwa gestorben ist sondern nun an einem anderen Ort lebt.

00:19:06: Wie Jorge es seinen Freunden schon erklärt hatte Legenden zufolge ist die Kirche von La Moussara, mitsamt ihrem Monolithen ein Portal in eine andere Dimension.

00:19:16: Das mit seiner dunklen Magie arglose Opfer anzulocken vom Mark.

00:19:20: Enrique hatte sich von Anfang an stark von der Kirchenruine angezogen gefühlt.

00:19:25: War er schließlich ihrem dunklen Ruf gefolgt und aus unserer Realität gerissen worden?

00:19:33: Ein Jahr später ging Anna, Sophia und Jorge nochmals nach La Mousseira

00:19:38: um nach weiteren

00:19:38: Spuren von Enrique zu suchen!

00:19:41: Es war abermals ein extrem nebliger Tag.

00:19:44: Wieder suchten sie die Kirche auf und späten durch das Fenster hinein, wo auch Enrique einst bestanden hatte.

00:19:52: Und für den Bruchteil einer Sekunde sahen auch Sie im Inneren der Ruine eine schwarze Gestalt, die zu Ihnen zurückstahte – bevor der Nebel sich wieder schloss und alles um Sie herum verschlangt.

00:20:12: In La Musara scheint ein alter Fluch noch Jahrzehnte nach dem Verlassen des Dorfes seine Wirkung zu entfalten.

00:20:21: Auch die nächste Geschichte führt uns zu einem Ort, an dem sich etwas Unerklärliches festgesetzt haben soll.

00:20:29: Nur beginnt der Spuk dort nicht in einem Geisterdorf sondern mitten im Zuhause einer Familie

00:20:42: Die Bellhexe.

00:20:47: Eine Familie erlebt in ihrem eigenen Haus unerklärliche paranormale Phänomene.

00:20:53: Aus Angst vor Sport und Ausgrenzung erzählen sie der kleinen Gemeinde, in der Sie leben

00:20:58: zunächst nichts

00:20:58: davon.

00:21:00: Als sie sich dann doch öffnen und ihre schrecklichen Erfahrungen preisgeben, ernten Sie sogar Verständnis und Unterstützung.

00:21:07: Doch das macht alles nur viel schlimmer!

00:21:12: Die folgende Geschichte trägt uns sehr weit zurück in die Vergangenheit.

00:21:16: Genauer beginnt sie am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts – inmitten der prägenen Siedlerjahre eines noch sehr ursprünglichen Amerikas.

00:21:25: In dieser Zeit zog der Farmer John Bell mit seiner Frau Lucy nach Robertson County im Bundesstaat Tennessee.

00:21:35: John Bell war auf der Suche nach einem geeigneten Landstrich für seine Farm und zog dafür von North Carolina hunderte Kilometer weiter in den Nachbarbundesstaat, damals noch mit Kutsche und Zupferde – also ein sehr schwieriges Unterfangen!

00:21:50: Die Familie ließ sich am Red River in der Nähe der Kleinstadt Adams-Nieder wo sie ein großes Bauernhaus bezog.

00:21:59: Er und seine Familie fanden aufgrund ihrer Offenheit- und Hilfsbereitschaft schnell Anschluss in der kleinen Gemeinde.

00:22:07: Jedermann mochte die Familie Bell, und war gerne Gast auf ihrem Hof.

00:22:11: Es waren glückliche Jahre, in denen John und seine Frau Lucy die Großfamilie noch um drei weitere Kinder

00:22:17: ergänzten.

00:22:21: Doch das Glück sollte nicht für ewig wären Denn etwas schien mit der Farm nichts zu stimmen.

00:22:26: Für Vater John sollte es im Nachhinein schwierig werden genau zu beschreiben wann das Unheil

00:22:30: begann

00:22:32: Doch nach etwas Nachdenken gelangte er zu dem Schluss, das alles mit einer seltsamen Situation seinen Anfang nahm.

00:22:39: An einem warmen Tag im Mai-Achzenhundertsiebzehn war John Bell auf einem seiner Maisfelder unterwegs.

00:22:46: Er bog gerade in einen der Feldwege zwischen den hohen Kolbenpflanzen

00:22:49: ein

00:22:50: als er Gedanken verloren den Blick hob

00:22:52: und plötzlich stehen blieb.

00:22:54: Dort etwa fünfzig Meter entfernt saß mitten auf dem Feldweg ein großes

00:22:59: Tier.

00:23:00: Das Tier war nicht nur von riesiger Statur und hatte struppiges, schwarzes Fell.

00:23:05: Es sah auch sehr unheimlich aus!

00:23:08: John beschrieb es später wie einen extrem großen

00:23:10: Hund,

00:23:11: dessen Gesicht allerdings etwas Menschliches

00:23:12: hatte.

00:23:14: Aus der Ferne konnte er sehen, wie die steilblauen Augen der Kreatur ihn taksierten.

00:23:21: John Bell zögerte kurz, legte dann sein Gewehr an und feuerte mehrmals in die Richtung des Tieres – zunächst ohne es direkt treffen zu

00:23:28: wollen.

00:23:29: Der Hund sprang in den Mais und lief davon.

00:23:32: John ließ die Waffe sinken und steuerte direkt auf den Platz zu, an dem die Kreatur zuvor gesessen hatte.

00:23:38: Seltsamerweise fand er vor Ort weder Pfotenabdrücke

00:23:41: in der staubigen Erde

00:23:43: noch niedergetretene Pflanzen in seinem Feld.

00:23:46: Für den Moment beließ er es dabei – doch John sollte nicht der Einzige sein, der das unheimliche Tier gesehen hatte!

00:23:55: Denn auch der junge Dean, ein Hausangestellter der Familie Bell, sollte etwa zur selben Zeit ähnliches berichten.

00:24:02: Ihm zufolge wurde er mehrfach von einer hunderartigen Bestie verfolgt, wenn er nach Feierabend seine Frau weiter unten im

00:24:08: Ort besuchen wollte.

00:24:11: Das Auftauchen des Hundes markierte einen Wendepunkt im Leben der bisher so glücklichen Bärfamilie – denn danach war nichts mehr

00:24:18: wie vorher!

00:24:21: Doch zunächst kam die Familie gar nicht auf die Idee, die folgenden Zwischenfälle miteinander in Verbindung zu bringen.

00:24:28: Einige Abende, nachdem John den Hund auf dem Feld gesehen hatte, ging er und seine Frau Lucy zu Bett.

00:24:34: John hatte den ganzen Tag schwer auf dem Feld gearbeitet und war totmüde.

00:24:38: Doch als sie gerade dabei waren, einzuschlafen, ließ ein lautes Hemmern die Eheleute plötzlich

00:24:43: hochschrecken.

00:24:45: Dabei hatte niemand an die Haustür geklopft!

00:24:47: Das Hemmern kam direkt von der hölzernen Außenwand ihrer einfachen Schlafstube.

00:24:52: Sofort konnten John und Lucy ebenso ausschließen, dass ein Tier die Geräusche verursachte.

00:24:58: Das Hemmern klang zu absichtsvoll – zu menschlich Als würde jemand mit geschlossener Faust gegen die dicken Eichenbohlen ihre Fassade schlagen.

00:25:09: Wütend sprang John Bell aus dem Bett und lief hinter das Haus, um nachzusehen.

00:25:13: Doch dort stand er nun allein auf weiter Flur.

00:25:15: Weit und breit war niemand zu sehen – und die Farm lag friedlich im Dunkeln.

00:25:20: Überzeugt, dass es sich um einen dummen Scherz handelte ging John wieder zur Bett!

00:25:26: Doch ein erneutes Hemmern gegen die Wände sollte nicht lange auf sich warten lassen.

00:25:30: Abermals stürmte er hinaus dieses Mal mit seinen zwei ältesten Söhnen und deren Gewehren im Schlepptau.

00:25:36: Auch zu dritt blieben sie erfolglos!

00:25:39: Das Hemmern sollte sie noch viele Stunden in dieser Nacht quälen, und entsprechend gerädert fühlte sich die Familie am nächsten Tag.

00:25:48: Vielleicht erzählst du einfach in der Gemeinde was passiert ist, schlug Lucy vor und nippte müde an ihrem Tee.

00:25:54: Gemeinsam werdet ihr die Schuldigen schon ausfindig

00:25:57: machen?

00:25:59: Auf keinen Fall, entgegnete Vater John – wenn ich das erzähle wissen diese Quellgeister doch dass sie uns das Leben schwer machen.

00:26:07: Nein, ich will Sie selbst auf frischer Tat ertappen, sobald Sie

00:26:09: wiederkommen.".

00:26:12: Doch der Plan des Familienoberhaupts ging leider nicht auf!

00:26:15: Denn obwohl sich das nervenzauffetzende Hemmern gegen die Wände des Hauses fortan Nacht für Nacht wiederholte, gelang es ihnen einfach nicht den oder die Verantwortlichen zu stellen.

00:26:25: Stattdessen geselten sich nur neue Probleme hinzu.

00:26:31: Die jüngsten Kinder der Bell-Familie – vier Jungen im Alter von sieben bis elf Jahren schliefen wie gewohnt in einem Zimmer mit zwei Etagenbetten.

00:26:40: Etwa ein Jahr, nachdem das nächtliche Hemmern die Familie immer wieder aus dem Schlaf gerissen

00:26:44: hatte

00:26:45: wurden sie Zeugen weiterer seltsame

00:26:46: Erscheinungen.

00:26:48: Eines Nachts hörten sie plötzlich einen Geräusch als würde ein Tier an einem Stück Holz nagen.

00:26:53: Überzeugt dass sich wohl eine Ratte in ihr Zimmer verirrt haben musste und nun an ihren Bettfasten knabberte standen die Kinder auf und begannen nach dem Tier zu suchen.

00:27:03: Mit dem Moment wo ihre nackten Füße den Holzfußboden

00:27:05: berührten

00:27:06: herrschte plötzlich wieder stille.

00:27:09: Die Jungs stellten das gesamte Zimmer auf den Kopf, ohne eine Ratte ausfindig machen zu

00:27:12: können.

00:27:14: Radlos legten sie sich wieder ins Bett als das nagende Geräusch von Neuem einsetzte.

00:27:20: Auch diese Mitglieder der Bell-Familie sollten in jener Nacht noch zahlreiche Male

00:27:23: aufstehen

00:27:24: und sich nicht erklären können wer oder was diese seltsamen Störgeräusche verursachte.

00:27:32: Doch es sollte noch schlimmer kommen!

00:27:34: Nachdem die vier Jungs mehrere Nächte hintereinander das nagene Geräuschen hatten ertragen müssen Und immer noch der Meinung waren, dass es von einem Tier kamen, das sie einfach nicht aufspüren konnten, kam etwas viel Grauenvolleres hinzu.

00:27:47: In jener Nacht schreckten die Jungs hoch, weil sie plötzlich eine menschliche Stimme im Zimmer hörten.

00:27:53: Genauer klang es als würde jemand nach Luft schnappen und beinahe ersticken – ein unheimliches Röcheln und Krächzen war zu hören –

00:28:00: und es schien,

00:28:01: als würde es direkt von unter einem der Betten kommen.

00:28:06: Dieses Mal sollten nur die beiden älteren Jungs nachsehen!

00:28:10: Doch selbst diese beiden kostete es einige Minuten Überwindung, bis sie schließlich auf drei aus dem Bett sprangen und nachsahen.

00:28:17: Doch wie sollte es anders sein?

00:28:18: Sobald Sie unter den Betten nach sahen, herrschte wieder Stille!

00:28:23: Natürlich alarmierten sie dennoch die Eltern –die

00:28:26: halb wütend,

00:28:27: halb ebenfalls sehr verängstigt ins Zimmer stürmten und mit Kerzen jeden Winkel absuchten– ohne irgendein Ergebnis.

00:28:37: Es blieb der Familie nichts anderes übrig.

00:28:39: Trotz der zahlreichen Geräusche die sie mittlerweile heim suchten, das Hemmern, das Nagen und die unheimliche Stimme

00:28:47: mussten

00:28:47: Sie zumindest versuchen

00:28:48: zu schlafen.

00:28:50: Und John Bell musste sich Gedanken machen was sie gegen den Spuk in ihrem Haus unternehmen sollten.

00:28:57: Schon am nächsten Morgen mußte er sich etwas eingestehen.

00:29:00: Die Familie darauf einzuschwören zu den seltsamen Vorkommnissen im Haus zu schweigen war vermutlich nicht die beste Idee.

00:29:07: Sie würden wohl mit offenen Karten spielen müssen wenn sie sich Hilfe von außen erhofften.

00:29:12: Also zog John zunächst seinen engen Freund und Nachbarn James Johnston ins Vertrauen.

00:29:20: Zu seiner großen Erleichterung verurteilte oder belächelte Mr.

00:29:23: Johnston die Familie Bell nicht, sondern bot sogleich seine Unterstützung an.

00:29:28: Trotzdem blieb er skeptisch und

00:29:30: nahm an,

00:29:30: dass es völlig gewöhnliche Erklärungen für die unheimlichen Erscheinungen

00:29:34: geben musste.

00:29:35: Um sich selbst ein Bild von der Lage machen zu können übernachteten er und seine Frau am selben Abend bei der Familie.

00:29:42: Eingangs verlief alles friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

00:29:47: Doch sobald sich alle in ihre Gemächer zurückgezogen

00:29:49: hatten,

00:29:50: begann das Martyrium erneut – und die schaurigen Geräusche erfüllten die Räume!

00:29:55: Auch die Johnstons wurden dabei nicht verschont.

00:29:58: Das ging soweit, dass ihnen irgendwann sogar die Bettdecke entrissen wurde und sie das Gefühl hatten von einer unsichtbaren Hand geschlagen zu werden.

00:30:07: »Bei Gott wer bist du?

00:30:08: Und was willst Du von uns?« rief James Johnston panisch und sprang aus dem Bett.

00:30:13: Zwar erhielt er keine Antwort auf seine Frage, doch zumindest kehrte für den Rest der Nacht ein wenig Ruhe im Haus ein.

00:30:21: Am nächsten Morgen nahm der Nachbar John Bell gegenüber all seiner Skepsis zurück.

00:30:26: Er war nun auch überzeugt, dass in dem Haus eine schreckliche Bedrohung

00:30:29: lauerte –

00:30:30: so überzeugt das unangenehme Geheimnis der Bell-Familie bald kein Geheimniss mehr war.

00:30:36: Im Gegenteil!

00:30:37: Die Nachricht über den Spuk im Haus von John Bell verbreitete sich wie ein Lauffeuer Doch abermals waren die Reaktionen der Öffentlichkeit eranteilnehmend und verständnisvoll.

00:30:49: Natürlich gab es hier und da einige Schaulustige, die nur die paranormalen Aktivitäten im Hause Bell selbst erleben wollten.

00:30:56: Inzwischen hatte das ganze Phänomen sogar einen Namen!

00:30:59: Man war sich sicher, dass es sich um eine weibliche Entität handelte – und nannte diese fortan «die Bellhexe».

00:31:07: Doch viele Mitglieder der Gemeinde und Menschen in Robertson County mochten den Farmer und seine Familie und waren mehr als bereit, die Bells zu unterstützen.

00:31:16: Folglich blieb es nicht bei dem einen Übernachtungsbesuch des Nachbarn James Johnston.

00:31:20: Immer mehr Menschen boten sich an, bei den Bells zur übernachten – einerseits um vielleicht der Ursache für die Phänomene auf den Grund zu gehen, andererseits jedoch vor allem, um der Familie wenigstens ein bisschen das

00:31:32: Gefühl von Sicherheit zu

00:31:33: geben.

00:31:35: Mit mehr Menschen im Haus ließ sich die Tyranei durch die Bellhexe zumindest besser ertragen.

00:31:42: Allerdings gab es unter den Mitgliedern der Gemeinde natürlich auch zahlreiche Skeptiker, was den Spuk auf der Farm der Bells angehen.

00:31:49: So mutmaßen einige Leute, dass sich sehr wohl um Störfaktoren irdischen Ursprungs handelte und verdächtigten in der Folge zahlreichen Nachbarn- und Gemeindemitglieder die der Familie womöglich schaden wollten.

00:32:01: Unter den Opfern dieser wortwörtlichen

00:32:03: Hexenjagd

00:32:04: war eine Frau namens Kate Beds.

00:32:06: Sie wohnte in der Nähe der Belles und schien die Familie glühend, um vieles zu beneiden der sie selbst ihre drei Kinder durch Krankheit verloren und obendrein einen pflegebedürftigen Ehemann hatte.

00:32:17: Das Schicksal hatte es durchaus nicht gut mit Kate Bates

00:32:19: gemeint,

00:32:20: und sie galt in Robertson County als verbitterte alte Frau, die niemandem auch nur ein Quäntchen Glück gönnte.

00:32:26: Als Mrs.

00:32:27: Bates jedoch mit diesen Vorwürfen konfrontiert wurde, wies sie sie absolut empört zurück – und man konnte der älteren Dame auch nie etwas nachweisen!

00:32:38: Eine andere Theorie besagte, dass die Bells diese unheimlichen Geräusche selbst verursachten schlichtweg, weil sie nach Aufmerksamkeit heischten und im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen

00:32:48: wollten.

00:32:49: Daraufhin forderten einige Gemeindemitglieder die Bells während der Nacht in ihrem häuslichen Umfeld

00:32:54: beobachten

00:32:55: zu dürfen um ausschließen zu können dass sie Scharlathane waren.

00:32:59: In ihrer Not ließen die Bell selbst dieses Prozedere über sich ergehen um zu beweisen das Sie vollkommen unbescholten waren.

00:33:07: Und schon bald mussten selbst die rationalsten Kritiker einsehen Dass die Bell's die Paranormalen Erscheinungen sich wieder ausgedacht noch sie selbst verursacht hatten.

00:33:18: Die bösartige Kreatur im Hause der Familie schien sich derweil durch nichts stoppen zu lassen.

00:33:23: Ganz im Gegenteil, ihre Präsenz auf der Farm wurde immer schwerer zu ignorieren, zumal der Demon immer gewalttätiger wurde und über ungeahnte Kräfte zu verfügen schien.

00:33:34: So musste das jüngste Familienmitglied die kleine Betsy ständig verschiedene Attacken aushalten – die Hexe zog sie an den Haaren, schlug sie und hinterließ sogar feuerrote Handabdrücke.

00:33:48: Der Bellhexe größter Feind war jedoch nach wie vor Vater John.

00:33:52: Und sie tat alles dafür, um ihm das Leben – wortwörtlich so schwer wie möglich zu

00:33:57: machen!

00:33:58: Mit der Zeit litt John Bell immer stärker unter neurologischen Ausfällen.

00:34:02: Sein Gesicht war zeitweise gelehmt, dann wieder entwickelte er merkwürdige Ticks, Schnittgrimassen und Zwingerte unkontrolliert.

00:34:10: Auch das Laufen oder simtle Gespräche mit Familie

00:34:12: und

00:34:12: Freunden fielen ihm immer schwerer.

00:34:15: Oft saß er tagelang einfach nur da und starte die Wand an.

00:34:21: Während die äußere Welt vornehmlich den Eindruck hatte, dass der Familienvater schlichtweg aufgrund von Alter- und Gebrechtlichkeit immer mehr degenerierte beschlicht John Bell ein ganz anderes Gefühl.

00:34:32: In vertraulichen Unterhaltungen mit seiner liebevollen Frau Lucy betonte er immer wieder Er habe das Gefühl, dass etwas ihm regelrecht die Kraft traube Und daran arbeite ihn qualvoll verenden zu lassen.

00:34:47: Eines Tages ging Johns erwachsene Tochter Esther zum Hühnerstall der Farm um frische Eier

00:34:51: einzusammeln.

00:34:53: Dafür musste sie die Landstraße überqueren, die das Grundstück der Familie teilte und etwa zweihundert Meter über eine Wiese gehen, um zu dem Stall zu gelangen.

00:35:03: Schon nachdem sie das Wohnhaus nur wenige Meter hinter sich gelassen hatte, hörte sie plötzlich einen Geräusch.

00:35:08: Esther schaute nach links und sah in einiger Entfernung eine Frau, die komplett in Schwarz gekleidet war und mit gesenktem Kopf die querverlaufende Landstrace entlangschlich.

00:35:19: Esther dachte nicht viel dabei überquerte die Straße und ging weiter unbeirrt zum Hühnersteil.

00:35:25: Als sie ihren Korb mit Eiern gefüllt hatte und wieder hinaus trat, war die seltsame Frau immer noch da.

00:35:32: Extrem langsam schlurfte sie mit gesenktem Kopf unter der schwarzen Kapuze durch den Staub.

00:35:37: Inzwischen war ihr Ziel jedoch klare geworden – Die Frau in Schwarz steuerte auf das Wohnhaus der Bells zu!

00:35:46: Die junge Esther, ein wenig naiv und immer freundlich

00:35:48: zu fremden,

00:35:49: verspürte zunächst überhaupt keinen Argwohn.

00:35:52: Stattdessen ging sie davon aus, dass die Frau aus der Gegend sein musste und ihre Familie womöglich sogar kannte.

00:36:00: Schnellen Schrittes ging Esther zurück in Richtung Haupthaus und näherte sich der Frau von hinten.

00:36:04: – Hallo!

00:36:05: Kann ich Ihnen helfen?

00:36:07: rief sie freundlich,

00:36:08: erntete jedoch nur Schweigen.

00:36:10: Die Gestalt in schwarz trottete weiter unbeirrt vor sich hin.

00:36:15: Esther versuchte noch einige Male, die Frau zu einem Gespräch aufzufordern wurde jedoch weiterhin ignoriert.

00:36:23: Als das junge Mädchen die fremde Beiner eingeholt hatte, wurde ihr plötzlich seltsam zum

00:36:27: Mute.

00:36:29: Unsicher blieb erster einige Meter hinter ihr Stehen und überlegte was sie als Nächstes tun

00:36:33: sollte.

00:36:35: Da bliebe auch die Frau in schwarz plötzlich abruppt

00:36:37: stehen.

00:36:38: Sie führte ihre rechte Hand zu ihrem Kopf und streifte ihre Kapuze ab.

00:36:42: Heraus quoll eine Schier unendliche Masse an verfilzten öligen pechschwarzen Haaren Die bis auf den Boden zu Reichen

00:36:49: schienen!

00:36:51: Die Frau wandte sich immer noch nicht um Als Esther wie gebannt abwartete, was

00:36:55: als Nächstes geschah.

00:36:58: Stattdessen fuhr sie mit ihren Fingern immer wieder durch ihre Haare, als wollte sie sie glatt kämmen.

00:37:03: und während Esther dort stand – und sie wie regelrecht hypnotisiert betrachtete – kam ihr ein anderer Gedanke.

00:37:10: Die Frau kämpfte nicht etwa Ihre Haare mit

00:37:12: den Fingeren.

00:37:13: Stuttdessen riss sie sie büchelweise aus.

00:37:17: Entsetzt rannte Esther an der Frau vorbei zum Haupthaus und verriegelte sofort die Tür hinter sich.

00:37:23: Panisch rief sie nach ihrer Familie bis eine ihrer Schwestern aufgeregt die Treppe hinuntergestürzt kam.

00:37:29: Mit bebener Stimme erzählte Esther, was sie gerade gesehen hatte und zeigte nach draußen.

00:37:35: Die Frau war nun nicht mehr zu sehen – einen momentlang fürchtete Esther das niemand ihr nun glauben

00:37:40: würde!

00:37:41: Doch als Sie zur Rückseite des Hauses liefen und durch die Fenster auch dort nach sahen, war klar dass Esther sich nichts eingebildet hatte….

00:37:49: Die Frau, deren Gesicht wegen der langen Haare noch immer vollkommen unkenntlich ging nun schnellen Schrittes über das Grundstück der Bels auf einer Baumgruppe zu.

00:37:58: Doch sie waren nun nicht länger allein!

00:38:00: Im Abstand von wenigen Metern folgten ihr drei Schneewais gekleidete Kinder, alle samt gleichen Blass und mit leerem Gesichtsausdruck.

00:38:10: Die Frau und die drei Kinder kletterten in die Bäume und platzierten sich so auf den Ästen, dass sie dem Haus der Bells zugewandt waren.

00:38:18: Ausdruckslos starten Sie in die Richtung von Esther und ihrer Schwester.

00:38:22: Völlig schockiert schrien die beiden Schwestern nach Hilfe bis schließlich Esther's Ehemann hinzukam.

00:38:29: Doch anstelle der Frau und der drei Kinder sei er nur die Bäume, die sich im Wind hin- und herzubegen schienen – was Esther und ihre Schwester noch mehr in Hysterie versetzte.

00:38:39: Ungläubig stürmten sie zu dritt hinaus!

00:38:42: Doch bei den Bäumen angekommen mussten Sie feststellen, dass nun niemand die unheimliche Frau oder die drei Kinder wahrnehmen konnte.

00:38:50: Über dem Grundstück der Bells lag plötzlich eine derartige Stille das man eine Stecknadel hätte fallen hören können... Am neunzehnten zwölften, achtzehnhundertzwanzig war das Familienoberhaupt der Familie Bell schließlich am Ende seiner Kräfte.

00:39:08: John Bell fiel in ein tiefes Koma aus welchem er nicht mehr erwachen sollte.

00:39:13: Verzweifelt wollte die Familie den prall gefüllten Arzneimittelschrank nach einem helfenden Mittel

00:39:18: durchsuchen

00:39:19: Doch statt des üblichen Vorrats an Heilmitteln fanden sie darin nur einen kleinen Flakon mit einer pechschwarzen Zehenflüssigkeit.

00:39:27: In ihrer Not verabreichte die Familie den Trank an eine streunende Katze, um Hinweise auf dessen Wirkungsweise

00:39:33: zu erlangen.

00:39:35: Das Tier war binnen weniger Minuten tot – da meldete sich plötzlich die ihnen inzwischen Bekannte schauerliche Stimme aus dem Jenseits zu Wort und krächste,

00:39:46: dasselbe

00:39:46: Schletzte nach den Arten John verabregt.

00:39:49: Er scheint zum Rücken!

00:39:51: Schnell war auf einer der ältesten Söhne den Trink in den lodernen Kamin, wo sofort mit einer Stichflamme das Glas zerbarst.

00:39:59: Für den Vater konnte die Familie jedoch nichts mehr tun.

00:40:02: Am nächsten Tag hauchte John Bell seinen letzten Atemzug

00:40:05: aus.

00:40:09: Nach seinem Tod herrschte auf der Farm der Bells endlich Ruhe, es schien als hätte die Bell-Hexe endlich ihren größten Widersacher aus dem Weg geräumt und damit ihre Bestimmung erfüllt.

00:40:21: Warum sie es genau oft John Bell abgesehen hatte?

00:40:23: Einen ehrbaren Mann, der alles für seine Familie tat und ein loyales Mitglied der Gemeinde war blieb für immer ein Rätsel!

00:40:31: Ebenso die Frage, woher die Bellhexe kam und wohin sie nach seinem Tod ging.

00:40:37: Einige Menschen mutmaßen, dass ihr böser Geist einst einem Kellergewölbe entwichen sein musste, das sich auf dem Farmgrundstück der Familie befand – und andere sind wiederum der Meinung, daß die Bellhäxe die Gegend auch bis heute niemals verlassen hat!

00:40:52: Wie sonst könnte man die merkwürdigen Lichter- und Nebelschwaden erklären, die immer wieder in den Maisfeldern auftauchen oder die unheimlichen Umrisse einer Gestalt die immer nur auf Fotos von wallfahrenden Touristen sichtbar wird.

00:41:07: Und wenn alles still ist und kein Lüftlein sich regt, kann man sie sogar hören!

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